Monatstrends Februar

Fast den gesamten Monat stehen Lilith und Saturn im Steinbock in Konjunktion.
Lilith
wird oft als dämonisierte Kraft bezeichnet. D.h. als Kraft, die ihre Stärke nicht zeigen darf, ohne dass ihr Sanktionen drohen. Dies führt häufig zur Unterdrückung von vorhandenen Fähigkeiten, Talenten und Gaben. Gleichzeitig ist sie eine Vertreterin der „Großen Göttin“ aus matriarchalen Zeiten und bringt uns in Kontakt mit längst vergessenen Werten und Gesellschaftsformen wie z.B. Anerkennung von zyklischen Prozessen, Wertschätzung des „So-Seins oder Anders-Seins, Achtung der Natur und soziales Miteinander.
Saturn als Gesellschaftsplanet vertritt im Moment das patriarchale System mit dessen Grundsätzen wie z.B. hierarchischer Ordnung und Leistungsorientiertheit. Die Eigenverantwortung wird hier oft den gesellschaftlichen Erwartungen unterworfen. Saturn wird in der Mythologie als männliche Gottheit mit weiblichen Attributen (z.B. Sense, Sichel, Totenkopf, das Verschlingen der eigenen Kinder) dargestellt. Mit dem Übertritt in sein weibliches Domizil Steinbock sollten wir unsere Aufmerksamkeit vermehrt auf seine oft vernachlässigten Fähigkeiten lenken: Struktur und Halt geben, aber ohne einzuengen; Realitätssinn, aber ohne Pessimismus; Ausdauer, aber ohne sich zu verausgaben und vor allem: Eigenverantwortung.
Das Zusammentreffen dieser beiden Faktoren könnte uns dazu anregen, unseren  gesellschaftlichen und sozialen Umgang und unser Wertesystem zu überprüfen.

Dabei können uns Fragen helfen wie zum Beispiel:
Was ist uns wichtig und wertvoll? Welches Maß tut uns gut? An welchen Werten orientieren wir uns? Wo halten wir an Altem fest, ohne es zu hinterfragen? Wo kasteien wir uns unnötig? Wo übernehmen wir (ungefragt) Verantwortung oder weigern uns, es zu tun? Können wir das, was uns zur Verfügung steht, genießen? Achten wir die Zyklen des Lebens? Wie sieht unser Umgang mit Übergängen wie z.B. Geburt und Tod aus?

Lilith fordert dazu auf, unsere eigenen Maßstäbe und Spielregeln zu etablieren, und die daraus entstehenden Konsequenzen sowie die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Am 15. Februar um 21h15 MEZ findet eine partielle Sonnenfinsternis auf 27°00′ Wassermann am absteigenden Mondknoten in Konjunktion mit Merkur und im Sextil zu Uranus statt. ð Jahresthemen
Da die Sonne nur zu 25% bis 50% verdeckt wird, ist die Verfinsterung auch in der Antarktis und im südlichen Südamerika nur mit einer Schutzbrille zu sehen.
Wassermann, Merkur und Uranus sind mentale Prinzipien auf unterschiedlichen Ebenen.
Die zu stellenden Fragen könnten lauten: Welchen Stellenwert hat die Verstandesebene in unserem Leben? Wie gehen wir mit Innovation und Technik um und wofür setzen wir sie ein? Können wir unsere Existenz aus einer persönlichen und gleichzeitig übergeordneten Warte aus betrachten? Zudem ist Wassermann das Zeichen der Gleichwertigkeit und greift somit die Themen der Lilith-Saturn-Konjunktion auf.

Empfänglich für diese Finsternis sind Menschen mit Horoskopfaktoren im Bereich von 9° – 30° in den fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann). 

 

 

  

Sonnenfinsternis 15. Februar 21h15 MEZ in München

 

Diesen mentalen Finsternis-Themen, die noch eine Weile nachwirken, steht dann ab dem 19. Februar eine Fische-Ballung gegenüber. Dabei laufen ab dem 21. Februar und bis Anfang März nacheinander Venus, Merkur und die Sonne an Neptun vorbei. Während die wassermännische Energie geistig orientiert ist und das Leben mit einem gewissen Abstand betrachten kann, finden wir im Zeichen Fische Sensibilität, Einfühlungsvermögen und das Wissen, dass alles miteinander verbunden ist. Dazu gehört auch eine Sehnsucht nach kosmischer Anbindung, wie auch immer diese für den Einzelnen aussehen mag.
Kurz gesagt stehen sich Intellekt und Intuition, Geist und Gefühl, Realität und Sehnsucht, Distanz und Hingabe gegenüber. Diese beiden Energien zu vereinen, wird eine Herausforderung der dritten Dekade werden.

 

 

 21. Februar – Ballung in den Fischen

 

Die mundanen Konstellationen sind für den Einzelnen unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, welche Faktoren im individuellen Horoskop davon berührt werden.

 

© Jutta Stemmer