Jahrestrends 2017

Für die himmlischen Konstellationen gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten. Sie sind nicht für jeden gleichermaßen spürbar. Das liegt unter anderem an den individuellen Faktoren, die im eigenen Horoskop angesprochen sind, an den gegenwärtigen Lebensumständen des Einzelnen sowie an seinen Erfahrungen und Anschauungen. Wenn eigene Horoskopfaktoren in Resonanz mit Mundanthemen stehen, fühlen wir uns als Individuum aufgerufen, in irgendeiner Form an der Gestaltung mitzuarbeiten. Ansonsten erleben wir die Auswirkungen oft über Personen in unserem Umfeld oder über gesellschaftliche Strömungen.

Aber für alle Menschen ist auf die eine oder andere Art eine allgemeine Stimmung spürbar, eine des Ab- oder Aufbruchs, des Festhaltens oder des Wandelns, der Unsicherheit oder der Euphorie, je nach Temperament, persönlicher Einstellung und momentaner Lebenssituation.

Die folgenden Auslegungen sind als Anregung gedacht, um einen konstruktiven Umgang mit der Zeitqualität zu finden.

Im Jahr 2016 standen überwiegend die Ausläufer des Pluto-Uranus-Quadrats und das Saturn-Neptun-Quadrat im Fokus. Da mit Abschluss eines Zyklus der Prozess nicht abgeschlossen ist, sondern sich weiterbewegt, ist es oft erst nach der akuten Phase möglich, die Herausforderungen neutral zu betrachten und in der Reflektion die dahinter stehenden Themen herauszufiltern und zu bearbeiten.

Dass das Pluto-Uranus-Quadrat noch nicht vollkommen abgeschlossen ist, zeigt sich durch die Auslösung der beiden einzelnen Planeten durch Jupiter. Besonders Menschen mit Horoskopfaktoren in der zweiten Hälfte der kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) können hier aufgefordert sein, die Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Die Themen des Saturn-Neptun-Quadrats, das in der Mitte des Jahres 2016 ausgelöst war, findet Analogien durch das nun folgende Quadrat von Saturn zu Chiron in den Fischen.

Diese drei Konstellationen (Jupiter Quadrat Pluto, Jupiter Opposition Uranus und Saturn Quadrat Chiron) waren bereits zum Ende des Jahres 2016 ein erstes Mal exakt und werden den Großteil des Jahres Jahr 2017 im Fokus stehen.

 

01. Januar 2017 – 00h00 in München

 

Das Horoskop vom Neujahrstag um 0.00 Uhr zeigt deutlich zwei der Spannungsherde, die uns 2017 begleiten werden: Es sind die Opposition von Jupiter in der Waage zu Uranus im Widder und das Quadrat von Saturn im Schützen zu Chiron in den Fischen.

Interessant ist, dass die beiden Aspekte über ein Trigon von Saturn zu Uranus miteinander verbunden sind. Es ist zu überlegen, ob dieser harmonische Aspekt zur Entspannung beitragen kann. Saturn und Uranus gelten gemeinhin als Antagonisten, herrschen aber beide über das fixe Zeichen Wassermann. Ihre Verbindung kann viele Ausdrucksformen finden, und ich möchte zur Anregung nur einige nennen. Wird sie konstruktiv gelebt, können gesellschaftliche Normen und Traditionen, die nur noch der Form halber bestehen, ihre inhaltliche Ebene aber verloren haben, neu gestaltet werden. Ebenso kann eine Offenheit entstehen, in der jeder Mensch als Individuum anerkannt wird und seinen Platz in der Gemeinschaft erhält. Regeln und Gesetze können neu definiert werden, mit der Folge, dass das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen in den Vordergrund gestellt wird. Ganz allgemein geht es darum, das rechte Maß zu finden zwischen Neu und Alt, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Fortschritt und Tradition, zwischen Freiheit und Verantwortung und zwischen Realität und Möglichkeit.

Das würde bedeuten, dass wir in diesem Jahr Hilfestellung bei der Bewältigung von Herausforderungen erhalten, wenn wir es schaffen, diese beiden so unterschiedlichen Qualitäten immer wieder in die Balance zu bringen und aus dieser Position heraus unser Leben zu gestalten und in der Welt zu agieren.

 

Jahresthemen 2017

 

Jupiter Quadrat Pluto           
  25. November 2016              15°46‘ Waage/Steinbock
                                                                   30. März 2017                       19°17‘ Waage/Steinbock
                                                                       04. August 2017                    17°31‘ Waage/Steinbock

Jupiter, in der griechischen Mythologie auch als Zeus bekannt, ist der allmächtige Herrscher über Himmel und Erde. Er vereint Wachstumskraft und Expansionsfähigkeit und strebt stets nach Höherem sowohl im geistigen als auch im weltlichen Sinn. Für ihn existieren keine Grenzen, was mitunter zu Maßlosigkeit und Überhöhung führen kann. Seinem Weitblick fehlt es oft an Realitätssinn. Sein großes Potenzial liegt in der Fähigkeit, Dinge in einem übergeordneten Zusammenhang zu sehen, dem Leben einen Sinn zu geben und die Hoffnung auch in schwierigen Situationen nicht zu verlieren. Jupiters Gerechtigkeitssinn orientiert sich nicht an Gesetzen, sondern an seiner eigenen Ethik. Als Prediger kann er sowohl Heil bringen als auch verführen. In seiner reifen Form wird er als Mentor und Lehrer sein Wissen, vielleicht sogar seine Weisheit, gerne weitergeben und andere unterstützen.

Pluto steht für die Kraft der Regeneration und Erneuerung.
Er fordert die Auseinandersetzung mit Themen, die wir bisher vermieden oder erfolgreich vertuscht haben. Er verlangt Ehrlichkeit uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber sowie das Hinterfragen der tieferen Motivationen und Absichten. Unter seinem Einfluss wird es immer schwieriger, Halbwahrheiten und faule Kompromisse aufrechtzuerhalten.
Im Zeichen Steinbock bestärkt er uns, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für unser Wirken oder auch Nichtwirken zu übernehmen, statt Feindbilder im Außen zu suchen. Dabei steht unser Einsatz für die Gesellschaft im Vordergrund. Pluto lenkt unseren Blick auf das Wesentliche und darauf, was wirklich wichtig für uns ist, unabhängig von Status und Äußerlichkeiten. Er wirkt dem „Alles ist möglich“ entgegen, indem er uns ermutigt, uns auf das zu beschränken, was in der Substanz wertvoll ist, damit es sich in sinnvollen Grenzen weiterentwickeln kann. Seine transformierende Kraft lässt den fruchtbaren Kern leben, damit etwas Neues daraus entstehen kann.
Pluto steht für das Thema Macht in all seinen Facetten. Der oft negativ besetzte Terminus Macht als egozentrischer Machtanspruch, Machtmissbrauch, Schaffen von Abhängigkeiten, Intrigen, Manipulation, Korruption, Fanatismus wird dabei hinterfragt. Wir haben die Möglichkeit, neue Ausdrucksformen für diese Kraft zu entdecken. Zum Beispiel: Macht im Sinne von Können, Fähigkeit, Vermögen, etwas zu bewirken oder zu beeinflussen, und Mut, diese Macht auch mit allen Konsequenzen einzusetzen.

Die negative Manifestation dieser Planetenkombination beinhaltet die Gefahr von Allmachtsfantasien, Machtmissbrauch aufgrund von gesellschaftlichen Positionen, Fanatismus in Bezug auf Religionsgemeinschaften und eine starke Faszination für Führungspersonen, die ihre Macht offen demonstrieren. Dabei kann der Schutz der Gesellschaft mit ihren Regeln, Normen und Werten als Entschuldigung für skrupelloses Verhalten dienen. Im positiven Fall kann die Integrität einzelner, charismatischer Persönlichkeiten eine Gemeinschaft zum Umdenken bewegen und zu verantwortungsbewusstem Wirken animieren.
Im persönlichen Bereich wird Ehrlichkeit immer wichtiger, um unsere eigene Ethik zu entwickeln und ihr zu folgen.

Die Zeichen Waage/Steinbock stehen für Fairness, Ausgewogenheit, Rücksichtnahme, ausgleichende Gerechtigkeit, Anerkennung der Grenzen des Möglichen und Machbaren und Verantwortungsbereitschaft im Rahmen einer Gemeinschaft.

 

Jupiter Opposition Uranus
          26. Dezember 2016     20°33‘ Waage/Widder
                                                                                03. März 2017            22°11‘ Waage/Widder
                                                                                  28. September 2017    27°22‘ Waage/Widder

Uranus ist der Planet des Fortschritts, der Unabhängigkeit und der Revolution.
Im März 2011 wanderte er endgültig in das Widderzeichen und unterstützt uns seither, mutig neue Wege zu gehen, Ballast, den wir nicht mehr brauchen, hinter uns zu lassen, nötige Reformen auf den Weg und neue Technologien zum Einsatz zu bringen, um die Ressourcen der Erde effizienter – nicht im Sinne von Ausbeutung – nutzen zu können und damit die globalen Lebensbedingungen zu verbessern.
Uranus erkennt keine Autorität an, ist aber auch nicht immer bereit, Verantwortung zu übernehmen. Seine Schattenseite ist die Individualisierung bis ins Extreme. Dann fokussiert sich der Blick nur noch auf die Interessen des Einzelnen, wobei die Einbindung in ein System oder eine Gesellschaft aus den Augen verloren wird. Auch die Widderenergie ist nach vorne gerichtet, stärkt den Mut, bringt aber auch Rücksichtslosigkeit und Egoansprüche hervor.

Gemeinsam ist Jupiter und Uranus, dass sie keine Grenzen anerkennen und von der Einstellung geprägt sind, dass alles möglich sei. Positiv gesehen kann dies zur Veränderung unter anderem von gesellschaftlichen Normen führen. In der Opposition kann es gut sein, dass individuelle und gesellschaftliche Belange im Widerspruch stehen. Jupiters Neigung zur Übertreibung kann in diesem Fall zu Spaltung und Separation führen oder zu spontanen und unberechenbaren Abbrüchen. Generell ist es eine sehr energetische Begegnung zweier Planetenprinzipien und es wird nicht immer leicht sein, das rechte Maß zu finden.

Hilfreich für den Einzelnen kann es in den Zeiten der Aktivierung sein, sich immer wieder zu erden, die Gedanken zu sortieren und zu disziplinieren und umsichtig zu handeln.

Der Widder-Waage-Konflikt ist kurz und prägnant: „Ich oder die anderen“.

Alte, tiefsitzende Ängste des „Nicht-Wahrgenommen-Werdens“ und ein daraus resultierendes Gefühl des „Zukurzkommens“ das zu ungesundem Egoismus und aggressivem Verhalten aus einer vermeintlichen Notwendigkeit des Selbstschutzes führt, können erkannt werden.

Wenn wir die positiven Ausdruckformen der Widderenergie, nämlich den Mut, Neues auszuprobieren, und die ausgleichende Energie des Waagezeichens nutzen lernen, kann das Gegenüber vom Feind zum Freund werden, auf den wir uns beherzt einlassen.

Der neue Leitsatz kann dann lauten: „Ich und die anderen“.

 

Saturn Quadrat Chiron  
29. Dezember 2016                  20°33‘ Schütze/Fische
03. März 2017                             22°11‘ Schütze/Fische
28. September 2017                  27°22‘ Schütze/Fische

Saturn war in der griechischen Mythologie der Gott Chronos. Er wurde von seinem Sohn Zeus/Jupiter entmachtet und auf die Insel der Seligen verbannt. Danach wird seine Regentschaft als das goldene Zeitalter beschrieben, eine Ära, in der alles im rechten Maß vorhanden war.
Positiv gesehen steht er für Formgebung, Struktur, Verantwortungsbereitschaft, Realitätssinn, Disziplin und Kontrolle sowie die Fähigkeit, das Erdenleben sinnvoll zu gestalten.
In seiner negativen Form neigt er zur Strenge und Unerbittlichkeit und dazu, die mühsamen, leistungsorientierten und mangelhaften Faktoren des Lebens hervorzuheben.
Saturn stellt in seiner Funktion als Herr der Zeit Belange jeglicher Art auf den Prüfstand. Er kontrolliert, ob sie noch aktuell und im Innersten tragfähig sind oder ob sie nur die Form wahren.
Saturns Potenzial ist seine Beschränkung auf das Wesentliche, die er von uns auch immer wieder einfordert.

Der Kentaur Chiron ist in der griechischen Mythologie Lehrer der Helden und ein großer Heiler. Er trägt viele Ambivalenzen in sich: seine Gestalt – halb Mensch, halb Pferd – , verstoßen von der Mutter, angenommen und erzogen von Apoll, dem Gott der Weisheit und der schönen Künste, ein Heiler, der seine eigene Wunde nicht heilen kann, ein Halbgott, der sich opfert und dafür Sterblichkeit erlangt, um von seinem Leiden erlöst zu werden und nach seinem Tod als Sternbild am Himmel wieder Unsterblichkeit erlangt. Er fungiert als Brückenbauer zwischen den irdischen und den kosmischen Welten.
Chiron steht für die Widersprüchlichkeiten in uns und für einen daraus resultierenden Schmerz, den wir nicht definieren können und auch nicht offen zeigen. Gleichzeitig repräsentiert er unser heilendes Potenzial. Jeder von uns trägt diese Kraft in sich. Wir spüren sie durch eine große Empfindsamkeit und Sensitivität, die wir nicht aus unserer Biografie oder den realen Lebensumständen erklären können. Im Laufe unseres Lebens lernen wir, damit immer besser umzugehen und uns in Situationen, die uns heikel erscheinen, zu schützen, anstatt sie zu vermeiden und damit dem Leben aus dem Weg zu gehen.

Saturn als Hüter der Schwelle zu den geistigen Planeten und Chiron der Brückenbauer zwischen der irdischen und der kosmischen Welt können uns bewusst machen, wie erdgebunden wir sind. Dies kann mit Frustration und Schmerz verbunden sein. Sehnen wir uns doch in den Zeichen Schütze und Fische nach Großzügigkeit, Fülle und Wohlstand ebenso wie nach Erlösung, Frieden und Heilwerdung. Dabei wird uns durch das Zusammenspiel der beiden Planeten immer wieder vor Augen geführt, dass wir diesen paradiesischen Zustand in unserer Welt nicht dauerhaft erreichen können. Wir sind aufgefordert, unser Erdenleben zu akzeptieren und unser Glück im Alltäglichen zu suchen. Wir können es finden, wenn wir unser Augenmerk auf die uns umgebende Fülle und nicht nur auf die Einschränkungen richten. Wenn wir uns auf die natürlichen Geschenke konzentrieren, die wir oft übersehen, wie zum Beispiel einen stillen Moment der Freude über die Schönheit der Natur, ein Lächeln, eine Geste der Zuwendung und die Anbindung, die wir erfahren, wenn wir achtsam sind auf die Zeichen, die uns geschenkt werden, können wir tröstende und aufbauende Glücksmomente erfahren.

 

Saturn im Zeichen Schütze               
23. Dezember 2014 – 14. Juni 2015
                                                                                  18. September 2015 – 20. Dezember 2017

Im Zeichen Skorpion lag der Fokus überwiegend auf persönlichen und gesellschaftlichen Machtthemen und Integrität. Mit diesen Erfahrungen und Erkenntnissen sind wir im September 2015 in die nächste annähernd drei Jahre dauernde Etappe des Saturn-Zyklus gegangen.

Mit Saturn im Schützezeichen werden unsere Glaubenssätze und unsere ethischen Werte beleuchtet. Wir müssen uns fragen, ob wir unserer inneren Einstellung gemäß handeln oder uns an alten gesellschaftlichen Vorstellungen orientieren, die längst überholt sind.
Die höhere Bildung gehört ebenfalls in die Domäne des Schützen und signalisiert eine gute Zeit, die Bildungssysteme zu überprüfen und zu reformieren. Dazu gehört nicht nur die äußere Form, sondern insbesondere die Inhalte.
Da Saturn in seinen negativen Auswirkungen rigide und rückwärtsgewandt sein kann und das Schützezeichen u.a. für Religionen steht, ist die Gefahr groß, dass die schon vor Jahren begonnenen Glaubenskriege mit Vehemenz weitergeführt werden. Einem ähnlichen Prozess dürften die Ausländerpolitik und das Verhalten gegenüber anderen Kulturen und ethischen Werten unterliegen. Es wird sich im Laufe der nächsten Jahre herausstellen, ob autoritäres Verhalten oder wahre Autorität basierend auf Integrität gewinnen wird.
Wenn wir uns den oben beschriebenen Prozess der gesellschaftlichen Umstrukturierung vor Augen halten, sind wir als Individuum stark gefordert, unsere eigene Einstellung zu überprüfen und unser Verhalten dementsprechend auszurichten. Die Verantwortungsbereitschaft oder auch Einsatzbereitschaft eines jeden Einzelnen – im Rahmen seiner Möglichkeiten – sind dabei gefragt.
Unter Saturn im Schützen können großspurige Projekte, denen die Basis fehlt, scheitern, leere prahlerische Versprechen aufgedeckt und übersteigerte Erwartungen enttäuscht werden. Höhenflüge sind unter dieser Konstellation nicht begünstigt, aber gut durchdachte Konzepte, die nicht ausschließlich einem egoistischen Hintergrund, sondern auch einem gemeinschaftlichen Nutzen dienen, profitieren sehr wohl. Dabei zahlen sich eine klare Ausrichtung, Weitsicht und Realitätssinn aus.

 

Saturn im Zeichen Steinbock          
20. Dezember 2017 – 22. März 2020
                                                                                02. Juli 2020  – 17. Dezember 2020

Am 20. Dezember wechselt Saturn ins Steinbockzeichen und bleibt bis Ende 2020 mit einem kurzen Intermezzo in seinem eigenen Zeichen und damit in einer starken Position.
Die Ausdrucksform dieser Konstellation, hängt davon ab, ob es uns gelingt, den oft rigiden saturnalen Ausdrucksformen eine neue Form zu geben.
Saturn wird oft als Ordnungshüter einer Gesellschaft dargestellt. Da unsere Gesellschaft patriarchal ausgerichtet ist, vertritt er auch bevorzugt patriarchale Werte und zeigt sich oft in einer übertriebenen Strenge, nicht hinterfragter Gesetzestreue und übermäßiger Leistungsorientiertheit. Dabei wird die Eigenverantwortung oft den gesellschaftlichen Erwartungen unterworfen.
Saturn herrscht aber im Steinbock über ein weibliches Zeichen. Vielleicht ist es an der Zeit, die saturnalen Ausdrucksformen ein Stück zu erweitern. Dann können seine Potenziale wie die Fähigkeit, Struktur und Halt zu geben, Realitätssinn, Ausdauer und Eigenverantwortung an Kraft gewinnen.
Dabei werden wir uns immer wieder Fragen stellen wie zum Beispiel: Was ist uns wichtig und wertvoll? Welches Maß tut uns gut? An welchen Werten orientieren wir uns? Wo halten wir an Altem fest, ohne es zu hinterfragen? Wo kasteien wir uns unnötig? Wo übernehmen wir (ungefragt) Verantwortung oder weigern uns, es zu tun? Können wir das, was uns zur Verfügung steht, genießen?
Das Ziel ist eine Gesellschaft mit verantwortungsbewussten Mitgliedern, in der jeder sein ureigenes „Vermögen“ in allen Formen einbringen darf und damit zu seinem eigenen und zum Wohl und Wachstum der ganzen Gemeinschaft beiträgt.

 

Jupiter im Zeichen Waage
                 09. September 2016 – 10. Oktober 2017

Im Zeichen Waage werden Harmonie, Schönheit, Beziehungen und Friedfertigkeit wichtig. Die Balance in allen Lebensbereichen wird uns ein Anliegen. Das zeigt sich für den Einzelnen sehr unterschiedlich, je nachdem, auf welchen Gebieten ein Ungleichgewicht herrscht.
Als Gesellschaftsplanet wird Jupiter den Fokus auf ein ausgeglichenes und gerechtes Miteinander legen. Die Waage-Gerechtigkeit orientiert sich weniger an Gesetzen, sondern möchte, dass Ausgewogenheit vorherrscht und alle „Parteien“ gleichermaßen gehört und beachtet werden.

 

Jupiter im Zeichen Skorpion          
10. Oktober 2017 – 08. November 2018

Das Skorpionzeichen bringt uns in Kontakt mit Leidenschaftlichkeit, Ehrlichkeit, Verbindlichkeit, Mut zu Integrität, Machtthemen in allen Facetten und einem detektivischen Gespür für Unwahrheiten und Heimlichkeiten.
Innerhalb einer Gesellschaft können diese Faktoren sowohl zum Aufdecken von Intrigen dienen als auch als Machtanspruch per se definiert werden. Fanatismus, Dogmatismus und Selbstherrlichkeit sind Gefahren, denen wir unter dieser Konstellation sehr aufmerksam begegnen müssen.

 

Rückläufigkeiten:

Rückläufigkeit eines Planeten entsteht dann, wenn die Erde auf ihrer elliptischen Kreisbahn schneller als ein anderer Planet ist und diesen überholt. Dann scheint sich dieser Planet von der Erde aus gesehen rückwärts zu bewegen.

Es ist eine gute Zeit, um innezuhalten und den bisher zurückgelegten Weg noch einmal – rückwärts – zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist es eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.
Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Dennoch gibt sie uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Rückläufiger Merkur
                            19. Dezember 2016 – 07. Januar 2017
                                                                                  10. April – 03. Mai 2017
                                                                                  13. August – 05. September 2017
                                                                                  03. Dezember – 23. Dezember 2017

Merkur ist der Planet der Kommunikation, des Wissens, des Handels und des Verkehrs.

Da es während seiner Rückläufigkeit häufig zu Missverständnissen kommt, ist es ratsam, immer wieder nachzufragen, ob wir richtig verstanden wurden.

Die Rückläufigkeit richtet den Fokus in die Vergangenheit. Es ist daher nicht zweckmäßig, große Schritte nach vorne zu machen, wie zum Beispiel Verträge abzuschließen und Verhandlungen zu forcieren, sondern nach Möglichkeit die jeweilige Sache nochmals zu überprüfen und von verschiedenen Seiten Informationen einzuholen. Manchmal lassen sich Abschlüsse, Ein- oder Verkäufe nicht vermeiden. Dann kann es hilfreich sein, sie zusätzlich von einer unabhängigen Person begutachten zu lassen.

Nicht alle Menschen gehen in gleicher Weise mit dem rückläufigen Merkur in Resonanz. Personen mit rückläufigem Merkur im Geburtshoroskop kennen die Themen, deshalb sind die Auswirkungen der Rückläufigkeit für sie oft nicht so spürbar oder im Gegenteil sogar förderlich.

Sensibel für den rückläufigen Merkur sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten
im Januar zwischen 27° Schütze und 6° Steinbock,
im April/Mai zwischen 23° Widder und 6° Stier,
im August/September zwischen 27° Löwe und 13° Jungfrau,
im Dezember zwischen 11° und 30°Schütze.

Rückläufige Venus                                  
04. März – 15. April 2017

Der gleichmäßige Zyklus der rückläufigen Venus (er verschiebt sich im 8-Jahresrhythmus um 2°) gibt uns immer wieder Gelegenheit, gleiche Themen (Häuser oder Planeten) zu betrachten.

Überprüft werden zum einen Beziehungen und Freundschaften in all ihren Facetten:

Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um und wie lasse ich mich behandeln?
Wie wertvoll erachte ich mich im Vergleich zu anderen?
Was erwarte ich von einer Freundschaft und wie viel bin ich bereit zu geben?
Nehme ich den anderen in seiner Eigenart wahr oder so, wie ich ihn mir wünsche?
Kann ich faire Kompromisse schließen?

Oft werden wir in dieser Zeit mit Altlasten oder Wunschdenken aus vergangenen Beziehungen konfrontiert und können in der Rückschau herausfinden, wie für uns eine ideale Beziehung/Freundschaft in der Zukunft aussehen kann.

Das zweite große Thema berührt unsere Talente und Ressourcen mit den Fragen:

Wie behandle ich meinen Körper? Pflege ich ihn, treibe ich Raubbau, höre ich auf seine Signale?
Wie ist mein Umgang mit Geld und materiellen wie ideellen Werten?
Kenne ich meine Talente, schätze ich sie und gebe ich ihnen genügend Raum, in dem sie sich entfalten können?

Ein weiteres Venusthema beinhaltet Genussfähigkeit und Lebensfreude.

Was bedeutet für mich Sinnesfreude und Lust, erlaube ich mir die Annehmlichkeiten des Lebens?
Wie wichtig sind für mich Schönheit, Kunst und kreativer Selbstausdruck?
Was macht mir wirklich Freude?
Sorge ich für mein eigenes Wohl oder erwarte ich es von anderen?

Dieser Rückläufigkeitszyklus findet in den Zeichen Widder und Fische statt und bezieht die oben gelisteten Fragen unter anderem auf die Themen bedingungslose Liebe, Frieden, Illusionen, Opferbereitschaft, Empfindsamkeit, Einfühlungsvermögen, Abgrenzungsschwierigkeiten versus Eigensinn, Mut zur eigenen Stärke und Widerstand.

Sensibel für die rückläufige Venus sind vor allem Menschen mit persönlichen Planeten oder Punkten zwischen 26° Fische und 14° Widder

Finsternisse

In früheren Kulturen wurden Finsternisse negativ gedeutet.

Mondfinsternisse bedeuteten schlechte Zeiten für das Volk (Mond = Volk), Sonnenfinsternisse waren schlecht für die Herrscher (Sonne = Herrscher), da der zuständige Himmelskörper verdunkelt wurde.

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond (Emotionen, Unbewusstes, Vergangenheit) zeitweise die Sonne (Bewusstsein, Lebensziel, Gegenwart). Wer schon einmal eine totale Sonnenfinsternis beobachtet hat, kann bezeugen, wie sich das bewusste Leben für kurze Zeit verändert und die Emotionen in den Vordergrund treten. Einhergehen Ergriffenheit, Faszination und Befangenheit. Gefühle, die mit unserem Verstand nichts zu tun haben, trotz des Wissens um die astronomischen Gegebenheiten.

Heutzutage ist die Interpretation objektiver.

Da eine Sonnenfinsternis immer zu Neumond stattfindet, steht seine Anfangsenergie im Vordergrund. Es ist nicht nur – wie bei jedem Neumond – eine gute Zeit, Neues zu beginnen, sondern eine Art Aufforderung des Kosmos, die Energie positiv zu nutzen, um altes, nicht mehr passendes Verhalten zu ändern.

Bei Mondfinsternissen wird der Bewusstwerdungsprozess des Vollmondes für eine Weile unterbrochen. Dadurch können die entsprechenden Mondthemen stark in den Vordergrund treten.

Die Finsternisse werden in den jeweiligen Monatstrends im Zusammenhang mit den aktuellen Konstellationen ausführlicher beschrieben.

11. Februar 2017 – 01h43 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 22°30‘ Löwe-Wassermann

Die Löwe-Wassermann-Energie animiert uns, Wege zu finden, wie wir die Geistesebene und Inspiration des Wassermanns mit der Herzlichkeit und Wärme des Löwen für eigene und übergeordnete Ziele einsetzen können. Im besten Fall finden wir eine Balance zwischen Egoansprüchen und Allgemeinwohl. Der absteigende Mondknoten in den Fischen in Konjunktion mit Neptun läutet thematisch schon die folgende Sonnenfinsternis ein.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 12° – 30° in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann)

 

26. Februar 2017 – 15h53 MEZ – ringförmige Sonnenfinsternis auf 08°10 Fische
am absteigenden Mondknoten, in Konjunktion mit Neptun und Merkur.

Sichtbar ist sie in den Meeresgebieten des südlichen Pazifiks und Atlantiks, in Patagonien und in ihrem Endstadium in Teilen Angolas.

Die Fische-Qualität umfasst die Auseinandersetzung mit dem Irrealen, dem Numinosen, dem Unsichtbaren, dem Nicht-Erklärbaren, den kollektiven Energien und den Anderswelten. Wir sind unter dieser Qualität sehr empfindsam und unsere Wahrnehmung ist sensibilisiert.

Dies wird von den an der Finsternis beteiligten Planeten noch verstärkt.

Die zu stellenden Fragen könnten lauten: Wie haben wir bisher auf diese Empfänglichkeit reagiert? Sind wir Opfer der verschiedenen Reize? Wie gehen wir mit der Sehnsucht nach Verbundenheit und Frieden um? Was brauchen wir, um unsere Form von Spiritualität im Alltag leben zu können? Wie gut sind wir im Hier und Jetzt verankert und können von dieser Basis aus mit den neptunischen Kräften zusammenarbeiten?

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 0° – 18° in veränderlichen Zeichen (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

07. August 2017 – 20h20 MEZ – partielle Mondfinsternis auf 15°30 Löwe/Wassermann
mit Mars an der Sonne am aufsteigenden Mondknoten.

Diese Mondfinsternis greift die Themen der Finsternis vom Februar wieder auf. Durch die Beteiligung des Löwe-Mars am aufsteigenden Mondknoten liegt die Aufmerksamkeit nun vermehrt darauf, unserer Gestaltungskraft Ausdruck zu verleihen, dem Thema der folgenden Sonnenfinsternis.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 5° – 25° fix (Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann) sowie 20° veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

21. August 2017 – 20h2506 MEZ – totale Sonnenfinsternis auf 28°50 Löwe
am aufsteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Mars und einem exakten Trigon von Uranus zum Finsternispunkt und Saturn zum Mondknoten.

Sichtbar ist sie in den USA in den Bundesstaaten Oregon, Idaho, Wyoming, Nebraska, Kansas, Missouri, Illinois, Kentucky, Tennessee, North Carolina, Georgia, South Carolina und auf den Kapverden.

Diese Finsternis steht ganz im Zeichen der Löweenergie. Die in einem harmonischen Aspekt beteiligten Energien von Saturn und Uranus können dazu genutzt werden, den kraftvollen Ausdruck dieser Konstellation nicht in überzogene Egoansprüche und selbstherrliche Arroganz abgleiten zu lassen, sondern sich bewusst zu werden, wie viel sich mit Kreativität und schöpferischem Potenzial für eigene und übergeordnete Ziele verwirklichen lässt.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 18° – 30° fix (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann) und 0°- 8° veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische).

 

© Jutta Stemmer

 

 

Merken

Monatstrends September

 

Im September und Oktober bewegt sich das Saturn-Uranus-Quadrat noch einmal im 1° Orbis, ehe es sich im November endgültig verabschiedet. Das bedeutet, dass wir im Altweibersommer und Herbst noch einmal Revue passieren lassen können, wie wir mit diesen so unterschiedlichen Energien umgehen, was die Essenz der letzten Jahre in Bezug auf diese Konstellation für uns ist und wie wir sie in Zukunft gerne einsetzen wollen. Ausführlich beschrieben ist sie in den Jahrestrends 2021 und 2022.

Kurz zusammengefasst:

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermann-Zeichens verbindet er diese mit kollektiven Anliegen. Oft erscheint uns das als Widerspruch, aber auch als das Zusammenführen zweier Paradoxe. In der Verbindung bedeutet es, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen. Als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Saturn steht für die Verbindung zur Erde, zur irdischen Realität mit all ihren Herausforderungen, für das Wesentliche und für unseren inneren Kompass.

Generell stehen wir beim Kontakt eines Gesellschaftsplaneten mit einem geistigen Planeten immer vor der Frage, wie weit wir die kollektiven Energien, in diesem Fall Uranus, als Individuum und in der Gemeinschaft leben und ob wir bereit sind, sie in unseren Alltag zu integrieren.

Bereits im August erhielt die Konstellation Auslösungen durch den Vollmond und die Venus.

Und am 10. September um 11h59 MEZ findet ein Vollmond auf 17°41′ der Jungfrau-Fische-Achse statt mit einem Sextil/Trigon zu Uranus und rückt die Themen erneut in den Fokus.

Die Energie des Fische-Zeichens fördert Offenheit, Phantasie, Medialität, Sensitivität, Mitgefühl, Empathie, Spiritualität, das Gefühl der Verbundenheit und Hilfsbereitschaft. Wir können uns fragen, ob wir diese Qualitäten und Fähigkeiten im Alltag leben und in welchen Bereichen wir sie aktiv nutzen. Aber auch, wo wir aufgrund großer Offenheit und Sensibilität davon überrollt werden. Und ob wir alltagstaugliche Strategien haben, uns zu schützen, wenn wir aufgrund hoher Sensibilität und Offenheit darunter zu leiden beginnen.

Dabei kann uns die Jungfrau-Qualität unterstützen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden guttut bzw. was schadet. In der Praxis würde das bedeuten, regelmäßig kleine Rituale in den Alltag einzubauen, die uns bewusst erden und zu uns kommen lassen.

Der Kontakt von Uranus mit der Vollmondachse kann sowohl zu innerer und äußerer Unruhe führen, aber auch inspirierend wirken oder es können sich unerwartete oder überraschende Lösungsansätze auftun.

 

 

Vollmond am 10. September um 11h59 MEZ in München

 

 

Der darauffolgende Neumond findet am 25. September um 23h54 auf 02°48′ Waage in Opposition zu Jupiter statt.

Jupiter im Widder richtet das Augenmerk auf die eigenen Überzeugungen und Meinungen, auf die eigene Moral und die Vorstellung von Gerechtigkeit. Waage hingegen ist ein Beziehungszeichen, das Wert auf Ausgleich und Balance legt sowie auf ein faires Miteinander. Es lenkt den Blick außerdem auf die schönen Seiten des Lebens. Spannung und Entspannung oder Miteinander anstelle von Gegeneinander können die Themen dieser Tage sein.

 

Neumond am 25. September um 23h54 MEZ in München

 

 

Ab dem 10. September beginnt Merkur seinen Rückläufigkeitszyklus auf 8°55‘ Waage. Bis zum 2. Oktober bewegt er sich bis 24°11‘ Jungfrau und erreicht seinen Ausgangspunkt am 17. Oktober.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und auf den Austausch aller Art.

Die Zeichen Jungfrau (veränderlich) und Waage (kardinal) repräsentieren zwei sehr unterschiedliche Energien: Jungfrau ist darauf ausgerichtet, ein System am Leben und am Laufen zu halten. Sie orientiert sich an Fakten und strebt stets nach einem Bezug zur Praxis – mit Liebe zum Detail, auf pragmatische und wirtschaftliche Weise. Waage vertritt die kommunikative und kontaktfreudige Luft, die den schönen Seiten des Lebens zugewandt ist und immer auch ihr Gegenüber im Blick hat. Sie legt Wert auf das Zwischenmenschliche und die Gemeinschaft.

Das heißt, dass wir in dieser Rückläufigkeitsphase mit verschiedenen Werkzeugen arbeiten können, um unsere Gedanken, Ideen und Vorhaben neu auszurichten.

Das Neumondhoroskop zeigt die Thematik in anschaulicher Form mit Sonne und Mond in der Waage in Konjunktion zu Venus und Merkur in der Jungfrau.

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer

 

Der Sternenhimmel im September

Jupiter ist als hell leuchtender Planet die ganze Nacht über im Sternbild der Fische zu beobachten während Saturn im Sternbild Steinbock im Laufe des Monats seine Sichtbarkeit verringert und immer früher untergeht.

Venus und Merkur stehen in Sonnennähe und sind für uns leider kaum sichtbar. In der ersten Monatshälfte können wir einen kurzen Blick auf die Morgenstern-Venus im Osten kurz vor Sonnenaufgang werfen.

Mars im Sternbild Stier erscheint ab Mitternacht am östlichen Firmament und wandert bis Sonnenaufgang gen Süden.

In den Tagen um den 11. September zieht der volle Mond an Jupiter vorbei, um den 17. passiert der Halbmond Mars.

 

Sternenhimmel am 14. September um 3h30

Sternenhimmel am 02. September um 5h50 in östlicher Richtung

Sternenhimmel am 28. September um 3h50 in südlicher Richtung

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

 

 

Anmeldung und Infos: Lilith von der Göttin zur Dämonin

Der Sternenhimmel im August

 

Saturn wandert von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang von Ost nach West durch das Sternbild Steinbock. Ihm folgt nur ca. eine Stunde später Jupiter im Sternbild Wassermann.

Die hell leuchtende Morgenstern-Venus in den Sternbildern Zwilling und Krebs ist den gesamten August über kurz vor Sonnenaufgang im Osten sichtbar und verliert im Laufe des Monats ein wenig an Glanz.

Ab Mitternacht können wir Mars beobachten, der sich bis Sonnenuntergang von Ost nach Süd durch die Sternbilder Widder und Stier bewegt. Der abnehmende Mond passiert ihn vom 17. – 21. August.

Merkur bleibt für uns aufgrund seiner Nähe zur Sonne im Juni unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 07. August um 4h30 in  östlicher Richtung

Sternenhimmel am 20. August um 1h00 in östlicher Richtung

Sternenhimmel am 25. August um 21h30 in südöstlicher  Richtung

Sternenhimmel am 24. August um 5h00 gesamtes Firmament

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends August

 

Im Juli und August macht der Kosmos Sommerpause.

D.h. es finden keine größeren Auslösungen in Bezug auf die Fische-Widder-Thematik statt (ausführlich beschrieben in den Juni-Trends) und auch das Saturn-Uranus-Quadrat bewegt sich bis September in einem weiten Orbis.

In der Astrologie sind dies in der Regel Zeiten, in denen das Erlernte, Erlebte, Erfahrene verarbeitet und integriert werden kann.

Der Sommer kann eine Zeit der Erholung werden, vor allem aber dient er der Standortbestimmung, von der aus es möglich ist, die nächsten Schritte zu planen.

 

Ende Juli und Anfang August geht Mars in Konjunktion zu Uranus. Eine dynamische Konstellation, die mit innerer und äußerer Unruhe, Gereiztheit, Anspannung und Impulsivität einhergeht. Besonders Spannungen, die schon länger zurückgehalten werden, wollen sich nun entladen. Wir sind gut beraten, in diesen Tagen achtsam mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen, für Erdung zu sorgen, immer wieder Ruhephasen einzubauen und unser Gemüt gezielt zu entladen.

 

 

Am 12. August um 03h35 MEZ findet ein Vollmond auf 19°21′ der Löwe-Wassermann-Achse statt mit Saturn in Konjunktion zum Mond und Uranus im Quadrat zur Achse. Eine kleine Erinnerung daran, dass das Saturn-Uranus-Quadrat immer noch aktuell ist.

Uranus verkörpert die reine individuelle Schöpfungsenergie. Als Herrscher des Wassermann-Zeichens verbindet er diese mit kollektiven Anliegen. Oft erscheint uns das als Widerspruch, aber auch als das Zusammenführen zweier Paradoxe. In der Verbindung bedeutet es, dass wir als Individuen in einer gleichwertigen und geistigen Verbundenheit stehen, als Gegensatz ist es ein Ringen des Einzelnen um seine Individualität unter der Prämisse, dabei möglichst unabhängig und frei von Verpflichtungen zu bleiben.

Saturn steht für die Verbindung zur Erde, zur irdischen Realität mit all ihren Herausforderungen, für das Wesentliche und für unseren inneren Kompass. Als Gesellschaftsplanet zeigt er immer wieder, wie wir als Teil der Gesellschaft zu den kollektiven uranischen Kräften stehen und ob wir bereit sind, sie in unseren Alltag zu integrieren.

Auch die Achse Löwe-Wassermann zeigt uns das Ringen von Egoansprüchen mit dem Gemeinschaftsgeist. Aber die Energien beinhalten auch große Gestaltungskraft und das Erkennen, dass Individualität und Gemeinschaft keine Widersprüche sind, sondern kreative Vielfalt bedeuten können.

 

Vollmond am 12. August um 03h35 MEZ in München

 

 

Der darauffolgende Neumond findet am 27. August um 10h17 auf 04°03′ Jungfrau statt

und steht im Quadrat zu Mars. Gleichzeitig aktiviert Venus das Saturn-Uranus-Quadrat, wie oben beschrieben.

Waren in weiten Teilen des Augusts die kreativen und innovativen Energien spürbar, verschiebt sich der Fokus nun Richtung Realitätssinn, Pragmatismus und Wirtschaftlichkeit. Das Quadrat zu Mars im ideenreichen und spielerischen Zwillingszeichen symbolisiert noch einmal diesen Übergang, der unter Umständen nicht immer ohne Reibung verläuft. Dabei übersehen wir oft, dass Jungfrau ein Erd- und Erntezeichen ist, das uns die andere Seite des Sommers mit viel Arbeit aber nicht weniger Freude zeigt. Der Freude daran, etwas aus eigenen Mitteln geschaffen zu haben, etwas ernten zu dürfen, das wir lange gehegt haben, Vorsorge für unser weiteres Leben treffen und danach zur Ruhe kommen zu können.

 

Neumond am 28. Juli um 19h55 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

 

Der Sternenhimmel im Juli

Im Juni und Juli stehen Saturn, Jupiter, Mars und Venus in einer Reihe am Himmel. Sichtbar sind sie ab Mitternacht bis Sonnenaufgang.

Ein besonderes Schauspiel bietet dabei der Mondlauf, wenn er  am 16. zuerst Saturn passiert, dann am 21. und 22. ab Mitternacht an Jupiter vorbeiläuft, am  22. + 23. neben Mars steht und kurz vor Sonnenaufgang am 26. die feine Sichel mit der Venus zusammentrifft.

Merkur bleibt für uns aufgrund seiner Nähe zur Sonne im Juni unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 16. Juli um 4h30 in südöstlicher Richtung

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Juli

 

Im Juli und August macht der Kosmos Sommerpause.

D.h. es finden keine größeren Auslösungen in Bezug auf die Fische-Widder-Thematik statt (ausführlich beschrieben in den Juni-Trends) und auch das Saturn-Uranus-Quadrat bewegt sich bis September in einem weiten Orbis.

In der Astrologie sind dies in der Regel Zeiten, in denen das Erlernte, Erlebte, Erfahrene verarbeitet und integriert werden kann.

Der Sommer kann eine Zeit der Erholung werden, vor allem aber dient er der Standortbestimmung, von der aus es möglich ist, die nächsten Schritte zu planen.

 

Ende Juli und Anfang August geht Mars in Konjunktion zu Uranus. Eine dynamische Konstellation, die mit innerer und äußerer Unruhe, Gereiztheit, Anspannung und Impulsivität einhergeht. Besonders Spannungen, die schon länger zurückgehalten werden, wollen sich nun entladen. Wir sind gut beraten, in diesen Tagen achtsam mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen, für Erdung zu sorgen, immer wieder Ruhephasen einzubauen und unser Gemüt gezielt zu entladen.

 

Am 13. Juli um 20h37 MEZ findet ein Vollmond auf 21°21′ der Krebs-Steinbock-Achse statt mit Merkur in Konjunktion zum Mond und Pluto in einer weiten Konjunktion mit der Sonne.

Auf dieser Achse geht es um die Fragen:
Kenne ich meine wahren Gefühle und Bedürfnisse, gestehe ich sie mir zu und bin ich bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen?
Kann ich gut für mich sorgen oder stelle ich Versorgungsansprüche an andere?
Was sind meine Motivationen dafür, anderen zu helfen und mich um sie zu kümmern?
Leiste ich Hilfe zur Selbsthilfe oder ist es ein Mittel, um die Nähe zu anderen zu sichern?

Pluto unterstützt die Suche nach der wahren Motivation und fordert von uns Ehrlichkeit, während Merkur die emotionale Komponente auf einer rationalen Ebene betrachten kann.

 

 Vollmond am 13. Juli um 20h37 MEZ in München

 

 

Der darauffolgende Neumond findet am 28. Juli um 19h55 auf 05°38′ Löwe statt

und fördert in uns den Wunsch nach Lebensfreude, Souveränität und Herzenswärme. Er zeigt uns, was uns Ja zum Leben sagen lässt, oder auch, was uns bis jetzt daran gehindert hat und wie wir Kreativität und Eigeninitiative in unser Leben bringen können.

Das Quadrat von Merkur zu Mars und Uranus hebt bereits deren Konjunktion in den kommenden Tagen hervor. Vor allem große Ideen, Wünsche und Vorstellungen können unsere Ungeduld anfachen.

 

Neumond am 28. Juli um 19h55 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

 

Der Sternenhimmel im Juni

Im Juni und Juli stehen Saturn, Jupiter, Mars und Venus in einer Reihe am Himmel. Sichtbar sind sie ab Mitternacht bis Sonnenaufgang.

Ein besonderes Schauspiel bietet dabei der Mondlauf, wenn er am 18. Juni zuerst Saturn passiert, dann am 21. und 22. an Jupiter vorbeiläuft, am  22. + 23. neben Mars steht und kurz vor Sonnenaufgang am 26. die feine Sichel mit der Venus zusammentrifft.

Merkur bleibt für uns aufgrund seiner Nähe zur Sonne im Juni unsichtbar.

 

Sternenhimmel am 24. Juni um 4h15 in östlicher Richtung

Sternkarten mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Monatstrends Juni

 

Die Fische-Widder-Thematik bleibt auch im Juni noch im Fokus, wenn auch in einer abgeschwächten Form. Jupiter und Mars laufen durch das Widder-Zeichen und erhalten Ende des Monats einen Quadrat-Aspekt vom Neumond, während Neptun im Zeichen Fische von der Vollmond-Achse ausgelöst wird.

Die Zeichen Widder und Fische sind wohl die widersprüchlichsten im Tierkreis. Sie symbolisieren den Beginn und die Vollendung.

 

Das Fische-Zeichen ist ein kollektives Zeichen und das letzte im Zodiak.

Wenn wir den Kreis als Entwicklungsweg sehen, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht und gespeichert. Etwas ist vollendet. Die verbindende Energie dieses Zeichens entsteht aus dem Wissen, dass es kein Getrenntsein gibt. Hieraus wiederum entstehen Vertrauen und ein Gefühl des Aufgehoben-Seins. Wir spüren in uns den Wunsch nach Frieden, nach der Anbindung an eine jenseitige Quelle, nach gelebter Spiritualität und das Bewusstsein, dass wir mehr sind als die Erdenbürger, als die wir in dieser Inkarnation angetreten sind.
Im Alltag steht diese Energie für Intuition, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Friedfertigkeit und in seinen schwierigen Formen für Weltflucht, das Übernehmen von Opferrollen, Täuschung, Illusion, Wegsehen, Scheinwelten und vage Ängste.

 

Das Zeichen Widder ist das erste im Tierkreis und repräsentiert die Kraft des Impulses, des Neuanfangs und der Initiative. Nach den beiden kollektiven Zeichen steht es für die Vereinzelung, die notwendig ist, damit ein Individuum sich selbst erkennen kann. Widder steht für die Geburtsenergie und den Mut, Neuland zu betreten. Hier beginnt die Entwicklung, die sich in ihrem Lauf durch den Zodiak bis zum Fische-Zeichen vervollkommnet. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Hier werden wir mit unserem Ego, unseren Triebkräften, unserer Wut und unserer Kraft konfrontiert. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt.

 

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist, während die Widder-Energie den persönlichen Ausdruck sucht und als Einzelkämpfer durch die Welt zieht.

Jupiter pendelt in diesem Jahr zwischen diesen beiden Zeichen und verbindet in seinem Lauf diese sehr verschiedenen Energien. Auch hier ist das „Sowohl-als-auch“ gefragt, in dem Wissen, dass nur eine gut entwickelte Persönlichkeit sich einer übergeordneten Sache zur Verfügung stellen kann.

 

Noch bis zum 3. Juni bewegt sich Merkur rückwärts und wendet auf 26°05‘ Stier. Seinen Ausgangspunkt auf 4°51‘ Zwillinge erreicht er am 18. Juni. Das heißt, dass wir in der ersten Juni-Hälfte noch mit seinen Wirkungen zu rechnen haben.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten ist seine Rückläufigkeit eine gute Zeit, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufzuarbeiten, alte Verhaltensmuster zu überprüfen, Altlasten zu entsorgen sowie Pläne noch einmal zu überdenken und von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Versuchen Sie einfach einmal, ein kurzes Stück Weg erst vorwärts, dann rückwärts und dann wieder vorwärts zu gehen. Sowohl die Aufmerksamkeit (besonders beim Rückwärtsgehen) als auch die Perspektive verändert sich dabei.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur richtet sich das Augenmerk vermehrt auf das Kommunikationsverhalten und auf den Austausch aller Art. Die Zeichen Stier (fix) und Zwillinge (veränderlich) repräsentieren zwei sehr unterschiedliche Energien: Stier steht dabei für die ruhige, bedachte, bewahrende und wachstumsorientierte Erde, die ihre Zeit braucht und ihren Standpunkt hält. Zwillinge vertritt die quirlige, neutrale, schnelle und bewegliche Luft, die dem Leben flexibel und neutral begegnet. Das heißt, dass wir in dieser Rückläufigkeitsphase mit verschiedenen Werkzeugen arbeiten können, um unsere Gedanken, Ideen und Vorhaben neu auszurichten.


Am 14. Juni um 13h51 MEZ findet ein Vollmond auf 23°25′ der Zwillinge-Schütze-Achse statt. Er steht im Quadrat zu Neptun und im Trigon/Sextil zu Saturn.

Damit lenkt er das Augenmerk auf unsere Werte und Ideale, eventuell auch unsere Vorurteile. Mit dem objektiven und neutralen Blick der Zwillings-Energie können besonders in der Rückschau alte Muster bewusst und verändert werden. Die Einbindung von Neptun und Saturn bringt unterschiedliche Impulse. Saturn fördert unseren Blick auf das Wesentliche und Machbare, auf tragbare Strukturen, auf notwendige Grenzen und unseren inneren Kompass. Neptun hingegen kann im Spannungsaspekt zu Illusionen und Täuschung führen, im besten Fall aber zu Empathie und Hilfsbereitschaft.

 

Vollmond am 14. Juni um 13h51 MEZ in München

 

 

Der darauffolgende Neumond findet am 29. Juni um 04h52 auf 07°22′ Krebs im Quadrat zu Jupiter und in Konjunktion zu Lilith statt.

Die Krebs-Energie macht uns empfänglich und kann uns in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen, Emotionen, Sehnsüchten und Ängsten bringen. Ebenso wie die Neumond-Energie ist sie introvertiert und es kann gut sein, dass wir in den Tagen um den Neumond sensibler auf unsere Umwelt reagieren als sonst. Sich vor negativen Energien zu schützen und sich selbst gut zu pflegen, kann in dieser Zeit hilfreich sein. Der Spannungsaspekt zu Jupiter färbt unsere Überzeugungen und Vorstellungen emotional, während sich die Konjunktion zu Lilith zwiegespalten äußern kann. Einerseits in einer großen Empathie, andererseits in einer ebenso großen Angst allem bisher Ausgegrenzten, Unterdrückten oder Tabuisiertem gegenüber, im Innen wie im Außen.

 

Neumond am 29. Juni um 04h52 MEZ in München

 

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer

 

 

 

Ausbildungsvertrag