Der Sternenhimmel im September

Merkur bewegt sich wieder im Einflussbereich der Sonne und bleibt dadurch für uns unsichtbar.
Venus ist auf dem Weg von Jungfrau nach Waage. Als Abendstern kommt sie der Sonne näher und geht mit ihr immer früher unter.
Mars in seinem Lauf durch Zwillinge und Krebs und Jupiter von Krebs nach Löwe wandern gemeinsam in den frühen Morgenstunden über den Osthorizont und nähern sich bis November immer weiter an. Vom 6. bis 9. gesellt sich der abnehmede Mond dazu,
Saturn in den Fischen ist der Planet, den wir auch im September am längsten am Nachthimmel beobachten können. Er geht in den frühen Nachtstunden im Osten auf und verschwindet erst mit Sonnenuntergang.

 

Der Sternenhimmel am 02. September um 20h25 MEZ

 

Der Sternenhimmel 05. September um 04h30 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends September

.

Die Schnellläufer, Monde und aktuelle Konstellationen:

Lilith wechselt am 14. September in das Zeichen Steinbock,
In den neun Monaten ihres Durchlaufs können wir uns mit den Anteilen der Zeichenenergie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Steinbock ist nicht nur das Zeichen des Maßhaltens, es repräsentiert auch unsere eigene innere Instanz, unser Gewissen und unser Verständnis von Recht und Ordnung. Wenn wir integer sind, unsere Grenzen kennen und setzen und die anderer respektieren, können wir allein durch unsere klare Haltung viel bewirken.

Seit Juli und bis Ende des Jahres stehen alle Vollmonde auf Gradzahlen, die das kleine Trigon der geistigen Planeten auslösen (siehe Langsamläufer). Das heißt, dass wir uns immer wieder aufs Neue bewusst machen können, wie sich die Konstellation in unserem Alltag auswirkt und wie wir sie gestalten.

Besonders Menschen mit persönlichen Planeten in den Gradbereichen von 4°20‘ und 4°30‘ spüren die Herausforderungen auf der individuellen Ebene. Aber auch alle anderen erleben die Zeitenergie, je nachdem, welche Häuser sowohl im Radix als auch im Transit davon betroffen sind.

 

Der Neumond am 11. September um 05h26 MEZ steht auf 18°25‘ Jungfrau

Jungfrau ist ein Erd- und Erntezeichen, das uns das Ende des Sommers mit viel Arbeit, aber nicht weniger Freude zeigt. Nämlich der Freude daran, etwas aus eigenen Mitteln geschaffen zu haben, etwas ernten zu dürfen, was wir lange gehegt haben, Vorsorge für unser weiteres Leben zu treffen und danach zur Ruhe kommen zu können. Wenn wir dies auf unsere Mond-Stimmung ummünzen, brauchen wir im Alltag ein gutes Wechselspiel von Aktivität und Ruhe. Gewisse Routinen und regelmäßige Erdung tun uns in diesen Tagen gut und lassen ein Wohlgefühl aufkommen.

 

Neumond am 11. September um 05h26 MEZ in München

 

 

Der Vollmond findet am 26. September um 18h48 auf 03°37 der Waage-Widder-Achse statt und bildet zusammen mit den drei geistigen Planeten eine Drachenfigur.

Bei dieser Konstellation geht es darum, wie die Widder-Energie (Kraft, Mut, Risikobereitschaft, Aggression, Willensstärke und Impulsivität) mit den Qualitäten des Waage-Zeichens (Liebes- und Beziehungsfähigkeit, Harmonie, Ausgleich, Ästhetik und Kunstsinn) in Einklang gebracht werden kann. Die Frage dazu kann lauten: Lag der Blick in der Vergangenheit auf dem Trennenden oder dem Verbindenden und wie können wir aus einem „Ich gegen die anderen“ ein „Ich und die anderen“ machen?

 

Vollmond am 26. September um 18h48 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

Jupiters Ingress in den Löwen fand am 30. Juni statt.

So wie der Zeichenherrscher Sonne das natürliche Zentrum unserer Galaxie in einem riesigen Universum ist, um das die Planeten kreisen, so können auch wir, wenn wir unsere Eigenarten gut kennen und leben, ein lebendiges Zentrum sein. Dann brauchen wir keine Bestätigung von außen und können kreativ, liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen. Wenn wir aber nur auf uns fixiert sind, dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit, Rücksichtslosigkeit und Arroganz.

Auch hier wird Jupiter als Gesellschaftsplanet überprüfen, welche Variante dieser Qualitäten wir leben und wie wir damit unser Umfeld gestalten.

 

Am 18. August wechselte die Mondknotenachse von Jungfrau-Fische nach Löwe-Wassermann und gibt für die nächsten 18 Monate der Luft-Feuer-Qualität zusätzlichen Schub.

Bei Löwe und Wassermann ringen Egoansprüche und Gemeinschaftsgeist miteinander. Aber die Energien beinhalten auch große Gestaltungskraft und die Erkenntnis, dass Individualität und Gemeinschaft keine Widersprüche sind, sondern kreative Vielfalt bedeuten können.

Mit dem absteigenden Mondknoten im Löwe-Zeichen wird unser Umgang mit Autoritäten ebenso in Frage gestellt wie unsere Egoansprüche. Der aufsteigende Mondknoten im Wassermann fordert uns dazu auf, Neues auszuprobieren in Bezug auf ein gleichwertiges Miteinander auf allen Ebenen.

 

Am 18. September wechselt Chiron rückwärts nach Widder und bleibt dort bis April 2027.
⇒ Chirons Eintritt in das Zeichen Widder

 

Zwischen September 2025 und Juni 2027 bilden die drei geistigen Planeten Uranus in den Zwillingen, Neptun im Widder und Pluto im Wassermann dreimal ein kleines Talentdreieck, das durch zahlreiche Aspekte von Jupiter, den Schnellläufern sowie Voll- und Neumonden immer wieder aktiviert wird. Angesprochen sind die Gradzahlen von 1°30 bis 6°50. In diesem Jahr fand das exakte Dreieck zwischen 4°20‘ und 4°30‘ statt.

Dies kann als eine Aufforderung verstanden werden, die jeweiligen Zeichen-Energien, die unten ausführlich beschrieben sind, in einen gemeinsamen und übergeordneten Kontext zu bringen. Im besten Fall setzen wir unsere Kräfte für völlig neue Lösungsansätze auf kommunikativer und humanitärer Ebene ein. Im schwierigen Fall kann die negative Seite des Luftelements, nämlich eine Coolness, die die Menschlichkeit aus dem Auge verliert, genau diese innovativen Kräfte für Egoansprüche und gegen die Menschlichkeit einsetzen.

 

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ð „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ð Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im August

Merkur bewegt sich vom Sternbild Zwillinge Richtung Krebs. Bis Mitte August können wir ihn in den frühen Morgenstunden im Osten beobachten. Am 11. August steht er neben der schmalen abnehmenden Mondsichel. Abgelöst wird er von Jupiter im Sternbild Krebs, der seinen Wechsel vom Abend- zum Morgenstern beendet und in der zweiten Augusthälfte sichtbar wird. Für einige Tage stehen sie gemeinsam am Osthorizont.
Venus im Sternbild Jungfrau ist als Abendstern im Westen kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Am 15. und 16 passiert sie der zunehmende Mond.
Mars wandert vom Sternbild Stier nach Zwillinge und geht bereits in den ersten Morgenstunden im Osten auf, am 9. gemeinsam mit dem abnehmenden Mond.
Saturn in den Fischen ist der Planet, den wir im August am längsten am Nachthimmel beobachten können. Er geht noch vor Mitternacht im Osten auf und verschwindet mit Sonnenuntergang im Süden.

Am 12. August findet eine totale  Sonnenfinsternis statt, die in Mitteleuropa in den Abendstunden als partielle Finsternis zu beobahten ist.
In den Morgenstunden des 28. August geht der Mond  als partielle Finsternis im Westen unter.

Ein weiteres Highlight sind die Sternschnuppenschauer mit ihrer grössten Dichte in den Nächten zwischen dem 12. und 14. August.

 

Der Sternenhimmel am 16. August um 21h00 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 19. August um 05h30 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 28. August um 05h30 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends August

 

Die Schnellläufer, Monde und aktuelle Konstellationen:

  

Ende Juni wechselte Jupiter in den Löwen. 

Nun stehen für etwa ein Jahr alle Gesellschaftsplaneten sowie die geistigen Planeten in Feuer- oder Luft-Zeichen. ðJahrestrends. Das bedeutet vor allem, dass wir besonders in Monaten, in denen auch die Schnellläufer durch diese Elemente laufen, selbst für Bodenhaftung und Realitätssinn sowie für Empathie und die Wahrnehmung unserer eigenen Bedürfnisse und Gefühle sorgen müssen.

 

Zwischen dem 15. und 25. Juli bildete Uranus in Zwillinge, Neptun im Widder und Pluto im Wassermann ein kleines Trigon zwischen 04°20‘ und 4°30‘.

Das heißt, dass wir immer wieder aufgefordert sind, uns bewusst zu machen, wie sich die Energien der geistigen Planeten (siehe unten) in unserem Alltag auswirken und wie wir sie gestalten.

Besonders Menschen mit persönlichen Planeten in diesen Gradbereichen spüren die Herausforderungen auf der individuellen Ebene. Aber auch  alle anderen erleben die Zeitenergie, je nachdem in welchen Häusern die Planeten sowohl im Radix als auch im Transit stehen.

Ab Ende Juli stehen alle Vollmonde bis März 2027 auf Gradzahlen, die das kleine Trigon auslösen.
Das heißt, dass wir uns immer wieder aufs Neue bewusst machen können, wie sich die Konstellation in unserem Alltag auswirkt und wie wir sie gestalten.

20. Juli 2026

 

Am 18. August wechselt die Mondknotenachse von Jungfrau-Fische nach Löwe-Wassermann und gibt für die nächsten 18 Monate der Luft-Feuer-Qualität zusätzlichen Schub.
Bei Löwe und Wassermann ringen Egoansprüche und Gemeinschaftsgeist miteinander. Aber die Energien beinhalten auch große Gestaltungskraft und die Erkenntnis, dass Individualität und Gemeinschaft keine Widersprüche sind, sondern kreative Vielfalt bedeuten können.

Mit dem absteigenden Mondknoten im Löwe-Zeichen wird unser Umgang mit Autoritäten ebenso in Frage gestellt, wie auch, ob wir liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen oder auf uns fixiert sind, denn dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit, Rücksichtslosigkeit und Arroganz. Der aufsteigende Mondknoten im Wassermann fordert uns dazu auf, Neues auszuprobieren in Bezug auf ein gleichwertiges Miteinander auf allen Ebenen.

 

 

Die totale Sonnenfinsternis vom 12. August um 19h36 MEZ  steht auf 20°01‘ Löwe
und fördert in uns den Wunsch nach Lebensfreude, Souveränität und Herzenswärme. Sie zeigt uns, was uns Ja zum Leben sagen lässt, oder auch, was uns bis jetzt daran gehindert hat und wie wir Kreativität und Eigeninitiative in unser Leben bringen können.

Die Frage stellt sich, ob wir andere dabei übervorteilen oder sie an unserer Freude teilhaben lassen.

Die Finsternis beginnt im Norden Sibiriens, zieht knapp am Nordpol vorbei und entlang der Küste Grönlands. Am Nachmittag erreicht sie den Westen Islands. Sie bewegt sich weiter nach Nordspanien und über die Balearen. Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 15° in den fixen bis 06° in den veränderlichen Zeichen.

 

Totale Sonnenfinsternis am 12. August um 19h36 MEZ in München

 

 

 Die partielle Mondfinsternis am 28. August um 06h18 auf 04°54‘ der Jungfrau-Fische-Achse steht in Kontakt mit Merkur und im T-Quadrat zu Uranus und aktiviert damit das oben beschriebene kleine Trigon der geistigen Planeten. Und sie aktiviert die im Moment unterrepräsentierte Wasser-Erd-Energie.

Die Energie des Fische-Zeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund von (zu) großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden. Haben wir alltagstaugliche Strategien, um uns zu schützen, wenn wir aufgrund von hoher Sensibilität und Offenheit darunter zu leiden beginnen?

Dabei kann uns die Jungfrau-Qualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

 

Partielle Mondfinsternis am 28. August um 06h18 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

 

Jupiter wechselte am 30. Juni in das Zeichen Löwe.

So wie der Zeichenherrscher Sonne das natürliche Zentrum unserer Galaxie in einem riesigen Universum ist, um das die Planeten kreisen, so können auch wir, wenn wir unsere Eigenarten gut kennen und leben, ein lebendiges Zentrum sein. Dann brauchen wir keine Bestätigung von außen und können kreativ, liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen. Wenn wir aber nur auf uns fixiert sind, dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit Rücksichtslosigkeit und Arroganz.

Auch hier wird Jupiter als Gesellschaftsplanet überprüfen, welche Variante dieser Qualitäten wir leben und wie wir damit unser Umfeld gestalten.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

 

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im Juli

Merkur ist durch seine Nähe zur Sonne für uns unsichtbar, Jupiter nähert sich ihr an und verabschiedet sich vom Nachthimmel.
Venus wandert durch den Löwen und ist am 8. Juli in der Nähe von Regulus zu sehen. Am 17. steht sie neben der feinen Mondsichel.
Mars im Sternbild Stier ist in den Morgenstunden im Osten zu beobachten. Und auch Saturn in den Fischen verlängert seine Sichtbarkeit. Er geht bereits gegen Mitternacht ebenfalls im Osten auf.

 

 

Der Sternenhimmel am 10. Juli um 04h00 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 19. Juli um 21h50 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Juli

 

Die Schnellläufer, Monde und aktuelle Konstellationen:

Ende Juni wechselte Jupiter in den Löwen.
Nun stehen für etwa ein Jahr alle Gesellschaftsplaneten sowie die geistigen Planeten in Feuer- oder Luft-Zeichen. ðJahrestrends. Das bedeutet vor allem, dass wir besonders in Monaten, wenn auch die Schnellläufer durch diese Elemente laufen, selbst für Bodenhaftung und Realitätssinn sowie für Empathie und die Wahrnehmung unserer eigenen Bedürfnisse und Gefühle sorgen müssen.

 

Zwischen dem 15. und 25. Juli bilden Uranus in Zwillinge, Neptun im Widder und Pluto im Wassermann ein kleines Trigon zwischen 04°20‘ und 4°30‘. Gleichzeitig geht Jupiter in Opposition zu Pluto und aktiviert diese Konstellation. Auch Mars ist Anfang des Monats Mars über Uranus gelaufen.
Besonders Menschen mit persönlichen Planeten in diesen Gradbereichen spüren die Herausforderungen auf der individuellen Ebene. Aber auch alle anderen erleben die Zeitenergie, je nachdem, in welchen Häusern die Planeten sowohl im Radix als auch im Transit stehen.
Der Kontakt eines schnell laufenden oder eines Gesellschaftsplaneten stellt uns vor die Frage, wie wir die Energien der geistigen Planeten in unserem Leben und im gesellschaftlichen Wirken umsetzen, siehe unten.

Mars‘ Kontakt mit Uranus in der ersten Juli-Woche kann für Ungeduld und innere wie äußere Unruhe sorgen. Es ist empfehlenswert, in dieser Zeit auf die eigene Befindlichkeit zu achten und immer wieder für Oasen der Ruhe zu sorgen.

Ab Ende Juli stehen alle Vollmonde bis Ende des Jahres auf Gradzahlen, die das kleine Trigon auslösen.
Das heißt, dass wir uns immer wieder aufs Neue bewusst machen können, wie sich die Konstellation in unserem Alltag auswirkt und wie wir sie gestalten.

20. Juli 2026

 

Für das Wasser-Element sorgt die Rückläufigkeit Merkurs im Krebs. Am 29. Juni wechselt er auf 26°15‘die Richtung, bis er am 24. Juli auf 16°21‘ wieder direktläufig wird. Seinen Ausgangspunkt erreicht er am 07. August.

Die Phase der Rückläufigkeit ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten können wir jetzt, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufarbeiten, alte Verhaltensmuster überprüfen, Altlasten entsorgen sowie Pläne noch einmal überdenken und von einem anderen Standpunkt aus betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur finden wir das Thema Kommunikation in allen Facetten, dazu zählen auch Handel, Verkehr, Verträge, Absprachen etc.

 

 

Der Neumond vom 14. Juli um 11h43 MEZ  steht auf 21°59‘ Krebs in Konjunktion mit dem rückläufigen Merkur.

Generell ist Krebs eine ruhigere Energie und schürt den Wunsch nach Entspannung und Wohlgefühl. Sie macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Ebenso wie die Neumond-Energie ist sie introvertiert und es kann gut sein, dass wir in den Tagen um den Neumond sensibler auf unsere Umwelt reagieren als sonst. Sich vor negativen Energien zu schützen und sich selbst gut zu pflegen, kann in dieser Zeit hilfreich sein. Der rückläufige Merkur unterstreicht die Frage danach, ob wir diesbezüglich in der Vergangenheit etwas vernachlässigt haben.

 

Neumond am 14. Juli um 11h43 MEZ in München

 

 

Zum Vollmond am 29. Juli um 16h35 auf 06°30‘ Löwe-Wassermann-Achse steht Jupiter in Konjunktion mit dem Mond und Pluto in Konjunktion mit der Sonne und aktiviert damit das oben beschriebene kleine Trigon der geistigen Planeten.

Bei Löwe und Wassermann ringen Egoansprüche und Gemeinschaftsgeist miteinander. Aber die Energien beinhalten auch große Gestaltungskraft und die Erkenntnis, dass Individualität und Gemeinschaft keine Widersprüche sind, sondern kreative Vielfalt bedeuten können.

Zur gleichen Zeit stehen Venus, Mars und Lilith in einem Spannungsdreieck in den Zeichen Zwillinge, Schütze und Jungfrau. Polaritäten aller Art, besonders aber in Bezug auf Werte, Ethik und Vorstellungen können für Herausforderungen sorgen und wollen möglichst pragmatisch in Einklang gebracht werden.

Vollmond am 30. Juni um 01h56 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter wechselte am 30. Juni in das Zeichen Löwe.

So wie der Zeichenherrscher Sonne das natürliche Zentrum unserer Galaxie in einem riesigen Universum ist, um das die Planeten kreisen, so können auch wir, wenn wir unsere Eigenarten gut kennen und leben, ein lebendiges Zentrum sein. Dann brauchen wir keine Bestätigung von außen und können kreativ, liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen. Wenn wir aber nur auf uns fixiert sind, dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit Rücksichtslosigkeit und Arroganz.

Auch hier wird Jupiter als Gesellschaftsplanet überprüfen, welche Variante dieser Qualitäten wir leben und wie wir damit unser Umfeld gestalten.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock.

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Die Entfaltung mit Krebs, Löwe und Jungfrau

 

In der ersten Phase des Neubeginns, mit den Energien von Widder, Stier und Zwillinge, überwiegen die Möglichkeiten und Ideen, oft begleitet von einer jugendlichen Unbedarftheit, die wir später so nicht mehr finden.

Zu Beginn des zweiten Quadranten bekommen wir ein Gefühl dafür, welche der vielen Möglichkeiten wir wirklich verfolgen wollen.
Wenn wir dabei die Geduld und das Gespür der kardinalen Krebs-Energie hinzuziehen und nicht nur aus dem Verstand heraus entscheiden, dann werden wir eine Form finden, mit der wir uns wohl fühlen. Sie dient dann als Nährboden für die weitere Entwicklung. Gleichzeitig ist Krebs ein Schutz-Zeichen und wir wissen in dieser Phase, dass uns Besonnenheit und Beharrlichkeit weiterbringen.

Mit der kreativen und spielerischen Energie des fixen Löwe-Zeichens sind wir jetzt bereit, unser Projekt weiter zu entwickeln und es der Welt zu präsentieren. Wir freuen uns an ersten Erfolgen, an weiteren Möglichkeiten und sind stolz auf das, was wir erreicht haben.

Diese schöpferische Hochphase wird abgelöst von der veränderlichen Jungfrau-Qualität. Wir ernten. Und egal wie diese Ernte ausfällt, ist es an der Zeit bereits jetzt zu schauen, was es braucht, damit wir auf eine gute Art und Weise weitergehen können. Denn wir wissen, dass wir uns dem Höhepunkt nähern. Pragmatismus, Realitätssinn und ein feines Gespür dafür, was dem Wachstum und dem Leben förderlich ist, sind uns dabei behilflich. Dann können wir Dankbarkeit entwickeln für die Möglichkeiten, die uns geschenkt wurden und all das, was uns gelungen ist.

Die drei Zeichen des zweiten Quadranten repräsentieren Kräfte der Entfaltung: von zaghaft und schutzbedürftig über kreativ und spielerisch bis hin zu erntend, vorsorgend und dankbar für das was erreicht werden konnte.

An diesem Punkt wird uns immer mehr bewusst, wie wichtig die einzelnen Phasen eines jeden Zyklus sind, und dass gesundes Wachstum nur entsteht, wenn wir mit den Gezeiten gehen.

 

 

Der Sternenhimmel im Mai

Merkur, Mars und Saturn bleiben in der Nähe der Sonne. Ende Mai können wir Merkur spätabends im Westen und Saturn frühmorgens im Osten für kurze Zeit beobachten.

Venus wandert von Stier nach Zwillinge und nähert sich Jupiter. Erreichen wird sie ihn erst im Juni. Am 19. Mai steht die feine Monsichel zwischen den beiden hellen Planeten.

 

Der Sternenhimmel am 19.Mai um 21h30 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Der Sternenhimmel im Juni

Merkur im Sternbild Zwillinge kann für kurze Zeit nach Sonnenuntergang im Westen beobachtet werden.
Venus wandert von Zwillinge nach Krebs und am 9. an Jupiter vorbei, der sich immer früher vom Nachthimmel verabschiedet. Zwischen dem 16. und 18. zieht die schmale Mondsichel an Merkur, Jupiter und Venus vorbei.

Saturn im Sternbild Fische ist vor Sonnenaufgang am östlichen Himmel zu sehen. Dort erscheint Ende des Monats auch Mars in der Morgendämmerung. Am 9. passiert der Mond Saturn, am 12. Mars.

 

Der Sternenhimmel am 18. Juni um 22h00 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 26. Juni um 04h10 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Mai

 

Die Schnellläufer und Monde:
  

Die Planetenballungen in den Zeichen, die uns seit Januar begleitet haben, entzerren sich ab Mai. Alle Langsamläufer sind in ihren neuen Domizilen angekommen. Uranus erhält noch einmal zwei kurze Impulse von Merkur und der Sonne. Eine weitere Auslösung durch Mars findet erst im Juli statt. Danach haben die Schnellläufer alle geistigen Planeten berührt.

Die Übergänge sind geschafft und auch wenn die neuen Energien vielleicht noch ungewohnt sind, könnte eine erste Zeit der Konsolidierung stattfinden, in der wir uns darin üben können.

 

Der Vollmond am 01. Mai um 19h23 MEZ steht auf 11°20 ‘ der Stier-Skorpion-Achse.

Der Mond im Skorpion verlangt Ehrlichkeit in Bezug darauf, was uns wirklich wichtig ist, wofür wir brennen und uns engagieren wollen. Die Stier-Energie richtet die Aufmerksamkeit auf die genussvollen und schönen Seiten des Lebens, auf die Körperlichkeit und das Wachstum. Die verbindenden Elemente von Stier und Skorpion sind Ruhe und Geduld sowie das Engagement für eine Sache, die gesunde Weiterentwicklung verspricht.
Die Herausforderung dieser Konstellation ist es zu erkennen, was ausgedient hat und was guten Gewissens entsorgt werden kann, um Raum für neues Wachstum zu schaffen.
Uranus an der Stier-Sonne kann dabei für überraschende Impulse und Erkenntnisse sorgen.
 

Vollmond am 01. Mai um 19h23 MEZ in München

 

 

Der Neumond vom 16. Mai um 22h011 MEZ auf 25°57 ‘ Stier steht in Konjunktion zu Merkur.

Sowohl das Zeichen Stier als auch der Neumond sind introvertierte Energien, die ein Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug mit sich bringen. Stier als Zeichen des Wachstums legt den Fokus auf das Bewahrende, Nährende und im negativen Fall auch auf das Festhalten am Status quo.
Es kann gut sein, dass wir in den Tagen um den Neumond ein erhöhtes Bedürfnis nach Innehalten und Stille spüren, wobei es nicht ganz leichtfallen dürfte, dem nachzugeben. Denn Mars und Chiron stehen auf dem Widder-Neumond des vorangegangen Monats und Merkur und die Sonne gehen im Laufe der kommenden Tage über Uranus. Beide aktivieren die April-Themen. Darum können erdende und achtsame Rituale eine Hilfe in diesen Tagen sein, um bei uns bleiben zu können. 

 Neumond am 16. Mai um 22h01 MEZ in München

 

 

Der zweite Vollmond am 31. Mai um 10h45 auf 09°55‘ der Zwillinge-Schütze-Achse
lenkt das Augenmerk auf unsere Werte und Ideale, eventuell auch auf unsere Vorurteile. Mit dem objektiven und neutralen Blick der Zwillinge-Energie können alte Muster bewusst und verändert werden.

Vollmond am 31. Mai um 10h45 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

 

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt noch bis Ende Juni 2026 im Zeichen Krebs. 

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer