Die Entfaltung mit Krebs, Löwe und Jungfrau

 

In der ersten Phase des Neubeginns, mit den Energien von Widder, Stier und Zwillinge, überwiegen die Möglichkeiten und Ideen, oft begleitet von einer jugendlichen Unbedarftheit, die wir später so nicht mehr finden.

Zu Beginn des zweiten Quadranten bekommen wir ein Gefühl dafür, welche der vielen Möglichkeiten wir wirklich verfolgen wollen.
Wenn wir dabei die Geduld und das Gespür der kardinalen Krebs-Energie hinzuziehen und nicht nur aus dem Verstand heraus entscheiden, dann werden wir eine Form finden, mit der wir uns wohl fühlen. Sie dient dann als Nährboden für die weitere Entwicklung. Gleichzeitig ist Krebs ein Schutz-Zeichen und wir wissen in dieser Phase, dass uns Besonnenheit und Beharrlichkeit weiterbringen.

Mit der kreativen und spielerischen Energie des fixen Löwe-Zeichens sind wir jetzt bereit, unser Projekt weiter zu entwickeln und es der Welt zu präsentieren. Wir freuen uns an ersten Erfolgen, an weiteren Möglichkeiten und sind stolz auf das, was wir erreicht haben.

Diese schöpferische Hochphase wird abgelöst von der veränderlichen Jungfrau-Qualität. Wir ernten. Und egal wie diese Ernte ausfällt, ist es an der Zeit bereits jetzt zu schauen, was es braucht, damit wir auf eine gute Art und Weise weitergehen können. Denn wir wissen, dass wir uns dem Höhepunkt nähern. Pragmatismus, Realitätssinn und ein feines Gespür dafür, was dem Wachstum und dem Leben förderlich ist, sind uns dabei behilflich. Dann können wir Dankbarkeit entwickeln für die Möglichkeiten, die uns geschenkt wurden und all das, was uns gelungen ist.

Die drei Zeichen des zweiten Quadranten repräsentieren Kräfte der Entfaltung: von zaghaft und schutzbedürftig über kreativ und spielerisch bis hin zu erntend, vorsorgend und dankbar für das was erreicht werden konnte.

An diesem Punkt wird uns immer mehr bewusst, wie wichtig die einzelnen Phasen eines jeden Zyklus sind, und dass gesundes Wachstum nur entsteht, wenn wir mit den Gezeiten gehen.

 

 

Der Sternenhimmel im Mai

Merkur, Mars und Saturn bleiben in der Nähe der Sonne. Ende Mai können wir Merkur spätabends im Westen und Saturn frühmorgens im Osten für kurze Zeit beobachten.

Venus wandert von Stier nach Zwillinge und nähert sich Jupiter. Erreichen wird sie ihn erst im Juni. Am 19. Mai steht die feine Monsichel zwischen den beiden hellen Planeten.

 

Der Sternenhimmel am 19.Mai um 21h30 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Der Sternenhimmel im Juni

Merkur im Sternbild Zwillinge kann für kurze Zeit nach Sonnenuntergang im Westen beobachtet werden.
Venus wandert von Zwillinge nach Krebs und am 9. an Jupiter vorbei, der sich immer früher vom Nachthimmel verabschiedet. Zwischen dem 16. und 18. zieht die schmale Mondsichel an Merkur, Jupiter und Venus vorbei.

Saturn im Sternbild Fische ist vor Sonnenaufgang am östlichen Himmel zu sehen. Dort erscheint Ende des Monats auch Mars in der Morgendämmerung. Am 9. passiert der Mond Saturn, am 12. Mars.

 

Der Sternenhimmel am 18. Juni um 22h00 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 26. Juni um 04h10 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Mai

 

Die Schnellläufer und Monde:
  

Die Planetenballungen in den Zeichen, die uns seit Januar begleitet haben, entzerren sich ab Mai. Alle Langsamläufer sind in ihren neuen Domizilen angekommen. Uranus erhält noch einmal zwei kurze Impulse von Merkur und der Sonne. Eine weitere Auslösung durch Mars findet erst im Juli statt. Danach haben die Schnellläufer alle geistigen Planeten berührt.

Die Übergänge sind geschafft und auch wenn die neuen Energien vielleicht noch ungewohnt sind, könnte eine erste Zeit der Konsolidierung stattfinden, in der wir uns darin üben können.

 

Der Vollmond am 01. Mai um 19h23 MEZ steht auf 11°20 ‘ der Stier-Skorpion-Achse.

Der Mond im Skorpion verlangt Ehrlichkeit in Bezug darauf, was uns wirklich wichtig ist, wofür wir brennen und uns engagieren wollen. Die Stier-Energie richtet die Aufmerksamkeit auf die genussvollen und schönen Seiten des Lebens, auf die Körperlichkeit und das Wachstum. Die verbindenden Elemente von Stier und Skorpion sind Ruhe und Geduld sowie das Engagement für eine Sache, die gesunde Weiterentwicklung verspricht.
Die Herausforderung dieser Konstellation ist es zu erkennen, was ausgedient hat und was guten Gewissens entsorgt werden kann, um Raum für neues Wachstum zu schaffen.
Uranus an der Stier-Sonne kann dabei für überraschende Impulse und Erkenntnisse sorgen.
 

Vollmond am 01. Mai um 19h23 MEZ in München

 

 

Der Neumond vom 16. Mai um 22h011 MEZ auf 25°57 ‘ Stier steht in Konjunktion zu Merkur.

Sowohl das Zeichen Stier als auch der Neumond sind introvertierte Energien, die ein Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug mit sich bringen. Stier als Zeichen des Wachstums legt den Fokus auf das Bewahrende, Nährende und im negativen Fall auch auf das Festhalten am Status quo.
Es kann gut sein, dass wir in den Tagen um den Neumond ein erhöhtes Bedürfnis nach Innehalten und Stille spüren, wobei es nicht ganz leichtfallen dürfte, dem nachzugeben. Denn Mars und Chiron stehen auf dem Widder-Neumond des vorangegangen Monats und Merkur und die Sonne gehen im Laufe der kommenden Tage über Uranus. Beide aktivieren die April-Themen. Darum können erdende und achtsame Rituale eine Hilfe in diesen Tagen sein, um bei uns bleiben zu können. 

 Neumond am 16. Mai um 22h01 MEZ in München

 

 

Der zweite Vollmond am 31. Mai um 10h45 auf 09°55‘ der Zwillinge-Schütze-Achse
lenkt das Augenmerk auf unsere Werte und Ideale, eventuell auch auf unsere Vorurteile. Mit dem objektiven und neutralen Blick der Zwillinge-Energie können alte Muster bewusst und verändert werden.

Vollmond am 31. Mai um 10h45 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

 

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt noch bis Ende Juni 2026 im Zeichen Krebs. 

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Monatstrends Juni

 

Die Schnellläufer,  Monde und Aktuelles:
 

Ende Juni wechselt Jupiter in den Löwen. Dann stehen für etwa ein Jahr alle Gesellschaftsplaneten sowie alle geistigen Planeten in Feuer- oder Luft-Zeichen. ðJahrestrends. Das bedeutet vor allem, dass wir besonders in Monaten, wenn auch die Schnellläufer durch diese Elemente laufen, selbst für Bodenhaftung und Realitätssinn sowie Empathie und die Wahrnehmung unserer eigenen Bedürfnisse und Gefühle sorgen müssen.

 

Im Juni bedient der rückläufige Merkur im Krebs das Wasser-Element. Am 29. wechselt er auf 26°15‘die Richtung, bis er am 24. Juli auf 16°21‘ wieder direktläufig wird. Seinen Ausgangspunkt erreicht er am 07. August. 

Die Phase der Rückläufigkeit ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten können wir jetzt, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufarbeiten, alte Verhaltensmuster überprüfen, Altlasten entsorgen sowie Pläne noch einmal überdenken und von einem anderen Standpunkt aus betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur finden wir das Thema Kommunikation in allen Facetten, dazu zählen auch Handel, Verkehr, Verträge, Absprachen etc.

 

Im Laufe des Monats nähern sich die geistigen Planeten der 4°-Marke, an der sie sich im Juli in einem kleinen Dreieck treffen werden.  

20. Juli 2026

 

Der Neumond vom 15. Juni um 04h54 MEZ steht auf 24°03‘ Zwilling.

Das Zeichen Zwillinge steht für Neutralität, Flexibilität, Vielseitigkeit und Kommunikationsfreude. Mit Hilfe des Kontaktplaneten Merkur kann ein Austausch auf vielen Ebenen erfolgreich sein und durch neue Impulse bereichert werden.

 

Neumond am 15. Juni um 04h54 MEZ in München

 

 Beim Vollmond am 30. Juni um 01h56 auf 08°14‘ der Krebs-Steinbock-Achse
geht es um die Fragen: Kenne ich meine wahren Gefühle und Bedürfnisse, gestehe ich sie mir zu und bin ich bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen? Kann ich gut für mich sorgen oder stelle ich Versorgungsansprüche an andere? Was sind meine
Beweggründe dafür, anderen zu helfen und mich um sie zu kümmern? Leiste ich Hilfe zur Selbsthilfe oder ist es ein Mittel, um die Nähe zu anderen zu sichern?

Der noch stationäre Merkur in Krebs unterstreicht diese Thematik und gibt uns die Möglichkeit, alte Muster zu erkennen und Konsequenzen zu ziehen.

Vollmond am 30. Juni um 01h56 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter wechselt am 30. Juni in das Zeichen Löwe.

So wie der Zeichenherrscher Sonne das natürliche Zentrum unserer Galaxie in einem riesigen Universum ist, um das die Planeten kreisen, so können auch wir, wenn wir unsere Eigenarten gut kennen und leben, ein lebendiges Zentrum sein. Dann brauchen wir keine Bestätigung von außen und können kreativ, liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen. Wenn wir aber nur auf uns fixiert sind, dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit, Rücksichtslosigkeit und Arroganz.

Auch hier wird Jupiter als Gesellschaftsplanet überprüfen, welche Variante dieser Qualitäten wir leben und wie wir damit unser Umfeld gestalten.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im April

Merkur, Mars und Saturn bleiben aufgrund ihrer Nähe zur Sonne für uns unsichtbar.

Venus wandert von Widder nach Stier, steht zum Ende des Monats in der der Nähe der Plejaden und wird vom 18. + 19. vom Mond überholt. Sie ist nach Sonnenuntergang am westlichen Abendhimmel zu sehen.

Jupiter in den Zwillingen ist im Februar der Planet, den wir am längsten in seinem Lauf beobachten können, und nachdem Venus den Nachthimmel verlassen hat, der hellste Planet. Am 22. und 23. steht der Mond in seiner Nähe.

 

Der Sternenhimmel am 20. April um 21h20 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Monatstrends April

 

Die Schnellläufer, Monde und Aktuelles: 

 Aufbruchsstimmung im April:

Saturn und Neptun sind nun nach fast zwei Jahren des Pendelns endgültig im Widder-Zeichen angekommen.
Ab dem 09. April wechseln zuerst Mars und kurz darauf der wieder direktläufige Merkur in das Widder-Zeichen und aktiveren die nicht mehr genaue Konjunktion. Auch Neu- und Vollmond sind mit Widder-Energie geladen.

Am 26. April findet Uranus‘ finaler Übergang in die Zwillinge statt. Von da an bewegen sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

 

Der Vollmond am 02. April um 04h11 MEZ steht auf 12°21 ‘ der Widder-Waage-Achse und im Quadrat zu Jupiter.  

Generell geht es bei dieser Konstellation darum, wie die Widder-Energie (Kraft, Mut, Risikobereitschaft, Aggression, Willensstärke und Impulsivität) mit den Qualitäten des Waage-Zeichens (Liebes- und Beziehungsfähigkeit, Harmonie, Ausgleich, Ästhetik und Kunstsinn) in Einklang gebracht werden kann. Die Frage dazu kann lauten: Liegt der Blick auf dem Trennenden oder dem Verbindenden und wie können wir aus einem „Ich gegen die anderen“ ein „Ich und die anderen“ machen? Die herausfordernde Verbindung zu Jupiter wird dabei unser Wertesystem auf den Prüfstand stellen.

Vollmond am 02. April um 04h11 MEZ in München

 

Der Neumond vom 17. April um 13h51 MEZ auf 27°28‘ steht in Konjunktion zu Chiron und bringt das Widder-Special langsam zu einem Abschluss. 

Widder ist das erste Zeichen des Zodiaks und repräsentiert die Frühlingsenergie: impulsgebend, nach vorne strebend, mutig, spontan und fokussiert auf das gesetzte Ziel. Wird seine Kraft konstruktiv eingesetzt, ist sie furchtlos, entschlossen, unerschütterlich und vollkommen ausgerichtet auf den Moment. Im schwierigen Fall ist die Kraft des Widders so sehr auf das eigene Projekt gerichtet, dass sie rücksichtslos und zerstörerisch wirken kann. Die Konjunktion mit Chiron kann uns unsere Verletzlichkeit in Bezug auf diese Themen bewusst machen, uns aber auch auffordern uns ihr vorsichtig und in kleinen Schritten anzunähern.

 


Neumond am 17. April um 13h51 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April findet Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt noch bis Ende Juni 2026 im Zeichen Krebs. 

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Neubeginn mit Widder, Stier und Zwillinge

 

Ehe wir beginnen noch ein kurzer Rückblick in die letzte Phase eines Zyklus‘. In ihr tauchen wir immer tiefer in die Leere ein. In diesem Träumerfeld entwickelt sich ohne unser aktives Zutun bereits etwas Neues. Wir können es noch nicht benennen, es hat noch keine Gestalt, aber es ist bereits spürbar wenn wir ganz ruhig und bei uns sind.

Und dann kommt der Moment des Umschwungs:

Der neue Zyklus beginnt mit einem Impuls, dem Wissen, dass es jetzt an der Zeit ist, „etwas“ in die Welt zu bringen. Eine Entscheidung ist fällig und wir wählen aus dem Feld der vielen Möglichkeiten eine aus. Wir richten unsere gesamte Energie auf dieses neue Projekt, ohne zu wissen, was die Zukunft bringt. Dabei unterstützt uns die kardinale Widder-Energie mit Fokussiertheit, Pioniergeist, Mut und Vertrauen in die eigene Kraft, auch wenn es hin und wieder herausfordernd wird.

In der nächsten Phase beobachten wir, was sich da zu manifestieren beginnt. Was möchte hier heranwachsen und was braucht es dazu? Wie setzen wir unsere Resssourcen ein? Mit den fixen Stier-Kräften Geduld, Ausdauer und dem Wissen, dass  es Zeit braucht, damit sich etwas verwurzeln kann, um kraftvoll und widerstandsfähig zu werden, können wir die ersten sichtbaren Formen genießen.

Mit der veränderlichen Zwillinge-Energie kommt eine gewisse Unruhe auf und mit ihr der Wunsch nach Aktivität und Beweglichkeit. Nun ist Flexibilität gefragt, denn wir tauschen und aus, informieren uns, nehmen etwas dazu, verwerfen wieder. Wenn wir das mit einer gewissen Leichtigkeit und Neutralität tun, kann sich vieles spielerisch weiter entwickeln und wir bleiben in der Freude über dieses doch noch junge Projekt.

Die ersten drei Zeichen repräsentieren Kräfte des Neubeginns und des Aufbauens, oft begleitet von einer jugendlichen Unbedarftheit, die wir später so nicht mehr finden. Noch ist alles möglich, noch dürfen wir uns, unsere Wünsche und unsere Ideen in den Vordergrund stellen.

Das letzte Zeichen eines jeden Quadranten ist ein veränderliches. Es bringt ein In-Frage-stellen mit sich, oft Zweifel aber auch Anpassungsfähigkeit an die Gegebenheiten, je nachdem was gefragt ist.  Diese Qualität dient der weiteren Entwicklung, denn mit ihrer Hilfe können wir justieren wenn es erforderlich ist und so die Zeichen für den nächsten Quadranten setzen.

 

 

Der Sternenhimmel im März

Die drei schnell laufenden Planeten Merkur, Venus und Mars stehen immer noch in Sonnennähe. Während Mars  und Merkur weiterhin für uns unsichtbar bleibe, entfernt sich Venus weit genug, und ist kurz nach Sonnenuntergang am westlichen Abendhimmel zu sehen.

Jupiter in den Zwillingen ist im Februar der Planet, den wir am längsten in seinem Lauf beobachten können, während Saturn am Anfang der Fische von der Sonne überholt und von ihr überstrahlt wird.

Zwischen dem 25. und 27. passiert der Halbmond Jupiter, am 20. die noch sehr schwache Mondsichel die Venus.

 

Der Sternenhimmel am 04. März um 18h30 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 25. März um 20h00 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends März

 

Die Schnellläufer, Monde und Aktuelles: 

Saturn und Neptun sind nun nach fast zwei Jahren des Pendelns endgültig im Widder-Zeichen angekommen. Mit den Mondknoten auf der Jungfrau-Widder-Achse, dem rückläufigen Merkur in den Fischen und im März auch dem Voll- und Neumond kann es gut sein, dass wir immer noch mit Themen aus den beiden letzten Jahren, die das Fische-Zeichen betreffen, beschäftigt sind. Die Langsamläufer

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Die totale Mondfinsternis am 03. März um 12h33 MEZ steht auf 12°52‘ der Jungfrau-Fische-Achse mit vier persönlichen Planeten in den Fischen. Leider können wir sie in unseren Breitengraden nicht beobachten, denn das Maximum der Finsternis wird bereits gegen 14h30 erreicht. Eventuell können wir zum Mondaufgang um ca. 18h noch einen rötlichen Schimmer erahnen.

Die Herausforderung dieser Vollmond-Achse ist es, die sensitive, empfindsame und phantasievolle Seite der Fische-Energie in Einklang zu bringen mit der pragmatischen, realitätsbezogenen Energie des Jungfrau-Zeichens, die unter anderem ein feines Gespür dafür hat, was schädlich und was förderlich ist. Wenn wir diese Energie nutzen, um immer wieder auf Neue herauszufinden, was unserem System guttut und es lebendig hält, ohne es zu überfordern, können wir gut mit der Offenheit des Fische-Zeichens umgehen. Da die Betonung auf der Fische-Seite liegt, wird es Aufmerksamkeit brauchen, um immer wieder das Gleichgewicht zu finden. Dabei helfen erdende Rituale ebenso wie ein Bewusstsein für den Körper und seine Befindlichkeiten.

 

Totale Mondfinsternis am 03. März um 12h33 MEZ in München

 

Der Neumond vom 19. März um 02h23 MEZ steht auf 28°27‘ und weist ebenfalls eine Fische-Ballung auf.

Die Fische-Energie macht uns sensitiv und empfindsam, eventuell auch empfindlich, und es kann gut sein, dass wir die Alltagsanforderungen als besonders anstrengend empfinden. Auch kann es sein, dass uns in diesen Tagen Streit und Missgunst nähergehen als sonst. Zusammen mit der Neumond-Energie wird das Bedürfnis nach Ruhe und Stille erhöht sein. Hilfreich ist es, sich in den Tagen rund um den Neumond vor negativen Energien aller Art so weit wie möglich fernzuhalten und sich immer wieder kleine geschützte Oasen zu schaffen, in denen wir auftanken können. Die Art und Weise, wie dies geschehen kann, hängt ganz vom eigenen Temperament und der Konstitution ab. Beziehen wir das gegenüberliegende Zeichen Jungfrau mit ein, helfen uns kleine alltagstaugliche und erdende Rituale.

 

Neumond am 19. März um 02h23 MEZ in München

 

 

Am 26. Februar begann Merkur auf 22°34‘ Fische seinen Rückläufigkeitszyklus. Er ändert am 20. März auf 8°29`wieder die Richtung und erreicht seinen Ausgangspunkt am 09. April.

Die Phase der Rückläufigkeit ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur finden wir das Thema Kommunikation in allen Facetten, dazu zählen auch Handel, Verkehr, Verträge, Absprachen etc.

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, so dass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März 2025 zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai 2025 zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgt ihm am 14. Februar. Am 20. Februar findet die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli 2025 fand Uranus´ erster Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende. Er pendelt noch bis April 2026 zwischen den beiden Zeichen.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.
Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen.
Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein. Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.
In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.
Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt noch bis Ende Juni 2026 im Zeichen Krebs. 

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer