Jahrestrends 2017

Für die himmlischen Konstellationen gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten. Sie sind nicht für jeden gleichermaßen spürbar. Das liegt unter anderem an den individuellen Faktoren, die im eigenen Horoskop angesprochen sind, an den gegenwärtigen Lebensumständen des Einzelnen sowie an seinen Erfahrungen und Anschauungen. Wenn eigene Horoskopfaktoren in Resonanz mit Mundanthemen stehen, fühlen wir uns als Individuum aufgerufen, in irgendeiner Form an der Gestaltung mitzuarbeiten. Ansonsten erleben wir die Auswirkungen oft über Personen in unserem Umfeld oder über gesellschaftliche Strömungen.

Aber für alle Menschen ist auf die eine oder andere Art eine allgemeine Stimmung spürbar, eine des Ab- oder Aufbruchs, des Festhaltens oder des Wandelns, der Unsicherheit oder der Euphorie, je nach Temperament, persönlicher Einstellung und momentaner Lebenssituation.

Die folgenden Auslegungen sind als Anregung gedacht, um einen konstruktiven Umgang mit der Zeitqualität zu finden.

Im Jahr 2016 standen überwiegend die Ausläufer des Pluto-Uranus-Quadrats und das Saturn-Neptun-Quadrat im Fokus. Da mit Abschluss eines Zyklus der Prozess nicht abgeschlossen ist, sondern sich weiterbewegt, ist es oft erst nach der akuten Phase möglich, die Herausforderungen neutral zu betrachten und in der Reflektion die dahinter stehenden Themen herauszufiltern und zu bearbeiten.

Dass das Pluto-Uranus-Quadrat noch nicht vollkommen abgeschlossen ist, zeigt sich durch die Auslösung der beiden einzelnen Planeten durch Jupiter. Besonders Menschen mit Horoskopfaktoren in der zweiten Hälfte der kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) können hier aufgefordert sein, die Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Die Themen des Saturn-Neptun-Quadrats, das in der Mitte des Jahres 2016 ausgelöst war, findet Analogien durch das nun folgende Quadrat von Saturn zu Chiron in den Fischen.

Diese drei Konstellationen (Jupiter Quadrat Pluto, Jupiter Opposition Uranus und Saturn Quadrat Chiron) waren bereits zum Ende des Jahres 2016 ein erstes Mal exakt und werden den Großteil des Jahres Jahr 2017 im Fokus stehen.

 

01. Januar 2017 – 00h00 in München

 

Das Horoskop vom Neujahrstag um 0.00 Uhr zeigt deutlich zwei der Spannungsherde, die uns 2017 begleiten werden: Es sind die Opposition von Jupiter in der Waage zu Uranus im Widder und das Quadrat von Saturn im Schützen zu Chiron in den Fischen.

Interessant ist, dass die beiden Aspekte über ein Trigon von Saturn zu Uranus miteinander verbunden sind. Es ist zu überlegen, ob dieser harmonische Aspekt zur Entspannung beitragen kann. Saturn und Uranus gelten gemeinhin als Antagonisten, herrschen aber beide über das fixe Zeichen Wassermann. Ihre Verbindung kann viele Ausdrucksformen finden, und ich möchte zur Anregung nur einige nennen. Wird sie konstruktiv gelebt, können gesellschaftliche Normen und Traditionen, die nur noch der Form halber bestehen, ihre inhaltliche Ebene aber verloren haben, neu gestaltet werden. Ebenso kann eine Offenheit entstehen, in der jeder Mensch als Individuum anerkannt wird und seinen Platz in der Gemeinschaft erhält. Regeln und Gesetze können neu definiert werden, mit der Folge, dass das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen in den Vordergrund gestellt wird. Ganz allgemein geht es darum, das rechte Maß zu finden zwischen Neu und Alt, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Fortschritt und Tradition, zwischen Freiheit und Verantwortung und zwischen Realität und Möglichkeit.

Das würde bedeuten, dass wir in diesem Jahr Hilfestellung bei der Bewältigung von Herausforderungen erhalten, wenn wir es schaffen, diese beiden so unterschiedlichen Qualitäten immer wieder in die Balance zu bringen und aus dieser Position heraus unser Leben zu gestalten und in der Welt zu agieren.

 

Jahresthemen 2017

 

Jupiter Quadrat Pluto           
  25. November 2016              15°46‘ Waage/Steinbock
                                                                   30. März 2017                       19°17‘ Waage/Steinbock
                                                                       04. August 2017                    17°31‘ Waage/Steinbock

Jupiter, in der griechischen Mythologie auch als Zeus bekannt, ist der allmächtige Herrscher über Himmel und Erde. Er vereint Wachstumskraft und Expansionsfähigkeit und strebt stets nach Höherem sowohl im geistigen als auch im weltlichen Sinn. Für ihn existieren keine Grenzen, was mitunter zu Maßlosigkeit und Überhöhung führen kann. Seinem Weitblick fehlt es oft an Realitätssinn. Sein großes Potenzial liegt in der Fähigkeit, Dinge in einem übergeordneten Zusammenhang zu sehen, dem Leben einen Sinn zu geben und die Hoffnung auch in schwierigen Situationen nicht zu verlieren. Jupiters Gerechtigkeitssinn orientiert sich nicht an Gesetzen, sondern an seiner eigenen Ethik. Als Prediger kann er sowohl Heil bringen als auch verführen. In seiner reifen Form wird er als Mentor und Lehrer sein Wissen, vielleicht sogar seine Weisheit, gerne weitergeben und andere unterstützen.

Pluto steht für die Kraft der Regeneration und Erneuerung.
Er fordert die Auseinandersetzung mit Themen, die wir bisher vermieden oder erfolgreich vertuscht haben. Er verlangt Ehrlichkeit uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber sowie das Hinterfragen der tieferen Motivationen und Absichten. Unter seinem Einfluss wird es immer schwieriger, Halbwahrheiten und faule Kompromisse aufrechtzuerhalten.
Im Zeichen Steinbock bestärkt er uns, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für unser Wirken oder auch Nichtwirken zu übernehmen, statt Feindbilder im Außen zu suchen. Dabei steht unser Einsatz für die Gesellschaft im Vordergrund. Pluto lenkt unseren Blick auf das Wesentliche und darauf, was wirklich wichtig für uns ist, unabhängig von Status und Äußerlichkeiten. Er wirkt dem „Alles ist möglich“ entgegen, indem er uns ermutigt, uns auf das zu beschränken, was in der Substanz wertvoll ist, damit es sich in sinnvollen Grenzen weiterentwickeln kann. Seine transformierende Kraft lässt den fruchtbaren Kern leben, damit etwas Neues daraus entstehen kann.
Pluto steht für das Thema Macht in all seinen Facetten. Der oft negativ besetzte Terminus Macht als egozentrischer Machtanspruch, Machtmissbrauch, Schaffen von Abhängigkeiten, Intrigen, Manipulation, Korruption, Fanatismus wird dabei hinterfragt. Wir haben die Möglichkeit, neue Ausdrucksformen für diese Kraft zu entdecken. Zum Beispiel: Macht im Sinne von Können, Fähigkeit, Vermögen, etwas zu bewirken oder zu beeinflussen, und Mut, diese Macht auch mit allen Konsequenzen einzusetzen.

Die negative Manifestation dieser Planetenkombination beinhaltet die Gefahr von Allmachtsfantasien, Machtmissbrauch aufgrund von gesellschaftlichen Positionen, Fanatismus in Bezug auf Religionsgemeinschaften und eine starke Faszination für Führungspersonen, die ihre Macht offen demonstrieren. Dabei kann der Schutz der Gesellschaft mit ihren Regeln, Normen und Werten als Entschuldigung für skrupelloses Verhalten dienen. Im positiven Fall kann die Integrität einzelner, charismatischer Persönlichkeiten eine Gemeinschaft zum Umdenken bewegen und zu verantwortungsbewusstem Wirken animieren.
Im persönlichen Bereich wird Ehrlichkeit immer wichtiger, um unsere eigene Ethik zu entwickeln und ihr zu folgen.

Die Zeichen Waage/Steinbock stehen für Fairness, Ausgewogenheit, Rücksichtnahme, ausgleichende Gerechtigkeit, Anerkennung der Grenzen des Möglichen und Machbaren und Verantwortungsbereitschaft im Rahmen einer Gemeinschaft.

 

Jupiter Opposition Uranus
          26. Dezember 2016     20°33‘ Waage/Widder
                                                                                03. März 2017            22°11‘ Waage/Widder
                                                                                  28. September 2017    27°22‘ Waage/Widder

Uranus ist der Planet des Fortschritts, der Unabhängigkeit und der Revolution.
Im März 2011 wanderte er endgültig in das Widderzeichen und unterstützt uns seither, mutig neue Wege zu gehen, Ballast, den wir nicht mehr brauchen, hinter uns zu lassen, nötige Reformen auf den Weg und neue Technologien zum Einsatz zu bringen, um die Ressourcen der Erde effizienter – nicht im Sinne von Ausbeutung – nutzen zu können und damit die globalen Lebensbedingungen zu verbessern.
Uranus erkennt keine Autorität an, ist aber auch nicht immer bereit, Verantwortung zu übernehmen. Seine Schattenseite ist die Individualisierung bis ins Extreme. Dann fokussiert sich der Blick nur noch auf die Interessen des Einzelnen, wobei die Einbindung in ein System oder eine Gesellschaft aus den Augen verloren wird. Auch die Widderenergie ist nach vorne gerichtet, stärkt den Mut, bringt aber auch Rücksichtslosigkeit und Egoansprüche hervor.

Gemeinsam ist Jupiter und Uranus, dass sie keine Grenzen anerkennen und von der Einstellung geprägt sind, dass alles möglich sei. Positiv gesehen kann dies zur Veränderung unter anderem von gesellschaftlichen Normen führen. In der Opposition kann es gut sein, dass individuelle und gesellschaftliche Belange im Widerspruch stehen. Jupiters Neigung zur Übertreibung kann in diesem Fall zu Spaltung und Separation führen oder zu spontanen und unberechenbaren Abbrüchen. Generell ist es eine sehr energetische Begegnung zweier Planetenprinzipien und es wird nicht immer leicht sein, das rechte Maß zu finden.

Hilfreich für den Einzelnen kann es in den Zeiten der Aktivierung sein, sich immer wieder zu erden, die Gedanken zu sortieren und zu disziplinieren und umsichtig zu handeln.

Der Widder-Waage-Konflikt ist kurz und prägnant: „Ich oder die anderen“.

Alte, tiefsitzende Ängste des „Nicht-Wahrgenommen-Werdens“ und ein daraus resultierendes Gefühl des „Zukurzkommens“ das zu ungesundem Egoismus und aggressivem Verhalten aus einer vermeintlichen Notwendigkeit des Selbstschutzes führt, können erkannt werden.

Wenn wir die positiven Ausdruckformen der Widderenergie, nämlich den Mut, Neues auszuprobieren, und die ausgleichende Energie des Waagezeichens nutzen lernen, kann das Gegenüber vom Feind zum Freund werden, auf den wir uns beherzt einlassen.

Der neue Leitsatz kann dann lauten: „Ich und die anderen“.

 

Saturn Quadrat Chiron  
29. Dezember 2016                  20°33‘ Schütze/Fische
03. März 2017                             22°11‘ Schütze/Fische
28. September 2017                  27°22‘ Schütze/Fische

Saturn war in der griechischen Mythologie der Gott Chronos. Er wurde von seinem Sohn Zeus/Jupiter entmachtet und auf die Insel der Seligen verbannt. Danach wird seine Regentschaft als das goldene Zeitalter beschrieben, eine Ära, in der alles im rechten Maß vorhanden war.
Positiv gesehen steht er für Formgebung, Struktur, Verantwortungsbereitschaft, Realitätssinn, Disziplin und Kontrolle sowie die Fähigkeit, das Erdenleben sinnvoll zu gestalten.
In seiner negativen Form neigt er zur Strenge und Unerbittlichkeit und dazu, die mühsamen, leistungsorientierten und mangelhaften Faktoren des Lebens hervorzuheben.
Saturn stellt in seiner Funktion als Herr der Zeit Belange jeglicher Art auf den Prüfstand. Er kontrolliert, ob sie noch aktuell und im Innersten tragfähig sind oder ob sie nur die Form wahren.
Saturns Potenzial ist seine Beschränkung auf das Wesentliche, die er von uns auch immer wieder einfordert.

Der Kentaur Chiron ist in der griechischen Mythologie Lehrer der Helden und ein großer Heiler. Er trägt viele Ambivalenzen in sich: seine Gestalt – halb Mensch, halb Pferd – , verstoßen von der Mutter, angenommen und erzogen von Apoll, dem Gott der Weisheit und der schönen Künste, ein Heiler, der seine eigene Wunde nicht heilen kann, ein Halbgott, der sich opfert und dafür Sterblichkeit erlangt, um von seinem Leiden erlöst zu werden und nach seinem Tod als Sternbild am Himmel wieder Unsterblichkeit erlangt. Er fungiert als Brückenbauer zwischen den irdischen und den kosmischen Welten.
Chiron steht für die Widersprüchlichkeiten in uns und für einen daraus resultierenden Schmerz, den wir nicht definieren können und auch nicht offen zeigen. Gleichzeitig repräsentiert er unser heilendes Potenzial. Jeder von uns trägt diese Kraft in sich. Wir spüren sie durch eine große Empfindsamkeit und Sensitivität, die wir nicht aus unserer Biografie oder den realen Lebensumständen erklären können. Im Laufe unseres Lebens lernen wir, damit immer besser umzugehen und uns in Situationen, die uns heikel erscheinen, zu schützen, anstatt sie zu vermeiden und damit dem Leben aus dem Weg zu gehen.

Saturn als Hüter der Schwelle zu den geistigen Planeten und Chiron der Brückenbauer zwischen der irdischen und der kosmischen Welt können uns bewusst machen, wie erdgebunden wir sind. Dies kann mit Frustration und Schmerz verbunden sein. Sehnen wir uns doch in den Zeichen Schütze und Fische nach Großzügigkeit, Fülle und Wohlstand ebenso wie nach Erlösung, Frieden und Heilwerdung. Dabei wird uns durch das Zusammenspiel der beiden Planeten immer wieder vor Augen geführt, dass wir diesen paradiesischen Zustand in unserer Welt nicht dauerhaft erreichen können. Wir sind aufgefordert, unser Erdenleben zu akzeptieren und unser Glück im Alltäglichen zu suchen. Wir können es finden, wenn wir unser Augenmerk auf die uns umgebende Fülle und nicht nur auf die Einschränkungen richten. Wenn wir uns auf die natürlichen Geschenke konzentrieren, die wir oft übersehen, wie zum Beispiel einen stillen Moment der Freude über die Schönheit der Natur, ein Lächeln, eine Geste der Zuwendung und die Anbindung, die wir erfahren, wenn wir achtsam sind auf die Zeichen, die uns geschenkt werden, können wir tröstende und aufbauende Glücksmomente erfahren.

 

Saturn im Zeichen Schütze               
23. Dezember 2014 – 14. Juni 2015
                                                                                  18. September 2015 – 20. Dezember 2017

Im Zeichen Skorpion lag der Fokus überwiegend auf persönlichen und gesellschaftlichen Machtthemen und Integrität. Mit diesen Erfahrungen und Erkenntnissen sind wir im September 2015 in die nächste annähernd drei Jahre dauernde Etappe des Saturn-Zyklus gegangen.

Mit Saturn im Schützezeichen werden unsere Glaubenssätze und unsere ethischen Werte beleuchtet. Wir müssen uns fragen, ob wir unserer inneren Einstellung gemäß handeln oder uns an alten gesellschaftlichen Vorstellungen orientieren, die längst überholt sind.
Die höhere Bildung gehört ebenfalls in die Domäne des Schützen und signalisiert eine gute Zeit, die Bildungssysteme zu überprüfen und zu reformieren. Dazu gehört nicht nur die äußere Form, sondern insbesondere die Inhalte.
Da Saturn in seinen negativen Auswirkungen rigide und rückwärtsgewandt sein kann und das Schützezeichen u.a. für Religionen steht, ist die Gefahr groß, dass die schon vor Jahren begonnenen Glaubenskriege mit Vehemenz weitergeführt werden. Einem ähnlichen Prozess dürften die Ausländerpolitik und das Verhalten gegenüber anderen Kulturen und ethischen Werten unterliegen. Es wird sich im Laufe der nächsten Jahre herausstellen, ob autoritäres Verhalten oder wahre Autorität basierend auf Integrität gewinnen wird.
Wenn wir uns den oben beschriebenen Prozess der gesellschaftlichen Umstrukturierung vor Augen halten, sind wir als Individuum stark gefordert, unsere eigene Einstellung zu überprüfen und unser Verhalten dementsprechend auszurichten. Die Verantwortungsbereitschaft oder auch Einsatzbereitschaft eines jeden Einzelnen – im Rahmen seiner Möglichkeiten – sind dabei gefragt.
Unter Saturn im Schützen können großspurige Projekte, denen die Basis fehlt, scheitern, leere prahlerische Versprechen aufgedeckt und übersteigerte Erwartungen enttäuscht werden. Höhenflüge sind unter dieser Konstellation nicht begünstigt, aber gut durchdachte Konzepte, die nicht ausschließlich einem egoistischen Hintergrund, sondern auch einem gemeinschaftlichen Nutzen dienen, profitieren sehr wohl. Dabei zahlen sich eine klare Ausrichtung, Weitsicht und Realitätssinn aus.

 

Saturn im Zeichen Steinbock          
20. Dezember 2017 – 22. März 2020
                                                                                02. Juli 2020  – 17. Dezember 2020

Am 20. Dezember wechselt Saturn ins Steinbockzeichen und bleibt bis Ende 2020 mit einem kurzen Intermezzo in seinem eigenen Zeichen und damit in einer starken Position.
Die Ausdrucksform dieser Konstellation, hängt davon ab, ob es uns gelingt, den oft rigiden saturnalen Ausdrucksformen eine neue Form zu geben.
Saturn wird oft als Ordnungshüter einer Gesellschaft dargestellt. Da unsere Gesellschaft patriarchal ausgerichtet ist, vertritt er auch bevorzugt patriarchale Werte und zeigt sich oft in einer übertriebenen Strenge, nicht hinterfragter Gesetzestreue und übermäßiger Leistungsorientiertheit. Dabei wird die Eigenverantwortung oft den gesellschaftlichen Erwartungen unterworfen.
Saturn herrscht aber im Steinbock über ein weibliches Zeichen. Vielleicht ist es an der Zeit, die saturnalen Ausdrucksformen ein Stück zu erweitern. Dann können seine Potenziale wie die Fähigkeit, Struktur und Halt zu geben, Realitätssinn, Ausdauer und Eigenverantwortung an Kraft gewinnen.
Dabei werden wir uns immer wieder Fragen stellen wie zum Beispiel: Was ist uns wichtig und wertvoll? Welches Maß tut uns gut? An welchen Werten orientieren wir uns? Wo halten wir an Altem fest, ohne es zu hinterfragen? Wo kasteien wir uns unnötig? Wo übernehmen wir (ungefragt) Verantwortung oder weigern uns, es zu tun? Können wir das, was uns zur Verfügung steht, genießen?
Das Ziel ist eine Gesellschaft mit verantwortungsbewussten Mitgliedern, in der jeder sein ureigenes „Vermögen“ in allen Formen einbringen darf und damit zu seinem eigenen und zum Wohl und Wachstum der ganzen Gemeinschaft beiträgt.

 

Jupiter im Zeichen Waage
                 09. September 2016 – 10. Oktober 2017

Im Zeichen Waage werden Harmonie, Schönheit, Beziehungen und Friedfertigkeit wichtig. Die Balance in allen Lebensbereichen wird uns ein Anliegen. Das zeigt sich für den Einzelnen sehr unterschiedlich, je nachdem, auf welchen Gebieten ein Ungleichgewicht herrscht.
Als Gesellschaftsplanet wird Jupiter den Fokus auf ein ausgeglichenes und gerechtes Miteinander legen. Die Waage-Gerechtigkeit orientiert sich weniger an Gesetzen, sondern möchte, dass Ausgewogenheit vorherrscht und alle „Parteien“ gleichermaßen gehört und beachtet werden.

 

Jupiter im Zeichen Skorpion          
10. Oktober 2017 – 08. November 2018

Das Skorpionzeichen bringt uns in Kontakt mit Leidenschaftlichkeit, Ehrlichkeit, Verbindlichkeit, Mut zu Integrität, Machtthemen in allen Facetten und einem detektivischen Gespür für Unwahrheiten und Heimlichkeiten.
Innerhalb einer Gesellschaft können diese Faktoren sowohl zum Aufdecken von Intrigen dienen als auch als Machtanspruch per se definiert werden. Fanatismus, Dogmatismus und Selbstherrlichkeit sind Gefahren, denen wir unter dieser Konstellation sehr aufmerksam begegnen müssen.

 

Rückläufigkeiten:

Rückläufigkeit eines Planeten entsteht dann, wenn die Erde auf ihrer elliptischen Kreisbahn schneller als ein anderer Planet ist und diesen überholt. Dann scheint sich dieser Planet von der Erde aus gesehen rückwärts zu bewegen.

Es ist eine gute Zeit, um innezuhalten und den bisher zurückgelegten Weg noch einmal – rückwärts – zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.
Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Dennoch gibt sie uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Rückläufiger Merkur
                            19. Dezember 2016 – 07. Januar 2017
                                                                                  10. April – 03. Mai 2017
                                                                                  13. August – 05. September 2017
                                                                                  03. Dezember – 23. Dezember 2017

Merkur ist der Planet der Kommunikation, des Wissens, des Handels und des Verkehrs.

Da es während seiner Rückläufigkeit häufig zu Missverständnissen kommt, ist es ratsam, immer wieder nachzufragen, ob wir richtig verstanden wurden.

Die Rückläufigkeit richtet den Fokus in die Vergangenheit. Es ist daher nicht zweckmäßig, große Schritte nach vorne zu machen, wie zum Beispiel Verträge abzuschließen und Verhandlungen zu forcieren, sondern nach Möglichkeit die jeweilige Sache nochmals zu überprüfen und von verschiedenen Seiten Informationen einzuholen. Manchmal lassen sich Abschlüsse, Ein- oder Verkäufe nicht vermeiden. Dann kann es hilfreich sein, sie zusätzlich von einer unabhängigen Person begutachten zu lassen.

Nicht alle Menschen gehen in gleicher Weise mit dem rückläufigen Merkur in Resonanz. Personen mit rückläufigem Merkur im Geburtshoroskop kennen die Themen, deshalb sind die Auswirkungen der Rückläufigkeit für sie oft nicht so spürbar oder im Gegenteil sogar förderlich.

Sensibel für den rückläufigen Merkur sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten
im Januar zwischen 27° Schütze und 6° Steinbock,
im April/Mai zwischen 23° Widder und 6° Stier,
im August/September zwischen 27° Löwe und 13° Jungfrau,
im Dezember zwischen 11° und 30°Schütze.

Rückläufige Venus                                  
04. März – 15. April 2017

Der gleichmäßige Zyklus der rückläufigen Venus (er verschiebt sich im 8-Jahresrhythmus um 2°) gibt uns immer wieder Gelegenheit, gleiche Themen (Häuser oder Planeten) zu betrachten.

Überprüft werden zum einen Beziehungen und Freundschaften in all ihren Facetten:

Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um und wie lasse ich mich behandeln?
Wie wertvoll erachte ich mich im Vergleich zu anderen?
Was erwarte ich von einer Freundschaft und wie viel bin ich bereit zu geben?
Nehme ich den anderen in seiner Eigenart wahr oder so, wie ich ihn mir wünsche?
Kann ich faire Kompromisse schließen?

Oft werden wir in dieser Zeit mit Altlasten oder Wunschdenken aus vergangenen Beziehungen konfrontiert und können in der Rückschau herausfinden, wie für uns eine ideale Beziehung/Freundschaft in der Zukunft aussehen kann.

Das zweite große Thema berührt unsere Talente und Ressourcen mit den Fragen:

Wie behandle ich meinen Körper? Pflege ich ihn, treibe ich Raubbau, höre ich auf seine Signale?
Wie ist mein Umgang mit Geld und materiellen wie ideellen Werten?
Kenne ich meine Talente, schätze ich sie und gebe ich ihnen genügend Raum, in dem sie sich entfalten können?

Ein weiteres Venusthema beinhaltet Genussfähigkeit und Lebensfreude.

Was bedeutet für mich Sinnesfreude und Lust, erlaube ich mir die Annehmlichkeiten des Lebens?
Wie wichtig sind für mich Schönheit, Kunst und kreativer Selbstausdruck?
Was macht mir wirklich Freude?
Sorge ich für mein eigenes Wohl oder erwarte ich es von anderen?

Dieser Rückläufigkeitszyklus findet in den Zeichen Widder und Fische statt und bezieht die oben gelisteten Fragen unter anderem auf die Themen bedingungslose Liebe, Frieden, Illusionen, Opferbereitschaft, Empfindsamkeit, Einfühlungsvermögen, Abgrenzungsschwierigkeiten versus Eigensinn, Mut zur eigenen Stärke und Widerstand.

Sensibel für die rückläufige Venus sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten zwischen 26° Fische und 14° Widder

Finsternisse

In früheren Kulturen wurden Finsternisse negativ gedeutet.

Mondfinsternisse bedeuteten schlechte Zeiten für das Volk (Mond = Volk), Sonnenfinsternisse waren schlecht für die Herrscher (Sonne = Herrscher), da der zuständige Himmelskörper verdunkelt wurde.

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond (Emotionen, Unbewusstes, Vergangenheit) zeitweise die Sonne (Bewusstsein, Lebensziel, Gegenwart). Wer schon einmal eine totale Sonnenfinsternis beobachtet hat, kann bezeugen, wie sich das bewusste Leben für kurze Zeit verändert und die Emotionen in den Vordergrund treten. Einhergehen Ergriffenheit, Faszination und Befangenheit. Gefühle, die mit unserem Verstand nichts zu tun haben, trotz des Wissens um die astronomischen Gegebenheiten.

Heutzutage ist die Interpretation objektiver.

Da eine Sonnenfinsternis immer zu Neumond stattfindet, steht seine Anfangsenergie im Vordergrund. Es ist nicht nur – wie bei jedem Neumond – eine gute Zeit, Neues zu beginnen, sondern eine Art Aufforderung des Kosmos, die Energie positiv zu nutzen, um altes, nicht mehr passendes Verhalten zu ändern.

Bei Mondfinsternissen wird der Bewusstwerdungsprozess des Vollmondes für eine Weile unterbrochen. Dadurch können die entsprechenden Mondthemen stark in den Vordergrund treten.

Die Finsternisse werden in den jeweiligen Monatstrends im Zusammenhang mit den aktuellen Konstellationen ausführlicher beschrieben.

11. Februar 2017 – 01h43 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 22°30‘ Löwe-Wassermann

Die Löwe-Wassermann-Energie animiert uns, Wege zu finden, wie wir die Geistesebene und Inspiration des Wassermanns mit der Herzlichkeit und Wärme des Löwen für eigene und übergeordnete Ziele einsetzen können. Im besten Fall finden wir eine Balance zwischen Egoansprüchen und Allgemeinwohl. Der absteigende Mondknoten in den Fischen in Konjunktion mit Neptun läutet thematisch schon die folgende Sonnenfinsternis ein.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 12° – 30° in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann)

 

26. Februar 2017 – 15h53 MEZ – ringförmige Sonnenfinsternis auf 08°10 Fische
am absteigenden Mondknoten, in Konjunktion mit Neptun und Merkur.

Sichtbar ist sie in den Meeresgebieten des südlichen Pazifiks und Atlantiks, in Patagonien und in ihrem Endstadium in Teilen Angolas.

Die Fische-Qualität umfasst die Auseinandersetzung mit dem Irrealen, dem Numinosen, dem Unsichtbaren, dem Nicht-Erklärbaren, den kollektiven Energien und den Anderswelten. Wir sind unter dieser Qualität sehr empfindsam und unsere Wahrnehmung ist sensibilisiert.

Dies wird von den an der Finsternis beteiligten Planeten noch verstärkt.

Die zu stellenden Fragen könnten lauten: Wie haben wir bisher auf diese Empfänglichkeit reagiert? Sind wir Opfer der verschiedenen Reize? Wie gehen wir mit der Sehnsucht nach Verbundenheit und Frieden um? Was brauchen wir, um unsere Form von Spiritualität im Alltag leben zu können? Wie gut sind wir im Hier und Jetzt verankert und können von dieser Basis aus mit den neptunischen Kräften zusammenarbeiten?

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 0° – 18° in veränderlichen Zeichen (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

07. August 2017 – 20h20 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 15°30 Löwe/Wassermann
mit Mars an der Sonne am aufsteigenden Mondknoten.

Diese Mondfinsternis greift die Themen der Finsternis vom Februar wieder auf. Durch die Beteiligung des Löwe-Mars am aufsteigenden Mondknoten liegt die Aufmerksamkeit nun vermehrt darauf, unserer Gestaltungskraft Ausdruck zu verleihen, dem Thema der folgenden Sonnenfinsternis.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 5° – 25° fix (Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann) sowie 20° veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

21. August 2017 – 20h2506 MEZ – totale Sonnenfinsternis auf 28°50 Löwe
am aufsteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Mars und einem exakten Trigon von Uranus zum Finsternispunkt und Saturn zum Mondknoten.

Sichtbar ist sie in den USA in den Bundesstaaten Oregon, Idaho, Wyoming, Nebraska, Kansas, Missouri, Illinois, Kentucky, Tennessee, North Carolina, Georgia, South Carolina und auf den Kapverden.

Diese Finsternis steht ganz im Zeichen der Löweenergie. Die in einem harmonischen Aspekt beteiligten Energien von Saturn und Uranus können dazu genutzt werden, den kraftvollen Ausdruck dieser Konstellation nicht in überzogene Egoansprüche und selbstherrliche Arroganz abgleiten zu lassen, sondern sich bewusst zu werden, wie viel sich mit Kreativität und schöpferischem Potenzial für eigene und übergeordnete Ziele verwirklichen lässt.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 18° – 30° fix (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann) und 0°- 8° veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

© Jutta Stemmer

 

 

Merken

Der Sternenhimmel im März

Die drei schnell laufenden Planeten Merkur, Venus und Mars stehen immer noch in Sonnennähe. Während Mars  und Merkur weiterhin für uns unsichtbar bleibe, entfernt sich Venus weit genug, und ist kurz nach Sonnenuntergang am westlichen Abendhimmel zu sehen.

Jupiter in den Zwillingen ist im Februar der Planet, den wir am längsten in seinem Lauf beobachten können, während Saturn am Anfang der Fische von der Sonne überholt und von ihr überstrahlt wird.

Zwischen dem 25. und 27. passiert der Halbmond Jupiter, am 20. die noch sehr schwache Mondsichel die Venus.

 

Der Sternenhimmel am 04. März um 18h30 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 25. März um 20h00 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends März

 

Die Schnellläufer, Monde und Aktuelles: 

Saturn und Neptun sind nun nach fast zwei Jahren des Pendelns endgültig im Widder-Zeichen angekommen. Mit den Mondknoten auf der Jungfrau-Widder-Achse, dem rückläufigen Merkur in den Fischen und im März auch dem Voll- und Neumond kann es gut sein, dass wir immer noch mit Themen aus den beiden letzten Jahren, die das Fische-Zeichen betreffen, beschäftigt sind. Die Langsamläufer

.

Die totale Mondfinsternis am 03. März um 12h33 MEZ steht auf 12°52‘ der Jungfrau-Fische-Achse mit vier persönlichen Planeten in den Fischen. Leider können wir sie in unseren Breitengraden nicht beobachten, denn das Maximum der Finsternis wird bereits gegen 14h30 erreicht. Eventuell können wir zum Mondaufgang um ca. 18h noch einen rötlichen Schimmer erahnen.

Die Herausforderung dieser Vollmond-Achse ist es, die sensitive, empfindsame und phantasievolle Seite der Fische-Energie in Einklang zu bringen mit der pragmatischen, realitätsbezogenen Energie des Jungfrau-Zeichens, die unter anderem ein feines Gespür dafür hat, was schädlich und was förderlich ist. Wenn wir diese Energie nutzen, um immer wieder auf Neue herauszufinden, was unserem System guttut und es lebendig hält, ohne es zu überfordern, können wir gut mit der Offenheit des Fische-Zeichens umgehen. Da die Betonung auf der Fische-Seite liegt, wird es Aufmerksamkeit brauchen, um immer wieder das Gleichgewicht zu finden. Dabei helfen erdende Rituale ebenso wie ein Bewusstsein für den Körper und seine Befindlichkeiten.

 

Totale Mondfinsternis am 03. März um 12h33 MEZ in München

 

Der Neumond vom 19. März um 02h23 MEZ steht auf 28°27‘ und weist ebenfalls eine Fische-Ballung auf.

Die Fische-Energie macht uns sensitiv und empfindsam, eventuell auch empfindlich, und es kann gut sein, dass wir die Alltagsanforderungen als besonders anstrengend empfinden. Auch kann es sein, dass uns in diesen Tagen Streit und Missgunst nähergehen als sonst. Zusammen mit der Neumond-Energie wird das Bedürfnis nach Ruhe und Stille erhöht sein. Hilfreich ist es, sich in den Tagen rund um den Neumond vor negativen Energien aller Art so weit wie möglich fernzuhalten und sich immer wieder kleine geschützte Oasen zu schaffen, in denen wir auftanken können. Die Art und Weise, wie dies geschehen kann, hängt ganz vom eigenen Temperament und der Konstitution ab. Beziehen wir das gegenüberliegende Zeichen Jungfrau mit ein, helfen uns kleine alltagstaugliche und erdende Rituale.

 

Neumond am 19. März um 02h23 MEZ in München

 

 

Am 26. Februar begann Merkur auf 22°34‘ Fische seinen Rückläufigkeitszyklus. Er ändert am 20. März auf 8°29`wieder die Richtung und erreicht seinen Ausgangspunkt am 09. April.

Die Phase der Rückläufigkeit ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur finden wir das Thema Kommunikation in allen Facetten, dazu zählen auch Handel, Verkehr, Verträge, Absprachen etc.

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, so dass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März 2025 zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai 2025 zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgt ihm am 14. Februar. Am 20. Februar findet die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli 2025 fand Uranus´ erster Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende. Er pendelt noch bis April 2026 zwischen den beiden Zeichen.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.
Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen.
Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein. Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.
In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.
Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt noch bis Ende Juni 2026 im Zeichen Krebs. 

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im Februar

 

Die drei schnell laufenden Planeten Merkur, Venus und Mars stehen immer noch in Sonnennähe. Während Mars weiterhin für uns unsichtbar bleibt, entfernen sich Venus und Merkur ab Monatsmitte weit genug, und sind kurz am westlichen Abendhimmel zu sehen.

Jupiter in den Zwillingen ist im Februar der Planet, den wir am längsten in seinem Lauf beobachten können, während Saturn am Anfang des Fischezeichens sich langsam vom Nachthimmel verabschiedet.

Zwischen dem 17. und 19. passiert die schmale Mondsichel Venus, Merkur und Saturn.

 

Der Sternenhimmel am 27. Februar um 16h50 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 17. Februar um 15h45 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Februar

 

Die Schnellläufer und Monde: 

Den gesamten Monat über bilden die Schnellläufer im Wassermann ein Quadrat zu Uranus. Sowohl der Archetyp des Uranus als auch die Zeichenqualität des Wassermanns steht für die Verbindung des Individuums mit dem Kollektiv. Aus dem Wissen, dass wir als inkarnierte Seelen zwar ein Eigensein in uns tragen, aber zugleich auch mit etwas Größerem verbunden sind, leitet sich der Gedanke der Gleichwertigkeit ab. Und auch, dass wir die Verbindung zu diesen kollektiven Kräften mit unserer Individualität nähren und aus ihnen schöpfen können. Eine Vernetzung der anderen Art sozusagen.

Sowohl der Vollmond mit einer Ballung im Wassermann als auch die Sonnenfinsternis im Wassermann mit einem Quadrat zu Uranus hebt diese Energien noch weiter hervor und öffnet unser Bewusstsein oder Bewusstwerden für diese Verbindungen.

 

Der Vollmond am 01. Februar um 23h09 MEZ steht auf 13°03‘ der Löwe-Wassermann-Achse.

Die Verbindung von Löwe und Wassermann ist die des Herzens mit dem Verstand. Sie animiert uns, Wege zu finden, wie wir die Geistesebene und Inspiration des Wassermanns mit der Herzlichkeit und Wärme des Löwen für sowohl eigene als auch übergeordnete Ziele einsetzen können. Im besten Fall finden wir eine Balance zwischen Egoansprüchen und Allgemeinwohl.
Die Betonung der Wassermann-Energie verleiht der ohnehin oft schon ruhelosen Energie des Vollmondes einen zusätzlichen Energieschub und kann für Nervosität, Ungeduld und Gereiztheit sorgen. Ein gezieltes „Ableiten“ der Energie sowie das bewusste Bemühen, sich zu erden, können für Ausgleich sorgen.

 

 Vollmond am 01. Februar um 213h09 MEZ in München

 

 

Der Neumond vom 17. Februar um 13h01 MEZ steht auf 28°50‘ Wassermann und im Quadrat zu Uranus und ist gleichzeitig eine ringförmige Sonnenfinsternis am aufsteigenden Mondknoten in den Fischen mit einer Konjunktion zu Venus.

Die eingangs beschriebenen Wassermann-Themen stehen weiterhin im Vordergrund. Jetzt kommt über die Mondknoten zur mentalen Ausrichtung noch die emotionale Verbundenheit der Fische, ebenfalls ein kollektives Zeichen. Vermittlerin ist die Venus, ein Beziehungsplanet und die irdische Variante der Liebe. Wie immer gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten einer Konstellation. Eine könnte sein, dass das geistige Konstrukt der Verbundenheit auf der irdischen Ebene in unseren Beziehungen gelebt werden will. Sicher nicht immer eine leichte Aufgabe.

Die Bahn der Finsternis erstreckt sich vom südlichen Indischen Ozean über den antarktischen Kontinent. Außer zwei Forschungsstationen in der Antarktis gibt es keine menschlichen Siedlungen, die diese Finsternis beobachten können.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 24° in den fixen bis 15° in den veränderlichen Zeichen.

 

Neumond am 17. Februar um 13h01 MEZ in München

 

 

Am 26. Februar beginnt Merkur auf 22°34‘ Fische seinen Rückläufigkeitszyklus. Er ändert am 20. März auf 8°29`wieder die Richtung und erreicht seinen Ausgangspunkt am 09. April.

Die Phase der Rückläufigkeit ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur finden wir das Thema Kommunikation in allen Facetten, dazu zählen auch Handel, Verkehr, Verträge, Absprachen etc.

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März 2025 zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai 2025 zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgt ihm am 14. Februar. Am 20. Februar findet die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli 2025 fand Uranus´ erster Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende. Er pendelt noch bis April 2026 zwischen den beiden Zeichen.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.
Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt noch bis Ende Juni 2026 im Zeichen Krebs.

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Seit Mitte Februar 2025 steht Lilith im Zeichen Skorpion und wechselt am 20. Januar in das Schütze-Zeichen.

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Jahresthemen 2026

Für die himmlischen Konstellationen gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten. Sie sind nicht zu jeder Zeit für Alle gleichermaßen spürbar. Das liegt unter anderem an den individuellen Faktoren, die im eigenen Horoskop angesprochen sind, an den gegenwärtigen Lebensumständen des Einzelnen sowie an seinen Erfahrungen und Anschauungen. Wenn eigene Horoskopfaktoren in Resonanz mit Mundanthemen stehen, fühlen wir uns als Individuum aufgerufen, in irgendeiner Form an der Gestaltung mitzuarbeiten. Ansonsten erleben wir die Auswirkungen oft über Personen in unserem Umfeld oder über gesellschaftliche Strömungen.

Aber für alle Menschen ist auf die eine oder andere Art eine allgemeine Stimmung spürbar, eine des Ab- oder Aufbruchs, des Festhaltens oder des Wandelns, der Unsicherheit oder der Euphorie, je nach Temperament, persönlicher Einstellung und momentaner Lebenssituation.

Die folgenden Auslegungen sind als Anregung gedacht, um einen konstruktiven Umgang mit der Zeitqualität zu finden.

 

Da die Weichen weiterhin auf Neubeginn stehen und die Zyklen aufeinander aufbauen, möchte ich noch einmal kurz in die Rückschau gehen:

Die Jahre 2018 bis 2020 waren stark geprägt von der Energie des Steinbocks (Element Erde), mit Jupiter, Saturn, Pluto und dem rückläufigen Mondknoten in diesem Zeichen.

Sowohl Jupiter als auch Saturn haben in diesem Zeitraum einige Ausflüge ins Wassermann-Zeichen (Element Luft) unternommen, aber erst im Dezember 2020 fand der endgültige Umschwung statt. Zur Wintersonnwende, am 21. Dezember 2020, endete mit der Konjunktion von Jupiter und Saturn im Wassermann eine 200-jährige Ära der beiden Gesellschaftsplaneten im Element Erde und der Luftzyklus begann.
⇒ Jupiter und Saturn im Wassermann

Die Themen der Jupiter-Saturn-Konjunktion im Wassermann begleiteten uns das gesamte Jahr 2021 über.
Zudem machten Jupiter und Saturn Quadrate mit Uranus, dem Herrscher des Wassermann-Zeichens, die auch noch im Jahr 2022 mehrmals im 1°-Orbis waren.

Im Jahr 2022 kam die Konjunktion von Jupiter mit Neptun im Fische-Zeichen dazu. Das heißt, zu dem sich immer weiter manifestierenden Element Luft kam die Wasser-Energie und sorgte für einen Gegenpol. Denn ein Übermaß an Luft kann kalt und abweisend werden. Das Element Wasser dagegen repräsentiert die Welt der Gefühle und Emotionen, Offenheit, Sensitivität, Nähe, Empathiefähigkeit, Phantasie und Träume.

2023 war es dann Saturns Wechsel in das Fische-Zeichen, der zu einer weiteren Betonung der Wasser-Energie führte und die Frage aufwarf, wie wir als Gemeinschaft mit den Werten des Zeichens Fische umgehen. Ein Thema, das uns bis Ende Mai 2025 erhalten blieb, denn so lange hielt Saturn sich in den Fischen auf. ð Monatstrends März 2023

Auch Plutos erstmaliger Ingress in das Zeichen Wassermann fand 2023 statt, ebenso wie seine Rückkehr nach Steinbock Mitte des Jahres. Plutos Kraft ist transformatorisch. Welche Facetten der Wassermann-Energie unter seiner Herrschaft wie verändert werden wollen, wird sich zeigen. Sein Pendeln zwischen den beiden Zeichen griff den Wechsel von der langsam zu Ende gehenden Erd-Ära und der beginnenden Luft-Ära auf. ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“
Ende 2024
folgte dann der endgültige Eintritt Plutos in den Wassermann.

Im Jahr 2024 war zusätzlich zu den Themen des Jahres 2023 die Widder-Waage-Achse betont. Dafür sprachen der aufsteigende Mondknoten und Chiron im Widder, die zudem eine Konjunktion bildeten, außerdem beide Sonnenfinsternisse und die erste Mondfinsternis.

Im Jahr 2025 wechselten alle langsam laufenden Planeten außer Pluto das Zeichen, zum Teil sogar mehrfach. Übertritte stehen immer für spannende Zeiten, denn dabei zeigt sich, wo wir in Bezug auf das auslaufende Thema stehen, was wir in die neue Phase mitnehmen wollen und worauf wir dabei aufbauen können. In diesen Zeiten ist sowohl das alte als auch das neue Thema aktiviert. Besonders bei mehrfachen Wechseln sind wir aufgefordert, das Alte mit dem oft noch unbekannten Neuen in Einklang zu bringen. Diese Zeiten können sich als unruhig erweisen, da aufeinanderfolgende Zeichen sehr unterschiedliche Energien in sich tragen.

Insbesondere der Zeichenwechsel von Fische nach Widder tat sich hervor, mit den Übergängen von Saturn und Neptun, der rückläufigen Venus, dem ersten Rückläufigkeitszyklus Merkurs und allen vier Finsternissen. ð Jahresthemen 2025

 

Betrachten wir nun das Jahr 2026 

Nach den Pendelbewegungen vieler Planeten im Jahr 2025 finden 2026 die finalen Übergänge der Langsamläufer statt.

In der ersten Jahreshälfte nimmt die Betonung der Luft- und vor allem der Feuer-Zeichen immer weiter zu:

Im Januar wechselt Lilith in den Schützen und Neptun endgültig in den Widder, im Februar folgt ihm Saturn. Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge findet im April statt. Ab Ende Juni steht dann Jupiter im Löwen. Chiron pendelt zwischen Widder und Stier und die Mondknotenachse wechselt im August nach Löwe-Wassermann.

Sowohl Feuer- als auch Luft-Zeichen sind zukunftsorientiert, schnell, beweglich, aktiv, extrovertiert und recht ungeduldig. Geist und Verstand befeuern bzw. beflügeln sich gegenseitig. Da bleibt wenig Raum für das (Ein-)Fühlen und (Nach-)Spüren oder das Umsetzen und Ausrichten an den Gegebenheiten. Wenn wir also die Realität nicht aus den Augen verlieren wollen, wenn wir etwas wirklich ins Leben bringen wollen, wenn wir Zeit für Ruhe und Erholung brauchen, müssen wir in Feuer- und Luftzeiten aufmerksam sein und selbst dafür sorgen, uns Oasen zu schaffen, in denen dies möglich ist.

Wenn es aber darum geht, wirklich neue Systeme und Wege zu erdenken, dann ist die Zeitqualität hervorragend dafür geeignet. Denn subjektives Empfinden sowie Objektivität und Neutralität ergänzen sich in dieser Konstellation.

Je nachdem, wie unsere eigenen Anlagen sind, werden wir die Zeitqualität unterschiedlich empfinden. Für wasser- und erdbetonte Menschen kann das Tempo herausfordernd werden, während sich die feuer- bzw. luftbetonten sehr davon angesprochen fühlen. Das heißt, die Herausforderung, gut damit umzugehen, ist jeweils anders gelagert. Die Luft- und/oder Feuerbetonten müssen darauf achten, nicht übers Ziel hinauszuschießen und die Realität nicht aus den Augen zu verlieren, vor allem, sich nicht selbst zu überholen und dabei auszubrennen. Für sie sind Erholungs- und Ruhephasen wichtig, um zu regenerieren, sich neu auszurichten und Kräfte zu sammeln. Immer wieder innezuhalten, ist auch für die Erd- und Wasserbetonten essenziell. Allerdings, um bei sich bleiben zu können und die vielen neuen Möglichkeiten und Chancen in Ruhe auszuloten. Ansonsten besteht die Gefahr der Verweigerung oder man folgt schlichtweg einer Idee oder Ideologie, ohne sie zu überprüfen.

 

 

Zyklen, Ingresse, Rückläufigkeiten und Finsternisse

 

Ingresse der Gesellschafts- und Kollektivplaneten

In Bezug auf die Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn in den jeweiligen Zeichen stellt sich die Frage, wo wir hinsichtlich der geistigen Eigenschaften und Werte unserer Gemeinschaft stehen. Bei Saturn beispielsweise in Bezug auf Recht und Regeln, auf das rechte Maß, auf ein verantwortliches Miteinander und das Bewusstsein, Teil der Gesellschaft zu sein.

Bei Jupiter geht es vor allem um Ethik, Bildung, Moral, Recht, Sprache und kulturelle Gewohnheiten.

Jupiter spornt zu stetigem Wachstum an, während Saturn das – oft durchaus positiv – beschränkende System darstellt. Arbeiten Jupiter und Saturn Hand in Hand, kann der Umgang unserer Gesellschaft mit Technologie, Fortschritt, Vernetzung, Individualisierung und Gemeinschaftsgeist neue, verbindende Wege gehen.

 

Jupiter steht in der ersten Jahreshälfte noch im Zeichen Krebs und wandert am 30. Juni in den Löwen. Dort verweilt er für den Rest des Jahres.

Das Krebs-Zeichen ist auf der emotionalen Ebene für Versorgung und Wachstum zuständig. Es macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dafür ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen oder sich immer wieder davon zu reinigen.

Da in einer leistungsorientierten Gesellschaft die Krebs-Energien oft wenig wertgeschätzt werden, außer in der Versorgung anderer, wirft Jupiter in Krebs die Frage auf, wie sehr wir diese Qualitäten achten und wie weit sie einen Platz in unserem Leben haben.

Das Folgezeichen Löwe bringt dann in der zweiten Jahreshälfte einen neuen Themenkreis mit sich.

So wie der Zeichenherrscher Sonne das natürliche Zentrum unserer Galaxie in einem riesigen Universum ist, um das die Planeten kreisen, so können auch wir, wenn wir unsere Eigenarten gut kennen und leben, ein lebendiges Zentrum sein. Dann brauchen wir keine Bestätigung von außen und können kreativ, liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen. Wenn wir aber nur auf uns fixiert sind, dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit, Rücksichtslosigkeit und Arroganz.

Auch hier wird Jupiter als Gesellschaftsplanet überprüfen, welche Variante dieser Qualitäten wir leben und wie wir damit unser Umfeld gestalten.

 

Saturn trat am 07. März 2023 erstmals in das Fische-Zeichen ein, im Jahr 2025 pendelte er zwischen Fische und Widder und am 14. Februar 2026 findet nun sein endgültiger Ingress in den Widder statt. Dort verweilt er bis April 2028. 

Saturn Eintritt Widder                                                         25. Mai 2025

Saturn Eintritt Fische                                                           01. September 2025

Saturn Eintritt Widder                                                         14. Februar 2026

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist der wohl extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt.

Die Widder-Energie entspricht im Jahreskreis dem Frühling, in dem neues Leben aus dem alten, abgestorbenen entsteht. Ein natürlicher Prozess, der das Leben gewährleistet, nicht vernichtet. Als Geburtsenergie bringt Widder das Neue ins Leben, auch wenn das nicht immer leicht ist. Aber ist der Prozess einmal gestartet, lässt er sich nicht mehr aufhalten. Darin finden wir den Pioniergeist, die Entschlossenheit und auch die Zivilcourage.

Wenn diese Energie sich auf ein Ziel ausrichtet, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Uranus pendelte 2025 zwischen den Zeichen Stier und Zwillinge und bleibt nun vom 26. April 2026 bis August 2032 in Zwillinge.

Uranus Eintritt Zwillinge                                                     07. Juli 2025
Uranus Eintritt Stier                                                             08. November 2025
Uranus Eintritt Zwillinge                                                      26. April 2026

Uranus steht für das geistig-schöpferische Prinzip, das fortwährend ungewöhnliche Ideen und Impulse in die Welt bringt, aber keinen Gefallen mehr daran findet, sobald eine Idee verwirklicht ist. Dies kann Potenzial und Fluch gleichermaßen sein. Einerseits zeigt sich hier die Fähigkeit, Grenzen zu sprengen, alte Wege zu verlassen und immer wieder Neues zu erschaffen, andererseits die Unwilligkeit, eine Sache oder Idee in der Realität wachsen und reifen zu lassen.
Astrologisch betrachtet steht Uranus für die revolutionäre Kraft in uns. Im konstruktiven Sinn für den Freigeist, der sich für Individualität, Unabhängigkeit und Gleichwertigkeit einsetzt – uns aber auch die Frage stellt, wie wir damit umgehen wollen.
Da Uranus ein kollektiver Planet ist, sind die Uranus-Anliegen überpersönlicher Art, bestenfalls wird das Wirken des Individuums in den Dienst einer Gemeinschaft gestellt. Dabei erkennt Uranus keine Autorität an und ist nicht immer bereit, Verantwortung zu übernehmen. Seine Schattenseite ist die Individualisierung bis ins Extreme. Dann fokussiert sich der Blick nur noch auf die Einzelinteressen, wobei die Einbindung in ein System oder eine Gesellschaft aus den Augen verloren wird.

 

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen, Ideen und gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war.
Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist die Zwillinge-Energie oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Wenn wir sie jetzt mit Uranus in Zusammenhang bringen, sprechen wir von Innovationen im Kommunikationsbereich und in allen virtuellen Kontaktwelten. Alle Entwicklungsformen künstlicher Intelligenz weisen bereits darauf hin. Die Herausforderung wird sein, die geistigen Möglichkeiten in der realen Welt umzusetzen und uns der Konsequenzen bewusst zu werden.

In diesem Zusammenhang wird Merkur als niedere Oktave des Uranus eine Rolle spielen. Merkur steht für unseren Verstand, für die Art und Weise, wie wir Informationen aufnehmen und überprüfen und wie wir kommunizieren. Ist unser Merkur gut ausgebildet, werden uns die Zerrformen von Uranus in Zwillinge nicht so leicht belasten, denn wir werden unseren gesunden Menschenverstand und unsere Fähigkeit, folgerichtig zu denken und Konsequenzen zu berücksichtigen, immer an der Seite haben.

Mit Uranus in den Zwillingen finden wir die Verbindung eines kollektiven Planeten in einem persönlichen Zeichen. Eine der großen Fragen der kommenden Jahre könnte lauten:
Wie lassen sich private Belange mit übergeordneten Interessen oder den Vorstellungen und Erwartungen anderer vereinbaren?

 

Einen weiteren finalen Übergang von Fische nach Widder können wir bei Neptun beobachten, der zeitnah mit Saturn jeweils das Widder- bzw. Fische-Zeichen wechselt.

Neptun Eintritt Widder                                                        30. März 2025
Neptun Eintritt Fische                                                          22. Oktober 2025
Neptun Eintritt Widder                                                        26. Januar 2026

Die Zeichen-Energie können Sie bei Saturns Ingressen nachlesen, siehe oben.

Neben Uranus ist Neptun der zweite kollektive Planet. Verbundenheit ist bei Uranus von geistiger Natur, bei Neptun von emotionaler Natur. Mit Neptun lösen wir unsere irdischen Grenzen auf, wir öffnen uns und fühlen mit allem. Das kann uns tragen und ein Gefühl von Schutz geben, wenn wir mit den heilenden Energien verbunden sind. Allerdings bedeutet Offenheit zugleich, auch den negativen und destruktiven Energien ausgesetzt zu sein. Das kann uns ängstigen oder sogar schwächen. Der Umgang mit Neptun erfordert neben einem gewissen Respekt vor dem Nicht-Sichtbaren auch Schulung. Wie viel und was tut uns gut? Was können wir „verarbeiten“? Wo müssen wir uns schützen? Dabei sollte uns bewusst werden, dass wir nicht nur Energien aufnehmen, sondern auch senden. Mit welchen Energien speisen wir also das kollektive Feld der Emotionen? Mit Wohlwollen und Liebe oder mit Angst, Wut, Neid und Hass?

Wie oben beschrieben, steht das Zeichen Widder für unseren Umgang mit Kraft in all seinen Facetten. Wenn Neptun die Grenzen auflöst, kann es gut sein, dass wir sehr sensitiv auf die Auswirkungen der destruktiv gelebten Widder-Energie reagieren, ohne uns dessen bewusst zu sein. Das kann zu Kraft- und Mutlosigkeit führen.

Gleichzeitig wäre Neptun im Widder ein Synonym für die friedvollen Krieger:innen der Herzen, die ihre Kraft einsetzen, um Not zu lindern, um Frieden zu fördern, um humanitäre Ziele zu verfolgen, um für Klarheit zu sorgen, um ausgerichtet und aufrichtig zu sein und um Spiritualität im Alltag zu leben, egal ob im direkten Umfeld oder in einem größeren Kontext. Aus Neptuns Sicht ist das irrelevant, beides nährt das kollektive Feld und wirkt.

Auch Täuschung, Illusion und Vertuschung gehören zu Neptun. Verbunden mit Widder geht es um das Wegschauen, das Nicht-Wahrhaben-Wollen verletzenden Handelns und den zerstörerischen und gewaltvollen Einsatz von Kraft für ein vermeintliches Kollektiv.

Saturn bietet mit Realitätssinn, Pragmatismus, Bodenständigkeit und der Fähigkeit, Grenzen zu setzen, die Hilfe, die es braucht, um sich nicht in kosmischen Welten zu verlieren, sondern den Kontakt zu pflegen und die heilsamen Kräfte für sich und andere zu nutzen.
Dann können wir spüren, dass wir Teil eines großen Netzes sind, in dem alles miteinander verbunden ist, ohne uns darin zu verlieren.

 

Pluto etablierte sich bereits am 09. November 2024 im Zeichen Wassermann.

Dieser Übergang erscheint wie ein weiterer Wendepunkt auf dem Weg ins Wassermannzeitalter, den die beiden Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn seit ihrem Ingress 2021 vorbereitet haben. Insgesamt fünf Mal pendelte Pluto zwischen den beiden Zeichen Steinbock und Wassermann hin und her, ehe er im November 2024 endgültig in das Zeichen Wassermann eintrat. Ausführlich beschrieben sind die Themen im Artikel: „Pluto auf dem Weg in das Zeichen Wassermann“. Verlinkung

Auch hier finden wir eine Analogie zu dem Übergang der 200-jährigen Erd-Ära in ein neues Luft-Zeitalter.

Das bedeutet, dass das Element Luft und seine Manifestationen in Zukunft immer bedeutsamer für uns werden. Diesen Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir das Element Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

In der Astrologie steht Luft für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat oft einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

 

Lilith steht den größten Teil des Jahres im Zeichen Schütze und wechselt in September in den Steinbock.

Lilith Eintritt Schütze                                                            20. Januar 2026

Lilith Eintritt Steinbock                                                        14. September 2026

Generell werden wir während Liliths Durchlauf durch ein Zeichen mit den Anteilen der jeweiligen Zeichen-Energie konfrontiert, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, die eigenen Horizonte zu erweitern und unsere Einstellung dem Fremden gegenüber.

Steinbock ist die Kraft des Erwachsenseins im positiven Sinn. Er steht für die Reduktion auf das Wesentliche und verlangt, Verantwortung für das eigene Tun oder Lassen zu übernehmen und die Konsequenzen dafür zu tragen.

 

 

Zyklen 

Die beiden Kollektivplaneten Uranus und Pluto bildeten während des ersten Ingresses von Uranus in das Zwillinge-Zeichen im Jahr 2025 ein fast exaktes Trigon mit einer Abweichung von nur 15‘. Neptun als dritter im Bunde stand in einer Entfernung von maximal 25‘ im Sextil zu beiden. Wirksam war das kleine Talentdreieck von Anfang August bis in die ersten Oktobertage 2025 und es wiederholt sich in den Jahren 2026  im Gradbereich 04°23′ bis 04°30′ und 2027 auf 06°29′ bis 06°52′. 

05. September 2025
Uranus 01°27′ Zwilling Trigon Pluto  01°24′ Wassermann Sextil Neptun   01°14′ Widder

18. Juli 2026
Uranus 04°30‘ Zwillinge Trigon Pluto  04°30‘ Wassermann Sextil Neptun 04°23‘ Widder

15. Juni 2027
Uranus  06°52‘ Zwillinge Trigon Pluto 06°52‘ Wassermann Sextil Neptun  06°29‘ Widder

Die drei Langsamläufer treffen in den ersten Graden nach ihrem Zeichenwechsel aufeinander. Dies kann als Initiation betrachtet werden. Und als eine Aufforderung, die jeweilige Zeichen-Energie, die oben ausführlich beschrieben ist, in einen gemeinsamen und übergeordneten Kontext zu bringen. Im besten Fall setzen wir unsere Kräfte für völlig neue Lösungsansätze auf kommunikativer und humanitärer Ebene ein. Im schwierigen Fall kann die negative Seite des Luftelements, nämlich eine Coolness, die die Menschlichkeit aus dem Auge verliert, genau diese innovativen Kräfte für Egoansprüche und gegen die Menschlichkeit einsetzen.

 

Auch 2026 sind die beiden Gesellschaftsplaneten an dem kleinen Talentdreieck der kollektiven Planten beteiligt. Bei einer solchen Verbindung stellt sich stets die Frage, wie wir als Gesellschaft mit der jeweiligen kollektiven Energie umgehen.

Jupiter Opposition Neptun                           20. Juli 2026               02°06‘ Krebs-Widder

Saturn Konjunktion Neptun                         20. Februar 2026       00°23‘ Löwe-Wassermann

 

20. Juli 2026

 

Die beiden Gesellschaftsplaneten waren 2024 und 2025 in einem aufsteigenden Quadrat verbunden und treffen erst wieder Ende 2029 und 2030 in der Opposition aufeinander.

 

  

Rückläufigkeiten

Die Rückläufigkeiten des Jahres 2026 finden überwiegend in den Wasser-Zeichen statt.

In einem Jahr, das feuer- und luftbetont ist, ein Hinweis darauf, die spürenden und sensitiven Anteile in uns nicht zu vergessen. Dazu gehören Empfindungen und Gefühle, die Ruhe und Raum brauchen, um wahrgenommen zu werden, und die einen wichtigen Hinweis darauf geben können, was für uns jetzt richtig und wichtig ist.

Rückläufigkeit eines Planeten entsteht dann, wenn die Erde auf ihrer elliptischen Kreisbahn schneller als ein anderer Planet ist und diesen überholt. Dann scheint sich dieser Planet von der Erde aus gesehen rückwärts zu bewegen.

Es ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

 

Rückläufiger Merkur

26. Februar – 22. März von 22°34‘ bis 08°27‘ Fische
26. Juni – 24. Juli von 26°15‘ bis 16°21‘ Krebs
28. Oktober – 13. November von 20°58‘ bis 05°02‘ Skorpion

Merkur ist der Planet der Kommunikation, des Wissens, des Handels und des Verkehrs.

Da es während seiner Rückläufigkeit zu Missverständnissen kommen kann, ist es ratsam, immer wieder nachzufragen, ob man richtig verstanden wurde.

Die Rückläufigkeit richtet den Fokus in die Vergangenheit. Es ist daher nicht zweckmäßig, große Schritte nach vorne zu machen, wie zum Beispiel Verträge abzuschließen und Verhandlungen zu forcieren, sondern man sollte nach Möglichkeit die jeweilige Sache nochmals überprüfen und von verschiedenen Seiten Informationen einholen. Manchmal lassen sich Abschlüsse, Ein- oder Verkäufe nicht vermeiden. Dann kann es hilfreich sein, sie zusätzlich von einer unabhängigen Person begutachten zu lassen.

Nicht alle Menschen gehen in gleicher Weise mit dem rückläufigen Merkur in Resonanz. Personen mit rückläufigem Merkur im Geburtshoroskop kennen die Themen, deshalb sind die Auswirkungen der Rückläufigkeit für sie oft nicht so spürbar oder im Gegenteil sogar förderlich.

 

Rückläufige Venus

03. Oktober – 14. November von 08°29‘ Skorpion bis 22°51‘ Waage

Der gleichmäßige Zyklus der rückläufigen Venus (er verschiebt sich im 8-Jahres-Rhythmus um 2°) gibt uns die Gelegenheit, gleiche Themen (Häuser oder Planeten) immer wieder zu betrachten.

Überprüft werden zum einen Beziehungen und Freundschaften in all ihren Facetten:

Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um und wie lasse ich mich behandeln?
Wie wertvoll erachte ich mich im Vergleich zu anderen?
Was erwarte ich von einer Freundschaft und wie viel bin ich bereit zu geben?
Nehme ich den anderen in seiner Eigenart wahr oder so, wie ich ihn mir wünsche?
Kann ich faire Kompromisse schließen?

Oft werden wir in dieser Zeit mit Altlasten oder Wunschdenken aus vergangenen Beziehungen konfrontiert und können in der Rückschau herausfinden, wie für uns eine ideale Beziehung/Freundschaft in der Zukunft aussehen kann.

Das zweite große Thema berührt unsere Talente und Ressourcen mit den Fragen:

Wie behandle ich meinen Körper? Pflege ich ihn, treibe ich Raubbau, höre ich auf seine Signale?
Wie ist mein Umgang mit Geld und materiellen wie ideellen Werten?
Kenne ich meine Talente, schätze ich sie und gebe ich ihnen genügend Raum zur Entfaltung?

Weitere Venusthemen sind Genussfähigkeit und Lebensfreude:

Was bedeutet für mich Sinnesfreude und Lust?
Erlaube ich mir die Annehmlichkeiten des Lebens?
Wie wichtig sind für mich Schönheit, Kunst und kreativer Selbstausdruck?
Was macht mir wirklich Freude?
Sorge ich für mein eigenes Wohl oder erwarte ich es von anderen?

Dieser Rückläufigkeitszyklus findet in den Zeichen Widder und Fische statt und begleitet damit ebenso wie der erste Rückläufigkeitszyklus des Merkurs den Übergang Saturns und Neptuns vom Zeichen Fische in das Zeichen Widder.

 

 

Finsternisse

In früheren Kulturen wurden Finsternisse negativ gedeutet.

Mondfinsternisse bedeuteten schlechte Zeiten für das Volk (Mond = Volk), Sonnenfinsternisse waren schlecht für die Herrscher (Sonne = Herrscher), da der zuständige Himmelskörper verdunkelt wurde.

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond (Emotionen, Unbewusstes, Vergangenheit) zeitweise die Sonne (Bewusstsein, Lebensziel, Gegenwart). Wer schon einmal eine totale Sonnenfinsternis beobachtet hat, kann bezeugen, wie sich das bewusste Leben für kurze Zeit verändert und die Emotionen in den Vordergrund treten. Ergriffenheit, Faszination und Befangenheit sind spürbar. Gefühle, die mit unserem Verstand nichts zu tun haben, trotz des Wissens um die astronomischen Gegebenheiten.

Heutzutage ist die Interpretation objektiver.

Zu Sonnenfinsternissen steht die Anfangsenergie des Neumondes im Vordergrund. Es ist nicht nur – wie bei jedem Neumond – eine gute Zeit, Neues zu beginnen, sondern das Ereignis kann als eine Aufforderung des Kosmos interpretiert werden, die Energie positiv zu nutzen, um altes, nicht mehr passendes Verhalten zu ändern.

Bei Mondfinsternissen wird der Bewusstwerdungsprozess des Vollmondes für eine Weile unterbrochen. Dadurch können die entsprechenden Mondthemen stark in den Vordergrund treten.

Die Finsternisse werden in den jeweiligen Monatstrends im Zusammenhang mit den aktuellen Konstellationen ausführlicher beschrieben.

 

03. März 2026 – 12h33 MEZ – totale Mondfinsternis auf 12°52‘ Jungfrau-Fische
mit dem Mond am absteigenden Mondknoten.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 04° bis 18° in den veränderlichen Zeichen.

 

17. Februar 2026 – 13h12 MEZ – ringförmige Sonnenfinsternis auf 28°55′ Wassermann
am aufsteigenden Mondknoten in den Fischen mit Venus in Konjunktion zum Mondknoten.

Ihre Bahn erstreckt sich vom südlichen Indischen Ozean über den antarktischen Kontinent. Außer zwei Forschungsstationen in der Antarktis gibt es keine menschlichen Siedlungen, die diese Finsternis beobachten können.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 24° in den fixen bis 15° in den veränderlichen Zeichen.

 

28. August 2026 – 06h13 MEZ – totale Mondfinsternis auf 04°52‘ Fische-Jungfrau
mit dem Mond am aufsteigenden Mondknoten im Wassermann und der Sonne in Konjunktion mit Merkur am absteigenden Mondknoten im Löwen.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 25° in den fixen und 10° in den veränderlichen Zeichen.

 

12. August 2026 – 21h41 MEZ – totale Sonnenfinsternis auf 20°02′ Löwe
am absteigenden Mondknoten in der Jungfrau.

Die Finsternis beginnt im Norden Sibiriens, zieht knapp am Nordpol vorbei und entlang der Küste Grönlands. Am Nachmittag erreicht sie den Westen Islands. Sie zieht weiter nach Nordspanien und über die Balearen.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 15° in den fixen bis 06° in den veränderlichen Zeichen.

 

 

© Jutta Stemmer

 

Monatstrends Januar

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Die Schnellläufer und Monde:.

Vom 19. Januar bis Ende des Monats laufen alle Schnellläufer in Konjunktion zu Pluto und aktivieren die bei den Langsamläufern beschriebenen Pluto-Themen.

 

Der Vollmond am 03. Januar um 11h02 steht auf 13°01‘ der Krebs-Steinbock-Achse.
Mars und Venus stehen nahe an der Sonne. Sie betonen dadurch die Energien des Steinbock-Zeichens und können folgende Fragen aufwerfen:

  • Kenne ich meine wahren Gefühle und Bedürfnisse? Gestehe ich sie mir zu und bin ich bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen?
  • Kann ich gut für mich selbst sorgen oder stelle ich Versorgungsansprüche an andere?
  • Habe ich einen Schutzraum für mich geschaffen, an dem ich regenerieren kann?
  • Was ist meine Motivation dafür, anderen zu helfen und mich um sie zu kümmern?
  • Leiste ich Hilfe zur Selbsthilfe oder ist es ein Mittel, um die Nähe zu anderen zu sichern?

 

Vollmond am 03. Januar um 11h02 MEZ in München

 

Der Neumond vom 18. Januar um 20h51 MEZ steht auf 28°43‘ Steinbock und in Konjunktion mit Merkur und Mars.
Wie schon zum Vollmond ist das Steinbock-Zeichen betont. Steinbock ist die Kraft des Erwachsenseins im positiven Sinn. Er steht für die Reduktion auf das Wesentliche, verlangt, dass wir Verantwortung übernehmen für unser Tun oder Lassen und bereit sind, die Konsequenzen dafür zu tragen. Unsere Integrität und Aufrichtigkeit wird in diesen Tagen immer wieder gefordert werden.

 

 

Neumond am 18. Januar um 20h51 MEZ in München

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.
Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ð „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ð Jahresthemen 2024.

 

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März 2025 zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai 2025 zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Beide pendeln noch bis Ende Januar bzw. Mitte Februar 2026 zwischen den beiden Zeichen.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli 2025 fand Uranus´ erster Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende.

Auch er pendelt noch bis April 2026 zwischen den beiden Zeichen und wechselte am 8. November 2025 rückwärts in den Stier. Sein endgültiger Übergang nach Zwillinge findet im April 2026 statt.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.
Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt noch bis Ende Juni 2026 im Zeichen Krebs.

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Seit Mitte Februar 2025 steht Lilith im Zeichen Skorpion und wechselt am 20. Januar in das Schütze-Zeichen.

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im Januar

Die drei schnell laufenden Planeten Merkur, Venus und Mars stehen in Sonnennähe und bleiben für uns unsichtbar.

Jupiter in den Zwillingen ist fast die gesamte Nacht über zu sehen, während Saturn am Anfang des Fischezeichens bereits in der ersten Nachthälfte untergeht.

Der Vollmond passiert am 3. Jupiter und als zunehmende Sichel am 23. Saturn  und kann uns als Wegweiser zu den Planeten dienen.

 

Der Sternenhimmel am 03. Januar um 20h00 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 23. Januar um 20h00 MEZ

 

 

Der Sternenhimmel am 26. Januar um 20h00 MEZ

Sternbilder mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Dezember

 

Die Schnellläufer und Monde: 

Zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember wird Lilith von Merkur (3x), Mars, Sonne, dem Neumond und Venus touchiert. Damit werden die bei den Langsamläufern beschriebenen Skorpion-Themen mehrmals aktiviert, ehe Lilith Anfang Januar in den Schützen wechselt.

 

Merkur beginnt am 09. November seinen Rückwärtslauf auf 06°51‘ Schütze, wechselt am 29. November auf 20°42‘ Skorpion die Richtung und erreicht seinen Ausgangspunkt am 17. Dezember. 

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Es ist gut möglich, dass wir mit Konsequenzen konfrontiert werden, deren Ursache in der Vergangenheit liegt. Doch dies gibt uns die Gelegenheit, eventuell nötige Korrekturen vorzunehmen. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und die Art und Weise, wie wir in Kontakt treten und uns austauschen. Dies bezieht sich nicht nur auf unsere Sprache, sondern auch auf Güter.

 

Der Vollmond am 05. Dezember um 00h14 steht auf 13°03‘ der Zwillinge-Schütze-Achse.
Mars und Venus stehen nahe an der Sonne. Dies betont die Energien des Schütze-Zeichens. Im Fokus stehen vor allem unsere ideellen Werte, Vorstellungen und Überzeugungen sowie Fragen von Ethik und Moral. Bei einer Überbetonung ist das subjektiv geprägte Rechtsempfinden schnell verletzt, was zu selbstgerechten Urteilen führen kann. Die in diesem Zusammenhang so wichtigen Werte des Zeichens Zwillinge, nämlich Objektivität, Neutralität, Wertfreiheit und Kontaktfreude können ausgleichend und relativierend wirken. Die Beteiligung von Mars und Venus gibt uns auch die Möglichkeit zu wählen, wofür wir unsere Kraft einsetzen wollen.

 

Vollmond am 05. Dezember um 00h14 MEZ in München

 

Der Neumond vom 20. Dezember um 02h43 MEZ steht auf 28°24‘ Schütze und im Quadrat zu Neptun. Eingerahmt wird er von Venus, ebenfalls im Schützen, und Mars im Steinbock.

Wie schon zum Vollmond ist das Schütze-Zeichen betont. Und damit die Überprüfung unserer ideellen Werte und Vorstellungen. Venus in Neumondnähe wirft die Frage auf, wie bewusst wir uns dessen sind, dass wir im Leben oft eine Wahl haben. Was ist es, was wir wählen? Mars im Steinbock bringt die Verantwortung für diese Wahl mit ins Spiel. In der Beteiligung von Neptun (und Saturn) in den Fischen wiederum zeigt sich das Mitgefühl, aber auch die Fähigkeit wegzuschauen. Eine herausfordernde Konstellation, die Aufrichtigkeit fordert, um ihr Potenzial von Großzügigkeit und Wohlwollen zum Ausdruck bringen zu können.

 

 

Neumond am 20. Dezember um 02h43 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

Seit 19. November 2024 weilt Pluto nach mehr als 1,5 Jahren Pendelbewegung zwischen Steinbock und Wassermann endgültig im Zeichen Wassermann, sodass die Energie des Wassermanns nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ð „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ð Jahresthemen 2024.

 

Neptuns Zeit im Fische-Zeichen ging nach 13 Jahren am 30. März zu Ende. Saturn, der ihn seit März 2023 im Fische-Zeichen begleitet hat, folgte ihm am 25. Mai zum ersten Mal in das Widder-Zeichen. Beide pendeln noch bis Ende Januar bzw. Mitte Februar 2026 zwischen den beiden Zeichen. Am 1. September wechselte Saturn rückwärts nach Fische, Neptun folgte ihm im Oktober.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen. Repräsentiert Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen. Im Alltag steht es für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und diffusen Ängsten.

Neptun ist der Herrscher des Fische-Zeichens. Seit seinem ersten Ingress im Frühjahr 2011 stehen Themen wie Spiritualität, Achtsamkeit, Sensibilität stark im Fokus. Für uns bedeutet diese Zeit, dass wir uns bewusst machen können, wo in Bezug auf die oben genannten Themen wir stehen und wie wir diese in unserem Alltag leben wollen.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fische-Energie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im Mit-Gefühl zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigene Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Jungfrau-Ressourcen entstehen, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Dann hilft sie uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 7. Juli fand Uranus Ingress in die Zwillinge statt. Damit geht eine sieben Jahre dauernde Auseinandersetzung mit den Qualitäten des Stier-Zeichens langsam zu Ende.

Auch er pendelt noch bis April 2026 zwischen den beiden Zeichen und wechselt am 8. November rückwärts in den Stier. Sein endgültiger Übergang nach Zwillinge findet im April 2026 statt.

Das Zeichen Stier erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära.
Die Erd-Energie ist in unserer Gesellschaft noch immer stark verankert. Wir streben weiterhin nach materiellem Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist und wir neue Formen von Sicherheit finden müssen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter bleibt bis Ende des Jahres im Zeichen Krebs.

Die Energie des Krebs-Zeichens macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Die Energie ist introvertiert und lässt uns sensibel auf unsere Umwelt reagieren.

Wenn wir auf der emotionalen Ebene gut für uns sorgen wollen, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu kennen, sie zu achten und sich darum zu kümmern. Einer der Schlüssel dazu ist, sich genügend Zeit für Ruhephasen zu gönnen und sich vor negativen Energien zu schützen.

 

Seit Mitte Februar 2025 steht Lilith im Zeichen Skorpion.

In ihrem neun Monate dauerndem Durchlauf werden wir uns mit den Anteilen der Skorpion-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Skorpion repräsentiert die Kraft der ständigen Veränderung, aus der fortwährend Neues entsteht. Sind wir damit im Einklang, finden wir Vertrauen in die Zyklen des Lebens und seine Prozesse und spüren eine innere Stärke und Echtheit.

Die skorpionale Kraft fordert uns auf, das zu lassen, was nicht mehr förderlich für das Leben oder die Lebendigkeit ist. Sie begleitet uns bei allen Übergängen und hilft uns dabei, uns immer wieder neu zu erfinden.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

 

 

Der Sternenhimmel im Dezember

Merkur ist auf seinem Lauf durch die Sternbilder Waage und Skorpion kurz vor Sonnenaufgang als Morgenstern im Südosten sichtbar. Je weiter der Monat fortschreitet, desto mehr verliert er an Licht.

Venus und Mars bleiben aufgrund ihrer Nähe zur Sonne für uns unsichtbar.

Jupiter in den Zwillingen ist fast die gesamte Nacht über zu sehen, während Saturn am Anfang des Fischezeichens bereits in der ersten Nachthälfte untergeht.

Der abnehmende Mond passiert am 7. und 8. Jupiter und als Halbmond am 27. Saturn  und kann uns als Wegweiser zu den Planeten dienen.

 

Der Sternenhimmel am 08. Dezember um 04h00 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 11. Dezember um 20h00 MEZ

 

Der Sternenhimmel am 27. Dezember um 19h00 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Der Sternenhimmel im November

Die Morgenstern-Venus verliert in ihrem Lauf durch die Sternbilder Jungfrau und Waage langsam an Leuchtkraft. Gegen Ende des Monats kommt sie der Sonne so nah, dass sie für uns unsichtbar wird. Auch Mars bleibt im Einzugsbereich der Sonne für uns verborgen.

Merkur hingegen entfernt sich imner weiter von der Sonne und kann zum Monatsende kurz vor Sonnenaufgang im Osten beobachtet werden.

Jupiter in den Zwillingen geht immer später auf, ist aber noch fast die gesamte Nacht über zu sehen, während Saturn in den Fischen von Sonnenuntergang bis kurz nach Mitternacht über den Nachthimmel wandert.

Der Mond passiert am 2. und am 29. Saturn (zunehmender Mond) und am 10. Jupiter (abnehmender Mond) und kann uns als Wegweiser zu den Planeten dienen.

 

Der Sternenhimmel am 15. November um 22h00 MEZ

Der Sternenhimmel am 27. November um 06h55 MEZ

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org