Jahrestrends 2017

Für die himmlischen Konstellationen gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten. Sie sind nicht für jeden gleichermaßen spürbar. Das liegt unter anderem an den individuellen Faktoren, die im eigenen Horoskop angesprochen sind, an den gegenwärtigen Lebensumständen des Einzelnen sowie an seinen Erfahrungen und Anschauungen. Wenn eigene Horoskopfaktoren in Resonanz mit Mundanthemen stehen, fühlen wir uns als Individuum aufgerufen, in irgendeiner Form an der Gestaltung mitzuarbeiten. Ansonsten erleben wir die Auswirkungen oft über Personen in unserem Umfeld oder über gesellschaftliche Strömungen.

Aber für alle Menschen ist auf die eine oder andere Art eine allgemeine Stimmung spürbar, eine des Ab- oder Aufbruchs, des Festhaltens oder des Wandelns, der Unsicherheit oder der Euphorie, je nach Temperament, persönlicher Einstellung und momentaner Lebenssituation.

Die folgenden Auslegungen sind als Anregung gedacht, um einen konstruktiven Umgang mit der Zeitqualität zu finden.

Im Jahr 2016 standen überwiegend die Ausläufer des Pluto-Uranus-Quadrats und das Saturn-Neptun-Quadrat im Fokus. Da mit Abschluss eines Zyklus der Prozess nicht abgeschlossen ist, sondern sich weiterbewegt, ist es oft erst nach der akuten Phase möglich, die Herausforderungen neutral zu betrachten und in der Reflektion die dahinter stehenden Themen herauszufiltern und zu bearbeiten.

Dass das Pluto-Uranus-Quadrat noch nicht vollkommen abgeschlossen ist, zeigt sich durch die Auslösung der beiden einzelnen Planeten durch Jupiter. Besonders Menschen mit Horoskopfaktoren in der zweiten Hälfte der kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) können hier aufgefordert sein, die Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Die Themen des Saturn-Neptun-Quadrats, das in der Mitte des Jahres 2016 ausgelöst war, findet Analogien durch das nun folgende Quadrat von Saturn zu Chiron in den Fischen.

Diese drei Konstellationen (Jupiter Quadrat Pluto, Jupiter Opposition Uranus und Saturn Quadrat Chiron) waren bereits zum Ende des Jahres 2016 ein erstes Mal exakt und werden den Großteil des Jahres Jahr 2017 im Fokus stehen.

 

01. Januar 2017 – 00h00 in München

 

Das Horoskop vom Neujahrstag um 0.00 Uhr zeigt deutlich zwei der Spannungsherde, die uns 2017 begleiten werden: Es sind die Opposition von Jupiter in der Waage zu Uranus im Widder und das Quadrat von Saturn im Schützen zu Chiron in den Fischen.

Interessant ist, dass die beiden Aspekte über ein Trigon von Saturn zu Uranus miteinander verbunden sind. Es ist zu überlegen, ob dieser harmonische Aspekt zur Entspannung beitragen kann. Saturn und Uranus gelten gemeinhin als Antagonisten, herrschen aber beide über das fixe Zeichen Wassermann. Ihre Verbindung kann viele Ausdrucksformen finden, und ich möchte zur Anregung nur einige nennen. Wird sie konstruktiv gelebt, können gesellschaftliche Normen und Traditionen, die nur noch der Form halber bestehen, ihre inhaltliche Ebene aber verloren haben, neu gestaltet werden. Ebenso kann eine Offenheit entstehen, in der jeder Mensch als Individuum anerkannt wird und seinen Platz in der Gemeinschaft erhält. Regeln und Gesetze können neu definiert werden, mit der Folge, dass das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen in den Vordergrund gestellt wird. Ganz allgemein geht es darum, das rechte Maß zu finden zwischen Neu und Alt, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Fortschritt und Tradition, zwischen Freiheit und Verantwortung und zwischen Realität und Möglichkeit.

Das würde bedeuten, dass wir in diesem Jahr Hilfestellung bei der Bewältigung von Herausforderungen erhalten, wenn wir es schaffen, diese beiden so unterschiedlichen Qualitäten immer wieder in die Balance zu bringen und aus dieser Position heraus unser Leben zu gestalten und in der Welt zu agieren.

 

Jahresthemen 2017

 

Jupiter Quadrat Pluto           
  25. November 2016              15°46‘ Waage/Steinbock
                                                                   30. März 2017                       19°17‘ Waage/Steinbock
                                                                       04. August 2017                    17°31‘ Waage/Steinbock

Jupiter, in der griechischen Mythologie auch als Zeus bekannt, ist der allmächtige Herrscher über Himmel und Erde. Er vereint Wachstumskraft und Expansionsfähigkeit und strebt stets nach Höherem sowohl im geistigen als auch im weltlichen Sinn. Für ihn existieren keine Grenzen, was mitunter zu Maßlosigkeit und Überhöhung führen kann. Seinem Weitblick fehlt es oft an Realitätssinn. Sein großes Potenzial liegt in der Fähigkeit, Dinge in einem übergeordneten Zusammenhang zu sehen, dem Leben einen Sinn zu geben und die Hoffnung auch in schwierigen Situationen nicht zu verlieren. Jupiters Gerechtigkeitssinn orientiert sich nicht an Gesetzen, sondern an seiner eigenen Ethik. Als Prediger kann er sowohl Heil bringen als auch verführen. In seiner reifen Form wird er als Mentor und Lehrer sein Wissen, vielleicht sogar seine Weisheit, gerne weitergeben und andere unterstützen.

Pluto steht für die Kraft der Regeneration und Erneuerung.
Er fordert die Auseinandersetzung mit Themen, die wir bisher vermieden oder erfolgreich vertuscht haben. Er verlangt Ehrlichkeit uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber sowie das Hinterfragen der tieferen Motivationen und Absichten. Unter seinem Einfluss wird es immer schwieriger, Halbwahrheiten und faule Kompromisse aufrechtzuerhalten.
Im Zeichen Steinbock bestärkt er uns, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für unser Wirken oder auch Nichtwirken zu übernehmen, statt Feindbilder im Außen zu suchen. Dabei steht unser Einsatz für die Gesellschaft im Vordergrund. Pluto lenkt unseren Blick auf das Wesentliche und darauf, was wirklich wichtig für uns ist, unabhängig von Status und Äußerlichkeiten. Er wirkt dem „Alles ist möglich“ entgegen, indem er uns ermutigt, uns auf das zu beschränken, was in der Substanz wertvoll ist, damit es sich in sinnvollen Grenzen weiterentwickeln kann. Seine transformierende Kraft lässt den fruchtbaren Kern leben, damit etwas Neues daraus entstehen kann.
Pluto steht für das Thema Macht in all seinen Facetten. Der oft negativ besetzte Terminus Macht als egozentrischer Machtanspruch, Machtmissbrauch, Schaffen von Abhängigkeiten, Intrigen, Manipulation, Korruption, Fanatismus wird dabei hinterfragt. Wir haben die Möglichkeit, neue Ausdrucksformen für diese Kraft zu entdecken. Zum Beispiel: Macht im Sinne von Können, Fähigkeit, Vermögen, etwas zu bewirken oder zu beeinflussen, und Mut, diese Macht auch mit allen Konsequenzen einzusetzen.

Die negative Manifestation dieser Planetenkombination beinhaltet die Gefahr von Allmachtsfantasien, Machtmissbrauch aufgrund von gesellschaftlichen Positionen, Fanatismus in Bezug auf Religionsgemeinschaften und eine starke Faszination für Führungspersonen, die ihre Macht offen demonstrieren. Dabei kann der Schutz der Gesellschaft mit ihren Regeln, Normen und Werten als Entschuldigung für skrupelloses Verhalten dienen. Im positiven Fall kann die Integrität einzelner, charismatischer Persönlichkeiten eine Gemeinschaft zum Umdenken bewegen und zu verantwortungsbewusstem Wirken animieren.
Im persönlichen Bereich wird Ehrlichkeit immer wichtiger, um unsere eigene Ethik zu entwickeln und ihr zu folgen.

Die Zeichen Waage/Steinbock stehen für Fairness, Ausgewogenheit, Rücksichtnahme, ausgleichende Gerechtigkeit, Anerkennung der Grenzen des Möglichen und Machbaren und Verantwortungsbereitschaft im Rahmen einer Gemeinschaft.

 

Jupiter Opposition Uranus
          26. Dezember 2016     20°33‘ Waage/Widder
                                                                                03. März 2017            22°11‘ Waage/Widder
                                                                                  28. September 2017    27°22‘ Waage/Widder

Uranus ist der Planet des Fortschritts, der Unabhängigkeit und der Revolution.
Im März 2011 wanderte er endgültig in das Widderzeichen und unterstützt uns seither, mutig neue Wege zu gehen, Ballast, den wir nicht mehr brauchen, hinter uns zu lassen, nötige Reformen auf den Weg und neue Technologien zum Einsatz zu bringen, um die Ressourcen der Erde effizienter – nicht im Sinne von Ausbeutung – nutzen zu können und damit die globalen Lebensbedingungen zu verbessern.
Uranus erkennt keine Autorität an, ist aber auch nicht immer bereit, Verantwortung zu übernehmen. Seine Schattenseite ist die Individualisierung bis ins Extreme. Dann fokussiert sich der Blick nur noch auf die Interessen des Einzelnen, wobei die Einbindung in ein System oder eine Gesellschaft aus den Augen verloren wird. Auch die Widderenergie ist nach vorne gerichtet, stärkt den Mut, bringt aber auch Rücksichtslosigkeit und Egoansprüche hervor.

Gemeinsam ist Jupiter und Uranus, dass sie keine Grenzen anerkennen und von der Einstellung geprägt sind, dass alles möglich sei. Positiv gesehen kann dies zur Veränderung unter anderem von gesellschaftlichen Normen führen. In der Opposition kann es gut sein, dass individuelle und gesellschaftliche Belange im Widerspruch stehen. Jupiters Neigung zur Übertreibung kann in diesem Fall zu Spaltung und Separation führen oder zu spontanen und unberechenbaren Abbrüchen. Generell ist es eine sehr energetische Begegnung zweier Planetenprinzipien und es wird nicht immer leicht sein, das rechte Maß zu finden.

Hilfreich für den Einzelnen kann es in den Zeiten der Aktivierung sein, sich immer wieder zu erden, die Gedanken zu sortieren und zu disziplinieren und umsichtig zu handeln.

Der Widder-Waage-Konflikt ist kurz und prägnant: „Ich oder die anderen“.

Alte, tiefsitzende Ängste des „Nicht-Wahrgenommen-Werdens“ und ein daraus resultierendes Gefühl des „Zukurzkommens“ das zu ungesundem Egoismus und aggressivem Verhalten aus einer vermeintlichen Notwendigkeit des Selbstschutzes führt, können erkannt werden.

Wenn wir die positiven Ausdruckformen der Widderenergie, nämlich den Mut, Neues auszuprobieren, und die ausgleichende Energie des Waagezeichens nutzen lernen, kann das Gegenüber vom Feind zum Freund werden, auf den wir uns beherzt einlassen.

Der neue Leitsatz kann dann lauten: „Ich und die anderen“.

 

Saturn Quadrat Chiron  
29. Dezember 2016                  20°33‘ Schütze/Fische
03. März 2017                             22°11‘ Schütze/Fische
28. September 2017                  27°22‘ Schütze/Fische

Saturn war in der griechischen Mythologie der Gott Chronos. Er wurde von seinem Sohn Zeus/Jupiter entmachtet und auf die Insel der Seligen verbannt. Danach wird seine Regentschaft als das goldene Zeitalter beschrieben, eine Ära, in der alles im rechten Maß vorhanden war.
Positiv gesehen steht er für Formgebung, Struktur, Verantwortungsbereitschaft, Realitätssinn, Disziplin und Kontrolle sowie die Fähigkeit, das Erdenleben sinnvoll zu gestalten.
In seiner negativen Form neigt er zur Strenge und Unerbittlichkeit und dazu, die mühsamen, leistungsorientierten und mangelhaften Faktoren des Lebens hervorzuheben.
Saturn stellt in seiner Funktion als Herr der Zeit Belange jeglicher Art auf den Prüfstand. Er kontrolliert, ob sie noch aktuell und im Innersten tragfähig sind oder ob sie nur die Form wahren.
Saturns Potenzial ist seine Beschränkung auf das Wesentliche, die er von uns auch immer wieder einfordert.

Der Kentaur Chiron ist in der griechischen Mythologie Lehrer der Helden und ein großer Heiler. Er trägt viele Ambivalenzen in sich: seine Gestalt – halb Mensch, halb Pferd – , verstoßen von der Mutter, angenommen und erzogen von Apoll, dem Gott der Weisheit und der schönen Künste, ein Heiler, der seine eigene Wunde nicht heilen kann, ein Halbgott, der sich opfert und dafür Sterblichkeit erlangt, um von seinem Leiden erlöst zu werden und nach seinem Tod als Sternbild am Himmel wieder Unsterblichkeit erlangt. Er fungiert als Brückenbauer zwischen den irdischen und den kosmischen Welten.
Chiron steht für die Widersprüchlichkeiten in uns und für einen daraus resultierenden Schmerz, den wir nicht definieren können und auch nicht offen zeigen. Gleichzeitig repräsentiert er unser heilendes Potenzial. Jeder von uns trägt diese Kraft in sich. Wir spüren sie durch eine große Empfindsamkeit und Sensitivität, die wir nicht aus unserer Biografie oder den realen Lebensumständen erklären können. Im Laufe unseres Lebens lernen wir, damit immer besser umzugehen und uns in Situationen, die uns heikel erscheinen, zu schützen, anstatt sie zu vermeiden und damit dem Leben aus dem Weg zu gehen.

Saturn als Hüter der Schwelle zu den geistigen Planeten und Chiron der Brückenbauer zwischen der irdischen und der kosmischen Welt können uns bewusst machen, wie erdgebunden wir sind. Dies kann mit Frustration und Schmerz verbunden sein. Sehnen wir uns doch in den Zeichen Schütze und Fische nach Großzügigkeit, Fülle und Wohlstand ebenso wie nach Erlösung, Frieden und Heilwerdung. Dabei wird uns durch das Zusammenspiel der beiden Planeten immer wieder vor Augen geführt, dass wir diesen paradiesischen Zustand in unserer Welt nicht dauerhaft erreichen können. Wir sind aufgefordert, unser Erdenleben zu akzeptieren und unser Glück im Alltäglichen zu suchen. Wir können es finden, wenn wir unser Augenmerk auf die uns umgebende Fülle und nicht nur auf die Einschränkungen richten. Wenn wir uns auf die natürlichen Geschenke konzentrieren, die wir oft übersehen, wie zum Beispiel einen stillen Moment der Freude über die Schönheit der Natur, ein Lächeln, eine Geste der Zuwendung und die Anbindung, die wir erfahren, wenn wir achtsam sind auf die Zeichen, die uns geschenkt werden, können wir tröstende und aufbauende Glücksmomente erfahren.

 

Saturn im Zeichen Schütze               
23. Dezember 2014 – 14. Juni 2015
                                                                                  18. September 2015 – 20. Dezember 2017

Im Zeichen Skorpion lag der Fokus überwiegend auf persönlichen und gesellschaftlichen Machtthemen und Integrität. Mit diesen Erfahrungen und Erkenntnissen sind wir im September 2015 in die nächste annähernd drei Jahre dauernde Etappe des Saturn-Zyklus gegangen.

Mit Saturn im Schützezeichen werden unsere Glaubenssätze und unsere ethischen Werte beleuchtet. Wir müssen uns fragen, ob wir unserer inneren Einstellung gemäß handeln oder uns an alten gesellschaftlichen Vorstellungen orientieren, die längst überholt sind.
Die höhere Bildung gehört ebenfalls in die Domäne des Schützen und signalisiert eine gute Zeit, die Bildungssysteme zu überprüfen und zu reformieren. Dazu gehört nicht nur die äußere Form, sondern insbesondere die Inhalte.
Da Saturn in seinen negativen Auswirkungen rigide und rückwärtsgewandt sein kann und das Schützezeichen u.a. für Religionen steht, ist die Gefahr groß, dass die schon vor Jahren begonnenen Glaubenskriege mit Vehemenz weitergeführt werden. Einem ähnlichen Prozess dürften die Ausländerpolitik und das Verhalten gegenüber anderen Kulturen und ethischen Werten unterliegen. Es wird sich im Laufe der nächsten Jahre herausstellen, ob autoritäres Verhalten oder wahre Autorität basierend auf Integrität gewinnen wird.
Wenn wir uns den oben beschriebenen Prozess der gesellschaftlichen Umstrukturierung vor Augen halten, sind wir als Individuum stark gefordert, unsere eigene Einstellung zu überprüfen und unser Verhalten dementsprechend auszurichten. Die Verantwortungsbereitschaft oder auch Einsatzbereitschaft eines jeden Einzelnen – im Rahmen seiner Möglichkeiten – sind dabei gefragt.
Unter Saturn im Schützen können großspurige Projekte, denen die Basis fehlt, scheitern, leere prahlerische Versprechen aufgedeckt und übersteigerte Erwartungen enttäuscht werden. Höhenflüge sind unter dieser Konstellation nicht begünstigt, aber gut durchdachte Konzepte, die nicht ausschließlich einem egoistischen Hintergrund, sondern auch einem gemeinschaftlichen Nutzen dienen, profitieren sehr wohl. Dabei zahlen sich eine klare Ausrichtung, Weitsicht und Realitätssinn aus.

 

Saturn im Zeichen Steinbock          
20. Dezember 2017 – 22. März 2020
                                                                                02. Juli 2020  – 17. Dezember 2020

Am 20. Dezember wechselt Saturn ins Steinbockzeichen und bleibt bis Ende 2020 mit einem kurzen Intermezzo in seinem eigenen Zeichen und damit in einer starken Position.
Die Ausdrucksform dieser Konstellation, hängt davon ab, ob es uns gelingt, den oft rigiden saturnalen Ausdrucksformen eine neue Form zu geben.
Saturn wird oft als Ordnungshüter einer Gesellschaft dargestellt. Da unsere Gesellschaft patriarchal ausgerichtet ist, vertritt er auch bevorzugt patriarchale Werte und zeigt sich oft in einer übertriebenen Strenge, nicht hinterfragter Gesetzestreue und übermäßiger Leistungsorientiertheit. Dabei wird die Eigenverantwortung oft den gesellschaftlichen Erwartungen unterworfen.
Saturn herrscht aber im Steinbock über ein weibliches Zeichen. Vielleicht ist es an der Zeit, die saturnalen Ausdrucksformen ein Stück zu erweitern. Dann können seine Potenziale wie die Fähigkeit, Struktur und Halt zu geben, Realitätssinn, Ausdauer und Eigenverantwortung an Kraft gewinnen.
Dabei werden wir uns immer wieder Fragen stellen wie zum Beispiel: Was ist uns wichtig und wertvoll? Welches Maß tut uns gut? An welchen Werten orientieren wir uns? Wo halten wir an Altem fest, ohne es zu hinterfragen? Wo kasteien wir uns unnötig? Wo übernehmen wir (ungefragt) Verantwortung oder weigern uns, es zu tun? Können wir das, was uns zur Verfügung steht, genießen?
Das Ziel ist eine Gesellschaft mit verantwortungsbewussten Mitgliedern, in der jeder sein ureigenes „Vermögen“ in allen Formen einbringen darf und damit zu seinem eigenen und zum Wohl und Wachstum der ganzen Gemeinschaft beiträgt.

 

Jupiter im Zeichen Waage
                 09. September 2016 – 10. Oktober 2017

Im Zeichen Waage werden Harmonie, Schönheit, Beziehungen und Friedfertigkeit wichtig. Die Balance in allen Lebensbereichen wird uns ein Anliegen. Das zeigt sich für den Einzelnen sehr unterschiedlich, je nachdem, auf welchen Gebieten ein Ungleichgewicht herrscht.
Als Gesellschaftsplanet wird Jupiter den Fokus auf ein ausgeglichenes und gerechtes Miteinander legen. Die Waage-Gerechtigkeit orientiert sich weniger an Gesetzen, sondern möchte, dass Ausgewogenheit vorherrscht und alle „Parteien“ gleichermaßen gehört und beachtet werden.

 

Jupiter im Zeichen Skorpion          
10. Oktober 2017 – 08. November 2018

Das Skorpionzeichen bringt uns in Kontakt mit Leidenschaftlichkeit, Ehrlichkeit, Verbindlichkeit, Mut zu Integrität, Machtthemen in allen Facetten und einem detektivischen Gespür für Unwahrheiten und Heimlichkeiten.
Innerhalb einer Gesellschaft können diese Faktoren sowohl zum Aufdecken von Intrigen dienen als auch als Machtanspruch per se definiert werden. Fanatismus, Dogmatismus und Selbstherrlichkeit sind Gefahren, denen wir unter dieser Konstellation sehr aufmerksam begegnen müssen.

 

Rückläufigkeiten:

Rückläufigkeit eines Planeten entsteht dann, wenn die Erde auf ihrer elliptischen Kreisbahn schneller als ein anderer Planet ist und diesen überholt. Dann scheint sich dieser Planet von der Erde aus gesehen rückwärts zu bewegen.

Es ist eine gute Zeit, um innezuhalten und den bisher zurückgelegten Weg noch einmal – rückwärts – zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.
Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Dennoch gibt sie uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Rückläufiger Merkur
                            19. Dezember 2016 – 07. Januar 2017
                                                                                  10. April – 03. Mai 2017
                                                                                  13. August – 05. September 2017
                                                                                  03. Dezember – 23. Dezember 2017

Merkur ist der Planet der Kommunikation, des Wissens, des Handels und des Verkehrs.

Da es während seiner Rückläufigkeit häufig zu Missverständnissen kommt, ist es ratsam, immer wieder nachzufragen, ob wir richtig verstanden wurden.

Die Rückläufigkeit richtet den Fokus in die Vergangenheit. Es ist daher nicht zweckmäßig, große Schritte nach vorne zu machen, wie zum Beispiel Verträge abzuschließen und Verhandlungen zu forcieren, sondern nach Möglichkeit die jeweilige Sache nochmals zu überprüfen und von verschiedenen Seiten Informationen einzuholen. Manchmal lassen sich Abschlüsse, Ein- oder Verkäufe nicht vermeiden. Dann kann es hilfreich sein, sie zusätzlich von einer unabhängigen Person begutachten zu lassen.

Nicht alle Menschen gehen in gleicher Weise mit dem rückläufigen Merkur in Resonanz. Personen mit rückläufigem Merkur im Geburtshoroskop kennen die Themen, deshalb sind die Auswirkungen der Rückläufigkeit für sie oft nicht so spürbar oder im Gegenteil sogar förderlich.

Sensibel für den rückläufigen Merkur sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten
im Januar zwischen 27° Schütze und 6° Steinbock,
im April/Mai zwischen 23° Widder und 6° Stier,
im August/September zwischen 27° Löwe und 13° Jungfrau,
im Dezember zwischen 11° und 30°Schütze.

Rückläufige Venus                                  
04. März – 15. April 2017

Der gleichmäßige Zyklus der rückläufigen Venus (er verschiebt sich im 8-Jahresrhythmus um 2°) gibt uns immer wieder Gelegenheit, gleiche Themen (Häuser oder Planeten) zu betrachten.

Überprüft werden zum einen Beziehungen und Freundschaften in all ihren Facetten:

Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um und wie lasse ich mich behandeln?
Wie wertvoll erachte ich mich im Vergleich zu anderen?
Was erwarte ich von einer Freundschaft und wie viel bin ich bereit zu geben?
Nehme ich den anderen in seiner Eigenart wahr oder so, wie ich ihn mir wünsche?
Kann ich faire Kompromisse schließen?

Oft werden wir in dieser Zeit mit Altlasten oder Wunschdenken aus vergangenen Beziehungen konfrontiert und können in der Rückschau herausfinden, wie für uns eine ideale Beziehung/Freundschaft in der Zukunft aussehen kann.

Das zweite große Thema berührt unsere Talente und Ressourcen mit den Fragen:

Wie behandle ich meinen Körper? Pflege ich ihn, treibe ich Raubbau, höre ich auf seine Signale?
Wie ist mein Umgang mit Geld und materiellen wie ideellen Werten?
Kenne ich meine Talente, schätze ich sie und gebe ich ihnen genügend Raum, in dem sie sich entfalten können?

Ein weiteres Venusthema beinhaltet Genussfähigkeit und Lebensfreude.

Was bedeutet für mich Sinnesfreude und Lust, erlaube ich mir die Annehmlichkeiten des Lebens?
Wie wichtig sind für mich Schönheit, Kunst und kreativer Selbstausdruck?
Was macht mir wirklich Freude?
Sorge ich für mein eigenes Wohl oder erwarte ich es von anderen?

Dieser Rückläufigkeitszyklus findet in den Zeichen Widder und Fische statt und bezieht die oben gelisteten Fragen unter anderem auf die Themen bedingungslose Liebe, Frieden, Illusionen, Opferbereitschaft, Empfindsamkeit, Einfühlungsvermögen, Abgrenzungsschwierigkeiten versus Eigensinn, Mut zur eigenen Stärke und Widerstand.

Sensibel für die rückläufige Venus sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten zwischen 26° Fische und 14° Widder

Finsternisse

In früheren Kulturen wurden Finsternisse negativ gedeutet.

Mondfinsternisse bedeuteten schlechte Zeiten für das Volk (Mond = Volk), Sonnenfinsternisse waren schlecht für die Herrscher (Sonne = Herrscher), da der zuständige Himmelskörper verdunkelt wurde.

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond (Emotionen, Unbewusstes, Vergangenheit) zeitweise die Sonne (Bewusstsein, Lebensziel, Gegenwart). Wer schon einmal eine totale Sonnenfinsternis beobachtet hat, kann bezeugen, wie sich das bewusste Leben für kurze Zeit verändert und die Emotionen in den Vordergrund treten. Einhergehen Ergriffenheit, Faszination und Befangenheit. Gefühle, die mit unserem Verstand nichts zu tun haben, trotz des Wissens um die astronomischen Gegebenheiten.

Heutzutage ist die Interpretation objektiver.

Da eine Sonnenfinsternis immer zu Neumond stattfindet, steht seine Anfangsenergie im Vordergrund. Es ist nicht nur – wie bei jedem Neumond – eine gute Zeit, Neues zu beginnen, sondern eine Art Aufforderung des Kosmos, die Energie positiv zu nutzen, um altes, nicht mehr passendes Verhalten zu ändern.

Bei Mondfinsternissen wird der Bewusstwerdungsprozess des Vollmondes für eine Weile unterbrochen. Dadurch können die entsprechenden Mondthemen stark in den Vordergrund treten.

Die Finsternisse werden in den jeweiligen Monatstrends im Zusammenhang mit den aktuellen Konstellationen ausführlicher beschrieben.

11. Februar 2017 – 01h43 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 22°30‘ Löwe-Wassermann

Die Löwe-Wassermann-Energie animiert uns, Wege zu finden, wie wir die Geistesebene und Inspiration des Wassermanns mit der Herzlichkeit und Wärme des Löwen für eigene und übergeordnete Ziele einsetzen können. Im besten Fall finden wir eine Balance zwischen Egoansprüchen und Allgemeinwohl. Der absteigende Mondknoten in den Fischen in Konjunktion mit Neptun läutet thematisch schon die folgende Sonnenfinsternis ein.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 12° – 30° in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann)

 

26. Februar 2017 – 15h53 MEZ – ringförmige Sonnenfinsternis auf 08°10 Fische
am absteigenden Mondknoten, in Konjunktion mit Neptun und Merkur.

Sichtbar ist sie in den Meeresgebieten des südlichen Pazifiks und Atlantiks, in Patagonien und in ihrem Endstadium in Teilen Angolas.

Die Fische-Qualität umfasst die Auseinandersetzung mit dem Irrealen, dem Numinosen, dem Unsichtbaren, dem Nicht-Erklärbaren, den kollektiven Energien und den Anderswelten. Wir sind unter dieser Qualität sehr empfindsam und unsere Wahrnehmung ist sensibilisiert.

Dies wird von den an der Finsternis beteiligten Planeten noch verstärkt.

Die zu stellenden Fragen könnten lauten: Wie haben wir bisher auf diese Empfänglichkeit reagiert? Sind wir Opfer der verschiedenen Reize? Wie gehen wir mit der Sehnsucht nach Verbundenheit und Frieden um? Was brauchen wir, um unsere Form von Spiritualität im Alltag leben zu können? Wie gut sind wir im Hier und Jetzt verankert und können von dieser Basis aus mit den neptunischen Kräften zusammenarbeiten?

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 0° – 18° in veränderlichen Zeichen (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

07. August 2017 – 20h20 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 15°30 Löwe/Wassermann
mit Mars an der Sonne am aufsteigenden Mondknoten.

Diese Mondfinsternis greift die Themen der Finsternis vom Februar wieder auf. Durch die Beteiligung des Löwe-Mars am aufsteigenden Mondknoten liegt die Aufmerksamkeit nun vermehrt darauf, unserer Gestaltungskraft Ausdruck zu verleihen, dem Thema der folgenden Sonnenfinsternis.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 5° – 25° fix (Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann) sowie 20° veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

21. August 2017 – 20h2506 MEZ – totale Sonnenfinsternis auf 28°50 Löwe
am aufsteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Mars und einem exakten Trigon von Uranus zum Finsternispunkt und Saturn zum Mondknoten.

Sichtbar ist sie in den USA in den Bundesstaaten Oregon, Idaho, Wyoming, Nebraska, Kansas, Missouri, Illinois, Kentucky, Tennessee, North Carolina, Georgia, South Carolina und auf den Kapverden.

Diese Finsternis steht ganz im Zeichen der Löweenergie. Die in einem harmonischen Aspekt beteiligten Energien von Saturn und Uranus können dazu genutzt werden, den kraftvollen Ausdruck dieser Konstellation nicht in überzogene Egoansprüche und selbstherrliche Arroganz abgleiten zu lassen, sondern sich bewusst zu werden, wie viel sich mit Kreativität und schöpferischem Potenzial für eigene und übergeordnete Ziele verwirklichen lässt.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 18° – 30° fix (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann) und 0°- 8° veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

© Jutta Stemmer

 

 

Merken

Der Sternenhimmel im Januar

 

Merkur ist nur Ende Januar für einige Tage knapp über dem Osthorizont zu sehen, während Venus ihre Sichtbarkeit als Abendstern im Westen weiter ausweitet. Sie bewegt sich zwischen den Sternbildern Schütze und Wassermann. Am 23. steht sie neben Saturn und der Neumondsichel.

Mars im Sternbild Stier geht im Januar erst in den frühen Morgenstunden am westlichen Horizont unter.  In der Nacht vom 30. auf den 31. wird er vom Halbmond überholt.

Jupiter in den Fischen wandert in den frühen Nachtstunden von Süd nach West während sich Saturn langsam vom Nachthimmel verabschiedet.

 

Sternenhimmel am 19. Januar um 07h30

 

Sternenhimmel am 24. Januar um 17h30

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

 

 

Monatstrends Januar

Im Januar verspüren wir zwei unterschiedliche Tendenzen.

Die erste Hälfte ist geprägt  durch die Rückläufigkeit von Merkur und Mars. In der zweiten Hälfte spüren wir bereits den Trend nach vorne, auch wenn es noch einige Wochen dauert, bis das Neue sich zeigen und manifestieren kann.

Das kann herausfordernd sein, wenn wir zu den Ungeduldigen zählen, während die Bedachteren unter uns gut mit diesen Energien gehen können. Je nachdem, durch welches Haus Merkur bzw. Mars im persönlichen Horoskop laufen, sind unterschiedliche Lebensbereiche angesprochen.

Mars bewegt sich seit dem 30. Oktober rückläufig durch den Zodiak. Er läuft von 25°36‘ Zwillinge bis 8°07‘ Zwillinge. Am 12. Januar wechselt er in die Direktläufigkeit und erreicht seinen Ausgangspunkt am 16. März 2023.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Die stationäre Phase, die den Januar prägt, ist eine Zeit des Stillstands und des langsamen Umschwungs. Die Themen, die von Mars berührt werden, können intensiv werden, in einem konstruktiven wie auch in einem herausfordernden Sinne.

In der Anlaufphase ab dem 13. Januar verändert sich bereits der Fokus, auch wenn das Thema, das uns beschäftigt, bestehen bleibt. Aber es „bewegt“ sich wieder etwas, innen wie außen.

Mars steht für Energie, Handlung, Tatkraft, Aktivität, Entscheidungen, Durchsetzungsfähigkeit, Aggression, Konflikte, Wut und für unser Immunsystem.

Während der rückläufigen Phase kehrt sich diese ansonsten extrovertierte Kraft nach innen. Eine gute Zeit, um das eigene Verhalten in Bezug auf die genannten Themen zu überprüfen. In dieser Zeit werden wir in unserem Aktionismus gebremst. Das gibt uns Gelegenheit, zu entscheiden, ob die Schritte, die wir gegangen sind, in die richtige Richtung geführt haben oder ob Korrekturen nötig sind. Dabei können Entscheidungsfindungen oder Handlungen verzögert oder behindert werden und uns ein Gefühl der Stagnation geben.

Oft werden wir in dieser Zeit auch mit schon länger zurückliegenden Taten und Entscheidungen und deren Konsequenzen konfrontiert. Das kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Eine weitere Auswirkung besteht darin, dass bisher verdrängte Konflikte und Aggressionen aufbrechen und geklärt werden wollen.

Generell sind wir aufgefordert, auf unseren Energielevel zu achten, der in Zeiten des rückläufigen Mars oft nicht so hoch ist wie sonst. Unser Immunsystem ist in dieser Zeit durchaus dankbar für ein wenig Unterstützung und freut sich, wenn wir uns – und andere – nicht überfordern.

Besonders für aktive Menschen, die Wert auf Schnelligkeit und Leistung legen, ist diese Zeit des Innehaltens eine große Herausforderung. Hilfreich kann es sein, den Fokus nicht so sehr auf die Stagnation zu legen, sondern auf die Möglichkeit, zurückzuschauen, zu prüfen und zu korrigieren, um danach wieder mit neuer Kraft vorwärtszuschreiten.

Der Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Zwillinge statt und die damit verbundenen Themen können beinhalten: Objektivität und Neutralität im Handeln, Flexibilität sowie bewusster Umgang und gezielter Einsatz von Gedanken und Worten.

 

Jupiter läuft seit Ende Dezember durch das Widder-Zeichen. Dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass neue Impulse gesetzt werden. ð Jahresthemen 2022/23

Generell repräsentiert das Zeichen Widder die Kraft des Impulses, des Neuanfangs und der Initiative. Nach den beiden kollektiven Zeichen Wassermann und Fische geht es nun um die Vereinzelung, die notwendig ist, damit ein Individuum sich selbst erkennen kann. Als erstes Zeichen des Tierkreises steht Widder für die Geburtsenergie und den Mut, Neuland zu betreten. Hier beginnt die Entwicklung, die sich in ihrem Lauf durch den Zodiak bis zum Fische-Zeichen vervollkommnet.

Jupiter verbindet in seinem Lauf durch die beiden Zeichen diese so unterschiedlichen Energien. Auch hier ist das „Sowohl-als-auch“ gefragt, in dem Wissen, dass sich nur eine gut entwickelte Persönlichkeit einer übergeordneten Sache zur Verfügung stellen kann.

 

Ende Dezember begann Merkur seinen Rückläufigkeitszyklus auf 24°21‘ Steinbock. Am 18. Januar 2023 wechselt er die Richtung auf 8°08‘ Steinbock und erreicht seinen Ausgangspunkt am 7. Februar.

Die Zeitqualität der Rückläufigkeit ist beim rückläufigen Mars beschrieben, siehe oben.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und die Art und Weise, wie wir in Kontakt treten und uns austauschen. Dies bezieht sich nicht nur auf unsere Sprache, sondern auch auf Güter.

Das Zeichen Steinbock steht dabei für Klarheit, Ehrlichkeit, Integrität und für die Konzentration auf das Wesentliche. Das heißt, wir haben in dieser Zeit Gelegenheit, unsere Einstellungen und Vorstellungen ebenso wie unser Verhalten in Bezug auf Kommunikation und Kontakte zu überprüfen und zu schauen, ob wir etwas verändern wollen. Es ist gut möglich, dass wir mit Konsequenzen konfrontiert werden, deren Ursache in der Vergangenheit liegt, um eventuell notwendige Korrekturen vorzunehmen.

 

Der Vollmond am 07. Januar um 07h53 auf 16°21‘ der Steinbock-Krebs-Achse rückt den rückläufigen Merkur verstärkt in den Fokus.
Mit dem Sextil/Trigon der Vollmondachse zu Uranus treffen zwei unterschiedliche Energien aufeinander. Die oben beschriebene konzentrierte und überprüfende Energie des Merkurs einerseits und die innovative, neue Impulse gebende des Uranus andererseits. Das kann sich als innere und äußere Spannung manifestieren. Zum einen verspüren wir das Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe, zum anderen fühlen wir uns ungeduldig und wollen nach vorne streben.

Und als dritte Komponente macht uns die Energie des Krebs-Mondes emotional und berührbar.

 

 

Vollmond am 07. Januar um 07h53 MEZ in München

 

Am 21. Januar findet um 21h53 ein Neumond auf 1°32‘ Wassermann in Konjunktion mit Pluto und im Sextil mit Jupiter statt.
Dieser Neumond läutet den Umschwung ein. Merkur ist seit dem 18. Januar direktläufig, Mars nimmt an Geschwindigkeit zu und Jupiter im Widder unterstützt die Vorwärtstendenz. Pluto in der Nähe des Neumondes, aber noch bis Ende März im Zeichen Steinbock, weist weiterhin darauf hin, wie wichtig Verantwortungsbewusstsein, Integrität und Realitätssinn sind.

Mars und Pluto bewegen sich erst Mitte bis Ende März in neuen Gradbereichen. Bis dahin werden wir immer noch mit Themen, Handlungen und Konsequenzen der letzten Monate zu tun haben.

 

 

 

Neumond am 21. Januar um 21h53 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

Jahresthemen 2023

 

Für die himmlischen Konstellationen gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten. Sie sind nicht zu jeder Zeit für jeden gleichermaßen spürbar. Das liegt unter anderem an den individuellen Faktoren, die im eigenen Horoskop angesprochen sind, an den gegenwärtigen Lebensumständen des Einzelnen sowie an seinen Erfahrungen und Anschauungen. Wenn eigene Horoskopfaktoren in Resonanz mit Mundanthemen stehen, fühlen wir uns als Individuum aufgerufen, in irgendeiner Form an der Gestaltung mitzuarbeiten. Ansonsten erleben wir die Auswirkungen oft über Personen in unserem Umfeld oder über gesellschaftliche Strömungen.

Aber für alle Menschen ist auf die eine oder andere Art eine allgemeine Stimmung spürbar, eine des Ab- oder Aufbruchs, des Festhaltens oder des Wandelns, der Unsicherheit oder der Euphorie, je nach Temperament, persönlicher Einstellung und momentaner Lebenssituation.

Die folgenden Auslegungen sind als Anregung gedacht, um einen konstruktiven Umgang mit der Zeitqualität zu finden.

 

Da die Weichen weiterhin auf Neubeginn stehen und die Zyklen aufeinander aufbauen, möchte ich noch einmal kurz in die Rückschau gehen:

Die Jahre 2018 bis 2020 waren stark geprägt von der Energie des Steinbocks (Element Erde), mit Jupiter, Saturn, Pluto und dem rückläufigen Mondknoten in diesem Zeichen.

Sowohl Jupiter als auch Saturn haben in diesem Zeitraum einige Ausflüge ins Wassermannzeichen (Element Luft) unternommen, aber erst im Dezember 2020 fand der endgültige Umschwung statt. Zur Wintersonnwende, am 21. Dezember 2020, endete mit der Konjunktion von Jupiter und Saturn im Wassermann eine 200-jährige Ära der beiden Gesellschaftsplaneten im Element Erde und der Luftzyklus begann.  
⇒  Artikel „Jupiter und Saturn auf dem Weg ins Wassermannzeichen“

Die Themen der Jupiter-Saturn-Konjunktion im Wassermann begleiteten uns das gesamte Jahr 2021 über. Zudem machten Jupiter und Saturn Quadrate mit Uranus, dem Herrscher des Wassermannzeichens, die auch noch im Jahr 2022 mehrmals im 1° Orbis waren.

Neu war im Jahr 2022 die Konjunktion von Jupiter mit Neptun im Fischezeichen.
Das heißt, zu dem sich immer weiter manifestierenden Element Luft kam die Wasserenergie und sorgte für einen Gegenpol. Denn ein Überfluss an Luft kann kalt und abweisend werden. Das Element Wasser dagegen repräsentiert die Welt der Gefühle und Emotionen, Offenheit, Sensitivität, Nähe, Empathiefähigkeit, Phantasie und Träume.

 

Betrachten wir nun die Zyklen, Ingresse, Rückläufigkeiten und Finsternisse des Jahres 2023 

 

Ingresse der Gesellschafts- und Kollektivplaneten

In Bezug auf die Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn in den jeweiligen Zeichen stellt sich die Frage, wo wir hinsichtlich der geistigen Eigenschaften und Werte unserer Gemeinschaft stehen. Bei Saturn beispielsweise in Bezug auf Recht und Regeln, auf das rechte Maß, auf ein verantwortliches Miteinander und das Bewusstsein, Teil der Gesellschaft zu sein.

Für Jupiter beziehen sich die Themen vor allem auf Ethik, Bildung, Moral, Recht, Sprache und kulturelle Gewohnheiten.

Jupiter spornt zu immer mehr Wachstum an, während Saturn das – oft positiv – beschränkende System darstellt. Arbeiten Jupiter und Saturn Hand in Hand, kann der Umgang unserer Gesellschaft mit Technologie, Fortschritt, Vernetzung, Individualisierung und Gemeinschaftsgeist neue, verbindende Wege gehen.

 

Saturn beendet seinen Lauf durch das Zeichen Wassermann und wechselt am 07. März in das Fische-Zeichen.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit denen wir uns zurzeit beschäftigen sollten, könnte lauten: Wie lassen sich diese beiden Gegensätze – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.

Mit einem Gesellschaftsplaneten in der visionär nach vorne gerichteten und kollektiven Energie des Wassermanns können wir uns bestenfalls daran orientieren, dass der Fortschritt nicht nur dem Individuum, sondern einer Gemeinschaft nützlich ist. Der Umgang mit den oben beschriebenen Eigenschaften des Wassermannzeichens steht auf dem Prüfstand. Saturn fordert Integrität und Eigenverantwortung.

Das Zeichen Fische ist neben dem Wassermann das zweite kollektive Zeichen.

Vertritt Wassermann den Geist, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Fische auf das Fühlen. Dieses Zeichen befähigt uns zu bedingungsloser Liebe. Seine verbindende Energie entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entsteht das Vertrauen, sich aufgehoben fühlen zu dürfen.

Im Alltag steht das Fischezeichen für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und vage Ängste.

Wie immer kann das Gegenzeichen Jungfrau Hilfestellung geben, wie wir die Fischeenergie konstruktiv einsetzen können. Eine Möglichkeit wäre es, sich nicht im „Mit-Gefühl“ zu verlieren, sondern zu überlegen, wie wir empathisch bleiben können, ohne zum Opfer zu werden, wie wir praktische Hilfe leisten können, die den anderen in die eigenen Kraft bringt, oder was wir selbst konkret brauchen, um im Vertrauen bleiben zu können. Die Ressourcen des Jungfrauzeichens nutzen wir, wenn wir uns am Alltäglichen orientieren, Routinen etablieren und darauf achten, was uns oder einem System förderlich ist oder was es schädigt bzw. krank macht. Das hilft uns, nicht in Idealen, Phantasien, Vorstellungen, Erwartungen oder Wunschdenken zu verharren, sondern alltagstaugliche Lösungen zu finden.

 

Jupiter wandert am 16. Mai vom Widder- in das Stierzeichen und bleibt dort für den Rest des Jahres.

Das Zeichen Widder repräsentiert die Kraft des Impulses, des Neuanfangs und der Initiative. Nach den beiden kollektiven Zeichen steht es für die Vereinzelung, die notwendig ist, damit ein Individuum sich selbst erkennen kann. Als erstes Zeichen des Tierkreises steht Widder für die Geburtsenergie und den Mut, Neuland zu betreten. Hier beginnt die Entwicklung, die sich in ihrem Lauf durch den Zodiak bis zum Fischezeichen vervollkommnet.

Jupiter verbindet in seinem Lauf durch die beiden Zeichen diese so unterschiedlichen Energien. Auch hier ist das „Sowohl-als-auch“ gefragt, in dem Wissen, dass nur eine gut entwickelte Persönlichkeit sich einer übergeordneten Sache zur Verfügung stellen kann.

Das Stierzeichen erinnert an die zu Ende gegangene Erd-Ära. Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Mit ihr erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist ihr Vorhandensein ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur, festhaltend und führt zu Stagnation.

Die Erdenergie ist in unserer Gesellschaft noch immer verankert. Wir streben weiterhin nach Wachstum und Sicherheit, auch wenn wir spüren und es durch die jüngeren Generationen schon vorgelebt bekommen, dass es Zeit für einen Wandel ist, in dem wir neue Formen von Sicherheit finden.

Mit Jupiter im Stier stellt sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

 

Nach mehr als 15 Jahren wechselt Pluto für ein kurzes Intermezzo vom Steinbock in das Zeichen Wassermann.

Pluto Eintritt Wassermann                                                              23. März 2023
Pluto Rücktritt Steinbock                                                                 11. Juni 2023
Pluto Eintritt Wassermann                                                              21. Januar 2024
Pluto Rücktritt Steinbock                                                                 02. September 2024
Pluto Eintritt Wassermann                                                              09. November 2024
Pluto Eintritt Fische                                                                          09. März 2043

 

Dieser Übergang erscheint wie ein weiterer Wendepunkt auf dem Weg ins Wassermannzeitalter, den die beiden Gesellschaftsplaneten Jupiter und Saturn seit ihrem Ingress 2021 vorbereitet haben. Insgesamt fünf Mal pendelt Pluto zwischen den beiden Zeichen Steinbock und Wassermann hin und her, ehe er im November 2024 endgültig in das Zeichen Wassermann eintritt. Ausführlich beschrieben sind die Themen im Artikel: „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“

Auch hier finden wir eine Analogie zu dem Übergang der 200-jährigen Erd-Ära in ein neues Luftzeitalter. Sowohl im kollektiven Sinn, das Wassermannzeitalter, als auch im gesellschaftlichen Sinne, denn in den kommenden 200 Jahren finden die Konjunktionen von Jupiter und Saturn in Luftzeichen statt.

Das bedeutet, dass das Element Luft und seine Manifestationen in Zukunft immer bedeutsamer für uns werden. Diesen Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

In der Astrologie steht Luft für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird sie oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan.

Alle Luftzeichen haben die Fähigkeit zur Distanz und sind zugleich Kontaktzeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese beiden gegensätzlichen Facetten zusammenführen. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Allerdings: Wie wir diese gestalten, hängt von uns selbst ab. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Der Übergang wurde auch hervorgehoben durch die drei Rückläufigkeitsphasen von Merkur, die im Jahr 2021 in Luftzeichen stattfanden, im Jahr 2022 zwischen Luft und Erde pendelten und im Jahr 2023 in Erdzeichen stattfinden. Ein weiterer Anstoß dafür, diese beiden Elemente miteinander zu verbinden.

 

Im Jahr 2023 gibt es lediglich einen Kontakt eines Gesellschaftsplaneten mit einem geistigen Planeten. Bei einer solchen Konstellation stellt sich immer die Frage, wie wir als Gesellschaft mit dieser kollektiven Energie, in diesem Fall Pluto, umgehen.

Jupiter Quadrat Pluto       18. Mai 2023          0°18‘ Stier/Wassermann

Die Verbindung hebt in erster Linie den ersten Wechsel Plutos in das Wassermannzeichen hervor. Siehe oben.

 

Rückläufigkeiten

Rückläufigkeit eines Planeten entsteht dann, wenn die Erde auf ihrer elliptischen Kreisbahn schneller als ein anderer Planet ist und diesen überholt. Dann scheint sich dieser Planet von der Erde aus gesehen rückwärts zu bewegen.

Es ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

 

Rückläufiger Merkur

29. Dezember 2022 – 18. Januar 2023 im Bereich 24°21‘ – 08°08‘ Steinbock
30. April – 15. Mai 2023  im Bereich 15°37‘ – 05°50‘ Stier
31. August – 15. September 2023 im Bereich 21°51‘ – 08°00‘ Jungfrau

Merkur ist der Planet der Kommunikation, des Wissens, des Handels und des Verkehrs.

Da es während seiner Rückläufigkeit häufig zu Missverständnissen kommt, ist es ratsam, immer wieder nachzufragen, ob man richtig verstanden wurde.

Die Rückläufigkeit richtet den Fokus in die Vergangenheit. Es ist daher nicht zweckmäßig, große Schritte nach vorne zu machen, wie zum Beispiel Verträge abzuschließen und Verhandlungen zu forcieren, sondern man sollte nach Möglichkeit die jeweilige Sache nochmals überprüfen und von verschiedenen Seiten Informationen einholen. Manchmal lassen sich Abschlüsse, Ein- oder Verkäufe nicht vermeiden. Dann kann es hilfreich sein, sie zusätzlich von einer unabhängigen Person begutachten zu lassen.

Nicht alle Menschen gehen in gleicher Weise mit dem rückläufigen Merkur in Resonanz. Personen mit rückläufigem Merkur im Geburtshoroskop kennen die Themen, deshalb sind die Auswirkungen der Rückläufigkeit für sie oft nicht so spürbar oder im Gegenteil sogar förderlich.

Die Rückläufigkeiten in den Erdzeichen geben einen weiteren Hinweis darauf, uns mit diesem Element zu beschäftigen. Siehe Ausführungen zum Luft- und Erdelement oben.

 

Rückläufige Venus

23. Juli – 04. September 2023 im Bereich 28°36‘ – 12°12‘ Löwe

Der gleichmäßige Zyklus der rückläufigen Venus (er verschiebt sich im 8-Jahresrhythmus um 2°) gibt uns die Gelegenheit, gleiche Themen (Häuser oder Planeten) immer wieder zu betrachten.

Überprüft werden zum einen Beziehungen und Freundschaften in all ihren Facetten:

Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um und wie lasse ich mich behandeln?
Wie wertvoll erachte ich mich im Vergleich zu anderen?
Was erwarte ich von einer Freundschaft und wie viel bin ich bereit zu geben?
Nehme ich den anderen in seiner Eigenart wahr oder so, wie ich ihn mir wünsche?
Kann ich faire Kompromisse schließen?

Oft werden wir in dieser Zeit mit Altlasten oder Wunschdenken aus vergangenen Beziehungen konfrontiert und können in der Rückschau herausfinden, wie für uns eine ideale Beziehung/Freundschaft in der Zukunft aussehen kann.

Das zweite große Thema berührt unsere Talente und Ressourcen mit den Fragen:

Wie behandle ich meinen Körper? Pflege ich ihn, treibe ich Raubbau, höre ich auf seine Signale?
Wie ist mein Umgang mit Geld und materiellen wie ideellen Werten?
Kenne ich meine Talente, schätze ich sie und gebe ich ihnen genügend Raum zur Entfaltung?

Weitere Venusthemen sind Genussfähigkeit und Lebensfreude:

Was bedeutet für mich Sinnesfreude und Lust?
Erlaube ich mir die Annehmlichkeiten des Lebens?
Wie wichtig sind für mich Schönheit, Kunst und kreativer Selbstausdruck?
Was macht mir wirklich Freude?
Sorge ich für mein eigenes Wohl oder erwarte ich es von anderen?

Dieser Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Löwe statt und bezieht die oben gelisteten Fragen unter anderem auf die Themen Kreativität, Herzenswärme, Souveränität, Egoansprüche.

 

Rückläufiger Mars 

30. Oktober 2022 – 12. Januar 2023  im B ereich 25°36‘ – 08°07‘ Zwilling

Mars steht für Energie, Handlung, Tatkraft, Aktivität, Entscheidungen, Durchsetzungsfähigkeit, Aggression, Konflikte, Wut und für unser Immunsystem.

Während der rückläufigen Phase kehrt sich diese ansonsten extrovertierte Kraft nach innen. Eine gute Zeit, um das eigene Verhalten in Bezug auf die genannten Themen zu überprüfen. In dieser Zeit werden wir in unserem Aktionismus gebremst. Das gibt uns Gelegenheit, zu entscheiden, ob die Schritte, die wir gegangen sind, in die richtige Richtung geführt haben oder ob Korrekturen nötig sind. Dabei können Entscheidungsfindungen oder Handlungen verzögert oder behindert werden und uns ein Gefühl der Stagnation geben.

Oft werden wir in dieser Zeit auch mit schon länger zurückliegenden Taten und Entscheidungen und deren Konsequenzen konfrontiert. Das kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“, usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Eine weitere Auswirkung besteht darin, dass bisher verdrängte Konflikte und Aggressionen aufbrechen und geklärt werden wollen.

Generell werden wir aufgefordert, auf unseren Energielevel zu achten, der in Zeiten des rückläufigen Mars oft nicht so hoch ist wie sonst. Unser Immunsystem ist in dieser Zeit durchaus dankbar für ein wenig Unterstützung und freut sich, wenn wir uns – und andere – nicht überfordern.

Besonders für aktive Menschen, die Wert auf Schnelligkeit und Leistung legen, ist diese Zeit des Innehaltens eine große Herausforderung. Hilfreich kann es sein, den Fokus nicht so sehr auf die Stagnation zu legen, sondern auf die Möglichkeit, zurückzuschauen, zu prüfen und zu korrigieren, um danach wieder mit neuer Kraft vorwärtszuschreiten.

Der Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Zwilling statt und die damit verbundenen Themen können beinhalten: Objektivität und Neutralität im Handeln, Flexibilität sowie dem bewussten Umgang und gezielten Einsatz von Gedanken und Worten.

 

Finsternisse

In früheren Kulturen wurden Finsternisse negativ gedeutet.

Mondfinsternisse bedeuteten schlechte Zeiten für das Volk (Mond = Volk), Sonnenfinsternisse waren schlecht für die Herrscher (Sonne = Herrscher), da der zuständige Himmelskörper verdunkelt wurde.

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond (Emotionen, Unbewusstes, Vergangenheit) zeitweise die Sonne (Bewusstsein, Lebensziel, Gegenwart). Wer schon einmal eine totale Sonnenfinsternis beobachtet hat, kann bezeugen, wie sich das bewusste Leben für kurze Zeit verändert und die Emotionen in den Vordergrund treten. Ergriffenheit, Faszination und Befangenheit sind spürbar. Gefühle, die mit unserem Verstand nichts zu tun haben, trotz des Wissens um die astronomischen Gegebenheiten.

Heutzutage ist die Interpretation objektiver.

Da eine Sonnenfinsternis immer zu Neumond stattfindet, steht dessen Anfangsenergie im Vordergrund. Es ist nicht nur – wie bei jedem Neumond – eine gute Zeit, Neues zu beginnen, sondern das Ereignis kann als eine Aufforderung des Kosmos interpretiert werden, die Energie positiv zu nutzen, um altes, nicht mehr passendes Verhalten zu ändern.

Bei Mondfinsternissen wird der Bewusstwerdungsprozess des Vollmondes für eine Weile unterbrochen. Dadurch können die entsprechenden Mondthemen stark in den Vordergrund treten.

Die Finsternisse werden in den jeweiligen Monatstrends im Zusammenhang mit den aktuellen Konstellationen ausführlicher beschrieben.

 

20. April 2023 – 06h16 MEZ – totale Sonnenfinsternis auf 29°50′ Widder
am aufsteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Jupiter

Die Finsternis beginnt ringförmig im südöstlichen Indischen Ozean, in Teilen der Ostantarktis, in Australien und Südostasien und in großen Teilen Neuseelands. Eine hohe Bedeckung wird im Westen Australiens, in Indonesien, Papua-Neuguinea sowie auf Inseln Melanesiens und Mikronesiens erreicht.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 23° in den kardinalen bis 10° in den fixen Zeichen.

 

05. Mai 2023 – 19h22 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 14°55‘ Stier-Skorpion
mit der Sonne am aufsteigenden Mondknoten im Stier in Konjunktion mit Uranus und dem rückläufigen Merkur.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 0° bis 20° in den fixen Zeichen.

 

14. Oktober 2023 – 19h59 MEZ – ringförmige Sonnenfinsternis auf 21°08′ Waage
am absteigenden Mondknoten, in Konjunktion mit Merkur.

Sichtbar ist sie in Oregon, Nevada, Utah, New Mexico, Texas und fast allen Staaten Mittelamerikas.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 15° bis 30° in den kardinalen Zeichen.

 

28. Oktober 2023 – 22h14 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 05°08‘ Stier-Skorpion
mit der Sonne am absteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Mars und Merkur sowie dem Mond am aufsteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Jupiter.

Der Wirkbereich der Finsternis liegt von 20° in den kardinalen bis 10° in den fixen Zeichen.

 

© Jutta Stemmer

Der Sternenhimmel im November

 

Mars im Sternbild Stier bleibt weiterhin am Nachthimmel sichtbar.  Vom 4. – 13. passiert der Mond zuerst Jupiter dann Mars.

Jupiter und Saturn gehen beide immer früher unter. Saturn bereits vor Mitternacht, Jupiter in den frühen Morgenstunden.

Merkur und Venus bleiben aufgrund ihrer Sonnennähe für uns unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 11. November um 22h00

 

Sternenhimmel am 07. November um 19h30

 

Sternenhimmel am 27. November um 20h30

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann

 

Übergänge sind spannende Zeiten. Sie bringen uns mit zwei unterschiedlichen Energien, Situationen oder Lebensphasen in Kontakt, die oft gegensätzlich oder unvereinbar erscheinen, die aber aufeinander aufbauen. Es sind Zeiten, in denen sich etwas verabschiedet und etwas Neues beginnen will, aber beides noch nicht „fertig“ ist.

In den Jahren 2023 und 2024 pendelt Pluto zwischen den beiden Zeichen Steinbock und Wassermann. Pluto ist die Kraft der Zyklen und der Transformation und damit der ständigen Veränderung. Transformation verbinden wir häufig mit Schmerz, Krise oder Trauer. Wenn wir Veränderung aber zyklisch betrachten, ist es die Kraft der fortwährenden Erneuerung, eine ursprüngliche Kraft, die wir in allen Prozessen der Natur finden.

Pluto ist die helfende Kraft bei Übergängen.
Aber er ist auch schonungslos, wenn wir uns weigern, die Veränderung zuzulassen und uns zu entwickeln. Dann konfrontiert er uns mit Kontrollverlust und den damit verbundenen Ängsten. Die Frage ist, wann wir verlernt haben, in das Leben zu vertrauen, in die Lebendigkeit und die natürliche (Weiter-)Entwicklung, auf deren Basis Erfahrung möglich ist, aus der wiederum Kraft und Zutrauen entstehen.

Als Archetyp fordert und fördert Pluto Integrität. Damit fordert er uns auch dazu auf, uns von dem zu trennen, was uns daran hindert, in diese Echtheit zu gehen. Um an diesen wahren Kern zu kommen, braucht es Ehrlichkeit. Die Ehrlichkeit, hinzuschauen, auch dorthin, wo wir ahnen, dass es uns nicht gefallen wird, weil es beispielsweise nicht unserer Vorstellung von Richtig oder  Falsch, Gut oder Böse, wie wir sein sollten und vieles mehr entspricht. Die Frage ist, woher diese Vorstellungen und Wertungen kommen. Aus uns selbst heraus oder von äußeren Umständen, gesellschaftlichen Normen und Konditionierungen.

Pluto ist ein kollektiver Planet und als solcher hat er das Übergeordnete im Blick, eine Entwicklung, die oft länger dauert als ein Erdenleben. Wenn wir versuchen, in diesen Dimensionen zu denken, mögen wir zu dem Schluss kommen, dass wir ohnehin nichts dazu beitragen können. Aber: Während unserer irdischen Phase leisten wir in unserem privaten Umfeld und in der Gemeinschaft, in der wir leben, durch unsere Gedanken, Worte, Taten sehr wohl etwas bei. Und damit sind wir beim Umgang einer Gesellschaft mit kollektiven Energien.

Um eine Idee zu erhalten, wie wir diesen Übergang in den nächsten Jahren mitgestalten können, möchte ich die beiden Zeichenenergien Steinbock und Wassermann etwas näher beleuchten.
Und auch die Art, wie sie in der Astrologie meist gedeutet werden und welche Betrachtungsweisen darüber hinaus möglich sind. Denn wenn Pluto für Transformation steht, könnte es ja auch die Transformation der Deutung dieser Energien sein. Und das bedeutet nicht das gnadenlose Ende des Alten, sondern zu schauen, wo es einen neuen Ansatz braucht, um die Energien wieder gesellschaftsfähig zu machen, oder auch nur, um sie für uns besser nutzen zu können.

Betrachten wir den Aufbau alter Horoskope, so haben die sieben alten Planeten jeweils ein männliches und ein weibliches Domizil. Außer der Sonne und dem Mond, die als die beiden großen Lichter jeweils ein eigenes Zeichen beanspruchen. Erst später ab dem 18 .Jahrhundert, als die geistigen Planeten entdeckt wurden, geriet diese Ordnung aus dem Gleichgewicht. Vielleicht auch, weil wir versucht haben, diese kollektiven Kräfte in unser irdisches System einzupassen.

Daraus folgt, dass die Energien des Zodiaks ausgeglichen und männlich und weiblich gleichwertig und sich ergänzend angelegt sind. Nun leben wir seit einigen tausend Jahren in einer patriarchalen Gesellschaftsform. Zu ihrer Entstehung gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Das wiederum bedeutet, dass das Männliche der Norm entspricht und das Weibliche dem Männlichen angepasst werden muss. Und schon entsteht ein Ungleichgewicht und auch Zerrformen im Ausdruck der Zeichenenergien. Die Deutung der Zeichen und Planeten unterlag schon immer dem Zeitgeist und orientierte sich an den vorherrschenden kulturellen Vorgaben und Werten. Schön sichtbar ist dies sogar in der jüngeren Geschichte bei Saturn. In der frühbabylonischen und assyrischen Periode ca. 2000 – 650 vor Christus war er ein königlicher Stern, Glück bringend, Kriegsgott und ein Teil des Sonnengottes. In der neubabylonischen und persischen Phase wurde er zusammen mit Mars zu einem negativen Einfluss, während Venus und Jupiter als Glück bringende Planeten galten. In der klassischen Astrologie unserer Zeit gilt Saturn weiterhin als Übeltäter, der hemmt, einschränkt, verbietet und vieles mehr. Die psychologische Astrologie hat diese Deutung weitgehend übernommen, auch wenn sie Saturn Entwicklungspotenzial zuspricht. Dies auszuführen, würde im Rahmen dieses Artikels zu weit führen.

Könnten wir auf dem Weg ins Wassermannzeitalter versuchen, die Zeichenenergien neu auszurichten im Sinne von Gleichwertigkeit? Was könnte das für die Zeichen Steinbock und Wassermann bedeuten? Dazu hat sicher jeder eigene Ideen und Vorstellungen und alle sind willkommen.

Es gibt viele Wege, die zur Zeichenenergie führen. Hier einige Anregungen und Sammlungen von Gedanken, Bildern, Betrachtungsweisen, Überlegungen und Erfahrungen:

Mit dem Eintritt der Sonne ins Steinbockzeichen,
der Wintersonnwende, beginnt nicht nur offiziell der Winter, sondern kehrt auch das Licht zurück. In den Mythen wird in der Wintersonnwendnacht das Lichtkind neu geboren. In der christlichen Tradition deckt sich das mit der Weihnachtsgeschichte. Langsam, oft unmerklich, unspektakulär, aber stetig wird es heller.
Es ist eine Zeit, in der das Licht klar ist, die Natur kahl und Strukturen sichtbar werden. Und es ist eine ruhige Zeit, in der es im Außen nicht viel zu tun gibt. Eine Zeit des Innehaltens und Ankommens. All diese Attribute stecken in de Energie des Steinbockzeichens.

Diese Reduktion auf das Wesentliche macht frei. Frei davon, ständig nach dem Schneller, Höher, Weiter zu streben. Und diese Freiheit schafft Freude an dem, was ist. Das Verlangen nach dem, was sein könnte oder noch erreicht werden sollte, darf ruhen. Und Ruhe darf genossen werden. So kommen wir ganz bei uns an und können zu einer integren Persönlichkeit und einer natürlichen Autorität werden, die ihren Platz einnimmt. Wo auch immer dieser im Moment sein mag, wir sind zufrieden damit und können wirken, ohne uns zu verausgaben. Dabei können wir langsam weiterwachsen im Rahmen unserer Fähigkeiten, unserer Möglichkeiten und unseres seelischen Auftrags. Um wie viel entspannter könnte das Leben sein, wenn wir für unser Sein Wertschätzung erhalten würden und nicht nur für das, was wir schaffen.

Steinbock steht wie alle Erdzeichen für Beständigkeit, Kraft, Erdung und einen gesunden Realitätssinn. Steinbock möchte die Dinge ins Leben bringen und legt deshalb den Fokus auf das Machbare.

Auch mit dem Herrscherplanet Saturn verbinden wir das Erdenleben mit all seinen Möglichkeiten und Begrenzungen. Er ist der letzte von der Erde aus sichtbare Planet (ohne technische Hilfsmittel) und somit ein Schwellenplanet, ein Planet des Übergangs wie auch Pluto. Wobei uns Saturn bei den Übergängen immer wieder auch mit unseren Grenzen konfrontiert (selbst auferlegten ebenso wie anerzogenen, übernommenen und frei gewählten). Saturnale Übergänge sind oft der Zeit geschuldet, weil etwas ausgedient hat oder wir einem Thema oder einer Situation entwachsen sind, wohingegen wir Pluto in einem größeren Kontext betrachten müssen.

Diese Sammlung irdischer Erfahrungen in der Steinbockenergie finden wir auch im schamanischen Medizinrad. Hier steht Steinbock für den Norden, dem Platz der Ältesten und des Erwachsenseins. An dieser Position sind alle irdischen Erfahrungen gesammelt, verarbeitet und verwertet. Herz und Verstand sind im Einklang miteinander und daraus wiederum entsteht Aufrichtigkeit, Klarheit und Weisheit, aus der heraus wir Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Wir verstehen all unsere Erfahrungen als Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen.
Wir spüren ein tiefes inneres Wissen um unser Erdenleben und die Verbindung zu den kosmischen Welten. Denn es ist nicht nur der Platz der Ältesten, sondern auch der himmlischen Wesen und der Drachen, die die Verbindung der beiden Ebenen herstellen.

Auf den Norden folgt der Nordosten, der Platz des magischen Kindes, der Urkraft und im astrologischen Sinn der kollektiven Energien von Wassermann und Fische, an dem alle Kräfte sich sammeln. Es ist der letzte oder der erste Platz im Rad, je nach Betrachtungsweise. Denn hier sind wir frei von irdischen Begrenzungen und ganz in unserer geistigen Energie, unseren Visionen, unserer Intuition und Inspiration und vollkommen. Es ist die schöpferische Kraft des Universums, das Wissen um die geistige Welt und die daraus entstehende Kreativität. Es geht darum, den Phantasien und Visionen Raum zu geben, ohne Erwartung an ein Ergebnis, tief im Vertrauen, dass sie sich zu ihrer Zeit manifestieren werden. Vielleicht klingt diese spielerische und freie Energie aus der Sicht unserer Gesellschaft egoistisch. Bei den indigenen Völkern hatten alle Energien ihren Platz und ihre Geltung. Denn sie wussten um die Verbundenheit allen Seins. Und auch wenn sie die Eigenart des Individuums wertschätzten, stand immer der Clan oder die Sippe im Vordergrund, da sie das Überleben gewährleistete.

Damit sind wir angekommen beim zweiten Zeichen, das Pluto in den kommenden beiden Jahren immer wieder touchieren wird und in das er endgültig im Jahr 2024 wechseln wird: Wassermann.

Wenn wir die Position des Nordostens einnehmen, eine Position bei der alles möglich ist, aber nichts muss, dann sind wir in einer Art von Freiheit, die dem Geist der Fastnacht entspricht. Wir dürfen uns verkleiden, die sein, die wir schon immer sein wollten, und können uns zu erkennen geben oder auch nicht. Masken wirken demaskierend. Wir dürfen uns neu kreieren. Unabhängig von dem, was in unserem Leben wirklich ist, können wir närrisch sein. Und der Narr war schon immer das Sinnbild für den Aufbruch, ohne ein konkretes Ziel, aber voller Selbstvertrauen, dort anzukommen, wo er am richtigen Platz ist. Das ist eine Art von Individualität, die im Vertrauen des magischen Kindes ist und die immer Lust auf Neues, auf Experimente und auf Forschung hat. Wobei das Neue sich nicht manifestieren muss. Es ist eine schöpferisch-kreative Kraft.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Wie lassen sich diese Gegensätze – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen. Nur was braucht es, um unsere eigenen Talente zu entwickeln und wertzuschätzen? Was braucht es, damit wir nicht nach etwas schielen, was nicht zu uns gehört und uns darum viel Mühe kostet, wenn wir es anstreben. Im Prinzip braucht es dafür die entwickelte Steinbockenergie. Wenn wir unsere Integrität gefunden haben, unsere innere Stabilität, haben wir eine sichere Basis, aus der heraus wir uns immer wieder neu erfinden können. Dann können wir auch Gleichwertigkeit auf allen Ebenen leben. Das Leben bietet uns im Hinblick darauf zurzeit viele Möglichkeiten. Um nur einige zu nennen: Die Gender-Debatte, das Akademisierung versus Handwerkermangel, Kulturen und Gesellschaftsformen, die wackeln und sich neue erfinden, Religionen und Philosophien, die sich neuem Gedankengut öffnen und alte Grenzen überschreiten und vieles mehr.

Freiheit ist ein hohes Gut Es braucht Verantwortungsbewusstsein, um Freiheit leben und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft sein zu können. Womit wir bei der Falle des Wassermannzeichens wären: Freiheit und Individualität um jeden Preis. Denn dann ist es vorbei mit der Gleichwertigkeit. Dann ist es individuell-egozentrisch, wenn auch mit Abstand. Anders als das Gegenzeichen Löwe, das auf seine Einzigartigkeit aufmerksam machen würde, zieht sich der Wassermann zurück, geht auf Distanz und demonstriert so seine „bessere“ Individualität.

Im keltischen Jahresrad wird Brigid am 1./2. verehrt. Sie gilt als diejenige, die das Licht auf die Erdebringt, nachdem das Sonnenkind zur Wintersonnwende geboren wurde und unter der Erde schlummerte. Sie steht für Reinigung, Erneuerung, Inspiration und Erleuchtung. Auch hier wieder die Kraft der Erkenntnis, des sich Freimachens, des neu Kreierens und der Anbindung an den Kosmos.

Die beiden Herrscher des Wassermanns sind Saturn und Uranus. Wenn wir bei der alten und ausgewogenen Deutung bleiben, ist Saturn Herrscher sowohl über das weibliche Zeichen Steinbock als auch das männliche Zeichen Wassermann und das in genau dieser Reihenfolge. Er ist der Hüter der Schwelle vom Irdischen (Steinbock) zum Kosmischen (Wassermann). Zyklisch denkend braucht es also auch aus dieser Sicht die Integration der Steinbockenergie (das Fundament, die Erdung und das Verantwortungsbewusstsein), um das Wassermännische (individuelle Schöpferkraft, Erneuerung und Gleichwertigkeit) in unser Leben und in unsere Gemeinschaft zu lassen.

Plutos Lauf durch den Zodiak dauert 246 Jahre weit mehr als ein Menschenleben. Das heisst, dass wir einen Auftrag mitbringen, die Energien der Zeichen, die er während unseres Erdenlebens durchläuft, so gut wie möglich in eine Form zu bringen, die zeitgerecht und dem Leben dienlich ist.

 

Der Sternenhimmel im Dezember

Mars im Sternbild Stier bleibt weiterhin die gesamte Nacht über am Sternenhimmel für uns sichtbar.

Jupiter und Saturn dagegen gehen beide immer früher unter. Saturn bereits in den frühen Nachtstunden, Jupiter gegen Mitternacht.

Venus und Merkur kehren zum Ende des Monats nach Sonnenuntergang für kurze Zeit als Abendsterne zurück, wobei wir nur die hellere Venus für einige Minuten im Westen beobachten können.

 

Sternenhimmel am 06. Dezember um 20h00

 

 

Sternenhimmel am 02. Dezember um 20h00

 

 

Sternenhimmel am 31. Dezember um 17h30

 

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung vom www.stellarium.org

 

Der Sternenhimmel im Oktober

 

Jupiter im Sternbild Fische und Mars im Sternbild Stier können wir fast die gesamte Nacht über am Sternenhimmel beobachten.
Vom 7. – 15 passiert der Mond die beiden Himmelslichter.

Saturn hingegen vermindert auf seinem Weg durch den Steinbock seine Sichtbarkeit und geht bereits in den frühen Morgenstunden im Westen unter

Merkur und Venus bleiben aufgrund ihrer Sonnennähe für uns unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 11. Oktober um 0h00

 

 

Sternenhimmel am 13. Oktober um 23h00

 

 

Sternenhimmel am 29. Oktober um 23h00

 

 

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

Monatstrends Dezember

 

Mars bewegt sich seit dem 30. Oktober rückläufig durch den Zodiak. Er läuft von 25°36‘ Zwillinge bis 8°07‘ Zwillinge. Am 12. Januar wechselt er in die Direktläufigkeit und erreicht seinen Ausgangspunkt am 16. März 2023.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Mars steht für Energie, Handlung, Tatkraft, Aktivität, Entscheidungen, Durchsetzungsfähigkeit, Aggression, Konflikte, Wut und für unser Immunsystem.

Während der rückläufigen Phase kehrt sich diese ansonsten extrovertierte Kraft nach innen. Eine gute Zeit, um das eigene Verhalten in Bezug auf die genannten Themen zu überprüfen. In dieser Zeit werden wir in unserem Aktionismus gebremst. Das gibt uns Gelegenheit, zu entscheiden, ob die Schritte, die wir gegangen sind, in die richtige Richtung geführt haben oder ob Korrekturen nötig sind. Dabei können Entscheidungsfindungen oder Handlungen verzögert oder behindert werden und uns ein Gefühl der Stagnation geben.

Oft werden wir in dieser Zeit auch mit schon länger zurückliegenden Taten und Entscheidungen und deren Konsequenzen konfrontiert. Das kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Eine weitere Auswirkung besteht darin, dass bisher verdrängte Konflikte und Aggressionen aufbrechen und geklärt werden wollen.

Generell sind wir aufgefordert, auf unseren Energielevel zu achten, der in Zeiten des rückläufigen Mars oft nicht so hoch ist wie sonst. Unser Immunsystem ist in dieser Zeit durchaus dankbar für ein wenig Unterstützung und freut sich, wenn wir uns – und andere – nicht überfordern.

Besonders für aktive Menschen, die Wert auf Schnelligkeit und Leistung legen, ist diese Zeit des Innehaltens eine große Herausforderung. Hilfreich kann es sein, den Fokus nicht so sehr auf die Stagnation zu legen, sondern auf die Möglichkeit, zurückzuschauen, zu prüfen und zu korrigieren, um danach wieder mit neuer Kraft vorwärtszuschreiten.

Der Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Zwillinge statt und die damit verbundenen Themen können beinhalten: Objektivität und Neutralität im Handeln, Flexibilität sowie dem bewussten Umgang und gezielten Einsatz von Gedanken und Worten.

 

Am 28. Oktober wechselte Jupiter in seinem Rückwärtslauf vom Widder- in das Fischezeichen und bleibt hier noch einmal bis zum 20. Dezember. Danach läuft er bis Mitte Mai 2023 durch das Widderzeichen. ⇒ Jahresthemen 2022 und 2023

Die Energie des Fische-Zeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden. Und ob wir alltagstaugliche Strategien haben, uns zu schützen, wenn wir aufgrund hoher Sensibilität und Offenheit darunter zu leiden beginnen.

Dabei kann uns die Jungfrauqualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

Das Zeichen Widder repräsentiert die Kraft des Impulses, des Neuanfangs und der Initiative. Nach den beiden kollektiven Zeichen steht es für die Vereinzelung, die notwendig ist, damit ein Individuum sich selbst erkennen kann. Als erstes Zeichen des Tierkreises steht Widder für die Geburtsenergie und den Mut, Neuland zu betreten. Hier beginnt die Entwicklung, die sich in ihrem Lauf durch den Zodiak bis zum Fische-Zeichen vervollkommnet.

Jupiter verbindet in seinem Lauf durch die beiden Zeichen diese so unterschiedlichen Energien. Auch hier ist das „Sowohl-als-auch“ gefragt, in dem Wissen, dass sich nur eine gut entwickelte Persönlichkeit einer übergeordneten Sache zur Verfügung stellen kann.

 

Ab dem 29. Dezember beginnt Merkur seinen Rückläufigkeitszyklus auf 24°21‘ Steinbock. Am 18. Januar 2023 wechselt er die Richtung auf 8°08‘ Steinbock und erreicht seinen Ausgangspunkt am 7. Februar.
Die Zeitqualität der Rückläufigkeit ist beim rückläufigen Mars beschrieben, siehe oben.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und die Art und Weise, wie wir in Kontakt treten und uns austauschen. Dies bezieht sich nicht nur auf unsere Sprache, sondern auch auf Güter.

Das Zeichen Steinbock steht dabei für Klarheit, Ehrlichkeit, Integrität und für die Konzentration auf das Wesentliche. Das heißt, wir haben in dieser Zeit Gelegenheit, unsere Einstellungen und Vorstellungen ebenso wie unser Verhalten in Bezug auf Kommunikation und Kontakte zu überprüfen und zu schauen, ob wir etwas verändern wollen. Es ist gut möglich, dass wir mit Konsequenzen konfrontiert werden, deren Ursache in der Vergangenheit liegt, um eventuell Korrekturen vorzunehmen.

 

Zum Vollmond am 8. Dezember um 05h08 auf 16° der Schütze-Zwillinge-Achse steht der rückläufige Mars in enger Konjunktion zum Mond.
Thematisch gesehen stehen vor allem unsere ideellen Werte, Vorstellungen, Ethik, Moral und Überzeugungen im Fokus und auf dem Prüfstand. Auf der persönlichen Ebene ist die Mond-Mars-Konjunktion eine sehr emotionale und auch explosive Verbindung. Das Zwillingszeichen bringt eine gewisse Neutralität mit sich und lenkt den Fokus auch auf die Frage, wie gut wir für unsere Bedürfnisse eintreten und sie frei von Erwartungen verbalisieren können. Oder ob es an der Zeit ist, sich von alten, nicht mehr notwendigen Vorstellungen diesbezüglich zu verabschieden.

 

 

 Vollmond am 08. Dezember um 05h08 MEZ in München

 

 

Zwei Tage nach der Wintersonnwende und dem Eintritt der Sonne in das Steinbockzeichen findet am 23. Dezember um 11h16 ein Neumond auf 1°32‘ Steinbock im Quadrat zu Jupiter im Widder statt.

Wie schon beim rückläufigen Merkur (ab dem 29. Dezember) beschrieben, steht das Zeichen Steinbock für Klarheit, Ehrlichkeit, Integrität und für die Konzentration auf das Wesentliche. Der Neumond steht für den Beginn eines neuen Zyklus und die Verbindung zu Jupiter im Widder könnte darauf hinweisen, dass es an der Zeit ist, diese Fähigkeiten wertzuschätzen und einen neuen/zeitgerechteren Umgang damit zu finden. Eine Neuauflage der Steinbockqualitäten sozusagen. Je nachdem, wohin der Neumond im eigenen Horoskop fällt, kann das einen Hinweis darauf geben, wo wir persönlich angesprochen sind.

 

 

 

Neumond am 23. Dezember um 11h16 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

Monatstrends November

 

Im November verabschiedet sich das Saturn-Uranus-Quadrat, das uns seit 2021 begleitet, endgültig. Das bedeutet, dass wir ein letztes Mal Revue passieren lassen können, wie wir mit diesen so unterschiedlichen Energien umgehen, was die Essenz der letzten Jahre in Bezug auf diese Konstellation für uns ist und wie wir sie in Zukunft gerne einsetzen wollen. Ausführlich beschrieben ist sie in den Jahrestrends 2021 und 2022.

Kurz zusammengefasst:

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermannzeichens verbindet er diese mit kollektiven Anliegen. Oft erscheint uns das als Widerspruch, aber auch als das Zusammenführen zweier Paradoxe. In der Verbindung bedeutet es, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen. Als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Saturn steht für die Verbindung zur Erde, zur irdischen Realität mit all ihren Herausforderungen, für das Wesentliche und für unseren inneren Kompass. Beim Kontakt eines Gesellschaftsplaneten (Saturn) mit einem geistigen Planeten (Uranus) stellt sich immer die Frage, wie wir als Gesellschaft mit dieser kollektiven Energie, in diesem Fall der uranischen Energie, umgehen und ob wir bereit sind, sie in unseren Alltag zu integrieren.

 

Mars bewegt sich seit dem 30. Oktober rückläufig durch den Zodiak. Er läuft von 25°36‘ Zwillinge bis 8°07‘ Zwillinge. Am 12. Januar wechselt er in die Direktläufigkeit und erreicht seinen Ausgangspunkt am 16. März 2023.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Mars steht für Energie, Handlung, Tatkraft, Aktivität, Entscheidungen, Durchsetzungsfähigkeit, Aggression, Konflikte, Wut und für unser Immunsystem.

Während der rückläufigen Phase kehrt sich diese ansonsten extrovertierte Kraft nach innen. Eine gute Zeit, um das eigene Verhalten in Bezug auf die genannten Themen zu überprüfen. In dieser Zeit werden wir in unserem Aktionismus gebremst. Das gibt uns Gelegenheit, zu entscheiden, ob die Schritte, die wir gegangen sind, in die richtige Richtung geführt haben oder ob Korrekturen nötig sind. Dabei können Entscheidungsfindungen oder Handlungen verzögert oder behindert werden und uns ein Gefühl der Stagnation geben.

Oft werden wir in dieser Zeit auch mit schon länger zurückliegenden Taten und Entscheidungen und deren Konsequenzen konfrontiert. Das kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Eine weitere Auswirkung besteht darin, dass bisher verdrängte Konflikte und Aggressionen aufbrechen und geklärt werden wollen.

Generell sind wir aufgefordert, auf unseren Energielevel zu achten, der in Zeiten des rückläufigen Mars oft nicht so hoch ist wie sonst. Unser Immunsystem ist in dieser Zeit durchaus dankbar für ein wenig Unterstützung und freut sich, wenn wir uns – und andere – nicht überfordern.

Besonders für aktive Menschen, die Wert auf Schnelligkeit und Leistung legen, ist diese Zeit des Innehaltens eine große Herausforderung. Hilfreich kann es sein, den Fokus nicht so sehr auf die Stagnation zu legen, sondern auf die Möglichkeit, zurückzuschauen, zu prüfen und zu korrigieren, um danach wieder mit neuer Kraft vorwärtszuschreiten.

Der Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Zwillinge statt und die damit verbundenen Themen können beinhalten: Objektivität und Neutralität im Handeln, Flexibilität sowie dem bewussten Umgang und gezielten Einsatz von Gedanken und Worten.

 

Am 28. Oktober wechselte Jupiter in seinem Rückwärtslauf vom Widder- in das Fischezeichen und bleibt hier noch einmal bis zum 20. Dezember.

Die Energie des Fischezeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden und  ob wir alltagstaugliche Strategien haben, uns zu schützen, wenn beginnen darunter zu leiden.

Dabei kann uns die Jungfrauqualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

 

Die totale Mondfinsternis vom 8. November um 12h auf 16° der Stier-Skorpion-Achse mit Sonne, Merkur und Venus am absteigenden und Mond und Uranus am aufsteigenden Mondknoten ist in unseren Breitengraden leider nicht sichtbar.

Betrachten wir eine Mondfinsternis astronomisch-wissenschaftlich und astrologisch-energetisch:

Zu Vollmond wird das Licht der Sonne durch den Mond gespiegelt und die Nacht wird hell. Bei einer Mondfinsternis wird diese Spiegelung zeitweise vollständig oder auch nur in Teilen durch das Eintreten des Erdschattens unterbrochen.

Setzen wir den Mond mit dem Unbewussten, dem Gefühlsbereich und der Vergangenheit gleich, die Sonne mit dem Bewussten, dem Willen und der Zukunft und die Erde mit der Gegenwart, dann werden zu Vollmond die Mondqualitäten bewusst gemacht und erleuchtet. Bei der Finsternis ist die Erde (Gegenwart) für kurze Zeit von beiden Lichtern abgeschnitten und ein Gefühl von Isolation kann entstehen, das uns nach dem Grund unseres Hierseins auf der Erde fragen lässt. Die dunkle Seite der Mondqualität, zu der unterdrückte Gefühle, ungeliebte Erinnerungen und unbewusste Sehnsüchte gehören, werden spürbar, können aber nicht klar definiert werden und verunsichern dadurch emotional.

Die Stier-Skorpion-Achse kennen wir auch als die „Werte-Achse“. Die skorpionale Energie fordert Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit und hinterfragt die Motivationen unseres Handelns und Denkens. Skorpion ist auch das Zeichen der Zyklen und der Transformation. Diese Zeichenenergie fordert uns dazu auf, uns von dem zu trennen, was dem Leben nicht förderlich ist. Dazu müssen wir manchmal überprüfen, ob eingegangene Kompromisse, die per se nicht schlecht sind, als Entschuldigung dienen, um einer Veränderung auszuweichen. Weiterhin steht das Wasserzeichen Skorpion für Prozessarbeit, bei der vor allem die Ebene des Fühlens angesprochen ist. Und das braucht in der Regel seine Zeit.

Mit dem Finsternis-Mond am aufsteigenden Mondknoten sind wir aufgefordert, einen neuen Umgang mit alten Konditionierungen zu finden und unseren Gefühlen Raum zu geben. Dies gilt auch für uranische Themen, siehe oben.

Sonne, Merkur und Venus am absteigenden Knoten weisen darauf hin, dass Egostrukturen, alte Beziehungsmuster, Werte, Kommunikationsverhalten, Vorstellungen und Glaubenssätze, die uns nicht mehr dienlich sind, abgelegt werden können.

 

 

Totale Mondfinsternis am 08. November um 12h00 MEZ in München

 

 

 

Der Neumond am 23. November um 23h57 findet auf 1°37‘ Schütze in einer weiten Konjunktion mit Merkur und Venus und im Trigon zu Jupiter statt.

Thematisch gesehen stehen vor allem unsere ideellen Werte, Vorstellungen, Ethik, Moral und Überzeugungen im Fokus. Eine Überprüfung steht an, ob diese noch zeitgemäß sind oder ob wir Einstellungen, denen wir inzwischen entwachsen sind und die nicht mehr zu uns passen, ablegen wollen. Dies kann sowohl im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Rahmen geschehen.

 

 

Neumond am 23. November um 23h57 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

 

 

 

Monatstrends Oktober

 

Im September und Oktober bewegt sich das Saturn-Uranus-Quadrat noch einmal im 1°-Orbis, ehe es sich im November endgültig verabschiedet. Das bedeutet, dass wir im Altweibersommer und Herbst noch einmal Revue passieren lassen können, wie wir mit diesen so unterschiedlichen Energien umgehen, was die Essenz der letzten Jahre in Bezug auf diese Konstellation für uns ist und wie wir sie in Zukunft gerne einsetzen wollen. Ausführlich beschrieben ist sie in den Jahrestrends 2021 und 2022.

Kurz zusammengefasst:

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermann-Zeichens verbindet er diese mit kollektiven Anliegen. Oft erscheint uns das als Widerspruch, aber auch als das Zusammenführen zweier Paradoxe. In der Verbindung bedeutet es, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen. Als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Saturn steht für die Verbindung zur Erde, zur irdischen Realität mit all ihren Herausforderungen, für das Wesentliche und für unseren inneren Kompass. Beim Kontakt eines Gesellschaftsplaneten (Saturn) mit einem geistigen Planeten (Uranus) stellt sich immer die Frage, wie wir als Gesellschaft mit dieser kollektiven Energie, in diesem Fall der uranischen Energie, umgehen und ob wir bereit sind, sie in unseren Alltag zu integrieren.

Diese Konstellation erhielt in den letzten Monaten mehrmals Auslösungen. Im August durch die Konjunktion von Mars und dem aufsteigendem Mondknoten in Konjunktion mit Uranus sowie dem Vollmond, im September durch den Vollmond auf der Jungfrau-Fische-Achse. Im Oktober steht Uranus immer noch in der Nähe der Mondknotenachse, die an der partiellen Sonnenfinsternis beteiligt ist. Ende des Monats läuft das Quadrat langsam aus dem Orbis und verabschiedet sich nach annähernd zwei Jahren.

 

Am 10. September begann Merkur seinen Rückläufigkeitszyklus auf 8°55‘ Waage. Bis zum 2. Oktober bewegt er sich bis 24°11‘ Jungfrau und erreicht seinen Ausgangspunkt am 17. Oktober.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und auf den Austausch aller Art.

Die Zeichen Jungfrau (veränderlich) und Waage (kardinal) repräsentieren zwei sehr unterschiedliche Energien: Jungfrau ist darauf ausgerichtet, ein System am Leben und am Laufen zu halten. Sie orientiert sich an Fakten und strebt stets nach einem Bezug zur Praxis – mit Liebe zum Detail, auf pragmatische und wirtschaftliche Weise. Waage vertritt die kommunikative und kontaktfreudige Luft, die den schönen Seiten des Lebens zugewandt ist und immer auch ihr Gegenüber im Blick hat. Sie legt Wert auf das Zwischenmenschliche und die Gemeinschaft.

Das heißt, dass wir in dieser Rückläufigkeitsphase mit verschiedenen Werkzeugen arbeiten können, um unsere Gedanken, Ideen und Vorhaben neu auszurichten.

 

Der Vollmond findet am 9. Oktober um 22h45 auf 16°32‘ der Widder-Waage-Achse statt. Daran beteiligt sind Venus, Chiron und Saturn.

Der Widdermond steht in Konjunktion mit Chiron. Venus an der Waagesonne unterstreicht das Beziehungsthema, das durch die Herrscher Venus und Mars schon angelegt ist.

Bei dieser Konstellation geht es darum, die Widderenergie mit den Qualitäten des Waagezeichens (Liebes- und Beziehungsfähigkeit, Harmonie, Ausgleich, Ästhetik und Kunstsinn) in Einklang zu bringen. Die Beteiligung von Chiron im Zeichen Widder zeigt eine Ambivalenz zwischen dem männlichen und weiblichen Ausdruck von Kraft und ihren gegenseitigen Verletzungen. Die Frage dazu kann lauten: Lag der Blick in der Vergangenheit auf dem Trennenden oder dem Verbindenden und wie können wir aus einem „Ich gegen die anderen“ ein „Ich und die anderen“ machen?

 

 Vollmond am 09. Oktober um 22h54 MEZ in München

 

 

Die partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober um 13h00 auf 2°00 Skorpion steht in Konjunktion mit Venus am absteigenden Mondknoten.

In Deutschland erreicht sie zwischen 11h10 und 13h30 eine Bedeckung von 24° bis 32°. ⇒ Jahresthemen

Die Stier-Skorpion-Achse kennen wir auch als die „Werte-Achse“. Venus bringt Beziehungen und Beziehungsfähigkeit mit ins Spiel. Die skorpionale Energie fordert Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit und hinterfragt die Motivationen unseres Handelns und Denkens. Skorpion ist auch das Zeichen der Zyklen und der Transformation. Diese Zeichenenergie fordert uns dazu auf, uns von dem zu trennen, was dem Leben nicht förderlich ist. Dazu müssen wir manchmal überprüfen, ob eingegangene Kompromisse, die per se nicht schlecht sind, als Entschuldigung dienen, um einer Veränderung auszuweichen. Weiterhin steht das Wasserzeichen Skorpion für Prozessarbeit, bei der vor allem die Ebene des Fühlens angesprochen ist. Und das braucht in der Regel seine Zeit. Hier kann die Beteiligung von Uranus am aufsteigenden Mondknoten der Finsternis zu Unruhe und Ungeduld führen und als sowohl ablenkend als auch störend empfunden werden.

 

 

Partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober um 13h00 MEZ in München

 

 

Am 28. Oktober wechselt Jupiter in seinem Rückwärtslauf vom Widder- in das Fischezeichen und bleibt hier noch einmal bis zum 20. Dezember.

Die Energie des Fischezeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden, und ob wir alltagstaugliche Strategien haben, uns zu schützen, wenn wir beginnen darunter zu leiden.

Dabei kann uns die Jungfrau-Qualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

 

Ab dem 30. Oktober beginn Mars seinen Rückläufigkeitszyklus auf 25°36‘ Zwillinge.
Bis zum 12. Januar bewegt er sich auf 8°07‘ Zwillinge und erreicht seinen Ausgangspunkt am 16. März 2023. ⇒ Jahresthemen

Mars steht für Energie, Handlung, Tatkraft, Aktivität, Entscheidungen, Durchsetzungsfähigkeit, Aggression, Konflikte, Wut und für unser Immunsystem.

Während der rückläufigen Phase kehrt sich diese ansonsten extrovertierte Kraft nach innen. Eine gute Zeit, um das eigene Verhalten in Bezug auf die genannten Themen zu überprüfen. In dieser Zeit werden wir in unserem Aktionismus gebremst. Das gibt uns Gelegenheit, zu entscheiden, ob die Schritte, die wir gegangen sind, in die richtige Richtung geführt haben oder ob Korrekturen nötig sind. Dabei können Entscheidungsfindungen oder Handlungen verzögert oder behindert werden und uns ein Gefühl der Stagnation geben.

Oft werden wir in dieser Zeit auch mit schon länger zurückliegenden Taten und Entscheidungen und deren Konsequenzen konfrontiert. Das kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Wenn wir erkennen, was uns an einen bestimmten Punkt geführt hat, können wir die Aufgabe annehmen, ohne uns in der Vergangenheit und dem „wenn“, „dann“, „hätte“, „wäre“ usw. zu verlieren. Dann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen für den Augenblick zu treffen.

Eine weitere Auswirkung besteht darin, dass bisher verdrängte Konflikte und Aggressionen aufbrechen und geklärt werden wollen.

Generell sind wir aufgefordert, auf unseren Energielevel zu achten, der in Zeiten des rückläufigen Mars oft nicht so hoch ist wie sonst. Unser Immunsystem ist in dieser Zeit durchaus dankbar für ein wenig Unterstützung und freut sich, wenn wir uns – und andere – nicht überfordern.

Besonders für aktive Menschen, die Wert auf Schnelligkeit und Leistung legen, ist diese Zeit des Innehaltens eine große Herausforderung. Hilfreich kann es sein, den Fokus nicht so sehr auf die Stagnation zu legen, sondern auf die Möglichkeit, zurückzuschauen, zu prüfen und zu korrigieren, um danach wieder mit neuer Kraft vorwärtszuschreiten.

Der Rückläufigkeitszyklus findet im Zeichen Zwillinge statt und die damit verbundenen Themen können beinhalten: Objektivität und Neutralität im Handeln, Flexibilität sowie dem bewussten Umgang und gezielten Einsatz von Gedanken und Worten.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer