Gedanken zum Zeitgeist

In sporadischen Abständen, laden wir -Jutta Stemmer und Dr. Kirsten Schrick- Sie und Euch ein, Ideen, Anregungen und Erfahrungen in Bezug auf eine bestimmte Zeitqualität mit uns zu teilen. Dazu treffen wir uns in den schönen Räumen von Dr. Kirsten Schrick.

Nach einer Einführung in die momentan aktive „himmlische Konstellation“ sprechen wir in einer offenen Runde über damit zusammenhängende Potenziale, Möglichkeiten und Herausforderungen ebenso wie bereits vorhandene Erfahrungen.

Diese Treffen richten sich nicht nur an Astrologen/innen sondern an alle, die sich aktiv mit den Wachstumsmöglichkeiten einer bestimmten Zeitqualität auseinandersetzen wollen. Im gemeinsamen Austausch werden wir vielfältige Ausdrucksformen der Konstellationen kennenlernen und verschiedene Ansätze, diese zu leben, diskutieren.

Wir freuen uns auf interessante Abende mit Euch und Ihnen!

 

Das Thema unseres ersten Abends ist
„Saturns Wechsel in den Steinbock“,
der uns bis Ende 2020 begleiten wird.

 

Anregungen dazu finden sich im Artikel: „Saturn in Steinbock“

 

Wir treffen uns am 07. Juni um 19 Uhr
in der Reichenbachstrasse 12/3.OG, Dr. Kirsten Schrick.

Die Teilnahme ist kostenlos, aber wir freuen uns über jeden Beitrag in die Spendenbox für die TIM Stiftung.

 

Die Einladung darf gerne an interessierte Freunde, Kollegen oder Familie weitergeleitet werden, denn diese Runde lebt von der Vielfalt und dem Miteinander.

 

Anmeldungen bitte an:

mail@astrologie-in-muenchen.de
oder
www.astrologie-in-muenchen.de

Sternenhimmel Mai

 

Ab Sonnenuntergang leuchtet Venus als heller Abendstern  zwischen den Sternbildern Stier und Zwilling und geht zwischen 21.30h und 22.30h unter. Am 17. Mai trifft Venus auf die zunehmende Mondsichel.

Mars verlangsamt seinen Lauf und wechselt vom Sternbild Schützen in den Steinbock. Er ist ebenso wie Saturn im Schützen von Mitternacht bis Sonnenaufgang im Südosten/Süden beobachtbar.

Jupiter in der Waage steht erdnah und ist die ganze Nacht über von Südost nach Südwest zu sehen.

Merkur bleibt weiterhin für uns nicht sichtbar.

 

Sternenhimmel 1. Mai 02h45 Südosten

 

Sternenhimmel 17. Mai 21h Westen

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Monatstrends Mai

 

Seit der letzten Aprilwoche und noch bis Anfang Mai stehen Pluto und die interpolierte Lilith in Konjunktion und fordern von uns Ehrlichkeit, Integrität, eigene Wege zu gehen sowie die Konsequenzen und die Verantwortung für unser Handeln oder Nicht-Handeln zu tragen.⇒ Monatstrends April

Die Tage um den Neumond sind kosmisch äußerst aktiv:

Ab dem 12. Mai bewegt sich Mars bereits in Gradzahlen seiner Rückläufigkeit vom 26. Juni bis 27. August. ⇒Jahresthemen
In der zweiten Mai-Dekade steht Mars im Quadrat zu Uranus. Dieser Spannungsaspekt ist eine hochenergetische Angelegenheit. Er rückt den Zeichenwechsel von Uranus in den Fokus und kann für erhebliche Unruhe, Ungeduld, Rastlosigkeit, innere und äußere Spannungen sowie Hektik und Gereiztheit sorgen, besonders wenn sich Mars am 16. aus dem Erdzeichen Steinbock ins Luftzeichen Wassermann weiterbewegt. Wie immer in solchen Zeiten ist es hilfreich, für ausreichend Ruhe und Erdung zu sorgen und achtsam mit dem eigenen Aggressionspotenzial umzugehen, um den destruktiven Ausdrucksformen dieser Kräfte einen Gegenpol zu bieten.

Der Neumond findet am 15. Mai um 13h47 im Stier statt und bereitet den Wechsel von Uranus vor, der sich nur wenige Stunden später ein erstes Mal vom Widder in das Zeichen Stier bewegt. Dort verweilt er bis zum 6. November und gibt einen ersten Vorgeschmack auf die Themen der kommenden Zeit, ehe er am 6. März 2019 endgültig für weitere 7 Jahre das Stierzeichen durchwandert. In den Phasen des Wechsels sind oft beide Energien aktiviert. In diesem Fall die impulsive, kriegerische und pionierhafte Kraft des Widders einerseits und die auf langsames Wachstum und Beständigkeit ausgelegte Seite des Stiers andererseits. Da Uranus für Reformen steht, kann nun auf dem Prüfstand stehen, welche Neuerungen und „Eroberungen“ der letzten Jahre sich als stabil und tragfähig erweisen und es wert sind, dass sie weiter ausgebaut und gefördert werden. ⇒Jahresthemen/ ⇒Artikel: Uranus‘ Wechsel vom Widder- ins Stierzeichen.
Die Neumondenergie bietet sowohl durch ihre Introvertiertheit als auch durch die besonnene und geduldige Art des Stierzeichens einen Ausgleich oder einen Kontrapunkt zu den oben beschriebenen Themen des Mars-Uranus-Quadrats. Im konstruktiven Fall fördert sie unser Bedürfnis nach Erdung und Ruhe und hilft uns zu mehr Gelassenheit, im Konfliktfall sind wir hin und her gerissen zwischen den beiden Polen.

 

Neumond 15. Mai um 13h47 MEZ in München

 

Am 25. Mai wird das Trigon von Jupiter zu Neptun zum zweiten Mal exakt.
Nach den aufregenden Tagen der zweiten Dekade könnte nun ein wenig Entspannung eintreten – zumindest kosmisch gesehen. Ob es sich im eigenen Leben widerspiegelt, hängt auch von uns ab. Zum Beispiel ob wir diesen ruhigeren und harmonischeren Energien trotz (Alltags-)Trubels Raum geben können. ⇒Jahresthemen
Jupiter und Neptun tragen beide ein gewisses Urvertrauen in sich. Jupiter steht im positiven Sinn für Wohlwollen und Zuversicht, in der Übertreibung aber auch für eine sehr hohe Erwartungshaltung und Standesdünkel. Neptun ist fähig zu bedingungsloser Liebe, doch auch zu Weltflucht und Täuschung. Was beide verbindet, ist der Glaube und das Vertrauen in eine höhere Macht. Hier treffen Gesellschaft (Jupiter) und Kollektiv (Neptun) aufeinander. Das heißt, wir als Mitglieder dieser Gesellschaft entscheiden eigenverantwortlich, welche der Facetten wir integrieren: Fanatismus und Dogmatismus oder Mitgefühl und hilfreiches Miteinander.

Der Vollmond am 29. Mai um 16h19 auf 08°10′ der Zwillinge-Schütze-Achse fordert uns dazu auf, Überzeugungen, Einstellungen und Vorstellungen darüber, wie etwas zu sein hat, neutral und wertfrei zu betrachten und gegebenenfalls zu relativieren. Hilfreich dabei ist die Energie des Zwillinge-Zeichens mit seiner Objektivität und Vielseitigkeit. Diese Fähigkeit, ohne Vorurteile in Kontakt zu treten, kann neue Perspektiven eröffnen.

 

Vollmond 29. Mai um 16h19 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Chirons Eintritt in das Widderzeichen

Gedanken zu…………………

Chirons Wechsel vom Fische- ins Widderzeichen

Einen Tag nach dem Neumond vom 16. April wechselt Chiron nach 7 Jahren im Fischezeichen für einen ersten Exkurs bis Ende September in das Widderzeichen. Endgültig tritt er Anfang 2019 in den Widder ein und bleibt dort für weitere 7 Jahre.

 

 

Chironeintritt Widder 17. April – 10h09 MEZ München

 

 

Um Chirons Energie beschreiben zu können, ist ein kurzer Ausflug in die griechische Mythologie hilfreich.

Chiron ist ein Sohn des Chronos/Saturn und der Nymphe Philyra. Im Mythos will Chronos Philyra verführen. Sie verweigert sich ihm, verwandelt sich in eine Stute und flieht. Daraufhin wandelt auch Chronos seine Gestalt in einen Hengst, verfolgt Philyra, vergewaltigt und schwängert sie. Als Philyra nach der Geburt ihren Sohn das erste Mal sieht, ist sie so entsetzt über seine Gestalt – mit dem Oberkörper eines Menschen und dem Unterkörper eines Pferdes -, dass sie Zeus bittet, sie in eine Birke zu verwandeln. Zeus gewährt ihr diesen Wunsch und macht Chiron damit zum Waisen, denn Chronos nimmt von seinem Sohn keinerlei Notiz. Von Vater und Mutter verlassen nimmt sich Apoll, der Gott der Weisheit und der schönen Künste, des jungen Kentauren an und unterrichtet ihn. Im Laufe der Zeit wird aus Chiron ein großer Lehrer und Heiler, der sein Wissen an die griechischen Helden weitergibt. In einem Kampf der Kentauren wird er aus Versehen von seinem Schüler Herakles mit einem Pfeil verletzt, der in das Gift der Hydra getaucht war. Diese Wunde kann nicht verheilen, und egal wie lange Chiron auch forscht und sich weiterbildet, er findet das Heilmittel für sich selbst nicht, während er anderen viel Gutes tun kann. Um diesem Schmerz zu entgehen, bittet er Zeus, den Platz mit Prometheus (der zur Strafe, dass er den Göttern das Feuer gestohlen und den Menschen gebracht hatte, im Gebirge angekettet wurde) tauschen zu dürfen. Damit erlangt er Sterblichkeit, wird von seinem Leiden erlöst und von Zeus am 9. Tag nach seinem Tod als Sternbild des Kentauren wieder an den Himmel erhoben.

 

In dieser Kurzform des Mythos zeigen sich schon zwei wichtige Themen:

– Das Außenseitertum und der Umgang mit Ambivalenzen werden ersichtlich:

o seine Gestalt: halb Mensch ⇔ halb Pferd
o ein wilder Kentaur ⇔ ein Lehrer und Heiler
o verstoßen von Mutter und Vater ⇔ angenommen und erzogen von Apoll, dem Gott der Weisheit und der schönen Künste
o ein Heiler ⇔ der seine eigene Wunde nicht heilen kann
o ein unsterblicher Halbgott ⇔ der sich für einen Sterblichen opfert
⇔dafür Sterblichkeit erlangt, um von seinem Leiden erlöst zu werden
⇔der nach seinem Tod als Sternbild am Himmel wieder Unsterblichkeit erlangt

 

– Chirons Brückenbauerfunktion

und die damit einhergehende Fähigkeit verschiedene Anteile – manchmal sogar scheinbar unvereinbare Widersprüche – miteinander zu verbinden sehen wir nicht nur im Mythos sondern auch in seiner exzentrischen astronomischen Umlaufbahn (sonnennah innerhalb der Saturnbahn – sonnenfern in Uranusnähe). Er fungiert als Mittler zwischen den irdischen und den kosmischen Welten und schürt das Wissen, dass es eine Dimension jenseits dieser Welt gibt, nach der ein Teil von uns sich immer sehnen wird. Und trotz dieses tiefen Wissens, sind wir aufgefordert, unser Erdenleben zu akzeptieren, mit all seinen Beschwerlichkeiten und Anstrengungen. Und wir sind auch eingeladen, unser Glück und unsere Freude nicht in die Zukunft oder das Jenseits zu projizieren, sondern es im irdischen Alltag zu finden.

 

Ein weiteres Chironthema, den verwundeten Heiler,

der uns mit unserer ganz persönlichen Sensibilität in Kontakt bringt resultiert aus genau diesen Widersprüchlichkeiten. Diesen Schmerz können wir nicht gut in Worte fassen und zeigen ihn meist auch nicht offen. Gleichzeitig findet sich hier unser heilendes Potenzial – für andere. Jeder von uns trägt diese Kraft in sich. Wir spüren sie durch eine große Empfindsamkeit und Sensitivität in gewissen Lebensbereichen und Situationen, die wir nicht aus unserer Biografie oder den realen Lebensumständen erklären können. Im Mythos wird Chiron die Wunde von einem ihm wohlgesonnenen Mennschen und ohne die Absicht ihn verletzen zu wollen zugefügt. Für uns bedeutet das, dass die Suche nach einer Schuld oder Ursache nicht förderlich ist. Erst wenn wir unser So-sein akzeptieren können wir im Laufe unseres Lebens lernen, mit dieser Verletzlichkeit immer besser umzugehen und uns in Angelegenheiten, die uns heikel erscheinen, zu schützen, anstatt sie zu vermeiden, indem wir für uns geeignete Rahmenbedingungen schaffen.

 

Chirons Eintritt in das Widderzeichen wird begleitet von einem Widderneumond in Konjunktion mit Uranus.
Dies ist eine äußerst kraftvolle Konstellation des Neuanfangs, des Auf- oder Umbruchs, des Fortschritts und der Weiterentwicklung. Sie beinhaltet das Potenzial, mutig neue und unkonventionelle Schritte zu wagen, in diesem Fall in Bezug auf Chirons Themen.

 

Neumond 16. April – 3h57 MEZ München

 

 

Wie aus dem Mythos und den astronomischen Eigenschaften ersichtlich ist, zeigt uns Chiron unsere Ambivalenzen auf und bringt uns mit unseren Sehnsüchten und sensitiven Punkten in Berührung.


Im Fischezeichen
hat sich das in erster Linie bezogen auf die Auseinandersetzung mit unserem Wunsch nach Frieden, der Anbindung an eine jenseitige Quelle, gelebter Spiritualität und dem Bewusstsein, dass wir mehr sind als die Erdenbürger, als die wir in dieser Inkarnation angetreten sind. Und dies alles in dem Wissen, dass wir dennoch ein Erdenleben mit all seinen alltäglichen Anforderungen und Anstrengungen, aber auch mit seinen Schönheiten leben.


Im Zeichen des Widders
werden wir mit unserem Ego, unseren Triebkräften, unserer Wut und unserer Kraft konfrontiert, wiederum in der Gewissheit, dass wir als Menschen auch die Liebe in uns tragen.
Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fischezeichen alle Erfahrungen gemacht. D.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.
Das Widderzeichen ist das erste im Kreis, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. D.h. der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fischeenergie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt.
Zusammengefasst repräsentiert das Fischezeichen die kollektive Energie des Vertrauen und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist, während die Widderenergie den persönlichen Ausdruck sucht und als Einzelkämpfer durch die Welt zieht.


Unsere chironische Sensitivität und Verletzlichkeit in Bezug auf die Widderenergie zeigt sich besonders, wenn es darum geht

o unsere wilde Seite anzuerkennen
o uns mit unserer Triebkraft und unseren Instinkten auseinanderzusetzen
o den Mut zu haben, eigene Ziele zu verfolgen
o unsere Ansprüche anzumelden
o den eigenen Willen kundzutun
o Initiative zu ergreifen
o sich durchzusetzen
o die eigene Kraft zu zeigen und zu leben
o mit der eigenen Energie sorgsam umzugehen
o direkt zu sein, z.B. Ja oder Nein zu sagen
o für etwas zu kämpfen
o aufzubrechen, etwas hinter sich zu lassen und neue Wege zu gehen
o Zerstörung, Streit und Auseinandersetzung auszuhalten

Dabei ist zu beachten, dass sich die Themen auf verschiedenen Ebenen manifestieren können: der körperlichen, der seelischen, der mentalen und der spirituellen.

In den Phasen eines Zeichenwechsels sind für einige Zeit immer beide Energien aktiviert. Je nachdem, welche Lebensbereiche betroffen sind, können wir eine Zerrissenheit spüren, bis sich die neuen Themen etabliert haben.

Die Balance, die wir hier finden können, besteht aus der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und dem Mitgefühl und der Liebe für sich und andere.


Und damit stellen sich uns die Fragen:

o Welche Ambivalenzen tragen wir in uns?
o Welche Sehnsüchte in Bezug auf die Themen zeigen sich?
o In welchem Lebensbereich fühlen wir uns besonders verletzlich?
o Was brauchen wir, um unsere Sensitivität zu akzeptieren und mit ihr umgehen zu können?
o Wie sehen unsere Schutzmechanismen aus? Ist es Schutz oder sind es Vermeidungsstrategien?
o Wie können wir ein Ambiente schaffen, in dem wir uns weitgehend sicher fühlen, damit wir uns dieser Verletzlichkeit stellen können?
o Wie sieht der erste kleine Schritt aus, der für uns möglich ist?

Wo und wie sich diese Themen zeigen, hängt von der Zeichen- und Hausstellung im persönlichen Horoskop ab, ebenso wie von den Lebensumständen des Einzelnen.

Wenn wir lernen, uns als menschliche Wesen mit unseren Fehlern und Schwächen anzunehmen und liebevoll mit uns umzugehen sowie die Politik der kleinen Schritte verfolgen, anstatt ein Fernziel anzustreben, können wir nach und nach ausloten, wie viel von etwas uns guttut und wie viel wir aushalten können, ohne einen Rückschritt gehen zu müssen oder in eine Vermeidungsstrategie auszuweichen. So werden sich nach und nach die eigenen Grenzen erweitern und wir können einen konstruktiven Umgang mit den Kräften und Verletzlichkeiten Chirons gewinnen und dabei unserer inneren Vision folgen.

 

© Jutta Stemmer

Monatstrends April

Am 15. April erreicht Merkur seine Station zur Direktläufigkeit auf 4°46 Widder und kommt am 3. Mai an seinen Ausgangspunkt auf 16°54 Widder an. Der rückläufige Merkur ist sowohl in den Monatstrends März als auch in den Jahresthemen ausführlicher beschrieben.

Der Neumond findet am 16. April um 03h57 MEZ auf 26°02‘ Widder und in enger Konjunktion mit Uranus statt.
Dies ist eine äußerst kraftvolle Konstellation des Neuanfangs, des Auf- oder Umbruchs, des Fortschritts und der Weiterentwicklung. Sie beinhaltet das Potenzial, mutig neue und unkonventionelle Schritte zu wagen. Es besteht aber durch den kämpferischen Aspekt der Widder-Energie auch die Gefahr, übers Ziel hinauszuschießen.

Die mehr introvertierte Energie des Neumondes bildet dazu ein Gegengewicht. Bewusst gelebt kann dies konstruktiv eingesetzt werden, um zur Ruhe zu kommen und zu reflektieren, unbewusst kann es zu inneren und äußeren Konflikten führen.

 

 

 

Neumond 16. April um 03h57 MEZ in München

 

Mit dieser Neumondenergie wechselt Chiron einen Tag später nach 7 Jahren im Fischezeichen für einen ersten Exkurs bis Ende September in das Widderzeichen. Endgültig tritt er Anfang 2019 in den Widder ein und bleibt dort für weitere 7 Jahre.

Chiron als Brückenbauer zeigt uns Ambivalenzen auf und bringt uns mit unseren Sehnsüchten und sensitiven Punkten in Berührung. Im Fischezeichen hat sich das in erster Linie darauf bezogen, uns mit unserem Wunsch nach Frieden, Anbindung und Spiritualität auseinanderzusetzen, in dem Wissen, dass wir dennoch ein Erdenleben mit all seinen alltäglichen Anforderungen und Anstrengungen, aber auch mit seinen Schönheiten leben.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserem Ego, unserer Wut und unserer Kraft konfrontiert, wiederum in dem Bewusstsein, dass wir als Menschen auch die Liebe in uns tragen. Die Balance, die wir hier finden können, beinhaltet den Wunsch nach der Erfüllung der eigenen Egoansprüche und dem Mitgefühl und der Liebe für sich und andere.
⇒ Artikel „Der Wechsel Chirons vom Fischezeichen ins Widderzeichen“.

 

Ab der letzten Aprilwoche bis Anfang Mai stehen Pluto und die interpolierte Lilith in Konjunktion und fordern von uns verstärkt Ehrlichkeit, Integrität, eigene Wege zu gehen sowie die Konsequenzen und die Verantwortung für unser Handeln oder Nicht-Handeln zu tragen. Bis Ende April verleiht Mars der Konstellation zusätzlich Energie. Der Lebensbereich, in dem sich diese Konstellation für den Einzelnen zeigt, hängt von der Stellung der drei Planeten im eigenen Radixhoroskop ab.

 

Der Vollmond vom 30. April findet auf 9°38‘ der Stier-Skorpion-Achse und im harmonischen Aspekt zu Saturn statt. 

Der Mond im Skorpion greift die Pluto-Lilith-Themen auf und verlangt von uns Ehrlichkeit in Bezug darauf, was uns wirklich wichtig ist, wofür wir brennen und uns engagieren wollen und was ausgedient hat und wir guten Gewissens entsorgen können. Unter der Sonne in Stier richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die genussvollen und schönen Seiten des Lebens. Dabei würden wir den Status quo liebend gerne beibehalten, denn das Loslassen fällt uns schwer und erscheint kontraproduktiv. Verbindende Elemente des Stier- und Skorpionzeichens sind Ruhe und Geduld sowie das Engagement für eine Sache, die gesunde Weiterentwicklung verspricht. Saturn hilft dabei, auszusortieren, was es wert ist, erhalten zu werden, und was gehen kann, weil es für die kommende Zeit in dieser Form nicht mehr wichtig ist.

 

 

Vollmond 30. April um 02h58 MEZ in München

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Sternenhimmel April

Merkur dreht im April eine Schleife im Sternbild Fische, bleibt für uns aber unsichtbar.

Venus strahlt in den frühen Nachtstunden immer heller und wandert vom Sternbild Widder in das Sternbild Stier.

Mars und Saturn im Schützen und Jupiter in der Waage sind in den frühen Morgenstunden von Südost nach Süd beobachtbar.

 

Sternenhimmel 01. April  21h00 MEZ im Westen

 

 

Sternenhimmel 06 April 06h00 MEZ im Südosten

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Sternenhimmel März

Zu Beginn des Monats gehen Venus und Merkur gemeinsam kurz vor Sonnenuntergang am Westhimmel auf, wobei vor allem die strahlende Venus gut sichtbar ist. Da Merkur zur Monatsmitte rückläufig wird, entfernt er sich danach wieder von Venus.

Mars im Sternbild des Schlangenträgers, Saturn im Schützen und Jupiter in der Waage sind in den frühen Morgenstunden in einer Linie von Südost nach Süd beobachtbar. Im Laufe des Monats nähert sich Mars immer mehr Saturn an.

Der astronomische Frühlingsbeginn ist am 20. März um 17h15.

 

Sternenhimmel 01. März 18h30 MEZ im Westen

 

 

 

Sternenhimmel 12. März 04h00 MEZ im Südosten/Süden

 

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends März

 

Die seit der dritten Februardekade aktive Ballung in den Fischen gibt auch das Thema für den Vollmond vom 2. März um 01h51 auf 11°23‘ der Jungfrau-Fische-Achse vor.

Da die Sonnenfinsternis im Wassermann vom Februar 2018 langsam an Wirkung verliert, kann sich die Fische-Energie immer mehr entfalten. Dazu gehören Einfühlungsvermögen, Sensibilität, Intuition, Sehnsucht nach kosmischer Anbindung, Hingabefähigkeit und der Wunsch nach Frieden, im negativen Fall auch die Weigerung, sich mit den Tatsachen auseinanderzusetzen und das Verharren im Wunschdenken. Dem gegenüber steht der Mond in der Jungfrau und kann einen, wenn auch einsamen, Gegenpol bilden, um Pragmatismus, Zweckdienlichkeit, Realitätssinn und Bodenständigkeit einfließen zu lassen. Durch das große Ungleichgewicht der Energien braucht es Achtsamkeit, um diese erdende Energie nicht aus den Augen zu verlieren.

 

 

Vollmond 2. März um 01h51 MEZ in München

 

 

Im Laufe der ersten Monatshälfte laufen zudem Venus und Merkur über Chiron in den Fischen. Daher kann sich zu den oben beschriebenen Themen eine starke Sensitivität, eine Wehmut oder auch eine Art Weltschmerz gesellen.

Der Neumond vom 17. März um 14h11 auf 26°50 Fische in Konjunktion mit Chiron bildet den Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluss dieser Themen. Denn danach folgen Sonne und Mond den bereits vorausgeeilten Schnellläufern Venus und Merkur in das Zeichen Widder.

 

 

 

Neumond 17. März um 14h11 MEZ in München

 

 

Am 23. März erreicht Merkur seine Station zur Rückläufigkeit auf 16°54‘ Widder. Am 15. April wendet er auf 4°46 Widder und erreicht seine Ausgangsposition am 3. Mai. ðJahresthemen.

 

Am 31. März steht er in Konjunktion zur Sonne des Vollmondes, der um 14h36 auf 10°44‘ der Widder-Waage-Achse stattfindet und in einem Quadrataspekt zu Saturn und Mars im Steinbock steht. Die Zeiten, in denen Merkur rückläufig ist, eignen sich gut zu Reflektion und Rückschau. Auf der Achse Widder-Waage geht es darum, wie die Widder-Energie (Kraft, Mut, Risikobereitschaft, Aggression, Willensstärke und Impulsivität) mit den Qualitäten des Waagezeichens (Liebes- und Beziehungsfähigkeit, Harmonie, Ausgleich, Ästhetik und Kunstsinn) in Einklang gebracht werden kann. Die Frage dazu kann lauten: Lag der Blick in der Vergangenheit auf dem Trennenden oder dem Verbindenden dieser unterschiedlichen Energien und wie lassen sie sich in der Zukunft in ein Gleichgewicht bringen?
Saturn und Mars im Steinbock verlangen dabei Verantwortungsbewusstsein und Integrität und pochen darauf, den Erkenntnissen auch Taten folgen zu lassen.

 

 

 

Vollmond 31. März um 14h36 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Sternenhimmel Februar

Ab der Monatsmitte erscheint Venus als Abendstern langsam wieder für kurze Zeit nach Sonnenuntergang am Westhimmel.

Mars geht 2 – 3 Stunden nach Mitternacht im Osten auf und wandert durch die Sternzeichen Skorpion und Schlangenträger. Ebenso in den frühen Morgenstunden ist Jupiter am südöstlichen Himmel im Sternbild Waage zu beobachten. Und auch Saturn im Sternbild des Schützen ist kurz vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen.

Merkur bleibt am Nachthimmel unsichtbar.

 

 

Sternenhimmel 15. Februar 05h30 MEZ im Südosten

 

 

Sternenhimmel 28. Februar 18h15 MEZ im Westen

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Monatstrends Februar

Fast den gesamten Monat stehen Lilith und Saturn im Steinbock in Konjunktion.
Lilith
wird oft als dämonisierte Kraft bezeichnet. D.h. als Kraft, die ihre Stärke nicht zeigen darf, ohne dass ihr Sanktionen drohen. Dies führt häufig zur Unterdrückung von vorhandenen Fähigkeiten, Talenten und Gaben. Gleichzeitig ist sie eine Vertreterin der „Großen Göttin“ aus matriarchalen Zeiten und bringt uns in Kontakt mit längst vergessenen Werten und Gesellschaftsformen wie z.B. Anerkennung von zyklischen Prozessen, Wertschätzung des „So-Seins oder Anders-Seins, Achtung der Natur und soziales Miteinander.
Saturn als Gesellschaftsplanet vertritt im Moment das patriarchale System mit dessen Grundsätzen wie z.B. hierarchischer Ordnung und Leistungsorientiertheit. Die Eigenverantwortung wird hier oft den gesellschaftlichen Erwartungen unterworfen. Saturn wird in der Mythologie als männliche Gottheit mit weiblichen Attributen (z.B. Sense, Sichel, Totenkopf, das Verschlingen der eigenen Kinder) dargestellt. Mit dem Übertritt in sein weibliches Domizil Steinbock sollten wir unsere Aufmerksamkeit vermehrt auf seine oft vernachlässigten Fähigkeiten lenken: Struktur und Halt geben, aber ohne einzuengen; Realitätssinn, aber ohne Pessimismus; Ausdauer, aber ohne sich zu verausgaben und vor allem: Eigenverantwortung.
Das Zusammentreffen dieser beiden Faktoren könnte uns dazu anregen, unseren  gesellschaftlichen und sozialen Umgang und unser Wertesystem zu überprüfen.

Dabei können uns Fragen helfen wie zum Beispiel:
Was ist uns wichtig und wertvoll? Welches Maß tut uns gut? An welchen Werten orientieren wir uns? Wo halten wir an Altem fest, ohne es zu hinterfragen? Wo kasteien wir uns unnötig? Wo übernehmen wir (ungefragt) Verantwortung oder weigern uns, es zu tun? Können wir das, was uns zur Verfügung steht, genießen? Achten wir die Zyklen des Lebens? Wie sieht unser Umgang mit Übergängen wie z.B. Geburt und Tod aus?

Lilith fordert dazu auf, unsere eigenen Maßstäbe und Spielregeln zu etablieren, und die daraus entstehenden Konsequenzen sowie die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Am 15. Februar um 21h15 MEZ findet eine partielle Sonnenfinsternis auf 27°00′ Wassermann am absteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Merkur und im Sextil zu Uranus statt. ð Jahresthemen
Da die Sonne nur zu 25% bis 50% verdeckt wird, ist die Verfinsterung auch in der Antarktis und im südlichen Südamerika nur mit einer Schutzbrille zu sehen.
Wassermann, Merkur und Uranus sind mentale Prinzipien auf unterschiedlichen Ebenen.
Die zu stellenden Fragen könnten lauten: Welchen Stellenwert hat die Verstandesebene in unserem Leben? Wie gehen wir mit Innovation und Technik um und wofür setzen wir sie ein? Können wir unsere Existenz aus einer persönlichen und gleichzeitig übergeordneten Warte aus betrachten? Zudem ist Wassermann das Zeichen der Gleichwertigkeit und greift somit die Themen der Lilith-Saturn-Konjunktion auf.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 9° – 30° in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann). 

 

 

  

Sonnenfinsternis 15. Februar 21h15 MEZ in München

 

Diesen mentalen Finsternis-Themen, die noch eine Weile nachwirken, steht dann ab dem 19. Februar eine Fische-Ballung gegenüber. Dabei laufen ab dem 21. Februar und bis Anfang März nacheinander Venus, Merkur und die Sonne an Neptun vorbei. Während die wassermännische Energie geistig orientiert ist und das Leben mit einem gewissen Abstand betrachten kann, finden wir im Zeichen Fische Sensibilität, Einfühlungsvermögen und das Wissen, dass alles miteinander verbunden ist. Dazu gehört auch eine Sehnsucht nach kosmischer Anbindung, wie auch immer diese für den Einzelnen aussehen mag.
Kurz gesagt stehen sich Intellekt und Intuition, Geist und Gefühl, Realität und Sehnsucht, Distanz und Hingabe gegenüber. Diese beiden Energien zu vereinen, wird eine Herausforderung der dritten Dekade werden.

 

 

 21. Februar – Ballung in den Fischen

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer