Monatstrends September

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Die Schnellläufer, Monde und aktuelle Konstellationen:

Lilith wechselt am 14. September in das Zeichen Steinbock,
In den neun Monaten ihres Durchlaufs können wir uns mit den Anteilen der Zeichenenergie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Steinbock ist nicht nur das Zeichen des Maßhaltens, es repräsentiert auch unsere eigene innere Instanz, unser Gewissen und unser Verständnis von Recht und Ordnung. Wenn wir integer sind, unsere Grenzen kennen und setzen und die anderer respektieren, können wir allein durch unsere klare Haltung viel bewirken.

Seit Juli und bis Ende des Jahres stehen alle Vollmonde auf Gradzahlen, die das kleine Trigon der geistigen Planeten auslösen (siehe Langsamläufer). Das heißt, dass wir uns immer wieder aufs Neue bewusst machen können, wie sich die Konstellation in unserem Alltag auswirkt und wie wir sie gestalten.

Besonders Menschen mit persönlichen Planeten in den Gradbereichen von 4°20‘ und 4°30‘ spüren die Herausforderungen auf der individuellen Ebene. Aber auch alle anderen erleben die Zeitenergie, je nachdem, welche Häuser sowohl im Radix als auch im Transit davon betroffen sind.

 

Der Neumond am 11. September um 05h26 MEZ steht auf 18°25‘ Jungfrau

Jungfrau ist ein Erd- und Erntezeichen, das uns das Ende des Sommers mit viel Arbeit, aber nicht weniger Freude zeigt. Nämlich der Freude daran, etwas aus eigenen Mitteln geschaffen zu haben, etwas ernten zu dürfen, was wir lange gehegt haben, Vorsorge für unser weiteres Leben zu treffen und danach zur Ruhe kommen zu können. Wenn wir dies auf unsere Mond-Stimmung ummünzen, brauchen wir im Alltag ein gutes Wechselspiel von Aktivität und Ruhe. Gewisse Routinen und regelmäßige Erdung tun uns in diesen Tagen gut und lassen ein Wohlgefühl aufkommen.

 

Neumond am 11. September um 05h26 MEZ in München

 

 

Der Vollmond findet am 26. September um 18h48 auf 03°37 der Waage-Widder-Achse statt und bildet zusammen mit den drei geistigen Planeten eine Drachenfigur.

Bei dieser Konstellation geht es darum, wie die Widder-Energie (Kraft, Mut, Risikobereitschaft, Aggression, Willensstärke und Impulsivität) mit den Qualitäten des Waage-Zeichens (Liebes- und Beziehungsfähigkeit, Harmonie, Ausgleich, Ästhetik und Kunstsinn) in Einklang gebracht werden kann. Die Frage dazu kann lauten: Lag der Blick in der Vergangenheit auf dem Trennenden oder dem Verbindenden und wie können wir aus einem „Ich gegen die anderen“ ein „Ich und die anderen“ machen?

 

Vollmond am 26. September um 18h48 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

Jupiters Ingress in den Löwen fand am 30. Juni statt.

So wie der Zeichenherrscher Sonne das natürliche Zentrum unserer Galaxie in einem riesigen Universum ist, um das die Planeten kreisen, so können auch wir, wenn wir unsere Eigenarten gut kennen und leben, ein lebendiges Zentrum sein. Dann brauchen wir keine Bestätigung von außen und können kreativ, liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen. Wenn wir aber nur auf uns fixiert sind, dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit, Rücksichtslosigkeit und Arroganz.

Auch hier wird Jupiter als Gesellschaftsplanet überprüfen, welche Variante dieser Qualitäten wir leben und wie wir damit unser Umfeld gestalten.

 

Am 18. August wechselte die Mondknotenachse von Jungfrau-Fische nach Löwe-Wassermann und gibt für die nächsten 18 Monate der Luft-Feuer-Qualität zusätzlichen Schub.

Bei Löwe und Wassermann ringen Egoansprüche und Gemeinschaftsgeist miteinander. Aber die Energien beinhalten auch große Gestaltungskraft und die Erkenntnis, dass Individualität und Gemeinschaft keine Widersprüche sind, sondern kreative Vielfalt bedeuten können.

Mit dem absteigenden Mondknoten im Löwe-Zeichen wird unser Umgang mit Autoritäten ebenso in Frage gestellt wie unsere Egoansprüche. Der aufsteigende Mondknoten im Wassermann fordert uns dazu auf, Neues auszuprobieren in Bezug auf ein gleichwertiges Miteinander auf allen Ebenen.

 

Am 18. September wechselt Chiron rückwärts nach Widder und bleibt dort bis April 2027.
⇒ Chirons Eintritt in das Zeichen Widder

 

Zwischen September 2025 und Juni 2027 bilden die drei geistigen Planeten Uranus in den Zwillingen, Neptun im Widder und Pluto im Wassermann dreimal ein kleines Talentdreieck, das durch zahlreiche Aspekte von Jupiter, den Schnellläufern sowie Voll- und Neumonden immer wieder aktiviert wird. Angesprochen sind die Gradzahlen von 1°30 bis 6°50. In diesem Jahr fand das exakte Dreieck zwischen 4°20‘ und 4°30‘ statt.

Dies kann als eine Aufforderung verstanden werden, die jeweiligen Zeichen-Energien, die unten ausführlich beschrieben sind, in einen gemeinsamen und übergeordneten Kontext zu bringen. Im besten Fall setzen wir unsere Kräfte für völlig neue Lösungsansätze auf kommunikativer und humanitärer Ebene ein. Im schwierigen Fall kann die negative Seite des Luftelements, nämlich eine Coolness, die die Menschlichkeit aus dem Auge verliert, genau diese innovativen Kräfte für Egoansprüche und gegen die Menschlichkeit einsetzen.

 

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ð „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ð Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer