Der Sternenhimmel im Oktober

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Die Morgenstern-Venus verliert in ihrem Lauf durch die Sternbilder Löwe und Jungfrau langsam an Leuchtkraft. Noch ist sie kurz vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen.

Jupiter in den Zwillingen und Saturn in den Fischen sind beide fast die gesamte Nacht über zu beobachten.

Mars und Merkur bleiben im Einzugsbereich der Sonne und für uns leider unsichtbar.

Der Mond passiert am 5. und 6. Saturn (fast Vollmond), am 13.  + 14. Jupiter (abnehmender Halbmond) und am 19. + 20. Venus (abnehmende Sichel) und kann uns als Wegweiser zu den Planeten dienen.

 

Der Sternenhimmel am 09. Oktober um 03h00 MEZ

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Der Sternenhimmel im September

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Venus, die noch immer kurz vor der Sonne als leuchtender Morgenstern im Osten aufgeht, bewegt sich durch die Sternbilder Krebs und Löwe.  Zu Beginn der dritten Dekade steht sie nahe bei Regulus, dem Hauptstern des Löwen.
Sie entfernt sich immer weiter von  Jupiter in den Zwillingen, der bereits in der zweiten Nachthälfte im Osten erscheint.

Saturn im Sternbild Fische steht nah bei Neptun, den wir nur mit einem Fernrohr beobachten können. Er geht kurz nach Sonnenuntergang im Osten auf, und ist die gesamte Nacht über zu sehen.

Mars und Merkur bleiben im Einzugsbereich der Sonne und für uns leider unsichtbar.

Der Mond passiert am 8. und 9. Saturn (Vollmond), am 16. Jupiter (abnehmender Mond) und am 18. und 19. Venus (abnehmende Sichel) und kann uns als Wegweiser zu den Planeten dienen.

Am 7. September findet eine totale Mondfinsternis statt. Der Mond geht in Mitteleuropa bereits verfinstert im Osten auf. Bis 22h können wir sehen, wie der Kernschatten der Erde über den Mond wandert.

 

Der Sternenhimmel am 18. September um 06h30

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends September

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Die Langsamläufer:

Seit 19. November 2024 weilt Pluto nach mehr als 1,5 Jahren Pendelbewegung zwischen Steinbock und Wassermann endgültig im Zeichen Wassermann, sodass die Energie des Wassermanns nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ð „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ð Jahresthemen 2024.

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Beide pendeln noch bis Ende Januar bzw. Mitte Februar 2026 zwischen den beiden Zeichen. . Am 1. September wechselt Saturn rückwärts nach Fische, Neptun folgt ihm im Oktober. Sie entfernen sich in den nächsten Monaten aus dem genauen Orbis, werden aber vom 16.–26. September von Merkur und der Sonne aktiviert und somit werden weiterhin die oben beschriebenen Themen im gesellschaftlichen und persönlichen Kontext spürbar.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli fand Uranus Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende.

Auch er pendelt noch April 2026 zwischen den beiden Zeichen.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.

Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt bis Ende des Jahres im Zeichen Krebs.

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Seit Mitte Februar 2025 steht Lilith im Zeichen Skorpion.

In ihrem neun Monate dauerndem Durchlauf werden wir uns mit den Anteilen der Skorpion-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Skorpion repräsentiert die Kraft der ständigen Veränderung, aus der fortwährend Neues entsteht. Sind wir damit im Einklang, finden wir Vertrauen in die Zyklen des Lebens und seine Prozesse und spüren eine innere Stärke und Echtheit.

Die skorpionale Kraft fordert uns auf, das zu lassen, was nicht mehr förderlich für das Leben oder die Lebendigkeit ist. Sie begleitet uns bei allen Übergängen und hilft uns dabei, uns immer wieder neu zu erfinden.

 

Von August bis Oktober sehen wir ein kleines Talentdreieck mit den drei geistigen Planten in den ersten Graden Zwillinge, Wassermann, Widder.

Dies kann als eine Aufforderung betrachtet werden, die jeweilige Zeichen-Energie, die oben ausführlich beschrieben ist, in einen übergeordneten Kontext zu bringen. Im besten Fall nutzen wir gemeinsame Kräfte für völlig neue Lösungsansätze auf kommunikativer und humanitärer Ebene. Im schwierigen Fall kann die negative Seite des Luftelements, nämlich eine Art von Coolness, die die Menschlichkeit aus dem Auge verliert, genau diese innovativen Kräfte für Egoansprüche und gegen die Menschlichkeit einsetzen. Aktiviert wird die Figur am 19. und 24. September von Merkur und Sonne und am 15. Oktober von Venus. Bereits eine Woche später, am 22. Oktober, wechselt Neptun rückwärts in das Zeichen Fische und bleibt dort bis Ende Januar 2026.

Im individuellen Bereich bedeutet es, dass Menschen mit vor allem persönlichen Planeten in den ersten Graden oft Impulse von zwei bis drei Langsamläufern gleichzeitig erhalten. Da ihre Energien sehr unterschiedlich sind, hängt die Art und Weise, wie wir diese Transite empfinden, nicht nur von den Themen und Lebensbereichen des Radixplaneten ab, sondern auch von unserem Umgang mit dem jeweils geistigen Planeten.

24. September 2025

 

Die Schnellläufer und Monde: 

Zwei Finsternisse begleiten uns durch den September.

Die totale Mondfinsternis am 07. September um 20h11 steht auf 15°23‘ der Jungfrau-Fische-Achse mit Merkur in Konjunktion zur Sonne.

Die Energie des Fische-Zeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund von (zu) großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden. Haben wir alltagstaugliche Strategien, um uns zu schützen, wenn wir aufgrund von hoher Sensibilität und Offenheit darunter zu leiden beginnen?

Dabei kann uns die Jungfrau-Qualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

 


Totale Mondfinsternis am 07. September um 20h11 MEZ in München

 

 

Bereits im August hatten wir einen Neumond Anfang Jungfrau und auch die partielle Sonnenfinsternis vom 21. September um 21h42 MEZ steht in der Jungfrau auf 29°01‘ und in Opposition zu Saturn und Neptun.

Jungfrau ist ein Erd- und Erntezeichen, das uns die andere Seite des Sommers mit viel Arbeit, aber nicht weniger Freude zeigt. Nämlich der Freude daran, etwas aus eigenen Mitteln geschaffen zu haben, etwas ernten zu dürfen, was wir lange gehegt haben, Vorsorge für unser weiteres Leben zu treffen und danach zur Ruhe kommen zu können. Wenn wir dies auf unsere Mond-Stimmung ummünzen, brauchen wir im Alltag ein gutes Wechselspiel von Arbeit und Ruhe. Gewisse Routinen und regelmäßige Erdung tun uns in diesen Tagen gut und lassen ein Wohlgefühl aufkommen.

Die Opposition zu Saturn und Neptun aktiviert die anfangs beschriebenen Themen der Saturn-Neptun-Konjunktion, auch wenn sich beide langsam voneinander entfernen.

 

Partielle Sonnenfinsternis am 21. September um 21h42 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Gedanken zu den Herbstzeichen

 

Mit der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche am 22. September wandert die Sonne in das Zeichen Waage.  Die Tage werden nun sichtlich kürzer und kühler und die Nebel halten sich länger. Der Herbst ist eine Zeit des Übergangs und des Abschied-Nehmens: von der Fülle, dem Licht, der Wärme, dem Überschwang und dem Leben, das sich am Außen orientiert.

Was zeichnet sie aus, die Zeit der Herbstzeichen Waage, Skorpion und Schütze?

Der Altweibersommer grüßt uns noch einmal in voller Schönheit, farbenfroh und mit angenehmen Temperaturen. Wir genießen diese Zeit im Zusammensein mit Freunden, in der Natur und auf Festen, in dem Wissen, dass der Sommer unweigerlich zu Ende geht. In früheren Zeiten war es die Zeit nach der Ernte. Märkte und Zusammenkünfte prägten das Bild. Es wurde getauscht, gekauft, gehandelt, um Überhänge abzugeben und Defizite auszugleichen. Dabei ging es nicht nur um Waren, sondern auch um Beziehungen, die nach den arbeitsreichen Wochen des Spätsommers geknüpft und erneuert wurden. Wir sprechen heute noch vom Heiratsmarkt. All dies entspricht dem Waage-Zeichen. Dann fallen im Herbst die bunten Blätter, es wird feucht und modrig. Die Nebel werden dichter, das Licht nimmt sichtlich ab, denn auch der Himmel ist oft verhangen. Es ist genügend Zeit, sich der natürlichen Kreisläufe bewusst zu werden, sich zu besinnen, was wichtig und entbehrlich ist und sich den Anderswelten und den Ahnen zuzuwenden. Wir feiern Allerheiligen im Zeichen des Skorpions. Und um die Hoffnung nicht zu verlieren, um im Vertrauen zu bleiben, dass alle dunklen Zeiten irgendwann vorübergehen, zünden wir in der Schütze-Zeit die Kerzen an, um das Helle, das Lichte nicht zu vergessen, und um die Hoffnung auf das wiederkehrende Neue aufrecht zu halten. Es gibt viele Bräuche für diese Zeit, sie alle folgen einem Muster. Je dunkler es im Außen wird umso wichtiger ist die Zuversicht im Innen, um den Glauben nicht zu verlieren, dass die Zeit des wiederkehrenden Lichtes nicht mehr weit ist.

Im Sommer wurde uns bereits bewusst, wie wichtig ein aktives Miteinander in einer Gesellschaft ist. Im Herbst werden wir ruhiger, besonnener und wir wissen um die Tiefe der Verbindungen, die von überstandenen Erfahrungen lebt, und die uns mit uns selbst ebenso konfrontiert wie mit den Zyklen des Lebens, um gemeinsam ein Stück zu wachsen und in der Zuversicht zu bleiben.

 

 

Monatstrend August

 

Die Langsamläufer:

Seit 19. November 2024 weilt Pluto nach mehr als 1,5 Jahren Pendelbewegung zwischen Steinbock und Wassermann endgültig im Zeichen Wassermann, sodass die Energie des Wassermanns nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒Jahresthemen 2024.

 

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Beide pendeln noch bis Ende Januar bzw. Mitte Februar 2026 zwischen den beiden Zeichen.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli findet Uranus Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.
Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten:

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt bis Ende des Jahres im Zeichen Krebs.

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Seit Mitte Februar 2025 steht Lilith im Zeichen Skorpion.

In ihrem neun Monate dauerndem Durchlauf werden wir uns mit den Anteilen der Skorpion-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Skorpion repräsentiert die Kraft der ständigen Veränderung, aus der fortwährend Neues entsteht. Sind wir damit im Einklang, finden wir Vertrauen in die Zyklen des Lebens und seine Prozesse und spüren eine innere Stärke und Echtheit.

Die skorpionale Kraft fordert uns auf, das zu lassen, was nicht mehr förderlich für das Leben oder die Lebendigkeit ist. Sie begleitet uns bei allen Übergängen und hilft uns dabei, uns immer wieder neu zu erfinden.

 

Die im Juli exakt gewordene Saturn-Neptun-Konjunktion bleibt auch im August im Orbis. Auch ohne Jupiters Beteiligung werden weiterhin erste Erfahrungen für die oben beschriebenen Themen „Neptun in Widder“ im gesellschaftlichen Kontext spürbar.

 

Die Schnellläufer und Monde:
 

Merkur begann am 18. Juli seinen Rückwärtslauf auf 15°34‘ Löwe, wechselt am 11. August auf 4°14‘ die Richtung und erreicht seinen Ausgangspunkt am 25. August. 

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Es ist gut möglich, dass wir mit Konsequenzen konfrontiert werden, deren Ursache in der Vergangenheit liegt. Doch dies gibt uns die Gelegenheit, eventuell nötige Korrekturen vorzunehmen. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und die Art und Weise, wie wir in Kontakt treten und uns austauschen. Dies bezieht sich nicht nur auf unsere Sprache, sondern auch auf Güter.

 

 

Der Vollmond am 09. August um 09h55 steht auf 16°59‘ der Löwe-Wassermann-Achse

Bei Löwe und Wassermann ringen Egoansprüche und Gemeinschaftsgeist miteinander. Aber die Energien beinhalten auch große Gestaltungskraft und die Erkenntnis, dass Individualität und Gemeinschaft keine Widersprüche sind, sondern kreative Vielfalt bedeuten können.


Vollmond am 09. August um 09h55 MEZ  in München

 

 

Der Neumond am 23. August um 08h06 MEZ auf 00°23‘ Jungfrau steht im Quadrat zu Uranus

Jungfrau ist ein Erd- und Erntezeichen, das uns die andere Seite des Sommers mit viel Arbeit, aber nicht weniger Freude zeigt. Nämlich der Freude daran, etwas aus eigenen Mitteln geschaffen zu haben, etwas ernten zu dürfen, was wir lange gehegt haben, Vorsorge für unser weiteres Leben zu treffen und danach zur Ruhe kommen zu können. Wenn wir dies auf unsere Mond-Stimmung ummünzen, brauchen wir im Alltag ein gutes Wechselspiel von Arbeit und Ruhe. Gewisse Routinen und regelmäßige Erdung tun uns in diesen Tagen gut und lassen ein Wohlgefühl aufkommen.

Uranus im Quadrat zum Neumond kann eine gewisse Unruhe mit sich bringen, die sowohl belebend als auch störend empfunden werden kann.

Neumond am 23. August um 08h06 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im August

 

Venus bewegt sich durch die Sternbilder Zwillinge und Krebs und strahlt als leuchtender Morgenstern am östlichen Himmel.
Sie passiert Jupiter zwischen dem 11. und 13. Beide sind die hellen Ost-Lichter kurz vor Sonnenaufgang.

Mars  läuft durch das Sternbild Jungfrau, kommt der Sonne immer näher, und ist nur für kurze Zeit am westlichen Himmel zu beobachten.

Merkur wechselt am 11. August in die Direktläufigkeit bleibt aber noch lange im Einzugsgebiet der Sonne. Ab der letzten Dekade geht er kurz vor der Sonne im Nordosten auf.

Saturn im Sternbild Fische steht nah bei Neptun, der für uns nur mit einem Fernrohr sichtbar ist. Er geht kurz nach Sonnenuntergang im Osten auf, und ist die gesamte Nacht über zu sehen.

Der Mond passiert am 12. Saturn, zwischen dem 19. und 21. Jupiter, Merkur und Venus (leider alle drei als Dunkelmond) und am 26. als feine zunehmende Sichel Mars.

Zwischen dem 12. und 14. sind wie jedes Jahr im August viele Sternschnuppen zu erwarten.

 

Der Sternenhimmel am 01. August um 21h30

Der Sternenhimmel am 11. August um 00h30

Der Sternenhimmel am 21. August um 06h00

Sternbilder mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Der Sternenhimmel im Juli

 

Venus bewegt sich durch das Sternbild Stier Richtung Zwillinge und strahlt als leuchtender Morgenstern am östlichen Himmel.
Ab der zweiten Monatshälfte kommt sie in Jupiters Nähe und beide sind die hellen Ost-Lichter kurz vor Sonnenaufgang.

Mars  bewegt sich durch das Sternbild Löwe, verliert immer weiter an Helligkeit, und ist nur für kurze Zeit am westlichen Himmel zu beobachten.

Merkur wird am 18. Juli rückläufig und gerät dadurch wieder in Sonnennähe. Für uns bleibt er unsichtbar.

Saturn im Sternbild Fische geht gemeinsam mit Neptun, der für uns nur mit einem Fernrohr sichtbar ist, und taucht ab der zweiten Nachthälfte am Himmel auf.

Der Mond passiert am 16. Saturn, am 22. + 23.  Venus und Jupiter und am 28. Mars und ist damit ein guter Wegweiser zu den Planeten.

 

Der Sternenhimmel am 01. Juli um 21h30

 

Der Sternenhimmel am 25. Juli um 04h45

Sternbilder mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Juli

 

Die Langsamläufer:

Seit 19. November 2024 weilt Pluto nach mehr als 1,5 Jahren Pendelbewegung zwischen Steinbock und Wassermann endgültig im Zeichen Wassermann, sodass die Energie des Wassermanns nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒Jahresthemen 2024.

 

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Beide pendeln noch bis Ende Januar bzw. Mitte Februar 2026 zwischen den beiden Zeichen.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli findet Uranus Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.
Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

 

Jupiter wechselte am 9. Juni vom Zeichen Zwillinge nach Krebs.

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Seit Mitte Februar 2025 steht Lilith im Zeichen Skorpion.

In ihrem neun Monate dauerndem Durchlauf werden wir uns mit den Anteilen der Skorpion-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Skorpion repräsentiert die Kraft der ständigen Veränderung, aus der fortwährend Neues entsteht. Sind wir damit im Einklang, finden wir Vertrauen in die Zyklen des Lebens und seine Prozesse und spüren eine innere Stärke und Echtheit.

Die skorpionale Kraft fordert uns auf, das zu lassen, was nicht mehr förderlich für das Leben oder die Lebendigkeit ist. Sie begleitet uns bei allen Übergängen und hilft uns dabei, uns immer wieder neu zu erfinden.

 

Kurz nach Jupiters Ingress Mitte Juni stand er im Quadrat zu Neptun im Widder, während im Juli die Saturn-Neptun-Konjunktion exakt wird. In dieser Zeit setzen beide Gesellschaftsplaneten einen ersten Impuls für die oben beschriebenen Themen „Neptun in Widder“ im gesellschaftlichen Kontext.

 

 

Die Schnellläufer und Monde: 

Merkur beginnt am 18. Juli seinen Rückwärtslauf auf 15°34‘ Löwe, wechselt am 11. August auf 4°14‘ die Richtung und erreicht seinen Ausgangspunkt am 25. August. 

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Es ist gut möglich, dass wir mit Konsequenzen konfrontiert werden, deren Ursache in der Vergangenheit liegt. Doch dies gibt uns die Gelegenheit, eventuell nötige Korrekturen vorzunehmen. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und die Art und Weise, wie wir in Kontakt treten und uns austauschen. Dies bezieht sich nicht nur auf unsere Sprache, sondern auch auf Güter.

 

Beim Vollmond am 10. Juli um 22h36 auf 18°50‘ der Krebs-Steinbock-Achse
geht es um die Fragen: Kenne ich meine wahren Gefühle und Bedürfnisse, gestehe ich sie mir zu und bin ich bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen? Kann ich gut für mich sorgen oder stelle ich Versorgungsansprüche an andere? Was sind meine
Beweggründe dafür, anderen zu helfen und mich um sie zu kümmern? Leiste ich Hilfe zur Selbsthilfe oder ist es ein Mittel, um die Nähe zu anderen zu sichern?

 

Vollmond am 10. Juli um 22h36 MEZ  in München

 

 

Der Neumond am 24. Juli um 21h11 MEZ auf 02°08‘ Löwe steht in Opposition zu Pluto

und fördert in uns den Wunsch nach Lebensfreude, Souveränität und Herzenswärme. Er zeigt uns, was uns Ja zum Leben sagen lässt, oder auch, was uns bis jetzt daran gehindert hat und wie wir Kreativität und Eigeninitiative in unser Leben bringen können.

Die Beteiligung von Pluto fordert dazu viel Ehrlichkeit und das Ergründen der eigenen Motivation ebenso wie die Frage, ob wir andere dabei übervorteilen oder sie an unserer Freude teilhaben lassen.

 

 

Neumond am 24. Juli um 21h11 MEZ in München

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Gedanken zu den Sommerzeichen: Krebs, Löwe und Jungfrau

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Mit der Sommersonnenwende am 21. Juni wandert die Sonne in das Zeichen Krebs und erreicht ihren höchsten Stand. Die Tage sind lang in unseren Breitengraden. Die Feuer werden entzündet, dieses Mal um der Sonne zu huldigen und sie zu feiern, um für ihr Licht und ihre Wärme zu danken, in dem Wissen, dass sie ein essentieller Teil unseres Lebens und unserer Lebendigkeit sind. In südlichen Gefilden betrachten die Menschen sie als eine Selbstverständlichkeit, der hohe Norden dagegen, in dem sie nur ein halbes Jahr präsent ist, feiert sie.

Was zeichnet sie aus, die Zeit der Sommer-Zeichen Krebs, Löwe und Jungfrau?

Jahreszeitlich betrachtet ist es die Zeit der Fruchtbildung, der Reife und der Ernte. Eine bunte Zeit, in der sich eine Fülle an Farben und Formen zeigt.
Entsprechend dem Krebs-Zeichen will diese Schönheit und Verheißung gepflegt und behütet werden, um die noch verletzlichen Gewächse und unreifen Früchte vor Unwettern oder anderen Gefahren zu schützen.
Je reifer und widerstandfähiger die Pflanzen werden, desto grösser ist die Freude und der Wunsch, diese auch zum Ausdruck zu bringen. Auch wenn die Höhe der Sonne langsam abnimmt verwöhnt sie uns noch mit hellen und warmen Tagen und Nächten und mit einer oft schier überbordenden Pracht. Es ist eine Einladung, das Leben zu feiern und unser Glück zu teilen, ganz dem Löwe-Zeichen entsprechend.
Und dann, wenn die Sonne anfängt sichtbar an Kraft zu verlieren, beginnt die Ernte. Ob gut oder schlecht, es geht darum, das Beste daraus zu machen, in dem Wissen, dass das was ist genug sein muss, um durch die nächste Zeit zu kommen. Es wird sortiert, haltbar gemacht, verarbeitet und gereinigt. Bereits jetzt wird entschieden, was aufbewahrt wird, damit es im kommenden Frühling als Saatgut zur Verfügung steht und ein neuer Zyklus beginnen kann. Eine arbeitsreiche Zeit voller Dankbarkeit für das was ist, für alles was wachsen durfte und alles was die Natur uns geschenkt hat – wir feiern Erntedank im Zeichen der Jungfrau. Stiller nun, als im Hochsommer zur Löwe-Zeit aber bewusster, denn wir wissen um die Verbindung mit der Natur und all ihren Kreisläufen, unsere Abhängigkeit von ihr und unsere Verantwortung für sie und bestenfalls kennen wir unseren Platz in diesem System.

In den Sommermonaten steht das Miteinander im Vordergrund, von Mensch zu Mensch und Mensch zu Natur. Zuerst im Hegen und Pflegen, dann im Teilen der Freude an der Schönheit und dem Geschaffenen. Und zu guter Letzt in der gegenseitigen Hilfe beim Ernten und danach beim Ausgleichen der Überschüsse oder Defizite, so dass für Alle und Alles bestmöglich gesorgt ist.

 

Der Sternenhimmel im Juni

 

Venus im Sternbild Fische strahlt als leuchtender Morgenstern am östlichen Himmel.

Mars  bewegt sich durch das Sternbild Löwe, verliert immer weiter an Helligkeit, und ist nur für kurze Zeit am westlichen Himmel zu beobachten. Am 17. steht er zusammen mit Regulus dem Hauptstern im Löwen.

Merkur befreit sich nur langsam aus den Strahlen der Sonne. Er läuft durch die Sternbilder Zwillinge und Krebs, und ist nur für kurze Zeit am westlichen Abendhimmel zu sehen.

Saturn im Sternbild Fische läuft auf Neptun zu, und ist in den frühen Morgenstunden am östlichen Horizont zu sichten.

Jupiter im Sternbild Stier bleibt in Sonnennähe und damit für uns unsichtbar.

Der Mond passiert am 18. Saturn, am 21. Venus, am 29. Mars und steht zum Neumond am 25. zusammen mit Jupiter, auch wenn wir das nicht sehen können.

 

Der Sternenhimmel am 01. Juni um 04h00

 

Der Sternenhimmel am 18. Juni um 22h00

 

Der Sternenhimmel am 28. Juni um 22h00

Sternbilder mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org