Monatstrends Juni

 

Die Schnellläufer,  Monde und Aktuelles:
 

Ende Juni wechselt Jupiter in den Löwen. Dann stehen für etwa ein Jahr alle Gesellschaftsplaneten sowie alle geistigen Planeten in Feuer- oder Luft-Zeichen. ðJahrestrends. Das bedeutet vor allem, dass wir besonders in Monaten, wenn auch die Schnellläufer durch diese Elemente laufen, selbst für Bodenhaftung und Realitätssinn sowie Empathie und die Wahrnehmung unserer eigenen Bedürfnisse und Gefühle sorgen müssen.

 

Im Juni bedient der rückläufige Merkur im Krebs das Wasser-Element. Am 29. wechselt er auf 26°15‘die Richtung, bis er am 24. Juli auf 16°21‘ wieder direktläufig wird. Seinen Ausgangspunkt erreicht er am 07. August. 

Die Phase der Rückläufigkeit ist eine gute Zeit, um innezuhalten, den bisher zurückgelegten Weg noch einmal „rückwärts“ zu gehen und dabei vielleicht Dinge zu entdecken, die wir bei unserem forschen Vorwärtsschreiten übersehen haben. Dabei finden wir oft auch zu einer anderen Betrachtungsweise.

In Bezug auf die Themen des jeweiligen Planeten können wir jetzt, Liegengebliebenes und Aufgeschobenes aufarbeiten, alte Verhaltensmuster überprüfen, Altlasten entsorgen sowie Pläne noch einmal überdenken und von einem anderen Standpunkt aus betrachten. Dabei können sich völlig neue Sichtweisen auftun.

Oft empfinden wir die Rückläufigkeit eines Planeten als Bremse, als hinderlich oder lästig. Doch sie gibt uns Zeit zur genaueren Betrachtung der anstehenden Themen und die Möglichkeit, Vergessenes nachzuholen, zu rekapitulieren und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen.

Bei Merkur finden wir das Thema Kommunikation in allen Facetten, dazu zählen auch Handel, Verkehr, Verträge, Absprachen etc.

 

Im Laufe des Monats nähern sich die geistigen Planeten der 4°-Marke, an der sie sich im Juli in einem kleinen Dreieck treffen werden.  

20. Juli 2026

 

Der Neumond vom 15. Juni um 04h54 MEZ steht auf 24°03‘ Zwilling.

Das Zeichen Zwillinge steht für Neutralität, Flexibilität, Vielseitigkeit und Kommunikationsfreude. Mit Hilfe des Kontaktplaneten Merkur kann ein Austausch auf vielen Ebenen erfolgreich sein und durch neue Impulse bereichert werden.

 

Neumond am 15. Juni um 04h54 MEZ in München

 

 Beim Vollmond am 30. Juni um 01h56 auf 08°14‘ der Krebs-Steinbock-Achse
geht es um die Fragen: Kenne ich meine wahren Gefühle und Bedürfnisse, gestehe ich sie mir zu und bin ich bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen? Kann ich gut für mich sorgen oder stelle ich Versorgungsansprüche an andere? Was sind meine
Beweggründe dafür, anderen zu helfen und mich um sie zu kümmern? Leiste ich Hilfe zur Selbsthilfe oder ist es ein Mittel, um die Nähe zu anderen zu sichern?

Der noch stationäre Merkur in Krebs unterstreicht diese Thematik und gibt uns die Möglichkeit, alte Muster zu erkennen und Konsequenzen zu ziehen.

Vollmond am 30. Juni um 01h56 MEZ in München

 

 

Die Langsamläufer:

Pluto weilt nun schon seit über einem Jahr im Zeichen Wassermann, sodass diese Energie nun bis ins Jahr 2043 im Fokus steht.

Wassermann ist ein mental-geistig ausgerichtetes Luftzeichen und verbindet auf den ersten Blick gegensätzliche Komponenten:
Zum einen ist diese Energie revolutionär, fortschrittlich und legt großen Wert auf die individuelle Freiheit und Gleichwertigkeit. Zum anderen ist sie kollektiv und damit auf eine Gemeinschaft ausgerichtet. Eine der Fragen, mit der wir uns zurzeit beschäftigen könnten, wäre: Wie lassen sich diese gegensätzlich erscheinenden Energien – Individualität und Kollektiv – verbinden? Das Bestreben könnte beispielsweise sein, die eigenen individuellen Kräfte zu kennen und in eine Gemeinschaft einzubringen.
Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel: ⇒ „Plutos Wechsel von Steinbock nach Wassermann“ und in den ⇒ Jahresthemen 2024.

 

Neptuns endgültiger Ingress fand am 26. Januar statt, Saturn folgte ihm am 14. Februar. Am 20. Februar fand die letzte Saturn-Neptun-Konjunktion Anfang Widder dieses neuen Zyklus´ statt.

Neptun bringt uns oft mit unseren Sehnsüchten in Kontakt und in seiner Zeit durch das Fische-Zeichen wurde das sehr deutlich, fand sich doch die Sehnsucht nach Anbindung und Frieden in vielen Strömungen wieder. Allerdings wurden und werden wir auch mit seinen negativen Formen immer wieder konfrontiert.

Mit Saturn gilt es zu überprüfen, wie wir als Individuen und als Gesellschaft mit den Energien des jeweiligen Zeichens umgehen.

Der Übergang von den Fischen zum Widder ist wohl der extremste im Tierkreis.
Wenn wir den Zodiak als Entwicklungskreis betrachten, dann sind im Fische-Zeichen alle Erfahrungen gemacht, d.h. ein Entwicklungszyklus ist vollendet und ein neuer kann beginnen.

Im Zeichen des Widders werden wir mit unserer Kraft konfrontiert.
Das Zeichen Widder ist das erste im Zodiak, voller Anfangs- und Aufbruchsenergie. Der Widder muss mutig sein, sonst würde er sich den unbekannten Herausforderungen nicht stellen. Und das ist er auch, denn es fehlen ihm jegliche Erfahrungen – auch die schlechten – und damit das Bewusstsein für Gefahren. Als Erster im Kreis ist er aus seiner Sicht völlig alleine auf sich gestellt, im Gegensatz zur Fische-Energie, die aufgrund des vollendeten Kreislaufs weiß, dass es keine Trennung gibt. Wenn diese Energie sich auf ein Ziel fokussiert, ist sie vollkommen im Augenblick und blendet alles andere aus – nicht aus Egoismus, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich zu fokussieren, um etwas ins Leben zu bringen oder zu verteidigen. Die wahre Krieger:innen-Kraft.

In ihrer destruktiven Form kann die Widder-Energie durchaus zerstörerisch sein, wenn sie unüberlegt immer wieder das gleiche Ziel anpeilt, ohne Rücksicht auf andere oder die Konsequenzen des Handelns. Dann sind unkultivierte Triebkräfte am Wirken und die Wut kennt keine Grenzen.

Zusammengefasst repräsentiert das Fische-Zeichen die kollektive Energie des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe, in dem Verständnis, dass alles, was geschieht, nötig ist und alles mit allem verbunden ist. Die Widder-Energie dagegen schlägt sich allein durch, um etwas zu bewirken oder zu initiieren. Dabei sucht sie stets den persönlichen, individuellen Ausdruck.

 

Am 24. April fand Uranus´ finaler Ingress in die Zwillinge statt. Damit befinden sich alle drei geistigen Planeten in ihren neuen Zeichen.

Das Zeichen Zwillinge ist ein Kontakt- und Kommunikationszeichen. Es bringt Neutralität, Wertfreiheit und Neugierde an Menschen und Ideen sowie gegenüber Meinungen mit sich, wohl wissend, dass Vielfalt das Leben interessant macht. Dies funktioniert auf Dauer nur ohne einen Wettbewerbsgedanken und bringt dann eine gewisse Leichtigkeit ins Leben, ohne nachlässig zu sein.
Schon die beiden Hauptsterne des Sternbildes Zwillinge, Kastor und Pollux, waren in der Mythologie untrennbar verbunden, auch wenn der eine sterblich, der andere unsterblich war. Diese Fähigkeit, Polaritäten zu verbinden, und die Flexibilität, sich immer wieder neu zu definieren, zeichnen das Zeichen aus.

In der Zerrform gelebt ist das Zwillinge-Zeichen jedoch oberflächlich, wechselhaft und kühl kalkulierend auf den eigenen Vorteil bedacht.

Mit Uranus im Stier stellte sich die Frage, welche Traditionen und Werte wir in die neue Zeit mitnehmen wollen, was uns wirklich Sicherheit und Halt gibt und wie wir Genuss und Freude ohne Völlerei und Überfluss ins Leben bringen.

Den Umschwung können wir vielleicht leichter nachvollziehen, wenn wir die beiden Elemente Erde und Luft in der Natur und in der Astrologie betrachten.

Erde gibt uns Halt, Stabilität und Sicherheit. Damit erbauen wir Häuser, Wälle und Dämme, die uns Schutz bieten. Die Erde ist fest und wir sprechen nicht umsonst von „gut geerdet durchs Leben gehen“.

In der Astrologie ist das Vorhandensein von Erd-Energie ein Hinweis auf Realitätssinn, Beständigkeit, Ausdauer und eine gute Verankerung im Hier und Jetzt. Ein Zuviel an Erde macht jedoch unbeweglich, stur oder festhaltend und führt zu Stagnation.

Luft hingegen steht für mentale Ausrichtung, Objektivität, Leichtigkeit, Fähigkeit zur Distanz, Kontaktfähigkeit und Vielseitigkeit. Mit der Luft kommt Leichtigkeit ins Leben, aber sie ist auch flüchtig. Sie lässt sich nicht festhalten, verlängern oder herstellen. Oft sind wir uns ihrer Qualitäten nicht bewusst. Und oft können wir sie auch nicht wertschätzen. Besonders in der Astrologie wird Luft oft als oberflächlich, distanziert und kühl abgetan. Und auch die Leichtigkeit, nach der wir uns gern sehnen, hat häufig einen schalen Beigeschmack. Vielleicht geht es auch hier um die Balance zwischen der kompakten Erde und der beweglichen Luft.

Alle Luft-Zeichen haben die Fähigkeit zu Distanz und sind zugleich Kontakt-Zeichen. Das erscheint zunächst widersprüchlich und die Frage ist, wie wir diese Gegensätze zusammenführen können. Die virtuelle Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die beiden Pole zusammengebracht werden können. Jede und jeder von uns hat eigene Ressourcen, um diese Themen konstruktiv umzusetzen. Verlieren wir uns in diesen grenzenlosen Welten (Wassermann) oder können wir sie mit Saturns Hilfe so gestalten, dass sie zu unterstützenden, aufbauenden, kreativen Kontakten führen?

Das Potenzial des Zwillinge-Zeichens ist vor allem Neugier und die Fähigkeit zu wertfreier, neutraler Betrachtung.

 

Jupiter wechselt am 30. Juni in das Zeichen Löwe.

So wie der Zeichenherrscher Sonne das natürliche Zentrum unserer Galaxie in einem riesigen Universum ist, um das die Planeten kreisen, so können auch wir, wenn wir unsere Eigenarten gut kennen und leben, ein lebendiges Zentrum sein. Dann brauchen wir keine Bestätigung von außen und können kreativ, liebevoll, großzügig, offen und herzlich durchs Leben gehen und Wärme und Begeisterung versprühen. Wenn wir aber nur auf uns fixiert sind, dann kippt die Löwe-Energie in Selbstbezogenheit, Rücksichtslosigkeit und Arroganz.

Auch hier wird Jupiter als Gesellschaftsplanet überprüfen, welche Variante dieser Qualitäten wir leben und wie wir damit unser Umfeld gestalten.

 

Lilith ist am 20. Januar im Schütze-Zeichen angekommen und wechselt am 14. September in den Steinbock. 

In den neun Monaten ihres Durchlaufs sollten wir uns mit den Anteilen der Zeichen-Energie auseinandersetzen, die wir ausgrenzen, tabuisieren oder in einer Zerrform leben, die uns nicht entspricht.

Schütze repräsentiert dabei unsere eigene innere Ethik, unsere Vorstellung von Richtig und Falsch, unseren Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern und unsere Einstellung Fremdem gegenüber.

In den ersten beiden Januar-Wochen steht Lilith in Opposition zu Uranus und kann für überraschende Erkenntnisse sorgen.

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

© Jutta Stemmer