Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann

 

Übergänge sind spannende Zeiten. Sie bringen uns mit zwei unterschiedlichen Energien, Situationen oder Lebensphasen in Kontakt, die oft gegensätzlich oder unvereinbar erscheinen, die aber aufeinander aufbauen. Es sind Zeiten, in denen sich etwas verabschiedet und etwas Neues beginnen will, aber beides noch nicht „fertig“ ist.

In den Jahren 2023 und 2024 pendelt Pluto zwischen den beiden Zeichen Steinbock und Wassermann. Pluto ist die Kraft der Zyklen und der Transformation und damit der ständigen Veränderung. Transformation verbinden wir häufig mit Schmerz, Krise oder Trauer. Wenn wir Veränderung aber zyklisch betrachten, ist es die Kraft der fortwährenden Erneuerung, eine ursprüngliche Kraft, die wir in allen Prozessen der Natur finden.

Pluto ist die helfende Kraft bei Übergängen.
Aber er ist auch schonungslos, wenn wir uns weigern, die Veränderung zuzulassen und uns zu entwickeln. Dann konfrontiert er uns mit Kontrollverlust und den damit verbundenen Ängsten. Die Frage ist, wann wir verlernt haben, in das Leben zu vertrauen, in die Lebendigkeit und die natürliche (Weiter-)Entwicklung, auf deren Basis Erfahrung möglich ist, aus der wiederum Kraft und Zutrauen entstehen.

Als Archetyp fordert und fördert Pluto Integrität. Damit fordert er uns auch dazu auf, uns von dem zu trennen, was uns daran hindert, in diese Echtheit zu gehen. Um an diesen wahren Kern zu kommen, braucht es Ehrlichkeit. Die Ehrlichkeit, hinzuschauen, auch dorthin, wo wir ahnen, dass es uns nicht gefallen wird, weil es beispielsweise nicht unserer Vorstellung von Richtig oder  Falsch, Gut oder Böse, wie wir sein sollten und vieles mehr entspricht. Die Frage ist, woher diese Vorstellungen und Wertungen kommen. Aus uns selbst heraus oder von äußeren Umständen, gesellschaftlichen Normen und Konditionierungen.

Pluto ist ein kollektiver Planet und als solcher hat er das Übergeordnete im Blick, eine Entwicklung, die oft länger dauert als ein Erdenleben. Wenn wir versuchen, in diesen Dimensionen zu denken, mögen wir zu dem Schluss kommen, dass wir ohnehin nichts dazu beitragen können. Aber: Während unserer irdischen Phase leisten wir in unserem privaten Umfeld und in der Gemeinschaft, in der wir leben, durch unsere Gedanken, Worte, Taten sehr wohl etwas bei. Und damit sind wir beim Umgang einer Gesellschaft mit kollektiven Energien.

Um eine Idee zu erhalten, wie wir diesen Übergang in den nächsten Jahren mitgestalten können, möchte ich die beiden Zeichenenergien Steinbock und Wassermann etwas näher beleuchten.
Und auch die Art, wie sie in der Astrologie meist gedeutet werden und welche Betrachtungsweisen darüber hinaus möglich sind. Denn wenn Pluto für Transformation steht, könnte es ja auch die Transformation der Deutung dieser Energien sein. Und das bedeutet nicht das gnadenlose Ende des Alten, sondern zu schauen, wo es einen neuen Ansatz braucht, um die Energien wieder gesellschaftsfähig zu machen, oder auch nur, um sie für uns besser nutzen zu können.

Betrachten wir den Aufbau alter Horoskope, so haben die sieben alten Planeten jeweils ein männliches und ein weibliches Domizil. Außer der Sonne und dem Mond, die als die beiden großen Lichter jeweils ein eigenes Zeichen beanspruchen. Erst später ab dem 18 .Jahrhundert, als die geistigen Planeten entdeckt wurden, geriet diese Ordnung aus dem Gleichgewicht. Vielleicht auch, weil wir versucht haben, diese kollektiven Kräfte in unser irdisches System einzupassen.

Daraus folgt, dass die Energien des Zodiaks ausgeglichen und männlich und weiblich gleichwertig und sich ergänzend angelegt sind. Nun leben wir seit einigen tausend Jahren in einer patriarchalen Gesellschaftsform. Zu ihrer Entstehung gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Das wiederum bedeutet, dass das Männliche der Norm entspricht und das Weibliche dem Männlichen angepasst werden muss. Und schon entsteht ein Ungleichgewicht und auch Zerrformen im Ausdruck der Zeichenenergien. Die Deutung der Zeichen und Planeten unterlag schon immer dem Zeitgeist und orientierte sich an den vorherrschenden kulturellen Vorgaben und Werten. Schön sichtbar ist dies sogar in der jüngeren Geschichte bei Saturn. In der frühbabylonischen und assyrischen Periode ca. 2000 – 650 vor Christus war er ein königlicher Stern, Glück bringend, Kriegsgott und ein Teil des Sonnengottes. In der neubabylonischen und persischen Phase wurde er zusammen mit Mars zu einem negativen Einfluss, während Venus und Jupiter als Glück bringende Planeten galten. In der klassischen Astrologie unserer Zeit gilt Saturn weiterhin als Übeltäter, der hemmt, einschränkt, verbietet und vieles mehr. Die psychologische Astrologie hat diese Deutung weitgehend übernommen, auch wenn sie Saturn Entwicklungspotenzial zuspricht. Dies auszuführen, würde im Rahmen dieses Artikels zu weit führen.

Könnten wir auf dem Weg ins Wassermannzeitalter versuchen, die Zeichenenergien neu auszurichten im Sinne von Gleichwertigkeit? Was könnte das für die Zeichen Steinbock und Wassermann bedeuten? Dazu hat sicher jeder eigene Ideen und Vorstellungen und alle sind willkommen.

Es gibt viele Wege, die zur Zeichenenergie führen. Hier einige Anregungen und Sammlungen von Gedanken, Bildern, Betrachtungsweisen, Überlegungen und Erfahrungen:

Mit dem Eintritt der Sonne ins Steinbockzeichen,
der Wintersonnwende, beginnt nicht nur offiziell der Winter, sondern kehrt auch das Licht zurück. In den Mythen wird in der Wintersonnwendnacht das Lichtkind neu geboren. In der christlichen Tradition deckt sich das mit der Weihnachtsgeschichte. Langsam, oft unmerklich, unspektakulär, aber stetig wird es heller.
Es ist eine Zeit, in der das Licht klar ist, die Natur kahl und Strukturen sichtbar werden. Und es ist eine ruhige Zeit, in der es im Außen nicht viel zu tun gibt. Eine Zeit des Innehaltens und Ankommens. All diese Attribute stecken in de Energie des Steinbockzeichens.

Diese Reduktion auf das Wesentliche macht frei. Frei davon, ständig nach dem Schneller, Höher, Weiter zu streben. Und diese Freiheit schafft Freude an dem, was ist. Das Verlangen nach dem, was sein könnte oder noch erreicht werden sollte, darf ruhen. Und Ruhe darf genossen werden. So kommen wir ganz bei uns an und können zu einer integren Persönlichkeit und einer natürlichen Autorität werden, die ihren Platz einnimmt. Wo auch immer dieser im Moment sein mag, wir sind zufrieden damit und können wirken, ohne uns zu verausgaben. Dabei können wir langsam weiterwachsen im Rahmen unserer Fähigkeiten, unserer Möglichkeiten und unseres seelischen Auftrags. Um wie viel entspannter könnte das Leben sein, wenn wir für unser Sein Wertschätzung erhalten würden und nicht nur für das, was wir schaffen.

Steinbock steht wie alle Erdzeichen für Beständigkeit, Kraft, Erdung und einen gesunden Realitätssinn. Steinbock möchte die Dinge ins Leben bringen und legt deshalb den Fokus auf das Machbare.

Auch mit dem Herrscherplanet Saturn verbinden wir das Erdenleben mit all seinen Möglichkeiten und Begrenzungen. Er ist der letzte von der Erde aus sichtbare Planet (ohne technische Hilfsmittel) und somit ein Schwellenplanet, ein Planet des Übergangs wie auch Pluto. Wobei uns Saturn bei den Übergängen immer wieder auch mit unseren Grenzen konfrontiert (selbst auferlegten ebenso wie anerzogenen, übernommenen und frei gewählten). Saturnale Übergänge sind oft der Zeit geschuldet, weil etwas ausgedient hat oder wir einem Thema oder einer Situation entwachsen sind, wohingegen wir Pluto in einem größeren Kontext betrachten müssen.

Diese Sammlung irdischer Erfahrungen in der Steinbockenergie finden wir auch im schamanischen Medizinrad. Hier steht Steinbock für den Norden, dem Platz der Ältesten und des Erwachsenseins. An dieser Position sind alle irdischen Erfahrungen gesammelt, verarbeitet und verwertet. Herz und Verstand sind im Einklang miteinander und daraus wiederum entsteht Aufrichtigkeit, Klarheit und Weisheit, aus der heraus wir Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Wir verstehen all unsere Erfahrungen als Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen.
Wir spüren ein tiefes inneres Wissen um unser Erdenleben und die Verbindung zu den kosmischen Welten. Denn es ist nicht nur der Platz der Ältesten, sondern auch der himmlischen Wesen und der Drachen, die die Verbindung der beiden Ebenen herstellen.

Auf den Norden folgt der Nordosten, der Platz des magischen Kindes, der Urkraft und im astrologischen Sinn der kollektiven Energien von Wassermann und Fische, an dem alle Kräfte sich sammeln. Es ist der letzte oder der erste Platz im Rad, je nach Betrachtungsweise. Denn hier sind wir frei von irdischen Begrenzungen und ganz in unserer geistigen Energie, unseren Visionen, unserer Intuition und Inspiration und vollkommen. Es ist die schöpferische Kraft des Universums, das Wissen um die geistige Welt und die daraus entstehende Kreativität. Es geht darum, den Phantasien und Visionen Raum zu geben, ohne Erwartung an ein Ergebnis, tief im Vertrauen, dass sie sich zu ihrer Zeit manifestieren werden. Vielleicht klingt diese spielerische und freie Energie aus der Sicht unserer Gesellschaft egoistisch. Bei den indigenen Völkern hatten alle Energien ihren Platz und ihre Geltung. Denn sie wussten um die Verbundenheit allen Seins. Und auch wenn sie die Eigenart des Individuums wertschätzten, stand immer der Clan oder die Sippe im Vordergrund, da sie das Überleben gewährleistete.

Damit sind wir angekommen beim zweiten Zeichen, das Pluto in den kommenden beiden Jahren immer wieder touchieren wird und in das er endgültig im Jahr 2024 wechseln wird: Wassermann.

Wenn wir die Position des Nordostens einnehmen, eine Position bei der alles möglich ist, aber nichts muss, dann sind wir in einer Art von Freiheit, die dem Geist der Fastnacht entspricht. Wir dürfen uns verkleiden, die sein, die wir schon immer sein wollten, und können uns zu erkennen geben oder auch nicht. Masken wirken demaskierend. Wir dürfen uns neu kreieren. Unabhängig von dem, was in unserem Leben wirklich ist, können wir närrisch sein. Und der Narr war schon immer das Sinnbild für den Aufbruch, ohne ein konkretes Ziel, aber voller Selbstvertrauen, dort anzukommen, wo er am richtigen Platz ist. Das ist eine Art von Individualität, die im Vertrauen des magischen Kindes ist und die immer Lust auf Neues, auf Experimente und auf Forschung hat. Wobei das Neue sich nicht manifestieren muss. Es ist eine schöpferisch-kreative Kraft.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Wie lassen sich diese Gegensätze – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen. Nur was braucht es, um unsere eigenen Talente zu entwickeln und wertzuschätzen? Was braucht es, damit wir nicht nach etwas schielen, was nicht zu uns gehört und uns darum viel Mühe kostet, wenn wir es anstreben. Im Prinzip braucht es dafür die entwickelte Steinbockenergie. Wenn wir unsere Integrität gefunden haben, unsere innere Stabilität, haben wir eine sichere Basis, aus der heraus wir uns immer wieder neu erfinden können. Dann können wir auch Gleichwertigkeit auf allen Ebenen leben. Das Leben bietet uns im Hinblick darauf zurzeit viele Möglichkeiten. Um nur einige zu nennen: Die Gender-Debatte, das Akademisierung versus Handwerkermangel, Kulturen und Gesellschaftsformen, die wackeln und sich neue erfinden, Religionen und Philosophien, die sich neuem Gedankengut öffnen und alte Grenzen überschreiten und vieles mehr.

Freiheit ist ein hohes Gut Es braucht Verantwortungsbewusstsein, um Freiheit leben und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft sein zu können. Womit wir bei der Falle des Wassermannzeichens wären: Freiheit und Individualität um jeden Preis. Denn dann ist es vorbei mit der Gleichwertigkeit. Dann ist es individuell-egozentrisch, wenn auch mit Abstand. Anders als das Gegenzeichen Löwe, das auf seine Einzigartigkeit aufmerksam machen würde, zieht sich der Wassermann zurück, geht auf Distanz und demonstriert so seine „bessere“ Individualität.

Im keltischen Jahresrad wird Brigid am 1./2. verehrt. Sie gilt als diejenige, die das Licht auf die Erdebringt, nachdem das Sonnenkind zur Wintersonnwende geboren wurde und unter der Erde schlummerte. Sie steht für Reinigung, Erneuerung, Inspiration und Erleuchtung. Auch hier wieder die Kraft der Erkenntnis, des sich Freimachens, des neu Kreierens und der Anbindung an den Kosmos.

Die beiden Herrscher des Wassermanns sind Saturn und Uranus. Wenn wir bei der alten und ausgewogenen Deutung bleiben, ist Saturn Herrscher sowohl über das weibliche Zeichen Steinbock als auch das männliche Zeichen Wassermann und das in genau dieser Reihenfolge. Er ist der Hüter der Schwelle vom Irdischen (Steinbock) zum Kosmischen (Wassermann). Zyklisch denkend braucht es also auch aus dieser Sicht die Integration der Steinbockenergie (das Fundament, die Erdung und das Verantwortungsbewusstsein), um das Wassermännische (individuelle Schöpferkraft, Erneuerung und Gleichwertigkeit) in unser Leben und in unsere Gemeinschaft zu lassen.

Plutos Lauf durch den Zodiak dauert 246 Jahre weit mehr als ein Menschenleben. Das heisst, dass wir einen Auftrag mitbringen, die Energien der Zeichen, die er während unseres Erdenlebens durchläuft, so gut wie möglich in eine Form zu bringen, die zeitgerecht und dem Leben dienlich ist.

 

Der Sternenhimmel im Oktober

 

Jupiter im Sternbild Fische und Mars im Sternbild Stier können wir fast die gesamte Nacht über am Sternenhimmel beobachten.
Vom 7. – 15 passiert der Mond die beiden Himmelslichter.

Saturn hingegen vermindert auf seinem Weg durch den Steinbock seine Sichtbarkeit und geht bereits in den frühen Morgenstunden im Westen unter

Merkur und Venus bleiben aufgrund ihrer Sonnennähe für uns unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 11. Oktober um 0h00

 

 

Sternenhimmel am 13. Oktober um 23h00

 

 

Sternenhimmel am 29. Oktober um 23h00

 

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Monatstrends Oktober

 

Im September und Oktober bewegt sich das Saturn-Uranus-Quadrat noch einmal im 1°-Orbis, ehe es sich im November endgültig verabschiedet. Das bedeutet, dass wir im Altweibersommer und Herbst noch einmal Revue passieren lassen können, wie wir mit diesen so unterschiedlichen Energien umgehen, was die Essenz der letzten Jahre in Bezug auf diese Konstellation für uns ist und wie wir sie in Zukunft gerne einsetzen wollen. Ausführlich beschrieben ist sie in den Jahrestrends 2021 und 2022.

Kurz zusammengefasst:

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermann-Zeichens verbindet er diese mit kollektiven Anliegen. Oft erscheint uns das als Widerspruch, aber auch als das Zusammenführen zweier Paradoxe. In der Verbindung bedeutet es, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen. Als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Saturn steht für die Verbindung zur Erde, zur irdischen Realität mit all ihren Herausforderungen, für das Wesentliche und für unseren inneren Kompass. Beim Kontakt eines Gesellschaftsplaneten (Saturn) mit einem geistigen Planeten (Uranus) stellt sich immer die Frage, wie wir als Gesellschaft mit dieser kollektiven Energie, in diesem Fall der uranischen Energie, umgehen und ob wir bereit sind, sie in unseren Alltag zu integrieren.

Diese Konstellation erhielt in den letzten Monaten mehrmals Auslösungen. Im August durch die Konjunktion von Mars und dem aufsteigendem Mondknoten in Konjunktion mit Uranus sowie dem Vollmond, im September durch den Vollmond auf der Jungfrau-Fische-Achse. Im Oktober steht Uranus immer noch in der Nähe der Mondknotenachse, die an der partiellen Sonnenfinsternis beteiligt ist. Ende des Monats läuft das Quadrat langsam aus dem Orbis und verabschiedet sich nach annähernd zwei Jahren.

 

Am 10. September begann Merkur seinen Rückläufigkeitszyklus auf 8°55‘ Waage. Bis zum 2. Oktober bewegt er sich bis 24°11‘ Jungfrau und erreicht seinen Ausgangspunkt am 17. Oktober.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und auf den Austausch aller Art.

Die Zeichen Jungfrau (veränderlich) und Waage (kardinal) repräsentieren zwei sehr unterschiedliche Energien: Jungfrau ist darauf ausgerichtet, ein System am Leben und am Laufen zu halten. Sie orientiert sich an Fakten und strebt stets nach einem Bezug zur Praxis – mit Liebe zum Detail, auf pragmatische und wirtschaftliche Weise. Waage vertritt die kommunikative und kontaktfreudige Luft, die den schönen Seiten des Lebens zugewandt ist und immer auch ihr Gegenüber im Blick hat. Sie legt Wert auf das Zwischenmenschliche und die Gemeinschaft.

Das heißt, dass wir in dieser Rückläufigkeitsphase mit verschiedenen Werkzeugen arbeiten können, um unsere Gedanken, Ideen und Vorhaben neu auszurichten.

 

Der Vollmond findet am 9. Oktober um 22h45 auf 16°32‘ der Widder-Waage-Achse statt. Daran beteiligt sind Venus, Chiron und Saturn.

Der Widdermond steht in Konjunktion mit Chiron. Venus an der Waagesonne unterstreicht das Beziehungsthema, das durch die Herrscher Venus und Mars schon angelegt ist.

Bei dieser Konstellation geht es darum, die Widderenergie mit den Qualitäten des Waagezeichens (Liebes- und Beziehungsfähigkeit, Harmonie, Ausgleich, Ästhetik und Kunstsinn) in Einklang zu bringen. Die Beteiligung von Chiron im Zeichen Widder zeigt eine Ambivalenz zwischen dem männlichen und weiblichen Ausdruck von Kraft und ihren gegenseitigen Verletzungen. Die Frage dazu kann lauten: Lag der Blick in der Vergangenheit auf dem Trennenden oder dem Verbindenden und wie können wir aus einem „Ich gegen die anderen“ ein „Ich und die anderen“ machen?

 

 Vollmond am 09. Oktober um 22h54 MEZ in München

 

 

Die partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober um 13h00 auf 2°00 Skorpion steht in Konjunktion mit Venus am absteigenden Mondknoten.

In Deutschland erreicht sie zwischen 11h10 und 13h30 eine Bedeckung von 24° bis 32°. ⇒ Jahresthemen

Die Stier-Skorpion-Achse kennen wir auch als die „Werte-Achse“. Venus bringt Beziehungen und Beziehungsfähigkeit mit ins Spiel. Die skorpionale Energie fordert Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit und hinterfragt die Motivationen unseres Handelns und Denkens. Skorpion ist auch das Zeichen der Zyklen und der Transformation. Diese Zeichenenergie fordert uns dazu auf, uns von dem zu trennen, was dem Leben nicht förderlich ist. Dazu müssen wir manchmal überprüfen, ob eingegangene Kompromisse, die per se nicht schlecht sind, als Entschuldigung dienen, um einer Veränderung auszuweichen. Weiterhin steht das Wasserzeichen Skorpion für Prozessarbeit, bei der vor allem die Ebene des Fühlens angesprochen ist. Und das braucht in der Regel seine Zeit. Hier kann die Beteiligung von Uranus am aufsteigenden Mondknoten der Finsternis zu Unruhe und Ungeduld führen und als sowohl ablenkend als auch störend empfunden werden.

 

 

Partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober um 13h00 MEZ in München

 

 

Am 28. Oktober wechselt Jupiter in seinem Rückwärtslauf vom Widder- in das Fischezeichen und bleibt hier noch einmal bis zum 20. Dezember.

Die Energie des Fischezeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden, und ob wir alltagstaugliche Strategien haben, uns zu schützen, wenn wir beginnen darunter zu leiden.

Dabei kann uns die Jungfrau-Qualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

 

Ab dem 30. Oktober beginn Mars seinen Rückläufigkeitszyklus auf 25°36‘ Zwillinge.
Bis zum 12. Januar bewegt er sich auf 8°07‘ Zwillinge und erreicht seinen Ausgangspunkt am 16. März 2023. ⇒ Jahresthemen

Mars steht für Energie, Handlung, Tatkraft, Aktivität, Entscheidungen, Durchsetzungsfähigkeit, Aggression, Konflikte, Wut und für unser Immunsystem.

Während der rückläufigen Phase kehrt sich diese ansonsten extrovertierte Kraft nach innen. Eine gute Zeit, um das eigene Verhalten in Bezug auf die genannten Themen zu überprüfen. In dieser Zeit werden wir in unserem Aktionismus gebremst. Das gibt uns Gelegenheit, zu entscheiden, ob die Schritte, die wir gegangen sind, in die richtige Richtung geführt haben oder ob Korrekturen nötig sind. Dabei können Entscheidungsfindungen oder Handlungen verzögert oder behindert werden und uns ein Gefühl der Stagnation geben.

Oft werden wir in dieser Zeit auch mit schon länger zurückliegenden Taten und Entscheidungen und deren Konsequenzen konfrontiert. Das kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Eine weitere Auswirkung besteht darin, dass bisher verdrängte Konflikte und Aggressionen aufbrechen und geklärt werden wollen.

Generell sind wir aufgefordert, auf unseren Energielevel zu achten, der in Zeiten des rückläufigen Mars oft nicht so hoch ist wie sonst. Unser Immunsystem ist in dieser Zeit durchaus dankbar für ein wenig Unterstützung und freut sich, wenn wir uns – und andere – nicht überfordern.

Besonders für aktive Menschen, die Wert auf Schnelligkeit und Leistung legen, ist diese Zeit des Innehaltens eine große Herausforderung. Hilfreich kann es sein, den Fokus nicht so sehr auf die Stagnation zu legen, sondern auf die Möglichkeit, zurückzuschauen, zu prüfen und zu korrigieren, um danach wieder mit neuer Kraft vorwärtszuschreiten.

Der Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Zwillinge statt und die damit verbundenen Themen können beinhalten: Objektivität und Neutralität im Handeln, Flexibilität sowie dem bewussten Umgang und gezielten Einsatz von Gedanken und Worten.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

 

 

 

Monatstrends September

 

Im September und Oktober bewegt sich das Saturn-Uranus-Quadrat noch einmal im 1° Orbis, ehe es sich im November endgültig verabschiedet. Das bedeutet, dass wir im Altweibersommer und Herbst noch einmal Revue passieren lassen können, wie wir mit diesen so unterschiedlichen Energien umgehen, was die Essenz der letzten Jahre in Bezug auf diese Konstellation für uns ist und wie wir sie in Zukunft gerne einsetzen wollen. Ausführlich beschrieben ist sie in den Jahrestrends 2021 und 2022.

Kurz zusammengefasst:

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermann-Zeichens verbindet er diese mit kollektiven Anliegen. Oft erscheint uns das als Widerspruch, aber auch als das Zusammenführen zweier Paradoxe. In der Verbindung bedeutet es, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen. Als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Saturn steht für die Verbindung zur Erde, zur irdischen Realität mit all ihren Herausforderungen, für das Wesentliche und für unseren inneren Kompass.

Generell stehen wir beim Kontakt eines Gesellschaftsplaneten mit einem geistigen Planeten immer vor der Frage, wie weit wir die kollektiven Energien, in diesem Fall Uranus, als Individuum und in der Gemeinschaft leben und ob wir bereit sind, sie in unseren Alltag zu integrieren.

Bereits im August erhielt die Konstellation Auslösungen durch den Vollmond und die Venus.

Und am 10. September um 11h59 MEZ findet ein Vollmond auf 17°41′ der Jungfrau-Fische-Achse statt mit einem Sextil/Trigon zu Uranus und rückt die Themen erneut in den Fokus.

Die Energie des Fische-Zeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden. Und ob wir alltagstaugliche Strategien haben, uns zu schützen, wenn wir aufgrund hoher Sensibilität und Offenheit darunter zu leiden beginnen.

Dabei kann uns die Jungfrau-Qualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

Der Kontakt von Uranus mit der Vollmondachse kann sowohl zu innerer und äußerer Unruhe führen, aber auch inspirierend wirken oder es können sich unerwartete oder überraschende Lösungsansätze auftun.

 

 

Vollmond am 10. September um 11h59 MEZ in München

 

 

Der darauffolgende Neumond findet am 25. September um 23h54 auf 02°48′ Waage in Opposition zu Jupiter statt.

Jupiter im Widder richtet das Augenmerk auf die eigenen Überzeugungen und Meinungen, auf die eigene Moral und die Vorstellung von Gerechtigkeit. Waage hingegen ist ein Beziehungszeichen, das Wert auf Ausgleich und Balance legt sowie auf ein faires Miteinander. Es lenkt den Blick außerdem auf die schönen Seiten des Lebens. Spannung und Entspannung oder Miteinander anstelle von Gegeneinander können die Themen dieser Tage sein.

 

Neumond am 25. September um 23h54 MEZ in München

 

 

Ab dem 10. September beginnt Merkur seinen Rückläufigkeitszyklus auf 8°55‘ Waage. Bis zum 2. Oktober bewegt er sich bis 24°11‘ Jungfrau und erreicht seinen Ausgangspunkt am 17. Oktober.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und auf den Austausch aller Art.

Die Zeichen Jungfrau (veränderlich) und Waage (kardinal) repräsentieren zwei sehr unterschiedliche Energien: Jungfrau ist darauf ausgerichtet, ein System am Leben und am Laufen zu halten. Sie orientiert sich an Fakten und strebt stets nach einem Bezug zur Praxis – mit Liebe zum Detail, auf pragmatische und wirtschaftliche Weise. Waage vertritt die kommunikative und kontaktfreudige Luft, die den schönen Seiten des Lebens zugewandt ist und immer auch ihr Gegenüber im Blick hat. Sie legt Wert auf das Zwischenmenschliche und die Gemeinschaft.

Das heißt, dass wir in dieser Rückläufigkeitsphase mit verschiedenen Werkzeugen arbeiten können, um unsere Gedanken, Ideen und Vorhaben neu auszurichten.

Das Neumondhoroskop zeigt die Thematik in anschaulicher Form mit Sonne und Mond in der Waage in Konjunktion zu Venus und Merkur in der Jungfrau.

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

 

Der Sternenhimmel im September

Jupiter ist als hell leuchtender Planet die ganze Nacht über im Sternbild der Fische zu beobachten während Saturn im Sternbild Steinbock im Laufe des Monats seine Sichtbarkeit verringert und immer früher untergeht.

Venus und Merkur stehen in Sonnennähe und sind für uns leider kaum sichtbar. In der ersten Monatshälfte können wir einen kurzen Blick auf die Morgenstern-Venus im Osten kurz vor Sonnenaufgang werfen.

Mars im Sternbild Stier erscheint ab Mitternacht am östlichen Firmament und wandert bis Sonnenaufgang gen Süden.

In den Tagen um den 11. September zieht der volle Mond an Jupiter vorbei, um den 17. passiert der Halbmond Mars.

 

Sternenhimmel am 14. September um 3h30

Sternenhimmel am 02. September um 5h50 in östlicher Richtung

Sternenhimmel am 28. September um 3h50 in südlicher Richtung

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

 

Anmeldung und Infos: Lilith von der Göttin zur Dämonin

Der Sternenhimmel im August

 

Saturn wandert von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang von Ost nach West durch das Sternbild Steinbock. Ihm folgt nur ca. eine Stunde später Jupiter im Sternbild Wassermann.

Die hell leuchtende Morgenstern-Venus in den Sternbildern Zwilling und Krebs ist den gesamten August über kurz vor Sonnenaufgang im Osten sichtbar und verliert im Laufe des Monats ein wenig an Glanz.

Ab Mitternacht können wir Mars beobachten, der sich bis Sonnenuntergang von Ost nach Süd durch die Sternbilder Widder und Stier bewegt. Der abnehmende Mond passiert ihn vom 17. – 21. August.

Merkur bleibt für uns aufgrund seiner Nähe zur Sonne im Juni unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 07. August um 4h30 in  östlicher Richtung

Sternenhimmel am 20. August um 1h00 in östlicher Richtung

Sternenhimmel am 25. August um 21h30 in südöstlicher  Richtung

Sternenhimmel am 24. August um 5h00 gesamtes Firmament

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends August

 

Im Juli und August macht der Kosmos Sommerpause.

D.h. es finden keine größeren Auslösungen in Bezug auf die Fische-Widder-Thematik statt (ausführlich beschrieben in den Juni-Trends) und auch das Saturn-Uranus-Quadrat bewegt sich bis September in einem weiten Orbis.

In der Astrologie sind dies in der Regel Zeiten, in denen das Erlernte, Erlebte, Erfahrene verarbeitet und integriert werden kann.

Der Sommer kann eine Zeit der Erholung werden, vor allem aber dient er der Standortbestimmung, von der aus es möglich ist, die nächsten Schritte zu planen.

 

Ende Juli und Anfang August geht Mars in Konjunktion zu Uranus. Eine dynamische Konstellation, die mit innerer und äußerer Unruhe, Gereiztheit, Anspannung und Impulsivität einhergeht. Besonders Spannungen, die schon länger zurückgehalten werden, wollen sich nun entladen. Wir sind gut beraten, in diesen Tagen achtsam mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen, für Erdung zu sorgen, immer wieder Ruhephasen einzubauen und unser Gemüt gezielt zu entladen.

 

 

Am 12. August um 03h35 MEZ findet ein Vollmond auf 19°21′ der Löwe-Wassermann-Achse statt mit Saturn in Konjunktion zum Mond und Uranus im Quadrat zur Achse. Eine kleine Erinnerung daran, dass das Saturn-Uranus-Quadrat immer noch aktuell ist.

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermann-Zeichens verbindet er diese mit kollektiven Anliegen. Oft erscheint uns das als Widerspruch, aber auch als das Zusammenführen zweier Paradoxe. In der Verbindung bedeutet es, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen, als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Saturn steht für die Verbindung zur Erde, zur irdischen Realität mit all ihren Herausforderungen, für das Wesentliche und für unseren inneren Kompass. Als Gesellschaftsplanet zeigt er immer wieder, wie wir als Teil der Gesellschaft zu den kollektiven uranischen Kräften stehen und ob wir bereit sind, sie in unseren Alltag zu integrieren.

Auch die Achse Löwe-Wassermann zeigt uns das Ringen von Egoansprüchen mit dem Gemeinschaftsgeist. Aber die Energien beinhalten auch große Gestaltungskraft und das Erkennen, dass Individualität und Gemeinschaft keine Widersprüche sind, sondern kreative Vielfalt bedeuten können.

 

Vollmond am 12. August um 03h35 MEZ in München

 

 

Der darauffolgende Neumond findet am 27. August um 10h17 auf 04°03′ Jungfrau statt

und steht im Quadrat zu Mars. Gleichzeitig aktiviert Venus das Saturn-Uranus-Quadrat, wie oben beschrieben.

Waren in weiten Teilen des Augusts die kreativen und innovativen Energien spürbar, verschiebt sich der Fokus nun Richtung Realitätssinn, Pragmatismus und Wirtschaftlichkeit. Das Quadrat zu Mars im ideenreichen und spielerischen Zwillingszeichen symbolisiert noch einmal diesen Übergang, der unter Umständen nicht immer ohne Reibung verläuft. Dabei übersehen wir oft, dass Jungfrau ein Erd- und Erntezeichen ist, das uns die andere Seite des Sommers mit viel Arbeit aber nicht weniger Freude zeigt. Der Freude daran, etwas aus eigenen Mitteln geschaffen zu haben, etwas ernten zu dürfen, das wir lange gehegt haben, Vorsorge für unser weiteres Leben treffen und danach zur Ruhe kommen zu können.

 

Neumond am 28. Juli um 19h55 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

 

Der Sternenhimmel im Juli

Im Juni und Juli stehen Saturn, Jupiter, Mars und Venus in einer Reihe am Himmel. Sichtbar sind sie ab Mitternacht bis Sonnenaufgang.

Ein besonderes Schauspiel bietet dabei der Mondlauf, wenn er  am 16. zuerst Saturn passiert, dann am 21. und 22. ab Mitternacht an Jupiter vorbeiläuft, am  22. + 23. neben Mars steht und kurz vor Sonnenaufgang am 26. die feine Sichel mit der Venus zusammentrifft.

Merkur bleibt für uns aufgrund seiner Nähe zur Sonne im Juni unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 16. Juli um 4h30 in südöstlicher Richtung

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Juli

 

Im Juli und August macht der Kosmos Sommerpause.

D.h. es finden keine größeren Auslösungen in Bezug auf die Fische-Widder-Thematik statt (ausführlich beschrieben in den Juni-Trends) und auch das Saturn-Uranus-Quadrat bewegt sich bis September in einem weiten Orbis.

In der Astrologie sind dies in der Regel Zeiten, in denen das Erlernte, Erlebte, Erfahrene verarbeitet und integriert werden kann.

Der Sommer kann eine Zeit der Erholung werden, vor allem aber dient er der Standortbestimmung, von der aus es möglich ist, die nächsten Schritte zu planen.

 

Ende Juli und Anfang August geht Mars in Konjunktion zu Uranus. Eine dynamische Konstellation, die mit innerer und äußerer Unruhe, Gereiztheit, Anspannung und Impulsivität einhergeht. Besonders Spannungen, die schon länger zurückgehalten werden, wollen sich nun entladen. Wir sind gut beraten, in diesen Tagen achtsam mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen, für Erdung zu sorgen, immer wieder Ruhephasen einzubauen und unser Gemüt gezielt zu entladen.

 

Am 13. Juli um 20h37 MEZ findet ein Vollmond auf 21°21′ der Krebs-Steinbock-Achse statt mit Merkur in Konjunktion zum Mond und Pluto in einer weiten Konjunktion mit der Sonne.

Auf dieser Achse geht es um die Fragen:
Kenne ich meine wahren Gefühle und Bedürfnisse, gestehe ich sie mir zu und bin ich bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen?
Kann ich gut für mich sorgen oder stelle ich Versorgungsansprüche an andere?
Was sind meine Motivationen dafür, anderen zu helfen und mich um sie zu kümmern?
Leiste ich Hilfe zur Selbsthilfe oder ist es ein Mittel, um die Nähe zu anderen zu sichern?

Pluto unterstützt die Suche nach der wahren Motivation und fordert von uns Ehrlichkeit, während Merkur die emotionale Komponente auf einer rationalen Ebene betrachten kann.

 

 Vollmond am 13. Juli um 20h37 MEZ in München

 

 

Der darauffolgende Neumond findet am 28. Juli um 19h55 auf 05°38′ Löwe statt

und fördert in uns den Wunsch nach Lebensfreude, Souveränität und Herzenswärme. Er zeigt uns, was uns Ja zum Leben sagen lässt, oder auch, was uns bis jetzt daran gehindert hat und wie wir Kreativität und Eigeninitiative in unser Leben bringen können.

Das Quadrat von Merkur zu Mars und Uranus hebt bereits deren Konjunktion in den kommenden Tagen hervor. Vor allem große Ideen, Wünsche und Vorstellungen können unsere Ungeduld anfachen.

 

Neumond am 28. Juli um 19h55 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer