Der Sternenhimmel im Januar

Am 21. Dezember zur Wintersonnwende trafen sich Jupiter und Saturn im Sternbild Steinbock. Im Januar entfernen sie sich nun langsam wieder von einander und sind zusammen mit Merkur nur noch in den ersten Tagen kurz nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen. Danach nähert sich die Sonne dem Dreigestirn an, überholt es und sie verschwinden für einige Zeit vom nächtlichen Himmel.

Venus hingegen läuft der Sonne voraus und ist für kurze Zeit vor Sonnenaufgang am östlichen Horizont zu sehen.

Mars bewegt sich durch das Sternbild Widder. Nach Sonnenuntergang bis Mitternacht können wir ihn von Süd nach West wandernd beobachten.

 

Sternenhimmel am 11. Januar um 07h30 in südöstlicher Richtung

 

Sternenhimmel am 13. Januar um 17h00 in südwestlicher Richtung

 

Sternenhimmel am 25. Januar um 24h00 in wewtlicher Richtung

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Januar


Am 21. Dezember 2020 fand die Konjunktion von Jupiter und Saturn im Wassermann statt und damit hat ein neuer Generationen-Zyklus begonnen und zugleich ein Luftzyklus der Gesellschaftsplaneten. Beschrieben ist dies ausführlich im Artikel: Jupiter und Saturn im Wassermann.

Bis wir erkennen und spüren, wohin die Reise führt, wird es sicher noch einige Wochen und Monate dauern. Denn wir sprechen hier von größeren Zyklen, die neu beginnen. Und jeder Zyklus endet und beginnt mit einem Dunkelmond, einer Phase, in der das Neue zwar erspürt, aber noch nicht wirklich gesehen werden kann. Aber der Umschwung hat definitiv stattgefunden und es ist auch an uns, zu sehen, wie wir gut in die neue Zeit kommen. Ihr Versprechen liegt in den Möglichkeiten des Wassermannzeichens. Seine Position im Tierkreis gibt uns Aufschluss darüber, wohin wir in den nächsten Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten steuern können. Sein Herrscher Uranus ist die reine Schöpferkraft. Als kollektives Zeichen stellt er eine gemeinsame Sache oder ein übergeordnetes Anliegen in den Vordergrund. Zusammengefasst wäre das, Individualität und Solidarität zu leben. Wenn beide Gesellschaftsplaneten im Wassermann stehen, könnte dies sehr gut den Beginn einer egalitären Gesellschaft anzeigen. Trotz aller Möglichkeiten beinhaltet Wassermann aber auch Schattenseiten, wie zum Beispiel die einseitige Fokussierung auf Technologien, Distanziertheit und Rationalität, ohne das Herz (Gegenzeichen Löwe) mit einzubeziehen.

Die Themen werden im Laufe des Monats brisanter. Ab der zweiten Dekade erhält Uranus, der Herrscher des Wassermannzeichens, von verschiedenen Seiten Impulse. Zuerst läuft am 11. Januar Lilith in die Konjunktion mit Uranus. Zu der Zeit kann der Mond bzw. Neumond im Steinbock noch regulierend wirken. Danach wird Uranus vom noch immer langsam laufenden Mars überholt und Jupiter läuft am 17. in ein Quadrat zu Uranus. Der Vollmond am 28. Januar vervollständigt die Verbindungen zu einem T-Quadrat. Spannung liegt in der Luft, der Ruf nach Freiheit und Gleichwertigkeit wird stärker. Einschränkungen jeglicher Art können als Affront empfunden werden. Individualität und Kollektiv wollen in Einklang gebracht werden, und das kann durchaus zu inneren und äußeren Widerständen führen. Besonders dadurch, dass die auslösenden Faktoren mit viel Energie und Begeisterung unterwegs sind. Mars steht für Tatkraft, Jupiter für Enthusiasmus und Grenzenlosigkeit und auch der Vollmond bringt meist Unruhe mit sich. Wenn wir dem Konfliktpotenzial aufmerksam begegnen, kann Mars im Stier durchaus auch für besonnenes Handeln stehen und für die Rückbesinnung auf gewachsene und bewährte Werte, für deren Erhalt sich ein Einsatz lohnt. Jupiter bringt im besten Fall Toleranz und ethisches Handeln auch anders Gesinnten gegenüber. Da Uranus, Mars und Lilith im Stier stehen, können sich die Themen auch auf Werte, Sicherheiten, Wachstum, Grenzen und die Natur beziehen. ⇒ Jahresthemen und Uranus Wechsel vom Widder in das Stierzeichen

Der Neumond vom 13. Januar 2021 um 06h00 MEZ auf 23°13′ Steinbock steht in Konjunktion mit Pluto. Wie schon kurz erwähnt, kann die Steinbockqualität erdend und ausgleichend wirken. Gleichzeitig zeigt die Verbindung zu Pluto, dass wir mit Macht- und Ohnmachtsthemen, Schattenseiten, Integrität und Polarisierungen konfrontiert werden. Äußere Umstände können uns bewusst machen, wie wir selbst mit diesen Themen umgehen, ob wir bei uns bleiben können oder Feindbilder im Außen suchen. Dabei fordert die Steinbockqualität es geradezu zu prüfen, wo die Bereiche liegen, in denen es gilt, Verantwortung zu übernehmen. Der Fokus liegt dabei auf dem Machbaren, dem eigenen Umfeld und den realen Möglichkeiten.

 

Neumond am 13. Januar um 06h00 MEZ in München

 

Der Vollmond am 28. Januar um 20h16 MEZ auf 9°05′ Wassermann-Löwe steht mit Jupiter an der Sonne im T-Quadrat zu Uranus, Lilith und Mars. Die Konstellation ist oben beschrieben. Die Verbindung von Löwe und Wassermann ist die des Herzens mit dem Verstand. Im Widerstreit bedeutet es Egointeressen versus Gemeinwohl. Auf jeden Fall fließt viel Energie, mit der wir etwas bewegen können.

 

 Vollmond am 28. Januar um 20h16 MEZ in München

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 © Jutta Stemmer

Jahresthemen 2021

 

Für die himmlischen Konstellationen gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten. Sie sind nicht für jeden gleichermaßen spürbar. Das liegt unter anderem an den individuellen Faktoren, die im eigenen Horoskop angesprochen sind, an den gegenwärtigen Lebensumständen des Einzelnen sowie an seinen Erfahrungen und Anschauungen. Wenn eigene Horoskopfaktoren in Resonanz mit Mundanthemen stehen, fühlen wir uns als Individuum aufgerufen, in irgendeiner Form an der Gestaltung mitzuarbeiten. Ansonsten erleben wir die Auswirkungen oft über Personen in unserem Umfeld oder über gesellschaftliche Strömungen.

Aber für alle Menschen ist auf die eine oder andere Art eine allgemeine Stimmung spürbar, eine des Ab- oder Aufbruchs, des Festhaltens oder des Wandelns, der Unsicherheit oder der Euphorie, je nach Temperament, persönlicher Einstellung und momentaner Lebenssituation.

Die folgenden Auslegungen sind als Anregung gedacht, um einen konstruktiven Umgang mit der Zeitqualität zu finden.

 

Der Kosmos konzentriert sich auf den Neubeginn,
denn im Wesentlichen beschränken sich die Konstellationen in diesem Jahr auf die Quadrate von Jupiter und Saturn (im fixen Zeichen Wassermann) zu Uranus (im fixen Zeichen Stier).

Da die Weichen auf Neubeginn gestellt sind und die Zyklen aufeinander aufbauen, möchte ich noch einmal kurz in die Rückschau gehen: 

Die letzten beiden Jahre waren stark geprägt von der Energie des Steinbocks.

Pluto im Steinbock, rückläufiger Mondknoten im Steinbock von November 2018 bis Juni 2020, Saturn im Steinbock von Dezember 2018 bis Dezember 2020 und Jupiter im Steinbock von Dezember 2019 bis Dezember 2020.
Sowohl Jupiter als auch Saturn haben bereits einige Ausflüge ins Wassermannzeichen unternommen, aber erst im Dezember 2020 fand der endgültige Umschwung statt.
Die Hauptakteure des Jahres 2020 waren Jupiter, Saturn und Pluto in unterschiedlichen Konstellationen. Im Laufe des Jahres begegneten die beiden Gesellschaftsplaneten mehrmals Pluto im Steinbock.

Zur Wintersonnwende, am 21. Dezember 2020, begann mit ihrer Konjunktion im Wassermann eine neue 200-jährige Ära der beiden Gesellschaftsplaneten im Element Luft. ⇒Jupiter und Saturn im Wassermann

 

Zyklen, Ingresse, Rückläufigkeiten und Finsternisse

 

Die Themen der Jupiter-Saturn-Konjunktion im Wassermann begleiten uns das gesamte Jahr 2021 über. Zudem macht Jupiter im Januar ein Quadrat mit Uranus, dem Herrscher des Wassermanns, gefolgt von drei Quadraten Saturn-Uranus im Februar, Juni und Dezember. Es zeigt uns, dass die Wassermannenergie immer weiter in unser Leben drängt.  

 

Ingresse

Jupiter im Wassermann  vom 19. Dezember 2020 bis 13. Mai 2021
Jupiter in den Fischen vom 13. Mai 2021 bis 28. Juli 2021
Jupiter im Wassermann vom 28. Juli bis 29. Dezember 2021
Jupiter in den Fischen vom 29. Dezember 2021 bis 10. Mai 2022

Saturns Wechsel in den Wassermann
vom 22. März 2020 bis 30. Juni 2020 und
vom 17. Dezember 2020 bis 06. März 2023

Die Wassermann-Energie ist visionär, revolutionär und nach vorne gerichtet. Als 11. Zeichen im Zodiak ist sie kollektiv ausgerichtet, d.h. sie orientiert sich bestenfalls daran, dass der Fortschritt nicht nur dem Individuum, sondern einer Gemeinschaft nützlich sein kann.
Mit beiden Gesellschafsplaneten in diesem Zeichen stellt sich die Frage, wo wir hinsichtlich der geistigen Eigenschaften und Werte unserer Gemeinschaft, beispielsweise in Bezug auf Bildung, Moral, Recht, Sprache, kulturelle Gewohnheiten usw. stehen.
Abgesehen von ihrem Status als Gesellschaftsplaneten, die Recht und Regeln, Ethik und Moral vorgeben, spornt Jupiter zu immer mehr Wachstum an, während Saturn das – oft positiv – beschränkende System darstellt. Arbeiten Jupiter und Saturn Hand in Hand, kann der Umgang unserer Gesellschaft mit Technologie, Fortschritt, Vernetzung, Individualisierung und Gemeinschaftsgeist neue, verbindende Wege gehen.

Jupiter in den Fischen bringt zwischendurch neue Impulse.
Die schwierigen Tendenzen sind Weltflucht, Opferrollen, Täuschung, Illusionen, Wegsehen, Scheinwelten und vage Ängste. Der konstruktive Ausdruck zeigt sich in echtem Mitgefühl, Empathie, Verbundenheit und Liebesfähigkeit.

Das Gegenzeichen Jungfrau kann hilfreiche Ideen geben, wie wir die Energie einsetzen können: dem Mitgefühl praktische Formen zu geben, ohne sich darin zu verlieren oder eine Analyse der schwierigeren Ausdruckformen, um diese Schritt für Schritt umgestalten zu können.

 

Zyklen

Jupiter Quadrat Uranus  am 17. Januar 2021 auf  6°43′ Wassermann/Stier

Saturn Quadrat Uranus
am 17. Februar 2021  auf  7°14′ Wassermann/Stier
am 14.
Juni 2021 auf 13°07′ Wassermann/Stier
am 14.
Dezember 2021 auf 11°05′ Wassermann/Stier

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermann-Zeichens verbindet er diese mit den oben beschriebenen Kollektivanliegen.
Ein Widerspruch in sich oder das Zusammenführen zweier Paradoxe.
In der Verbindung würde es bedeuten, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen, als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Die Quadrate finden in den Zeichen Wassermann und Stier statt. Die Wassermann-Energie ist oben beschrieben. Das Stier-Zeichen steht für Sicherheiten, Wachstum, Natur, Schutz, Bewahren, Hegen, Pflegen. Da der Quadrataspekt oft mit Herausforderungen einhergeht, können wir mit zum Teil gegenläufigen Bewegungen rechnen. Einer, die sich an Technologie und Fortschritt orientiert und einer anderen, die für das Bewahren des Status quo und den Schutz der Natur einsteht. Eine ähnliche Thematik finden wir bei ⇒ „Uranus Wechsel vom Widderzeichen in das Stierzeichen“  

 

Rückläufigkeiten 

Rückläufigkeit eines Planeten entsteht dann, wenn die Erde auf ihrer elliptischen Kreisbahn schneller als ein anderer Planet ist und diesen überholt. Dann scheint sich dieser Planet von der Erde aus gesehen rückwärts zu bewegen.

Es ist eine gute Zeit, um innezuhalten und den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Dennoch gibt sie uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

 

Rückläufiger Merkur        

vom 30. Januar bis 21. Februar 2021
vom 30. Mai bis 23. Juni 2021
vom 31.
September bis 18. Oktober 2021

Merkur ist der Planet der Kommunikation, des Wissens, des Handels und des Verkehrs.

Da es während seiner Rückläufigkeit häufig zu Missverständnissen kommt, ist es ratsam, immer wieder nachzufragen, ob man richtig verstanden wurde.

Die Rückläufigkeit richtet den Fokus in die Vergangenheit. Es ist daher nicht zweckmäßig, große Schritte nach vorne zu machen, wie zum Beispiel Verträge abzuschließen und Verhandlungen zu forcieren, sondern man sollte nach Möglichkeit die jeweilige Sache nochmals überprüfen und von verschiedenen Seiten Informationen einholen. Manchmal lassen sich Abschlüsse, Ein- oder Verkäufe nicht vermeiden. Dann kann es hilfreich sein, sie zusätzlich von einer unabhängigen Person begutachten zu lassen.

Nicht alle Menschen gehen in gleicher Weise mit dem rückläufigen Merkur in Resonanz. Personen mit rückläufigem Merkur im Geburtshoroskop kennen die Themen, deshalb sind die Auswirkungen der Rückläufigkeit für sie oft nicht so spürbar oder im Gegenteil sogar förderlich.

Sensibel für den rückläufigen Merkur sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten
im Januar/Februar zwischen 11° und 27° Wassermann,
im Mai/Juni zwischen 16° und 25° Zwilling,
im September/Oktober zwischen 10° und 26° Waage

 

Rückläufige Venus

vom 19. Dezember 2021 bis 29. Januar 2022

Der gleichmäßige Zyklus der rückläufigen Venus (er verschiebt sich im 8-Jahresrhythmus um 2°) gibt uns die Gelegenheit, gleiche Themen (Häuser oder Planeten) immer wieder zu betrachten.

Überprüft werden zum einen Beziehungen und Freundschaften in all ihren Facetten:

Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um und wie lasse ich mich behandeln?
Wie wertvoll erachte ich mich im Vergleich zu anderen?
Was erwarte ich von einer Freundschaft und wie viel bin ich bereit zu geben?
Nehme ich den anderen in seiner Eigenart wahr oder so, wie ich ihn mir wünsche?
Kann ich faire Kompromisse schließen?

Oft werden wir in dieser Zeit mit Altlasten oder Wunschdenken aus vergangenen Beziehungen konfrontiert und können in der Rückschau herausfinden, wie für uns eine ideale Beziehung/Freundschaft in der Zukunft aussehen kann.

Das zweite große Thema berührt unsere Talente und Ressourcen mit den Fragen:

Wie behandle ich meinen Körper? Pflege ich ihn, treibe ich Raubbau, höre ich auf seine Signale?
Wie ist mein Umgang mit Geld und materiellen wie ideellen Werten?
Kenne ich meine Talente, schätze ich sie und gebe ich ihnen genügend Raum, in dem sie sich entfalten können?

Ein weiteres Venusthema ist Genussfähigkeit und Lebensfreude:
Was bedeutet für mich Sinnesfreude und Lust?
Erlaube ich mir die Annehmlichkeiten des Lebens?
Wie wichtig sind für mich Schönheit, Kunst und kreativer Selbstausdruck?
Was macht mir wirklich Freude?
Sorge ich für mein eigenes Wohl oder erwarte ich es von anderen?

Dieser Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Steinbock statt und bezieht die oben gelisteten Fragen unter anderem auf die Themen Verantwortungsbewusstsein, Klarheit, Integrität, Disziplin, Distanziertheit, Realitätssinn und das rechte Maß.

Sensibel für die rückläufige Venus sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten zwischen 11° und 27° Steinbock.

 

Finsternisse 

In früheren Kulturen wurden Finsternisse negativ gedeutet.

Mondfinsternisse bedeuteten schlechte Zeiten für das Volk (Mond = Volk), Sonnenfinsternisse waren schlecht für die Herrscher (Sonne = Herrscher), da der zuständige Himmelskörper verdunkelt wurde.  

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond (Emotionen, Unbewusstes, Vergangenheit) zeitweise die Sonne (Bewusstsein, Lebensziel, Gegenwart). Wer schon einmal eine totale Sonnenfinsternis beobachtet hat, kann bezeugen, wie sich das bewusste Leben für kurze Zeit verändert und die Emotionen in den Vordergrund treten. Ergriffenheit, Faszination und Befangenheit sind spürbar. Gefühle, die mit unserem Verstand nichts zu tun haben, trotz des Wissens um die astronomischen Gegebenheiten.  

Heutzutage ist die Interpretation objektiver.  

Da eine Sonnenfinsternis immer zu Neumond stattfindet, steht dessen Anfangsenergie im Vordergrund. Es ist nicht nur – wie bei jedem Neumond – eine gute Zeit, Neues zu beginnen, sondern das Ereignis kann als eine Aufforderung des Kosmos interpretiert werden, die Energie positiv zu nutzen, um altes, nicht mehr passendes Verhalten zu ändern.  

Bei Mondfinsternissen wird der Bewusstwerdungsprozess des Vollmondes für eine Weile unterbrochen. Dadurch können die entsprechenden Mondthemen stark in den Vordergrund treten. 

Die Finsternisse werden in den jeweiligen Monatstrends im Zusammenhang mit den aktuellen Konstellationen ausführlicher beschrieben.

 

26. Mai 2021 – 13h20 MEZ – totale Mondfinsternis auf 05°28‘ Zwilling-Schütze
mit der Sonne am aufsteigenden Mondknoten im Zwilling und Jupiter in den Fischen im Quadrat zur Achse.

Die Zwilling-Schütze-Achse ist sowohl Kommunikations- als auch Bewusstseinsachse. Mit dem Mond am absteigenden Mondknoten und der Beteiligung von Jupiter lenkt sie das Augenmerk auf unsere Werte und Ideale, eventuell auch auf unsere Vorurteile. Die wenn auch weite Konjunktion von Venus und Merkur zur Sonne zielt dabei besonders auf unser Kommunikations- und Beziehungsverhalten im Allgemeinen und im persönlichen Bereich. Mit dem objektiven und neutralen Blick der Zwillingsenergie können alte Muster bewusst gemacht und verändert werden.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 25° in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann) bis 22° in veränderlichen Zeichen (Zwilling, Jungfrau, Schütze und Fische).

 

10. Juni 2021 – 12h40 MEZ – ringförmige Sonnenfinsternis auf 19°46′ Zwilling
am aufsteigenden Mondknoten, in Konjunktion mit dem rückläufigen Merkur und im Quadrat zu Neptun.
Sichtbar ist sie in Teilen Ost-Kanadas, im Norden Alaskas und Sibiriens, in Grönland, Island und im Norden Skandinaviens.
Mit einer Finsternis am aufsteigenden Knoten sind wir aufgefordert, Neuland zu betreten, auszuprobieren und dazuzulernen. Mit dem Fokus auf der Zwillingsenergie greift sie die Themen der vorausgegangenen Mondfinsternis auf und wir können uns die Frage stellen, wie klar oder unklar wir in unseren Gedanken und Worten sind und wie sehr wir Verstand und Herz in Einklang bringen können.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 10° bis 30° in veränderlichen Zeichen (Zwilling, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

19. November 2021 – 10h00 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 27°15‘ Stier-Skorpion
mit der Sonne am aufsteigenden Mondknoten im Skorpion und Jupiter im Wassermann im Quadrat zur Achse.
Der angelegte Konflikt liegt in der fixen Achse in Verbindung mit Jupiter im Wassermann. Das Motto könnte sein: Bewahren und Loslassen. Das Quadrat zu Jupiter und die Mondknotenachse in Zwilling und Schütze stellt auch in dieser Finsternis, wie in allen anderen des Jahres 2021, die Themen Werte, Überzeugungen, Vorstellungen, Vorurteile und Prinzipien in den Vordergrund. Die skorpionale Energie unterstützt uns darin, ehrlich zu sein und unsere wahren Motivationen von bloßen Vorwänden zu unterscheiden. Dabei können Hintergründe erforscht, eigene Schattenseiten erkannt und Feindbilder im Außen entlarvt werden. Das Resultat wäre eine Integrität, die den eigenen Handlungsspielraum erkennt und ausschöpft, ohne andere in die Ohnmacht zu bringen.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 17° in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann) bis 12° in veränderlichen Zeichen (Zwilling, Jungfrau, Schütze und Fische).

 

04.Dezember 2021 – 08h33 MEZ – totale Sonnenfinsternis auf 12°20′ Schütze
am absteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Merkur.
Zu beobachten ist sie mit einem hohen Bedeckungsgrad auf dem antarktischen Kontinent und im südlichen Atlantik, etwas abgeschwächt an den Südspitzen der Kontinente Südamerika, Afrika und Australien sowie der neuseeländischen Südinsel. 

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 10° bis 23° in den veränderlichen Zeichen (Zwilling, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

© Jutta Stemmer

 

Der Sternenhimmel im Dezember

 

Jupiter und Saturn sind die beiden Hauptakteure im Dezember, denn am 21. Dezember zur Wintersonnwende treffen sie endgültig aufeinander. Zu sehen sind sie nur für kurze Zeit am westlichen Horizont und gehen zum Monatsende schon kurz nach der Sonne unter. Die feine Neumondsichel passiert die beiden vom 17.  auf den 18. Dezember.

Venus hingegen läuft der Sonne voraus und ist für kurze Zeit vor Sonnenaufgang am östlichen Horizont zu beobachten, während Merkur im Dezember für uns unsichtbar bleibt.

Mars, die strahlende Präsenz am Nachthimmel der letzten Monate verliert langsam an Helligkeit. Er bewegt sich weiterhin durch das Sternbild Fische. Nach Sonnenuntergang können wir ihn im Südosten sehen und gegen  Mitternacht geht er im Westen unter.

 

Sternenhimmel am 01. Dezember um 07h15 in südöstlicher Richtung

 

 

Sternenhimmel am 21. Dezember um 17h30 in südlicher Richtung

© Jutta Stemmer

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Dezember

 

Die Haupttendenzen des ersten Halbjahres sind in den Monatstrends Juni zusammengefasst. Dort finden Sie auch eine ausführliche Beschreibung der monatsübergreifenden Themen. 

Die Marsthemen aus dem Oktober und November bleiben auch im Dezember noch aktuell. Mars änderte seine Richtung nach mehr als zwei Monaten Rückläufigkeit am 14. November. Neue Gradbereiche erreicht er erst Anfang Januar 2021. 

Nach der dritten Jupiter-Pluto-Konjunktion am 12. November Jahresthemen 2020 entfernen sich die Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn aus Plutos Einfluss. Neue Impulse sind um die Monatsmitte zu erwarten, wenn Saturn und zwei Tage später Jupiter aus dem Steinbockzeichen in den Wassermann wechseln. Ihre Konjunktion auf 0°29′ Wassermann ist am 21. Dezember um 18h20 exakt, dem Tag der Wintersonnwende.  Jupiter und Saturn im Wassermann – Meilenstein auf dem Weg ins Wassermannzeitalter

Den Dezember können wir damit als Ende der Vorbereitungszeit auf einen Umbruch betrachten. In der ersten Hälfte des Monats sind wir weiterhin damit beschäftigt, uns in der Rückschau und in der Innenschau bewusst zu werden, wohin wir als Gesellschaft steuern wollen und können, was bewahrt werden will und was erneuert werden kann. Dabei ist, wie schon das gesamte Jahr über, jeder Einzelne gefragt, bei sich zu schauen, nachzuspüren und zu erkennen, wofür er sich einsetzen will. Das Dagegen-Sein könnte von einem Dafür-Sein abgelöst werden, wenn wirklich klar wird, wofür sich ein Einsatz im eigenen Umfeld lohnt und wo die eigenen Werte liegen.

In der zweiten Hälfte ab dem 14. Dezember könnten erste kleine Anzeichen einer Veränderung sichtbar werden. Bis wir erkennen und spüren, wohin die Reise führt, wird es sicher noch einige Wochen und Monate dauern. Denn wir sprechen hier von größeren Zyklen, die neu beginnen. Und jeder Zyklus endet und beginnt mit einem Dunkelmond, einer Phase, in der das Neue zwar erspürt, aber noch nicht wirklich gesehen werden kann. Aber der Umschwung findet definitiv statt und es ist auch an uns, zu sehen, wie wir gut in die neue Zeit kommen. Ihr Versprechen liegt in den Möglichkeiten des Wassermannzeichens. Seine Position im Tierkreis gibt uns Aufschluss darüber, wohin wir in den nächsten Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten steuern können. Sein Herrscher Uranus ist die reine Schöpferkraft. Als kollektives Zeichen stellt er eine gemeinsame Sache oder ein übergeordnetes Anliegen in den Vordergrund. Zusammengefasst wäre das, Individualität und Solidarität zu leben. Wenn beide Gesellschaftsplaneten im Wassermann stehen, könnte dies sehr gut den Beginn einer egalitären Gesellschaft anzeigen. Trotz aller Möglichkeiten beinhaltet Wassermann auch Schattenseiten, wie z.B. die einseitige Fokussierung auf Technologien, Distanziertheit und Rationalität, ohne das Herz (Gegenzeichen Löwe) mit einzubeziehen.

Am 14. Dezember 2020 um 17h13 MEZ findet auf 23°08′ Schütze eine totale Sonnenfinsternis am absteigenden Mondknoten in Konjunktion zu Merkur und im Trigon zu einem Widder-Mars statt. ⇒Jahresthemen
Der absteigende Mondknoten zeigt uns, welche Altlasten entsorgt werden wollen. In Bezug auf Merkur und dem Schütze-Zeichen können dies veraltete und überkommene Vorstellungen, Urteile, Wertungen und Überheblichkeiten sein, um in die konstruktive Kraft der Hoffnung, des Vertrauens und der Toleranz zu kommen. Der Widder-Mars fordert dazu auf, mutig Neuland zu betreten.

 

 Totale Sonnenfinsternis am 14. Dezember um 17h30 MEZ in München

 

Das Jahr 2020 hat mit einem Vollmond auf der Krebs-Steinbock-Achse begonnen und endet am 30. Dezember um 04h28 auf 08°53′ auch damit. Im Januar standen Merkur, Jupiter, Saturn, Pluto und der absteigende Mondknoten an der Steinbock-Sonne. Im Dezember bildet der Vollmond ein Sextil/Trigon zu Uranus und zeigt uns damit, dass der Umschwung zu etwas Neuem im Fokus steht. Die Opposition von Krebs und Steinbock weist darauf hin, welche Energien integriert werden wollen. Mit Empathie und Mitgefühl für sich und andere, dem Wahrnehmen von Bedürfnissen und dem Schaffen eines Schutzraumes sowie der Achtung und Wertschätzung den Gefühlen gegenüber kann ein gesunder Gegenpol zu der realitätsbezogenen und oft auch leistungsorientierten Ausrichtung der Steinbockenergie gesetzt werden, damit diese in ihrer Klarheit, Kraft und Verantwortungsbereitschaft eingesetzt werden kann.

 

Vollmond am 30. Dezember um 04h28 MEZ in München

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

Die Weltzeitalter

 

Das sogenannte Große Jahr oder Platonische Jahr entsteht durch die Präzession und bezeichnet die Tatsache, dass im Laufe von ca. 26.000 Jahren der Frühlingspunkt (Aufgang der Sonne am 21.3.) rückwärts durch die Sternbilder der Ekliptik wandert.

Das Weltenjahr wird aufgeteilt in Weltenmonate von ca. 2200 Jahren, die nach dem jeweiligen Sternbild, in dem die Sonne zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche aufgeht, benannt werden.

 

Im Widderzeitalter ca. 2200 v. Chr. ging die Sonne am 21.3. im Sternbild Widder auf.

 

 

 

Zu Beginn des Fischezeitalters um die Wendezeit verschob sich der Sonnenaufgang in das Sternbild Fische.

 

 

Einige der „alten“ Wissenschaftler/Philosophen legen mit der Theorie der Weltzeitalter einen Entwicklungsplan der Menschheit zugrunde, der in den Gestirnen eine Analogie findet oder umgekehrt. Wie oben, so unten.

Wenn wir einige Weltzeitalter rückwirkend betrachten, können wir diese aufeinander aufbauende Entwicklung feststellen.

Eine kurze Übersicht über die letzten fünf Perioden mit ihren Errungenschaften und ihrer gesellschaftlichen sowie religiösen Ausrichtung zeigt dies auf.

Bei der zeitlichen Festlegung gehe ich davon aus, dass wir jetzt gerade auf dem Weg Richtung Wassermannzeitalter sind, auch wenn sich der genaue Übergang nicht feststellen lässt. Die Jahreszahlen sind somit als Anhaltspunkt, nicht als genaues Datum zu verstehen.

Im Zwillingezeitalter ca. 6800 – 4600 v. Ch.
waren die Menschen als Nomaden unterwegs. Transportmittel wurden erfunden, die Keilschrift entwickelt und die Religion war vielseitig. Unterschiedliche Götter wurden nebeneinander verehrt.

Im darauf folgenden Stierzeitalter ca. 4600 – 2400 v. Chr.
wurden die Menschen sesshaft, sie begannen mit Viehzucht und Ackerbau. Um ihr Areal zu sichern, erbauten sie Monumente und Bauwerke, wie die chinesische Mauer, die Pyramiden oder Stonehenge. Die Töpferscheibe wurde erfunden und machte eine neue Art der Aufbewahrung möglich.

In der Religion standen die Mutterkulte im Vordergrund. Es war die Blütezeit des Matriarchats und die Göttin wurde in der Natur verehrt.

Im Widderzeitalter ca. 2400 v. Chr. – zur Zeitenwende
verlor das Matriarchat an Bedeutung und das Patriarchat begann, sich zu etablieren. Es war die Zeit der Eroberungen und Kriege z.B. dem Einfall der indogermanischen Völker. Bei Bedarf wurde nicht mehr unbebautes Land urbar gemacht, wenn die Ressourcen zu Ende gingen, sondern besiedeltes Land wurde mit Gewalt erobert und unterworfen. Besonders zum Ende der Ära wurden die männlichen Götter, vor allem die Kriegsgötter, mehr und mehr verehrt.

Sowohl im Stier- als auch im Widderzeitalter spielte die Körperlichkeit eine große Rolle.

Dies verliert sich mit dem beginnenden Fischezeitalter ca. 200 v. Ch. – 2000 n. Ch.
Dem Körper musste entsagt werden, um in das Reich Gottes eingehen zu können. In der nun folgenden Zeit des Monotheismus wurden die Kirchen mächtig. Ihre Heilsbringer und Märtyrer dienten als Vorbild, das aus menschlichem Ermessen nicht erreicht werden kann.

Bereits im zu Ende gehenden Fischezeitalter spüren wir die Vorboten des nun beginnenden Wassermannzeitalters ca. 2000 n. Ch.

Das Weltall wird durch die Erfindung des Fernrohrs im 18. Jahrhundert unermesslich groß. Uranus wird entdeckt, darauf folgen Neptun und Pluto. Es ist die Zeit der Aufklärung, der Rebellionen, der Freiheitskriege und des technischen Fortschritts. Unabhängigkeit und Individualität werden wichtiger. Die Evolutionstheorie, die Quantenphysik und das World Wide Web zeigen bisher unentdeckte Möglichkeiten auf und verbinden Welten miteinander. Alles scheint möglich. Wohin es uns in Kultur, Gesellschaft und Religion führen wird, ist noch offen und kann von uns mitbestimmt werden.

© Jutta Stemmer

Jupiter und Saturn im Wassermann – Meilenstein auf dem Weg ins Wassermannzeitalter

 

Wir stehen im Moment an einem der großen Übergänge im Zeitgeschehen:
dem Übergang vom Fische- zum Wasserzeitalter. Diese Übergänge finden nicht abrupt, sondern fließend statt und sind von vielen kleineren und größeren Meilensteinen auf dem Weg geprägt. Einer davon ist sicherlich die Konjunktion der Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn am 21. Dezember 2020 auf 0° Wassermann.

Zyklen zeigen eine aufeinander aufbauende Entwicklung. Das Weltenjahr entspricht einer Philosophie, die unterstellt, dass die Menschheit einem Entwicklungsplan folgt. Es ist unterteilt in zwölf Weltenmonate, den uns bekannten Weltzeitaltern mit einer Dauer von ca. 2200 Jahren, dem größten uns bisher bekannten kosmischen Zyklus.Betrachten wir den Aufbau der Zyklen unseres Sonnensystems vom längsten (den Weltzeitaltern) bis zum schnellsten (dem Sonne-Mond-Zyklus) genauer, so ist eine Hierarchie ersichtlich. Keine wertende, sondern eine, in der die verschiedenen Zyklen unter dem Einfluss eines jeweils größeren stehen. ⇒Grafik

 

 

Unter der Schirmherrschaft des Wassermannzeitalters und der momentan aktuellen Zyklen der geistigen Planeten findet auch die Begegnung der beiden Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn statt. Im Moment stehen wir hier:

 

Die Konstellationen werfen die Frage auf, was wir als Individuen und als Mitglieder einer Gesellschaft dazu beitragen können, um gut in das Wassermannzeitalter zu steuern.

Zeiten des Umbruchs sind spannende Zeiten. Sie bieten Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen, etwas auszuprobieren und zu experimentieren. Das Fehlen von Vorbildern lässt viel Spielraum, der verantwortungsbewusst gefüllt werden will. Je nach eigener Persönlichkeit kann dies als anregend oder ängstigend empfunden werden.

Die Jupiter-Saturn-Konjunktion findet alle 20 Jahre statt und markiert einen Generationswechsel.
Des Weiteren begegnen sich die beiden Planeten über einen Zeitraum von 200 Jahren in einem Element, mit kleinen Fluchten ins Nachbarzeichen zu Beginn und Ende des Zyklus. Die unten stehende Tabelle mit den Jahren der jeweiligen Konjunktion verdeutlicht dies und zeigt uns, dass wir eine Erd-Runde beenden und eine Luft-Runde beginnen, just auf 0° Wassermann.

Das Zeichen der Konjunktion zeigt auf, mit welchen Werten, Vorstellungen, Erwartungen sich die jeweilige Generation beschäftigt. Diese Grundenergie wirkt oft lange als unbewusste Prägung in uns, wie ein Fundament, auf dem wir aufbauen. Die jeweils aktuelle Jupiter-Saturn-Konjunktion zeigt einen Teil des momentan vorherrschenden Generationsmodells. Als beispielsweise die in den Jahren 1980/81 Geborenen ins Berufsleben eingetreten sind, prägten sie den Begriff der Work-Life-Balance, einer Waage-Entsprechung. Diese Idee wäre den unter Steinbock Geborenen ab 1961 nicht in den Sinn gekommen. Es war die Zeit der Baby-Boomer und was zählte, waren Leistung und Disziplin und das Ziel, das unter der vorherigen Stier-Generation Aufgebaute zu erhalten.

 

 

Um die Frage nach unserem Beitrag bei diesem Wandel beantworten zu können, ist es hilfreich, sowohl die Fische-Energie des zu Ende gehenden Zyklus als auch die Wassermann-Energie näher zu beleuchten sowie die Ausprägungen der Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn in unserer Zeit.

Wenn wir es neutral betrachten, dann war das Fischezeitalter eine Ära der großen Meister, die uns – wieder – mit der spirituellen Komponente des Erdendaseins in Kontakt gebracht haben. Ohne im Detail auf die großen Weltreligionen eingehen zu wollen, so ist die Essenz der Christusenergie die Liebe, u.a. in Form von Empathie und Mitgefühl, die auch im Buddhismus eine tragende Säule darstellt.

Im zu Ende gehenden Fischezeitalter wird also gefragt, wie wir mit der Liebe und dem Mitgefühl uns und anderen gegenüber umgehen und wie weit wir in Kontakt mit unserer spirituellen Seele Sind.

Die destruktiven Ausformungen dieser Energie sind Weltflucht, Hilflosigkeit, Opferrollen, Täuschung, Wegsehen, Scheinwelten und vage Ängste.

Egal, auf welcher Seite wir stehen, eine Prise des Gegenzeichens Jungfrau ist immer hilfreich. Einerseits, um dem Mitgefühl praktische Formen zu geben und sich nicht darin zu verlieren, andererseits, um der Realität ins Auge zu sehen und Schritt für Schritt das Dilemma zu verlassen. Denn immer nehmen wir die Erfahrungen der Vergangenheit in den neu beginnenden Zyklus mit.

Mit welchen Herausforderungen können wir nun im Wassermannzeitalter rechnen?
Was ist die Essenz des Zeichens, wo liegen seine Potenziale und Schwachstellen? Und wie können wir die Fische-Energie in die neue Zeit integrieren?

Wassermann ist ein kollektives Zeichen mit dem Herrscher Uranus, der die eigene Schöpfungskraft und die Individualität in den Vordergrund stellt.

Ein Widerspruch in sich oder die Verbindung zweier Paradoxe.

„Kollektiv“ bedeutet eine verbindende Kraft. Schauen wir uns die Begriffsklärung an, gibt es, je nachdem, ob wir es sozial, ökonomisch oder kulturgeschichtlich betrachten, leicht veränderte Definitionen. Aber es gibt immer eine gemeinschaftliche Ausrichtung, die einem höheren Ziel dient.

Kollektivbewusstsein ist ein soziologischer Begriff für die geistigen Eigenschaften und Werte einer Gesellschaft, wie zum Beispiel Moral, Recht, Gewohnheiten, Sprache, Gewissen, Wissen usw.

Übersetzen wir dies in die Gesellschaft, würde es bedeuten, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen.

Im Folgenden stehen die Betrachtung der Wassermann-Energie und einige aktuelle Themen oder bereits existierende Ausformungen im Mittelpunkt.

Sie ist mental ausgerichtet, visionär und revolutionär und legt den Fokus auf Neuschöpfung und Fortschritt.

Wir sprechen heute schon von künstlicher Intelligenz, die Fehlermeldungen verwerten kann, um sich weiter zu entwickeln. Große Fortschritte in der Medizin und in der Technik wurden durch sie errungen, menschliche Kontakte treten dadurch oft in den Hintergrund.

Eine weitere Eigenschaft dieser Energie sind Distanziertheit und Vernetzung, wiederum scheinbar unvereinbar, aber bereits gelebte Praxis in den virtuellen Welten. Man ist miteinander vernetzt, zum Teil ohne sich zu kennen. Dies kann einerseits zu Vereinsamung im realen Leben führen, andererseits kann Distanz überbrückt werden und somit Menschen wie z. B. Familie, Freunde, Gleichgesinnte auch über Entfernungen verbinden.

Wassermann-Energie bedeutet für viele Menschen Freiheit und Freiwilligkeit. Dabei sollte aber immer bedacht werden, inwiefern wir tatsächlich frei sind oder ob wir uns nicht mehr und mehr abhängig von Technologie und Zugehörigkeiten zu bestimmten Gruppen machen, denen wir gerecht werden wollen.

Der technische Fortschritt schenkt uns so viel Freizeit wie nie zuvor.

Doch wie und womit verbringen wir sie? Kennen wir noch unsere Wünsche und Sehnsüchte und wissen, was uns guttut und nährt, oder folgen wir einfach nur modernen Trends?

Anhand dieser Beispiele können wir bereits sehen, wie wichtig eine konstruktiv gelebte Fische-Energie ist, um im beginnenden Wassermannzeitalter nicht in der Distanz oder im Eigensinn zu vereinsamen, sondern das Beste aus den beiden Epochen miteinander in Einklang zu bringen und damit die Neuerungen unserer Zeit gewinnbringend nutzen zu können. Da wir ganz am Anfang stehen, werden wir auch hier immer wieder experimentieren und verwerfen. In einigen Bereichen gelingt es uns aber schon sehr gut, z.B. in der virtuellen Form von Heilkreisen und in dem aufkommenden Bewusstsein, dass alles auch energetisch verbunden ist, nicht nur technisch.

Wenn wir uns diese Verbindungen immer wieder vor Augen führen, können wir ein ganz neues bzw. ein sehr altes Bewusstsein finden. Dazu gehört auch das Wissen, dass wir kosmische Wesen sind, die auf dieser Erde inkarnieren, um irdische Erfahrungen zu sammeln.

Vielleicht kann das zu Dankbarkeit der Natur und dem Körper gegenüber führen, die uns diese Erkenntnisse erst ermöglichen. Beides wurde und wird sowohl im Fischezeitalter als auch in unserer Neuzeit vernachlässigt.

Wenden wir uns nun den beiden Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn zu, die ihren 200-jährigen Erdzyklus beenden und sich zur Wintersonnwende im Wassermannzeichen treffen.

Jupiter und Saturn sind im Jahr 2020 zusammen mit Pluto die Hauptdarsteller in der Astrologie. Wenn Gesellschaftsplaneten in Konjunktion mit geistigen Planeten gehen, werfen sie die Frage auf, wie wir als Gesellschaft zu den kollektiven Themen des jeweiligen Planeten stehen, in diesem Fall zu Macht- und Ohnmacht, Transformation, Integrität, Ehrlichkeit, Wahrheit, Wandlungsfähigkeit und zu Übergängen. Dass auch in weiten Teilen noch der absteigende Mondknoten an den Begegnungen beteiligt war, weist darauf hin, dass Altlasten entsorgt werden wollen, aber auch, dass wir mit Ängsten und Erwartungen konfrontiert werden, die lange zurückliegen.

Da jeder Einzelne Teil der Gesellschaft ist, trifft das auch auf uns als Individuum zu. Saturn bezieht sich dabei auf gesellschaftliche Normen, Richtlinien, Formalitäten, Gesetze, Verordnungen, Einschränkungen, etc. Jupiter steht für Ansprüche und Erwartungen, religiöse und ethische Vorgaben, moralische Werte, Bildung, Wachstum und Grenzenlosigkeit.  Das heißt, dass die Auseinandersetzung mit genau diesen Themen dem Neubeginn der Gesellschaftsplaneten im Wassermann vorausgeht.

Dieser Übergang findet vom Steinbock- ins Wassermann-Zeichen statt. Und auch hier baut das Neue auf dem Alten auf und konfrontiert uns damit, ob und wie wir die Steinbock-Energien in unserem Leben und unserem Alltag integriert haben und vor allem in welcher Form. Dazu gehört der Themenkomplex Eigen-Verantwortung, Klarheit, Realitätssinn, Sicht auf das Wesentliche, das rechte Maß usw.

Ein weiterer Übergang, bei dem noch nicht klar ist, wohin wir steuern, der aber nicht außer Acht zu lassen ist, findet in Bezug auf das uns bekannte Gesellschaftssystem des Patriarchats statt, welches am Wanken ist. Aus der erinnerbaren Geschichte sind uns bis jetzt nur zwei Gesellschaftssysteme bekannt: das Patriarchat unserer Zeit und das vorangegangene Matriarchat. Wer sich näher dafür interessiert, findet eine Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede in dem Artikel „Saturn im Steinbock“.

Eine neue Ordnung ist gerade im Entstehen begriffen. Gesellschaftliches Wirken orientiert sich immer an den Werten des zugrunde liegenden Systems. Heide Göttner-Abendroth hat darüber ein interessantes Buch geschrieben „Der Weg zu einer egalitären Gesellschaft“, einem Prinzip, das sowohl dem Wassermannzeitalter als auch der Luft-Ära der Gesellschaftsplaneten entspricht und eventuell sogar eine alte Ordnung wiederherstellt. Denn Jupiter und Saturn waren in der klassischen Astrologie je einem weiblichen und einem männlichen Zeichen zugeordnet (Schütze und Fische sowie Steinbock und Wassermann). Nach der Entdeckung der kollektiven Planeten war diese Symmetrie immer noch gewahrt. Denn Jupiter blieb im männlichen Zeichen Schütze, Saturn im weiblichen Zeichen Steinbock. Das Ungleichgewicht besteht darin, dass in der griechischen Mythologie, einer Zeit, in der das Patriarchat immer stärker wurde, Saturn eine männliche Gottheit darstellt, obwohl er eindeutig weibliche Zeichen und Insignien aufweist. Spätestens ab dieser Zeit ist ersichtlich, dass das Gleichgewicht ins Wanken gerät und Gesellschaft männlich definiert wird.

Eine Bestandaufnahme dessen, was ist, ist oft hilfreich, um zu sehen, was in eine neue Zeit mitgenommen werden will, was sich verabschieden darf und welche neuen Ideen oder Formen vorstellbar sind.

Der Archetyp Saturn ist neutral betrachtet eine innere Instanz, die uns mit den Werten Durchhaltevermögen, Leistungsvermögen, Verantwortungsbereitschaft, Realitätssinn, Disziplin, Reduktion auf das Wesentliche, Stabilität, Struktur und Klarheit ausstattet. Er ist der Hüter der Schwelle, der letzte Planet, der ohne Hilfsmittel von der Erde aus sichtbar ist. Diese Schwellen finden wir in den Lebensübergängen (Geburt, Pubertät, Erwachsensein, Altern, Tod,  aber auch Mutter-/Vaterschaft, gesellschaftliche Position, Arbeitseintritt). Und er ist die Instanz, die uns eine irdische Verankerung schenkt, um nicht in den Weiten des Kosmos verloren zu gehen.

 

 

Formen, die wir aufgrund des darunterliegenden patriarchalen Wertesystems kennen (links), stehen mögliche neue Formen gegenüber (rechts), die dem gleichen Prinzip entsprechen und als Anregung dienen wollen. Womit wir besonders in Resonanz gehen, hängt unter anderem ab von den eigenen Anlagen und Prägungen, dem familiären und gesellschaftlichen Hintergrund und der Zeitqualität, in der wir zur Welt kamen.

 

 

Auch für Jupiters Themen können wir dieses Gedankenexperiment anwenden. Hier liegt der Fokus auf Ethik, Moral, Bildung, Horizonterweiterung, Sinnfindung, Vertrauen, Expansion, Fülle, Gerechtigkeit, Religion, Glauben, Anbindung und Rückverbindung.

 

 

Anhaltspunkte für alte und neue Formen sind:

 

Jupiters Wunsch nach Horizonterweiterung ist der Grundstein, um sich auch gern mit fremden Kulturen auseinanderzusetzen. Hier stellt sich die Frage, wann er die Neugierde (Gegenzeichen Zwilling) an einer andersartigen Betrachtung/Herangehensweise verloren hat und diese sogar abwertet und verurteilt.

Die Begegnung von Jupiter und Saturn auf 0° Wassermann findet am 21. Dezember 2020 um 19h18 statt, dem Tag der Wintersonnwende. Bereits Saturns Eintritt in den Steinbock im Jahr 2018 fand zu diesem Schwellenfest statt. In alten Riten dient diese Zeit, in dem sich die Lichtverhältnisse verändern, dazu, auf einen vollendeten Jahreslauf zurück zu blicken und in Dankbarkeit dem Feuer zu übergeben, was für die weitere Entwicklung nicht mehr nötig ist. In dieser dunkelsten Nacht wird das Sonnenkind wiedergeboren und ein neuer Zyklus beginnt. Im beginnenden Wassermannzeitalter könnte dies der Zyklus der Erkenntnis sein.

Ab Mitte Dezember 2020 könnten bereits erste Anzeichen einer Veränderung sichtbar werden. Bis wir erkennen und spüren, wohin die Reise führt, wird es sicher noch einige Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern. Denn wir sprechen hier von größeren Zyklen, die neu beginnen. Und jeder Zyklus endet und beginnt mit einem Dunkelmond, einer Phase, in der das Neue zwar erspürt, aber noch nicht wirklich gesehen werden kann. Aber der Umschwung findet definitiv statt und es ist auch an uns, zu sehen, wie wir gut in die neue Zeit kommen. Ihr Versprechen liegt in den Möglichkeiten des Wassermannzeichens. Seine Position im Tierkreis gibt uns Aufschluss darüber, wohin wir in den nächsten Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten steuern können. Sein Herrscher Uranus ist die reine Schöpferkraft. Als kollektives Zeichen stellt er eine gemeinsame Sache oder ein übergeordnetes Anliegen in den Vordergrund. Zusammengefasst wäre das, Individualität und Solidarität zu leben und geistige sowie gleichwertige Verbundenheit zu spüren, eventuell der Beginn einer egalitären Gesellschaft.

© Jutta Stemmer

Monatstrends November

 

Die Haupttendenzen des ersten Halbjahres sind in den Monatstrends Juni zusammengefasst. Dort finden Sie auch eine ausführliche Beschreibung der monatsübergreifenden Themen.

Im November bleiben die Oktober-Themen weitgehend aktuell, vor allem in Bezug auf den rückläufigen Mars (10. September bis 14. November) und den rückläufigen Merkur (14. Oktober bis 3. November).

Beschrieben sind sie ausführlich in den Monatstrends Oktober.

Am 12. November wird die Jupiter-Pluto-Konjunktion zum dritten und letzten Mal exakt. Danach entfernen sich die Gesellschaftsplaneten langsam aus Plutos Einfluss.
Trotz allem werden sich die Themen der Dreier-Konjunktion noch bis Ende des Jahres hinziehen, da Jupiter und Saturn erst im Dezember endgültig das Steinbockzeichen verlassen und sich zur Wintersonnwende im Wassermann in einer Konjunktion treffen. Vorher ist kaum mit neuen Impulsen zu rechnen. Es geht immer noch darum, uns in der Rückschau und in der Innenschau bewusst zu werden, wohin wir als Gesellschaft steuern wollen und können, was bewahrt werden will und was erneuert werden kann. Dabei ist – wie schon das gesamte Jahr über – jeder Einzelne gefragt, bei sich zu schauen, nachzuspüren und zu erkennen, wofür er sich einsetzen will. Das Dagegen-Sein könnte von einem Dafür-Sein abgelöst werden, wenn wirklich klar wird, wofür sich ein Einsatz im eigenen Umfeld lohnt und wo die eigenen Werte liegen. 

Dafür steht auch der Neumond vom 15. November 2020 um 06h07 MEZ auf 23°17′ Skorpion, der die Jupiter-Pluto-Konjunktion mit einem Sextil auslöst.
Die skorpionale Energie unterstützt uns darin, ehrlich zu sein und unsere wahren Motivationen von bloßen Vorwänden zu unterscheiden. Dabei können Hintergründe erforscht, eigene Schattenseiten erkannt und Feindbilder im Außen entlarvt werden. Das Resultat wäre eine Integrität, die den eigenen Handlungsspielraum erkennt und ausschöpft, ohne andere in die Ohnmacht zu bringen.

 

Neumond 15. November um 06h07 MEZ in München

 

Die partielle Mondfinsternis am 30. November um 10h29 auf 08°38′ der Schütze-Zwilling-Achse bringt neue Ideen und Impulse.
Sowohl in der Schütze- als auch in der Zwillingsenergie liegt der Wunsch nach Wissen und Erkenntnis, wenn auch mit unterschiedlichen Motivationen. Stehen für den Zwilling Neutralität und Austausch im Vordergrund, sieht sich der Schütze mehr als Gelehrter und Mentor. Sein Potenzial liegt im Vertrauen in eine höhere Kraft, in der Begeisterungsfähigkeit und im Optimismus. Er erweitert gern das eigene Weltbild und liebt es, Zusammenhänge zu verstehen und der Wahrheit nahe zu kommen. Beide Zeichen sind in der Regel offen für Neues und Fremdes. Dennoch sind die Wahrheiten und das Gerechtigkeitsempfinden der Schütze-Energie meist subjektiv gefärbt, und es braucht Achtsamkeit, um nicht in die destruktiven Ausprägungen von Schütze wie Dogmatismus, Fanatismus, Besserwisserei, Missionswillen und Rücksichtslosigkeit abzugleiten. Dabei hilft die Objektivität der Zwillingsenergie mit ihrer Neugier und ihrer Fähigkeit, etwas aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Mit der Schütze-Sonne am absteigenden Mondknoten können Wertigkeiten, (Vor-)Urteile und Einstellungen, die nicht mehr stimmig sind, abgelegt werden. Der Zwillings-Mond ist eine Aufforderung, neutral und offen auf das Leben zuzugehen.

 

Partielle Mondfinsternis 30. November um 10h29 MEZ in München

  

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im November

 

Merkur gibt im November ein kurzes Gastspiel am Morgenhimmel. Er zeigt sich zusammen mit Venus kurz vor Sonnenaufgang am östlichen Horizont. Am 13. November steht auch die abnehmende Mondsichel bei den beiden. Merkur verabschiedet sich zum Monatsende wieder, Venus bleibt weiterhin für ca. 2,5 Stunden sichtbar.

Mars bleibt die strahlende Präsenz am Nachthimmel.  Auf seinem Weg von Ost nach West durch das Sternbild Fische bewegt er sich seit dem 9. September in der Oppositionsschleife und wechselt am 14. November die Richtung. Dabei ist er der Erde sehr nahe und leuchtet rot am nächtlichen Himmel.

Jupiter und Saturn im Sternbild des Schützen kommen sich immer näher und sind noch für einige Stunden am frühen Abendhimmel im Südwesten zu beobachten.

 

Sternenhimmel am 03. November um 18h30 in südwestlicher Richtung

Sternenhimmel am 13. November um 6h30 in östlicher Richtung

Sternenhimmel am 13. November um 17h30 in südöstlicher-südlicher Richtung

Sternenhimmel am 26. November um 17h40 in südöstlicher Richtung

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org